Glossar

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  • C++

    C++

    C++ ist eine standardisierte, höhere Programmiersprache. Dies bedeutet, dass in C++ Computerprogramme in einer abstrakten Sprache geschrieben werden können. Sie ist eine Erweiterung der Programmiersprache C, in der die Objektorientierung noch fehlte.

    Unterstützung folgender Programmierparadigmen
    • Objektorientiert: C++ besitzt einen bestimmen Datentyp: das Objekt. Jedem Objekt können bestimmte Eigenschaften und Methoden zugeordnet werden. Dies fördert die Flexibilität und Wiederverwend- barkeit.
    • Generisch: Funktionen werden möglichst allgemein entworfen, um für unterschiedliche Datentypen und Datenstrukturen verwendet werden zu können. Damit gestalten sich dynamische Programmiersprachen, bei denen sich der Typ einer Variablen zur Laufzeit ändern darf.
    • Prozedural: Die Programme werden in kleinere Teilprobleme (Proze- duren) eingeteilt. Ein Programm in C++ besteht also aus vielen Proze- duren, die nach und nach vom Computer abgearbeitet werden.

    Historie

    Bjarne Stroustrup entwickelte als Mitarbeiter der Firma AT&T in den 80er Jahren die Programmiersprache C++. Zu diesem Zeitpunkt war die Idee der Objektorientierung noch neu. Alle bisherigen Versuche objektorientierte Programmiersprachen zu implementieren waren sehr langsam. Das oberste Ziel für die Entwickler war die Effizienz von C in C++ beizubehalten. 

    Anwendungsfelder

    Mit C++ werden sowohl Systeme als auch Anwendungen programmiert. In der Anwendungsprogrammierung verwendet man C++ meist dort, wo hohe Anforderungen an die Effizienz des Programmes gestellt werden. In der Systemprogrammierung wird in den Bereichen Betriebssysteme, eingebettete Systeme, virtuelle Maschinen, Treiber und Signalprozessoren programmiert. 

    Ein einfaches Programm in C++

    Ausgabe von „Hello world!“:
    -------------------------------------------------------------------------------------------------------------
    #include <iostream>
    using namespace std;int main(){
    cout << "Hello world!";

    }
    ------------------------------------------------------------------------------------------

    Einige Anmerkungen:

    „int main()“ ist die Hauptfunktion dieses Programms. Mithilfe des Objekts „cout“ erreichen wir die Ausgabe „Hello world!“. 

    Nachteile

    Zu den Nachteilen von C++ zählt, dass es bei verschiedenen Plattformen Unterschiede in der Programmiersprache gibt. Das erschwert eine Portierung von Programmen und zeigt sich auch im Detail der Sprache. Des Weiteren wird von vielen Nutzern die teilweise schwer verständliche C-Syntax und der Präprozessor (Programm, das den programmierten Text konvertiert und das Ergebnis ausgibt) kritisiert. 

    Vergleich mit Java

    Die Popularität beider Programmiersprachen ist ähnlich. Die Syntax Javas ist wie bei C++ angelehnt an C. Java und C++ sind beide objektorientiert. Trotz äußerlicher Ähnlichkeiten gibt es jedoch einige Unterschiede.Im Gegensatz zu C++ ist in Java die objektorientierte Programmierung der zentrale Abstraktionsmechanismus. Dadurch werden in C++ tiefe Klassen- hierarchien vermieden. Zu Gunsten der Effizienz verzichtet man des Weiteren in vielen Fällen auf die Polymorphie (Polymorphie bedeutet, dass man z.B. Variablen verschiedene Datentypen zuordnen kann), einen der fundamentalen Bestandteile von Java. 

    Kostenlose Einführungen

    Kostenlose Einführungen in C++ findet man unter: http://www.onlinetutorials.de/cpp-index.htm. 

    Quellen:


    http://ladedu.com/cpp/, zugegriffen am 27.06.2007.

    http://de.wikipedia.org/wiki/C++, zugegriffen am 27.06.2007.

    http://www.tsql.de/c_plus_plus/c++_hello_world.php, zugegriffen am 27.06.2007.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Java, zugegriffen am 27.06.2007.

     
  • C-2-C

    Consumer to Consumer - dt. Verbraucher zu Verbraucher

    Consumer to Consumer (dt.  „Verbrauch zu Verbraucher“) bezeichnet Kommunikations- und Geschäftsbeziehungen zwischen Personen, die nicht gewerblich tätig sind. Diese erfolgt heutzutage in den meistens Fällen virtuell, d.h. über Internetplattformen.

    Dabei werden drei verschiedene Arten von Internetseiten unterschieden:

    • Online-Foren und Blogs dienen Privatpersonen zum Erfahrungs-, Gedanken und Meinungsaustausch zu den unterschiedlichsten Themen.
    • Online-Tauschbörsen sind Plattformen, die Gelegenheit zum Tauschhandel geben. Dies kann sowohl kostenfrei als auch gegen eine geringe Gebühr erfolgen. Zu den bekanntesten Tauschbörsen für Musik gehört kazaa.com.
    • Virtuelle Marktplätze und Auktionen dienen der virtuellen Durchführung von Geschäftstransaktionen von Gegenständen aus dem privaten Gebrauch, die nicht mehr benötigt werden. Bespiele hierfür sind ebay.de und kalaydo.de

    Der Vorteil von C-to-C- Plattformen liegt vor allem in der Vergleichbarkeit von Angeboten. Somit kann der Verbraucher ohne großen Aufwand Informationen über Produkte bekommen und deren Nutzen und Wert für sich selbst besser einschätzen.

    Nachteilig ist dagegen, dass private Verkäufer nicht an die Gewährleistungspflicht gebunden sind und die Käufer somit von der wahrheitsgemäßen Beschreibung und ordnungsgemäßen Versand des Anbieters abhängig sind.

    Da der Verkauf über die Internet-Marktplätze für Privatpersonen immer interessanter wird, kommt es auch immer häufiger zu rechtlichen Fragen und Problemen. Grundsätzlich gelten auch im Internet die Bestimmungen des BGB. Folgende Dinge sollten unbedingt beachtet werden:


    Was muss ich als Privatperson beachten?

    Man handelt als Privatperson, solange man nur gelegentlich unterschiedliche Gegenstände aus dem Privatbesitz verkauft, die man selbst nicht mehr benötigt. Ebenfalls werden auch nur Artikeln für den privaten Gebrauch gekauft.

    Wenn man im Internet Gegenstände verkauft, muss dem Käufer kein Widerrufs- oder Rückgaberecht eingeräumt werden (§§ 312b ff. BGB), diese können aber nach freien Bedingungen (Fristen, Kosten, etc.) gewährt werden.
    Jedoch sind Verkäufer verpflichtet, dem Käufer die Ware frei von Sach- und Rechtsmängeln zu übergeben - egal ob man privater oder gewerblicher Verkäufer ist. Ist die Ware bei der Übergabe an den Käufer mangelhaft, stehen dem Käufer Gewährleistungsansprüche nach dem BGB zu.

    Im Gegensatz zu einem gewerblichen Verkäufer haben private Verkäufer jedoch die Möglichkeit, die gesetzlichen Gewährleistungsrechte des Käufers zu beschränken oder auszuschließen. Dabei sollte folgendes beachtet werden:

    • Deutlicher Hinweis in der Artikelbeschreibung:  "Die Ware wird unter Ausschluss jeglicher Gewährleistung verkauft."
    • Kein wirksamer Ausschluss bei bewusster Täuschung oder Übernahme einer Garantie
      Ein Gewährleistungsausschluss ist nicht wirksam, wenn ein Mangel an der Ware verschwiegen wurde oder bewusst falsche Angaben über den Artikel gemacht worden sind.

    Auf einen Gewährleistungsausschluss kann man sich ebenfalls nicht berufen, wenn für die Beschaffenheit der Ware eine Garantie übernommen wurde. Die Übernahme einer Garantie kann schon darin gesehen werden, wenn in der Artikelbeschreibung eine bestimmte Eigenschaft der Ware zugesichert wird.

    Abgrenzung zum gewerblichen Handel

    Als gewerblicher Händler gilt man, wenn

    • man Artikel kauft um sie wieder zu verkaufen
    • Artikel verkauft, die durch den Verkäufer für den Wiederverkauf hergestellt wurden
    • regelmäßig große Artikelmengen verkauft werden
    • über einen längeren Zeitraum hinweg gleichartigen Ware verkauft werden
    • man häufig neue Ware verkauft, die nicht zum eigenen Gebrauch gekauft wurde
    • für ein Unternehmen ein- oder verkauft wird

    Die Bedeutung für das Marketing 

    Aufgrund der steigenden Nutzung von C2C- Plattformen steigt auch das Interesse von Unternehmen an diesen Plattformen. Die Bedeutung für das Marketing liegt in der Nachkaufphase, also dem Austausch von Kauf-und Produktinformationen zwischen Verbrauchern:
    Macht ein Kunde mit einem bestimmten Produkt oder einer Dienstleistung gute Erfahrungen, wird er auch eine dementsprechende Bewertung abgeben. Bei negativen Erfahrungen bedeutet das also im Umkehrschluss, dass nicht nur ein Kunde verloren geht, sondern dass es für ein Unternehmen auch erheblich schwerer wird neue Kunden, die über den schlechten Erfahrungen informiert sind zu gewinnen.


    Das bedeutet für ein Unternehmen das es einen besonderen Augenmerk auf das CRM (Customer Relationship Management)legen muss, da die Neugewinnung eines Kunden etwa fünfmal teurer ist als das Halten eines Kunden. Dementsprechend muss auch das Marketing angepasst werden, indem gezielt auf Zusatznutzen und Service-Angebote eingegangen wird. Außerdem sollte das Beschwerdemanagement optimiert und das auch im Internet dargestellt werden. Über Unternehmensblogs gibt es zudem die Möglichkeit direkt auf dargestellte Probleme und Erfahrungen der Kunden einzugehen und Lösungsalternativen aufzuzeigen. Eine weitere Möglichkeit bieten Kundenforen auf der Unternehmensseite. Somit ist das Unternehmen in der Lage die Kritik direkt zu erfahren, aber auch die Foren so zu moderieren, dass das Ansehen des Unternehmens nicht zu stark beeinträchtigt wird.

    Quellen:

  • C2C - Consumer to Consumer (engl.) " Verbraucher zu Verbraucher (de.)

    C-to-C   -   Consumer to consumer 

    Consumer to consumer (engl.) “ Verbraucher zu Verbraucher (de) ist der Begriff für die elektronische Kommunikation zwischen Privatpersonen.

    Es gibt drei große Gruppen von Internetseiten in denen vorwiegend C2C-Beziehungen vorzufinden sind. Zum einen sind dies Online-Foren in denen ein Meinungsaustausch zwischen Privatpersonen betrieben wird. Zum anderen auch Online-Tauschbörsen für Musikdownloads oder ähnliches.

    Am deutlichsten wird die Beziehung zwischen Privatpersonen in Bezug auf E-Business, jedoch am Beispiel Ebay oder ähnlichen Anbietern. Die Grundlage für solche Anbieter, bildet die klassische C2C-Beziehung zwischen Privatpersonen, welche ihre Waren an andere Privatpersonen anbieten können.   

    Der Markt  

    Das Marktvolumen für C2C ist gigantisch. Jeder Mensch mit einem Internetzugang ist theoretisch in der Lage selber aktiv teilzunehmen.  Durch den hohen Internationalisierungsgrad im Internet, ist es heutzutage kein Problem mehr, Produkte im günstigeren Ausland zu bestellen. Dies steigert wiederum das Marktvolumen und die potentielle Käuferschicht.

    Der Wandel in der Mentalität der Bevölkerungsschicht, möglichst wenig Geld auszugeben treibt an, gebrauchte Waren zu erwerben und somit die Lebenszeit eines Produktes zu verlängern. Während der zu kleine Pullover früher weggeschmissen wurde, landet er nun bei Ebay. Daraus ergibt sich ein neues Geschäftsfeld in einer nie da gewesenen Größenordnung.

    Der Nutzen für Industrie und Handel ist hingegen äußerst gering. Der Handel wird nahezu ausgehebelt bei dieser Art von Geschäften. Die Industrie leidet unter den verlängerten Produktlebenszyklen. Allgemein wächst der Markt für C2C-Verbindungen stetig weiter und ein Ende ist nicht absehbar.   

    Die Vorteile 

    Die Vorteile sind recht deutlich. Anbieter können ihre nicht mehr benötigten Waren mit geringstem Aufwand einer großen potentiellen Käuferschicht präsentieren. Umgekehrt gilt dieses auch für den Käufer. Ohne großen Aufwand ist es möglich, zu meist kostengünstigeren Preisen Waren zu erwerben.

    Man hat die Möglichkeit bequem die Waren von zu Hause aus ausgiebig zu betrachten. Während dessen können über andere C2C-Angebote die Waren verglichen werden, oder Informationen und Meinungen zur Ware eingeholt werden. Auch eine direkte Gegenüberstellung vergleichbarer Produkte ist ohne nennenswerten Mehraufwand möglich. Informationen und Meinungen werden ungefilter öffentlich gemacht und es gibt nichts was nicht gesagt werden darf.   

    Die Nachteile   

    Der Handel von Verbraucher zu Verbraucher hat auch deutliche Nachteile und birgt einige Risiken. So ist der Käufer davon abhängig, dass der Verkäufer die Ware wahrheitsgemäß beschrieben hat und seinen Verpflichtungen als Verkäufer auch ordentlich nachgeht. Es besteht die Gefahr, dass Nutzer versuchen sich hinter der vermeintlichen Anonymität des Internets zu verstecken und das Gegenüber zu täuschen versuchen.

    Die Anbieter von C2C-Systemen versuchen diesen Nachteilen zwar entgegen zu wirken, jedoch kommt es immer wieder zu Täuschungen. In den meisten Fällen kann nur im Nachhinein agiert werden.

    Ein Nachteil ist die nicht vorhandene Gewährleistung oder Garantie, welche durch den Privatverkauf gegeben ist. Eine weitere Gefahr, die von C2C-Netzwerken ausgeht, ist die Verbreitung von illegalen Daten und  bedenklichen Informationen. Dazu zählt die Verbreitung von illegalen Musik-Dateien oder Video-Dateien. Aber auch Informationen zum Aushebeln eines Kopierschutzes oder von Verschlüsselungen lassen sich ohne großen Aufwand in Online-Foren finden. Auch ist die Verbreitung von verfassungsrechtlich bedenklichen Informationen zu nennen.      

    Marketing-Möglichkeiten 

    In einem C2C-System wird heutzutage auch auf Marketing gesetzt. Verkäufer preisen ihre Waren  per Banner oder markante Farbmarkierungen an und versuchen sich so von der „grauen Masse“ abzuheben. Sie betreiben somit direkte Absatzwerbung.

    Es ist aber auch indirektes Marketing zu finden. Durch eine konstante Aktivität oder durch besondere Freundlichkeit oder gute Hilfe können die C2C-Teilnehmer ihren Status ,und somit ihren Ruf innerhalb des Systems verbessern. Das bekannteste Beispiel ist hier die Bewertung bei Ebay. Die Industrie nutzt ebenfalls die Möglichkeiten in C2C-Systemen zu werben. In Form von Bannern, Pop-up oder Pop-under, sind eigentlich alle bekannten Anbieter vertreten.   

    C2C ist heutzutage ein alltäglicher Bestandteil für Internetnutzer. Die Bedeutung und die Macht, die von Großanbietern ausgeht ist nicht zu unterschätzen. Für die Zukunft ist damit zu rechnen, dass der Markt weiterhin wachsen wird und die Bedeutung noch deutlich höher wird.      

    Quellen:

  • Cascading Style Sheets (CSS)

    Was sind Stylesheets?

    Ein Stylesheet ist am ehesten mit einer Formatvorlage zu vergleichen. Grundidee hierbei ist die Trennung von Information und Darstellung. Das Stylesheet interpretiert die zugewiesenen Daten (Text, Tabellen, Grafiken etc.) und formatiert sie (z.B. für die Bildschirmausgabe) entsprechend den vorgegebenen Regeln. Mit Stylesheets ist in höherem Maße eine Arbeitsteilung möglich, als das früher z. B. bei HTML und eingebetteten Formatierungsbefehlen möglich war.
         

    Wo ist CSS dort einzuordnen?

    Cascading Style Sheets (CSS), ist eine von mehreren Ergänzungssprachen zu HTML, die die Spezifizierung der Präsentation eines Dokumentes ermöglicht. Sie erlaubt das beliebige Formatieren einzelner HTML-Elemente oder das Definieren zentraler Formate in Dokumenten.
    Weitere Beispiele für Stylesheetsprachen sind XSL und DSSSL.

     
    Warum gibt es Stylesheets und welchen Nutzen bringen sie?

    Stylesheets sind eine unmittelbare Ergänzung zu HTML. Es handelt sich dabei um eine Sprache zur Definition von Formateigenschaften einzelner HTML-Elemente.

    Ein weiteres wichtiges Leistungsmerkmal von CSS ist die Möglichkeit, zentrale Formate zu definieren. So können beispielsweise in einer externen Datei zentrale Definitionen zum Aussehen eines Elements notiert und dieses Stylesheet in viele HTML-Seiten parallel eingebunden werden. Alle Elemente der entsprechenden HTML-Dateien erhalten dann die Formateigenschaften, die einmal zentral definiert sind. Das spart Kodierarbeit und macht die HTML-Dateien kleiner.

    Stylesheet-Definitionen können sogar in separaten Dateien notiert werden. Die Stylesheet-Dateien können in beliebig viele HTML-Dateien eingebunden werden, auf diese Weise werden für große Projekte einheitliche Layouts entworfen. Mit ein paar kleinen Änderungen in einer zentralen Stylesheet-Datei wird dann für hunderte von HTML-Dateien ein anderes Aussehen bewirkt.
     

    Wie werden Stylesheet-Angaben mit (X)HTML kombiniert?

    Eine Stylesheet-Angabe besteht aus der Eigenschaft und dem Wert, getrennt durch einen Doppelpunkt.
    Die Eigenschaft ist das, was formatiert werden soll. Z.B.: color für die Schriftfarbe, border-width für die Rahmenbreite oder text-decoration für Unterstreichungen.
    Als Wert sind Farbangaben, Einheiten oder Schlüsselworte möglich (siehe Beispiele).
    Mit Hilfe von Stylesheet-Angaben kann man zum Beispiel einzelne HTML-Tags formatieren, Abschnitte mit <span> formatieren, Stylesheets zentral im Dokument deklarieren sowie Stylesheets in eine externe Datei auslagern.

     
    Beispiel 1: Formatierung eines HTML-Tags

    HTML-Tags lassen sich durch ein Attribut mit Stylesheets direkt formatieren. Das folgende Beispiel formatiert die Textfarbe einer Überschrift 1 in rot.

    <h1 style="color:#ff0000;">Dies ist eine Überschrift</h1>

    Man braucht in dem HTML-Tag nur das Attribut style="" mit den Stylesheet-Angaben in Anführungszeichen einzufügen.
    Der Aufbau der Stylesheet-Angaben ist immer gleich: Die Eigenschaft, ein Doppelpunkt, der Wert und als Abschluss ein Semikolon.


    Beispiel 2: Formatierung eines <span>-Abschnittes

    Das folgende Beispiel formatiert die Worte "irgendein Text" fett und mit roter Textfarbe:

    Dies ist <span style="color:#ff0000; font-weight:bold;">irgendein Text</span> und der soll formatiert werden.

    Zur Formatierung ganzer Abschnitte innerhalb eines Absatzes eignet sich das <span>-Tag, da es sich um ein sog. Inline-Element handelt, das keinen eigenen Absatz erzeugt. Die Formatierung wird wie in dem vorherigen Absatz beschrieben durchgeführt, in dem das Attribut style="..." mit den Stylesheet-Angaben in Anführungszeichen in das <span>-Tag eingefügt wurde. Diese Formatierungen sind dann für alle Elemente innerhalb des <span>-Tags gültig.
     

    Beispiel 3: Stylesheets zentral im Dokument deklarieren

    In der Regel sollten die Formate für das gesamte Dokument gültig sein. Damit nun aber nicht in jedem HTML-Tag die Angaben wiederholt werden müssen, besteht die Möglichkeit die Formatierungen an einer Stelle im Dokument zentral zu deklarieren. Sie sind dann für das gesamte Dokument gültig.

    <html>
    <head>

    <style type="text/css"><!--

     Stylesheet Angaben

    //--></style>

    <title>Irgendein Titel</title>

    </head>
    <body></body>
    </html>

    Im <head>-Bereich, d.h. zwischen dem einleitenden <head>- und dem abschließenden </head>-Tag, wird der Bereich, in dem die Stylesheet-Angaben stehen, mit <style type="text/css"><!-- eingeleitet. Dann folgen die Stylesheet-Angaben und abschließend //--></style>. Das <style>- und </style>-Tag schließt den Stylesheet-Bereich ein. Die Kommentar-Tags <!-- //--> sollen verhindern, dass Browser, die CSS nicht verstehen, diese Angaben als normalen Text anzeigen.
     

    Beispiel 4: Stylesheets in eine externen Datei auslagern

    Die zentrale Deklaration von Formaten im <head>-Bereich ist für eine Seite gut, aber die wenigsten Homepages bestehen nur aus einer Datei. Um die Stylesheet-Angaben allen Seiten zur Verfügung zu stellen, können sie auch in einer Datei gespeichert und diese dann mit den HTML-Dokumenten verlinkt werden.

    <link rel="stylesheet" type="text/css" href="dateiname.css">

    Dafür wird eine Textdatei benötigt, die die Stylesheet-Angaben enthält und an der Endung .css zu erkennen ist. Das <link>-Tag, das, wie im Beispiel oben, an einer beliebigen Stelle im <head>-Bereich eingefügt wird, verweist auf diese externe Datei. Dafür müssen im Attribut href= Pfad und Name der Datei angegeben werden. Liegt diese Datei auf einem anderen Server, können auch komplette URL-Adressen angeben werden.
    Der einzige Unterschied zu den zentralen Deklarationen im <head>-Bereich ist, dass die Angaben nicht mit dem <style>-Tag eingeschlossen werden. Es reicht einfach eine Auflistung der Stylesheet-Angaben.


    Entstehung und Entwicklung von Stylesheets:

    Zum ersten Mal tauchten Stylesheets 1993 auf. Die in diesem Artikel behandelten Cascading Style Sheets (CSS) wurden 1994 von Håkon Wium Lie vorgeschlagen und gemeinsam mit Bert Bos weiterentwickelt. 1995 wurde das World Wide Web Consortium (W3C) auf CSS aufmerksam.
    Die erste Publikation von Håkon Wium Lie  und Bert Bos erschien 1996 unter dem Namen „CSS Level 1 Recommendation und ist in aktuellen Browsern nahezu vollständig umgesetzt.
    Seit 1998 gibt es eine zweite Version mit dem Namen CSS Level 2 (CSS 2), diese wurde jedoch nicht von allen Browsern implementiert und wird daher nicht korrekt angezeigt.
    Das W3C hat daraufhin eine Zwischenversion mit dem Namen CSS Level 2 Revision 1 (CSS 2.1) erstellt, in welcher die von einigen Browsern nicht zu verarbeitenden Teile gestrichen wurden.
    Derzeit ist die dritte Version CSS Level 3 (CSS 3) in der Entwicklung.

    _______________________________________________________________


    Quellenangabe:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Stylesheet
    http://www.uni-koeln.de/rrzk/www/eingabe/barrierefrei/glossar.html
    http://de.selfhtml.org/css/intro.htm
    http://www.css4you.de/wscss/css02.html
    http://de.wikipedia.org/wiki/Cascading_Style_Sheets

  • Chat (engl.) - Plauderei (de.)

    Chat 

    Das Chat ermöglicht es Usern mit Computern via Internet, Netzwerk oder Online Diensten zu kommunizieren. Die Kommunikation findet gleichzeitig, also in Echtzeit, zwischen mindestens zwei Users statt. Die Kommunikation im Chat nennt man chatten.

    Technisch handelt es sich bei einem Chat um ein Programm für die bidirektionale Übertragung von Nachrichten im Peer-to-Peer-Verfahren. (www.itwissen.info)

    In den sogenannten Chatrooms treffen sich Gleichgesinnte um sich innerhalb dieser Community über verschiedene Themen auszutauschen. Chaträume können themenorientiert gestaltet sein oder durch besondere Titel ausdrücken wer die Zielgruppe ist. In der Regel werden beim chatten keine richtigen Namen verwendet, sondern es werden Nicknames benutzt.

    Arten von Chats

    Man unterscheidet vier Varianten von Chats den Internet Relay Chat (IRC), Webchat, das Instant Messaging (IM) und das Voice Chat.

    Bei den drei ersten werden die Messages über die Tastatur eingegeben und schließlich auf dem Monitor visualisiert. Sie können so gleichzeitig für mehrere User gleichzeitig sichtbar sein. Um auch beim schriftlichen chatten Gefühle ausdrücken zu können werden, die verschiedensten Smileys als Unterstützung benutzt.

    Beim Voice Chat, beispielsweise mit Hilfe von Skype, kann man zusätzlich über Mikrophone miteinander kommunizieren.

    IRC, IM und Voice Chats setzen eine Softwareinstallation auf dem Rechner voraus. Mit Hilfe dieser Software kann man sich dann mit dem Server verbinden lassen.

    Die bekanntesten IM-Programme sind ICQ, MSN Messenger, AOL Messenger und Yahoo Messenger. User auf der ganzen Welt kommunizieren täglich über diese Programme mit anderen Usern. Hier werden die Konversationen allerdings in keinem öffentlichen Kanal geführt, sondern nur zwischen den Teilnehmern.

    Bei IRC und IM Chats ist es außerdem möglich sogenannte Chatlogs (=Gesprächsprotokolle) aufzuzeichnen. Sie ermöglichen außerdem eine schnelle Übertragung von Daten.

    Beim Webchat hingegen ist keine Software notwendig. Es kann über den normalen Browser gechattet werden. Beispiele für Webchats bietet die Seite www.webchat.de.

    Nutzen eines Chats

    Chats haben nicht nur für die User an Bedeutung gewonnen, sondern auch für die Unternehmen. Durch das Einrichten von Chatrooms wird für die User der Anreiz geschaffen immer wieder auf die Seite zurückzukehren. Es gibt mittlerweile Seiten die speziell auf Chats ausgerichtet sind, wie About.com, chatcity.de oder Webchat.de. Aber selbst Seiten wie Ebay oder AOL haben eine ganze Reihe von Chaträumen für ihre User bereitstehen.

    Außerdem können Chats beim Fernstudium für Klassendiskussionen oder Prominentenpräsenz im Internet genutzt werden.

    Abgeleitet von der Nettiquette gibt es speziell für das Chatten eine Chatiquette, die über die Umgangsformen und Verhaltensregeln im Chat Auskunft gibt. Detaillierte Informationen dazu gibt es auf www.chatiquette.de.

    Probleme beim Chatten stellt die Unsicherheit über das Gegenüber dar. Man kann nie wissen, wer einem wirklich beim Chatten „gegenüber“ sitzt. Jeder hat die Möglichkeit sich als etwas auszugeben, dass er im wahren Leben nicht sein kann.

              

    Quellen:

    www.bullhost.de/c/chat.html, zugegriffen am 30.03.07

    www.itwissen.info/definition/lexikon/web-infodienste/__chat_chat.html, zugegriffen am 31.03.07

    Laudon, K. C., Traver, C. G., E-commerce, 2001.

    Albers, S., Clement, M., Peters, K., eCommerce, 3. Auflage, 2001.

  • Chatiquette (engl.) - Verhaltensregeln in Kommunikationsprozessen (de.)

    Chatiquette (engl.) - Verhaltensregeln in Kommunikationsprozessen (de.)

    Definition:

    „Ebenso wie die Netikette beschreibt die Chatiquette die Verhaltensregeln im Chat. Diese Verhaltensregeln haben sich im Laufe der Jahre entwickelt und umfassen Formen der Anrede, der Kennzeichnung, der Veröffentlichung privater Daten, die Unterscheidung von öffentlichen und privaten Mitteilungen und den Ausdruck bestimmter Stimmungslagen1.“

    Der Ursprung der Chatiquette:

    Wo mehrere Menschen zusammen kommen gelten Regeln, die im Umgang miteinander beachtet werden müssen: die Etikette.

    Adolph Freiherr von Knigge hat bereits 1788 sein bekanntestes Buch „Über den Umgang mit Menschen“ veröffentlicht und auch wenn die damaligen Regeln heute als veraltet gelten, steht sein Name noch immer für gute Umgangsformen. Der „Knigge“ wurde im Laufe der Zeit immer wieder aktualisiert und beinhaltet mittlerweile Gesprächsregeln am Telefon, Umgangsformen im Beruf und sogar das Internet ist nicht ausgenommen. In Knigges Vorschriften steht die zwischenmenschliche Beziehung im Focus. Daher sind die Verhaltensregeln so konzipiert, dass sich alle Parteien bei Einhaltung der Regeln in der Gesellschaft wohl fühlen und jeder angemessen behandelt wird. Dieses Prinzip besitzt heute, im Zeitalter von Tele- und Onlinekommunikation, immer noch Bedeutung.

    In der heutigen Zeit beschränkt sich die Kommunikation nicht mehr nur auf die reale Gesellschaft oder den Briefverkehr, sondern wird zudem virtuell praktiziert. Auch wenn der Partner nicht sicht- und hörbar ist, bleiben die Kommunikationsregeln erhalten: die Etikette wird zur Netikette.

    Der Begriff Netikette besteht aus den Wörtern Net, für das Internet und Etikette. Die Netikette gibt Regeln vor, die im Umgang mit dem Internet, Foren etc. eingehalten werden sollen. Der Begriff Chatiquette hingegen setzt sich aus Chat und Etikette (Etiquette) zusammen und spezialisiert die Verhaltensregeln auf die Online-Kommunikation in Chat-Rooms und Cyber-Communities. In neueren Knigge Bänden werden die ursprünglichen Regeln so umgeformt, dass sie für das Internet ebenso Gültigkeit besitzen wie für die Realität. Diese Regeln für das Internet, insbesondere für Foren können ebenso auf den Chat angewendet werden. Die Höflichkeitsregeln der Realität sollen in Chat-Rooms ebenso gewahrt werden, denn die Wenigsten betreten einen Chat-Room, um sich beispielsweise beleidigen zu lassen.

    Die Regeln der Chatiquette:

    Die Chatiquette kann von jedem Chat Betreiber individuell festgelegt werden. Eine Hilfe bietet die Homepage www.chatiquette.de, welche einige Regeln auflistet, die von Chat Betreibern ohne weiteres übernommen werden können, unter der Auflage einen Link zu www.chatiquette.de auf der jeweiligen Website zu installieren. Im Folgenden sind ein paar Beispielregeln aufgelistet, um die Bedeutung dieser zu verdeutlichen:

    • Wenn man einen Chat-Room betritt, ist es hilfreich sich erst einmal umzusehen und herauszufinden welche Leute sich dort befinden und in welcher Stimmung diese sind. In Gruppenchats laufen Gespräche, die zunächst beobachtet werden sollten, bevor man die Entscheidung trifft einen Kommentar abzugeben. Es wird als unhöflich empfunden, wenn ein Neuankömmling auf plumpe Weise auf sich aufmerksam macht („Hallo ich bin da!“) oder Personen, die sich gerade über ein Thema unterhalten mit Aussagen unterbricht, die nicht zum laufenden Gespräch passen. Der Raum sollte im Allgemeinen so betreten werden, wie auch in der Realität Räume betreten werden.
    • Die allgemeinen Gesprächsregeln sind zu beachten. Um jemand kennen zu lernen sollte eine Begrüßung und eine Einleitung in das eigentliche Gespräch überleiten.
    • Wenn konkrete Personen angesprochen werden sollen, hilft es deren Namen zu nennen.
    • Persönliche Fragen sollten nicht im Gruppenchat besprochen werden.
    • Die einzelnen Mitteilungen sollten der Verständlichkeit halber kurz gehalten werden. In einem mündlichen Gespräch werden kompliziert verschachtelte Sätze im Üblichen ebenso vermieden wie es auch im Chat gehandhabt werden sollte.
    • Wichtig ist es, auf korrekte Rechtschreibung und Grammatik zu achten, da diese auch im Chat nicht außer Kraft zu setzen sind. Auch die Tippgeschwindigkeit ist keine Entschuldigung für einzelne Satzfragmente und unverständliche Abkürzungen.
    • Blockschrift sollte nur zum hervorheben und nicht durchgängig benutzt werden, da es schwerer zu lesen ist und somit das Gespräch stören könnte. In einigen Chat-Rooms gilt Blockschrift als schreien und sollte in diesen Fällen erst recht vermieden werden.
    • Bei Zitaten muss generell die Quelle angegeben werden, um diese nachvollziehbar zu machen.
    • Texte oder Mitteilungen dürfen nur mit der Erlaubnis des Verfassers an Dritte weitergeleitet werden, um die Rechte dessen zu wahren.
    • Fragen und Bemerkungen sollten der Höflichkeit halber zeitnah beantwortet werden.
    • Ironie und Sarkasmus sollten nicht verwendet werden, da sie in der Schriftsprache, durch den Mangel an Betonung und Mimik schwer als diese zu erkennen.
    • Smileys und Kürzel sollten nur sparsam eingesetzt werden, und der Verfasser sollte sich Gewissheit darüber verschaffen, dass der Empfänger diese auch versteht.

    Dies ist nur ein Auszug von Regeln, die auf den Seiten der Chat Betreiber aufgelistet sein können. Auf den jeweiligen Chat Seiten ist es möglich, dass die Chatiquette einige Regeln nicht aufführt oder um andere Regeln ergänzt ist.

    Asterisken und Akronyme:

    Asterisken und Akronyme sind Abkürzungen, die es ermöglichen sich ohne Informationsverlust schnell zu verständigen. Asterisken im Gegensatz zu Akronymen werden in Sternchen gesetzt und drücken eine Emotion oder eine Tätigkeit aus. Beide gehören mittlerweile fest zur Chatkultur und die gängigsten Abkürzungen sind den meisten Chattern bekannt. Dennoch sollte man sich vor deren Nutzung Gewissheit über das Verständnis des Gesprächpartners verschaffen. In den folgenden Tabellen sind einige gängige Asterisken und Akronyme aufgelistet, um deren Nutzung zu verdeutliche:

    Asterisken

    Dies sind nur einige Beispiele für Asterisken und Akronyme. Es gibt noch viele weitere, die im Internet unter anderem unter dem Link http://www.chatiquette.de/abkuerzungen.htm nachgelesen werden können.

    Emoticons:

    Emoticons, auch Smileys, Piktogramme oder Icons genannt, existieren, um in einem Chat Emotionen und Stimmungslagen auszudrücken. Da die Mimik des Verfassers nicht zu sehen ist, kann diese mit Hilfe der Emoticons dargestellt und dessen Gefühle gezeigt werden. In den meisten Fällen erscheint ein Emoticon in Form eines um 90° gedrehten Gesichts, wie in der folgenden Grafik dargestellt:

    Aufbau Smiley
    Mit Emoticons können viele verschiedene Emotionen gezeigt werden, die im Normalfall in einem Chat nicht hätten verdeutlicht werden können. In der folgenden Tabelle sind eine Reihe von Smileys beispielhaft aufgelistet:
    Smiley

    Eine Steigerung eines jeweiligen Emotions ist durch hinzufügen weiterer Klammern, also eine Vervielfachung des Mundes zu erreichen. Bei einem lächelnden Gesicht sähe dies wie folgt aus:

    Verstärkung Smiley

    Weitere Emoticons sind beispielsweise auf http://www.chatiquette.de/emoticon-and-smileys.htm zu finden. Emoticons, wie auch Asterisken und Akronyme sollten im Chat der Lesbarkeit, Übersichtlichkeit und Höflichkeit halber sparsam eingesetzt werden.

    Fazit:

    Die Chatiquette ist im Allgemeinen dazu da, Äußerungen von Chattern zu vermeiden, die beispielsweise unangenehm für andere, beleidigend oder gar rassistisch sind und die in den meisten Fällen in einer Kommunikationsform, bei der der Partner sichtbar ist vermieden werden. Das wichtigste ist es freundliche, zwischenmenschliche Gespräche und Beziehungen zu fördern bei denen sich jeder Teilnehmer wohl fühlt.

    Quellen:

    Bonneau, E.: 300 Frangen zum guten Benehmen; Stilsicher in allen Situationen; Praktischer Rat von der Knigge-Expertin; München; 2005.

    Filinski, P.: Chatten in der CyberWorld; Chat-Treffpunkte & Systeme, Web-Chats,IRC-Kanäle, Avatare, Hot-Chats, Cyberdates und Online-Flirts; Bonn; 1998.

    Jörn, F.: Fritz Jörns E-Mail Knigge; Alles was Sie schon immer über E-Mail wissen wollten, und mehr; Königswinter; 2008.

    Th. Knaur Nachf. GmbH & Co. (Hrsg.): Knaurs neuer Knigge; Augsburg; 2001.

    IT-Wissen, Chatiquette, in:http://www.itwissen.info/definition/lexikon/Chatiquette-chatiquette.html, Zugegriffen am 27.10.2008.

    Knigge, Übersicht über Knigges Werke, in:http://www.knigge.de/knigge/werk/-bersicht-ueber-knigges-werke-2214.htm, Zugegriffen am 27.10.2008.

    Chatiquette, in: http://www.chatiquette.de/, Zugegriffen am 10.11.2008.

     

     

  • Chatiquette (engl.) - Verhaltensregeln in Kommunikationsprozessen (de.)

    Chatiquette (engl.) - Verhaltensregeln in Kommunikationsprozessen (de.)

    Einleitung

    Im Jahre 1788 veröffentlichte Adolph Freiherr Knigge sein Werk „Über den Umgang mit Menschen“, das bis heute den Standard in Bezug auf Verhaltensregeln darstellt. Knigge beabsichtigte damit eine Aufklärungsschrift für Taktgefühl und Höflichkeit im menschlichen Miteinander, die Enttäuschungen, insbesondere in der persönlichen Begegnung, vermeiden sollte.

    Vor mehr als zweihundert Jahren stand allerdings die elektronische Kommunikation jenseits jeglicher Vorstellungskraft. Dennoch steht der Name Knigge bis heute als Synonym für angemessenes Benehmen in jedweder Form und hat auch Einzug in die neuen Medien gehalten. So ist die Art des Umgangs miteinander nach wie vor von großer Bedeutung.

    Mediale Schriftlichkeit und konzeptionelle Mündlichkeit

    Grundsätzlich wird zwischen schriftlicher und mündlicher Kommunikation unterschieden. Während schriftliche Kommunikation bestimmten Regeln (z.B. Grammatik) folgen muss, wie zum Beispiel grammatikalische Richtigkeit, großer Wortschatz, Einsatz unterschiedlicher Tempora und Modi, wird in der mündlichen Kommunikation der Einsatz dieser Regeln nicht verlangt, sie wirken oftmals sogar steif oder häufig deplatziert.

    Nach dem Modell von Koch/Oesterreicher ist der Chat in Bezug auf das Medium schriftlich, von seiner Konzeption her aber mündlich. Das heißt, das hier die Merkmale mündlicher Sprache greifen wie Parataxen, Pausen/Wiederholungen, grammatikalische Fehler, Anglizismen, ein reduzierter Wortschatz, Allegroformen, Dialekt, Umgangssprache, Interjektionen, Verb-Letzt-Konstruktionen und non-verbale Kommunikation.

    Es scheint nicht möglich, von einer typischen Chat-Sprache zu sprechen, da es eine Vielzahl von Chats gibt wie z.B. moderierte und nicht moderierte Chats. In einem moderierten Chat, an dem Ärzte teilnehmen, ist die Sprache konzeptionell schriftlicher als in einem privaten Chat.

    Kommunikationsprozess

    Für jegliche Kommunikation im Chat gibt es einen Standard, die sogenannte „Chatiquette“, zusammengesetzt aus den beiden Wörtern „Chat“ und „Etikette“. Sie enthält keine Vorschrift, sondern Verhaltensregeln, die sich im Laufe der Zeit etabliert haben.

    Die Notwendigkeit solcher Regeln ergibt sich daraus, dass im Internet (z.B. in Chaträumen) verschiedene einander unbekannte Personen kommunizieren. Diese Anonymität kann leicht zu Fehlverhalten verleiten. Daher muss jeder Chatraum-Betreiber Richtlinien formulieren, die von den Teilnehmern akzeptiert werden müssen. Letztlich sind alle in den Kernpunkten annähernd deckungsgleich.

    So sind folgende Leitlinien von allen Teilnehmern einzuhalten:

    • Handle so, wie du auch behandelt werden möchtest
    • Wechsle den Chatraum anstatt unangemessen zu reagieren
    • Bringe Dich positiv und interessant in den Chat ein
    • Wahre Distanz und gib keine persönlichen Details preis
    • Sprich einzelne Personen direkt an, indem Du der Frage bzw. Äußerung der Nick des Benutzers vorangestellt wird (z.B.: „@user1, kannst du mir sagen,…“)
    • Vermeide Großbuchstaben oder fett gesetzte Wörter (dies symbolisiert lautes Schreien)
    • Äußere Dich nicht in rassistischer, pornographischer oder sonst rechtswidriger Form
    • Nutze bekannte Emoticons
    • Hüte Dich vor Ironie. Diese kann falsch verstanden wird. Sie lebt von der Mimik und/oder Gestik des Senders. Diese beiden Aspekte werden im Internet/in Chats durch Emoticons verdeutlicht. Die gebräuchlichsten Emoticons sind:

    :) oder :-)

    Ein klassischer Smiley! Drückt Vergnügen, Ironie oder einen Scherz ausT_T„Ich brech in Tränen aus“, Zeichen für Trauer
    :( oder :-(Das Gegenteil: Trauer, Mißfallen, Gekränktheit@^-^@Oh, wie peinlich: das Zeichen für „Rot Werden“
    @-`-,-----Wie romantisch: Eine virtuelle Rose als Geschenk*^-^*Breites Grinsen
    ;) oder ;-)Zuzwinkern, ein Auge zukneifen^-^;Wenn’s kritisch wird oder man eine gute Nachricht erwartet, zeigt man das so
    :-pBääääh! So streckt man im Web die Zunge raus!
    0:-)Der Heiligenschein als ultimativer „Ich? Was hab ich damit zu tun…“ Ausdruck oder kleine Selbstbeweih-räucherung

    Die Identität der Teilnehmer und der Wahrheitsgehalt der Aussagen sind durch die Anonymität des virtuellen Raums nicht nachprüfbar. Ein guter Ansatz wäre die Selbstverpflichtung aller Teilnehmer, nur das zu schreiben, was einer Überprüfung standhält.

     

     

    Quellen:

     

    http://www.mediensprache.net

    http://www.emoticon.com

    http://de.wikipedia.org/wiki/Chatiquette

    Rheinische Post, 19.09.2007

    Modell von Koch/Oesterreicher in: Günther, Hartmut und Otto Ludwig (Hrsg.): Schrift und Schriftlichkeit. Ein interdisziplinäres Handbuch internationaler Forschung, 1. Halbband, Berlin, De Gruyter, 1994, S. 587-604.

  • Chattiquette (engl.) - Gesprächs-Anstandsregeln (de.)

    Chattiquette (engl.) - Gesprächs-Anstandsregeln (de.)

    Was bedeutet Chatiquette?

    Chatiquette ist eine Wortkombination aus den englischen Begriffen Chat (dt. Gespräch) und Ettiquette (dt. Anstandsregel), womit man die Benimmregeln in Chatrooms bezeichnet.  

    Ist eine Chatiquette notwendig?

    Ja. Da in Chatrooms viele unterschiedliche Leute miteinander anonym kommunizieren, müssen gewisse Regeln eingehalten werden, damit im Verlauf eines solchen Gespräches kein Chaos entsteht.

    Wie auch im „wahren“ Leben treffen auch in der virtuellen Welt verschiedene Menschen mit verschiedenen Charakteren in einer Online-Community aufeinander. Doch der Unterschied ist, dass es auf einer vermeidlich anonymen Basis vielen Menschen leichter über die Lippen bzw. über die Tastatur geht jemanden zu Beschimpfen, zu Lügen oder zu Drohen.

    Um eben so etwas zu vermeiden; Kränkungen, Missverständnisse oder Ähnliches, wurde ein Regelwerk aufgestellt, welches zwischen 10-16 Bestimmungen umfasst. Die Bekannteste Chatiquette ist die der Seite www.chatiquette.de, diese dient für die meisten Chats als Grundlage für die eigenen Chatiqetten. Man könnte sagen, die Chatiquette sind die AGB´s der Chatrooms. Sie behandelt die Art und Weise wie man schreiben sollte, macht darauf Aufmerksam, dass gewisse Sachen die geschrieben werden, oft anders aufgefasst werden können als wenn man sie gesagt hätte.

    Es wird geklärt, wie man mit Farben und Groß- und Kleinschreibung umgehen sollte. Zum Beispiel bedeutet alles was groß geschrieben wurde, dass es ausgerufen bzw. ausgeschrien wurde. Auch wird darauf hingewiesen, dass die Anonymität nicht in der Form besteht, wie viele glauben mögen. Durch die IP-Adresse können alle Chatgespräche auf den Nutzer zurückgeführt werden. Dieser Hinweise soll als Warn- und als Drohfunktion dienen, dass die Regeln auch eingehalten werden.

    Viele Chats haben auch zusätzliche Moderatoren, die immer ein Auge auf den Verlauf der Gespräche werfen, um gegebenenfalls Störenfriede aus dem Chat zu verbannen. Um die Kommunikation zu beschleunigen und zu verbessern, sollte man auch drauf achten, dass in offenen Chats, also solchen in denen jeder mitlesen und mitschreiben kann, Leute direkt angeschrieben werden sollten. Das erleichtert das Lesen und auch das Zurechtfinden in einem Chat.

    Hier ein kleines Beispiel: 

    „ @ studi, hast du das……“Somit weiß „studi“, dass er/sie gemeint ist und auch die anderen Mitchatter wissen, dass sie mit dieser Aussage oder Frage nicht gemeint waren.

    Des Weiteren wurden auch diverse Abkürzungen und Smileys in die Chatiquette aufgenommen.

    Die gängigsten sind: 

    :)          àich freue mich

    :(          à ich bin traurig

    ;)          à ich zwinker

    ;(          à ich weine

    :/          à ich bin sauer 

    *g*        à grins

    *fg*       à frech grins

    *s*        à smile

    Afk       à away from keyboard (weg von der Tastatur)

    *lol*      àlaugh out loud (laut lachen) 

    Im Allgemeinen werden die meisten Emotionen oder Handlungen durch Sternchen angeführt und abgeschlossen, so dass der Leser sofort weiß, dass das gerade gelesene nicht etwa eine Aufforderung ist, sondern lediglich eine nähere Beschreibung des derzeitigen Gemütszustandes des Schreibers.Bei Beachtung der Chatiquette ist ein niveauvolles Gespräch sicher.

  • Clearing

    Im ersten Teil wird der Begriff "Clearing" definiert. Anschließend wird dieser im Fachjargon Börsenhandel und im Fachjargon E-Commerce näher erläutert.

    Definition des Begriffs: Clearing

    Clearing ist das Verrechnen gegenseitiger Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den Teilnehmern eines abgegrenzten Teilnehmerkreises, sodass für jeden Teilnehmer nur ein Spitzenbetrag verbleibt (Saldo), den er zu begleichen hat.
    Je nach Anzahl der Beteiligten wird von bilateralem bzw. multilateralem Clearing gesprochen. Clearing erfolgt im nationalen Zahlungsverkehr zwischen Kreditinstituten. Im internationalen Zahlungsverkehr dient es der Aufrechnung der im Wirtschaftsverkehr zwischen zwei oder mehreren Länderen entstandenen gegenseitiger Forderungen und Verbindlichkeiten. Hierzu werden bei den Zentralbanken Verrechnungskonten geführt, die Salden werden entweder kreditiert oder in vereinbarter Währung ausbezahlt.

    Clearing im Börsenhandel:

    Das Clearing ermittelt die bilaterale Netto-Schuld von Käufer und Verkäufer aus einer Börsentransaktion. Diese Aufgabe übernimmt in der Regel eine zentrale Insitution, das so genannte Clearing-Haus. Es tritt als Abwicklungsstelle für Börsengeschäfte als Gegenpartei (Kontrahent) ein und garantiert sowohl die vertragsgemäße Erfüllung des Geschäftsabschlusses als auch die Erfüllung der Netto-Schuld (Verrechnen gegenseitiger Forderungen und Verbindlichkeiten).
    Nach Abschluss eines Handelstages teilt es seinen Mitgliedern ihre Transaktionen sowie die daraus verbleibenden Forderungen und Verbindlichkeiten mit. Außerdem gibt es die zu zahlenden Sicherheitsleistungen an.
    Das Clearing Haus der Deutsche Börse AG ist die Eurex Clearing AG.

    Clearing im E-Commerce:

    Das Clearing im E-Commerce ist letztlich die Tätigkeit eines Intermediärs (Vermittler zwischen zwei Akteuren), der den Geschäftsabschluss mit der Übergabe des Gutes gegen Zahlung des Kaupreises organisiert (sichert).
    Die Funktion des Clearing tritt beispielsweise bei der Internetplattform ebay auf.
    Man kann sich als Käufer oder auch als Verkäufer bei dem Geschäftsabschluss über den Intermediär Paypal (Tochtergesellschaft von ebay) absichern.

    Paypal

    Paypal ist ein Online Zahlsystem, welches sowohl die Lieferung als auch die Zahlung absichert. Der Käufer und der Verkäufer haben ein Konto bei Paypal. Nach Geschäftsabschluss (z.B. Kauf eines Buches über ebay) überweist der Käufer das Geld auf sein Paypal-Konto. Dem Verkäufer wird übermittelt, dass der Käufer den Betrag auf das Paypal-Konto vom Verkäufer überwiesen hat. Daraufhin veranlasst der Verkäufer den Versand der Ware. Jetzt kommt die Funktionsweise von Paypal zum Tragen.
    Falls der Verkäufer die Ware nicht abschickt, ist das Geld über das Paypal-System gesichert und kann an den Käufer zurücküberwiesen werden. Der Verkäufer hat noch keinen Zugriff zum Geld, dafür genießt er aber den Schutz, dass die Überweisung vom Käufer nicht rückgängig gemacht werden kann (Die Überweisung kann nur von den Mitarbeitern der Plattform Paypal rückgängig gemacht werden), da sich das Geld im Paypal-System befindet. Somit sichert Paypal die Zahlung für den Verkäufer und die Lieferung für den Käufer ab. Dies ist ein exemplarisches Beispiel für die Funktion des Clearing im E-Commerce.

    ClickandBuy und Giropay sind alternative Anbieter im Internet, die die Funktion des Clearing nutzen und sowohl dem Käufer als auch dem Verkäufer zur Verfügung stellen.

     

    Vor- und Nachteile des Clearing im E-Commerce (hier: Paypal)

    Vorteile:
    1) Nur Paypal kennt die sensiblen Kontodaten
    2) Verkäufer erhält das Geld wesentlich früher (anfangs allerdings kein Zugriff)

    Nachteile:
    1) Bei jeder Transaktion fällt eine Gebühr an, die der Verkäufer zu tragen hat.
    2) Prinzip der Vorkasse bleibt für den Käufer erhalten

     

    Quellen:

    1) Deutsche Börse AG: Zertifizierter Börsenhändler Kassamarkt - Handbuch,
    Version 1.0, Frankfurt am Main März 2008
    2) http://lexikon.meyers.de/wissen/Clearing, zugegriffen am 02.11.2008
    3) http://www.paypal.de/de, zugegriffen am 02.11.2008
    4) Rittershofer, W.: Wirtschaftslexikon, 2. Auflage, Frankfurt 2000
    5) Financial Times Deutschland: Insider Dossier, erschienen am 18. November
    2008

  • Cloaking (engl.)

    Cloaking (engl.) 

    Cloaking ist eine Technik zur Suchmaschinenoptimierung.

                        

    Der Vorgänger des Cloaking sind die so genannten Doorway-Pages. Hierbei wird dem Suchmaschinen-Robot eine optimierte Seite präsentiert, um ein möglichst hohes Ranking zu erreichen und somit eine möglichst hohe Zahl an Besuchern zu erreichen. Da die Suchmaschinen-Robots ausschließlich den Textinhalt lesen und indexieren wird Ihnen hier eine textbasierte, strukturell optimierte HTML-Seite ausgeliefert. Klickt der User nun in der Suchmaschine auf den Link wird er über die Doorway-Page zu einer anderen Seite mit einem oftmals komplett anderen Inhalt weiter geleitet.            

    Das Cloaking ist eine Weiterentwicklung dieser Technik. Das Wort Cloaking kommt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie "verhüllend" und genau dies geschieht bei dieser Technik.

     

    Funktion von Cloaking 

     

    Unter derselben URL werden anhand bestimmter Kriterien unterschiedliche Inhalte durch den Server ausgeliefert. Die speziell hierfür entwickelte Software erkennt anhand der IP-Adressen oder des User-Agents, von wem die Seite anfordert  wird und sorgt dafür, dass dem Suchmaschinen-Robot eine andere Seite präsentiert wird als dem Internetsurfer. Der Suchmaschinen-Robot bekommt eine für seinen Rankingmechanismus optimierte Seite. Viele dieser Rankingmechanismen sind bekannt und einige werden von den Softwareentwicklern geschätzt.

                           

    Der Suchmaschinen-Robot bekommt eine Seite zu Gesicht, die keine das Ranking behindernde Effekte wie JavaScript oder grafische Aufbereitung für den Besucher enthält und auf bestimmte Schlüsselwörter hin optimiert ist.

                              

    Genau wie bei Doorway-Pages bekommt der Suchmaschinen-Robot also eine textbasierte, strukturell optimierte Seite präsentiert. Besucher, die einen Browser benutzen, erhalten eine Seite, die multimediale Inhalte wie Flash-Filme, Videos oder andere optische Aufbereitungen enthalten kann. Diese für den Besucher gestalteten bzw. optimierten Seiteninhalte sind für den Suchmaschinen-Robot jedoch unsichtbar. Idealerweise ist die optimierte, dem Robot präsentierte Seite, genau auf die Multimedia-Seite, die dem Besucher präsentiert wird abgestimmt.

     

    Ziel                     

     

    Das allgemeine Ziel des Cloaking ist es durch individuell optimierte Webseiten eine möglichst hohe Position im Suchmaschinen-Ranking zu erreichen. Da der Internet-Surfer von all diesen Vorgängen nichts bemerkt, besteht die Gefahr, dass die Technik zum Spamming genutzt wird und genau dies ist oftmals der Fall.

                      

    Im Extremfall haben die Inhalte einer Website, die dem Suchmaschinen-Robot präsentiert werden nichts mit dem zu tun, was dem normalen Besucher präsentiert wird, wenn er einen Suchergebnis-Eintrag in der Suchmaschine anklickt. Fällt einem Google-Nutzer auf, dass er auf einen komplett anderen Inhalt stößt, als ihm im Suchmaschinen-Ranking präsentiert wurde, kann er sich durch Anklicken des Links "Cache" die Seite so anzeigen lassen, wie sie dem Robot präsentiert wurde.

                    

    Suchmaschinen wie Google sind sehr auf die Zuverlässigkeit ihrer Suchergebnisse bedacht. Aus diesem Grund fliegen Seiten, die durch Cloaking an die Spitze des Rankings gebracht werden sollen, sobald dies bemerkt wird sehr schnell aus dem Index.

                       

    Wird Cloaking in großem Stil betrieben und dies entdeckt kann es sogar dazu kommen, dass ganze Server oder IP-Kreise komplett aus dem Datenbestand ausgeschlossen werden. Um Cloaking aufzudecken werden die Namen der Robots oftmals nicht veröffentlicht und unbekannte, inoffizielle Robots genutzt, die sich gegebenenfalls als Browser bei der Seite zu erkennen geben.

                             

    Einfaches User-Agent-Cloaking kann so relativ leicht aufgedeckt werden. Wird jedoch ein professionelles IP-Cloaking (IP-Delivery) durchgeführt, ist dies von den Suchmaschinen recht schwer zu enttarnen. Vorraussetzungen für ein funktionsfähiges IP-Cloaking sind aktuelle IP-Listen der Robots. Bei einem gut funktionierenden Cloaking können die Suchmaschinen eine Zeit lang ausgetrickst werden, jedoch wird jedes Cloaking irgendwann entdeckt.

                  

    Weiterführende Quellen:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Cloaking

    http://www.suchfibel.de/6gefunden/cloaking.htm

    http://www.suchmaschinentricks.de/technik/suchmaschinen-cloaking/

    http://en.wikipedia.org/wiki/Cloaking

    http://www.linksandlaw.de/suchmaschinen-leitfaden-zur-Manipulation-von-Suchergebnissen-cloaking1.htm

    http://www.lexikon-suchmaschinenoptimierung.de/cloaking.htm

    http://www.webopedia.com/TERM/C/cloaking.html

    http://de.wikipedia.org/wiki/IP-Delivery

    http://seofreak.de/cloaking-starter-guide/

  • Community (engl.) " Interessengemeinschaft (de.)

    Community (engl.) " Interessengemeinschaft (de.) 

    Bei einer Community handelt es sich um eine Gruppe von Personen, die gemeinsame Interessen oder sogar Leidenschaften teilen, weshalb man sie auch als Interessengemeinschaft bezeichnen könnte. Community kommt von dem lateinischen Wort communis, was soviel bedeutet wie allgemein, gemeinsam, geteilt bei allen oder vielen.

    Eine Community bedeutet viel mehr als die einfache deutsche Übersetzung Gemeinschaft. Aus diesem Grund hat sich der englische Begriff der Community anglisiert und ist inzwischen durch den Duden anerkannt, weshalb er auch nach der deutschen Grammatik deklariert werden muss.

    Die Teilnehmer einer Community interagieren miteinander und unterstützen sich gegenseitig. Sie tauschen Wissen und Erfahrungen aus und entwickeln somit einen gemeinsamen Wissenspool. Die Grundvoraussetzung einer funktionierenden Community ist, dass jedes Mitglied seinen Beitrag zum Erfolg leistet, indem er sein Wissen mit einbringt.

    Die Teilnehmer der Community agieren fast immer selbstständig und selbstorganisiert miteinander. Einige wenige Communitys sind auf Wunsch der Mitglieder hierarchisch oder institutionell organisiert, im Regelfall findet man jedoch eine demokratische Organisation vor.

    Eine solche Gemeinschaft baut meist ihre eigene Identität auf und kann so zu einer mehr oder weniger eingeschoren Gruppe werden, zu der unbeteiligte teilweise keinen Zugang erhalten.

    Verwendung von Online-Communities

    Es gibt verschiedene Arten von Communitys: Learning Community, Distributed Community, Gated Community, Chat Community, Community of Practice, Offline-Community und Online-Community (im Englischen Virtual-Community).

    Im heutigen Internet Zeitalter ist die Online-Community die wichtigste Form der Interessengemeinschaft, die nicht nur von den Usern zum Wissensaustausch genutzt, sondern auch von Unternehmen für ein effektives virales Marketing genutzt werden können.

    Eine Online-Community ist eine virtuelle Gemeinschaft von Leuten, die sich im Internet begegnen, finden und Erfahrungen und Wissen austauschen.

    Die Grenzen einer Online-Community sind jedoch nicht nur auf das Internet beschränkt. Manche Online-Communitys werden von einer Personengruppe gegründet, die sich auch im privaten Leben kennen und das Internet als einen zusätzlichen Kommunikationsweg nutzt. Oftmals kommt es vor, dass Personen, die sich in einer Online-Community kennengelernt haben sich auch in der realen Welt treffen, jedoch ist dies nicht der Grundgedanke einer Online-Community. Diese dient der Zusammenarbeit und dem Ideenaustausch über ein elektronisches Netz und dem Aufbau virtueller Netzwerke von Usern mit ähnlich gelagerten Interessen.

    Die Vernetzung der Teilnehmer kann hierbei mehr oder weniger stark ausgeprägt sein und auch die Größe der Community kann sich verschieden gestalten. Nicht immer bestehen also innerhalb einer Online-Community starke Bindungen bzw. Beziehungen zwischen den Mitgliedern. Es kann jedoch davon ausgegangen werden, dass kleinere Communitys, die oftmals auch nur unter Erfüllung bestimmter Kriterien zugänglich sind, über einen starken Gemeinschaftssinn verfügen.

    Funktion

    Eine Online-Community organisiert sich über eine gemeinsame Community-Site. Die Community-Plattformen im Internet bieten den Usern das grundlegende Werkzeug zur Kommunikation wie Foren, Chatsysteme, Newsboards, Tauschbörsen, MatchMaking und vieles mehr.

    Oft werden die Mitglieder in die Aufgaben des Aufbaus, der Pflege und der Betreuung mit einbezogen. Von den Mitgliedern geäußerte Beiträge werden archiviert und können über Verlinkungen oder Suchmaschinen von Personen der gleichen Interessengruppe gefunden werden.Communitys sind besonders erfolgreich, wenn sie sich von selbst, also aus den Wünschen, Vorstellungen und Ideen der Community wachsen. Die Rückmeldungen der User helfen also dabei, die Attraktivität der Community zu erhöhen.

    Da die Mitglieder einer Community meist die gleichen Interessen bzw. Leidenschaften teilen, interessieren sie sich meist auch für die gleichen oder ähnliche Produkte und Dienstleistung. Aus diesem Grund bieten sie einen guten Ansatzpunkt für ein effektives und kostengünstiges virales Marketing. Ein Unternehmen muss hier jedoch sehr behutsam vorgehen, da ein zu aufdringliches Marketing schnell einen negativen Effekt bei den Usern auslösen kann.

     

    Weiterführende Quellen:

    http://en.wikipedia.org/wiki/Community

    http://en.wikipedia.org/wiki/Community_of_interest

    http://en.wikipedia.org/wiki/Communities_of_Practice

    http://en.wikipedia.org/wiki/Learning_Community

    http://en.wikipedia.org/wiki/Online_community

    http://en.wikipedia.org/wiki/Virtual_community

    http://de.wikipedia.org/wiki/Online-Community

    http://de.wikipedia.org/wiki/Community_of_Practice

    http://www.siemens.com/page/1,3771,257671-0-555_5_255000-0-nofooter_1,00.html#

    http://www.buenalog.de/2006/11/29/markenfuehrung-im-web-20-community-management

    http://www.xbyte.de/online-communities/community-definition.php

    http://www.xbyte.de/online-communities/index.php

  • Content Management

    Content Management

     

    Der Begriff des Content Managements setzt sich aus den beiden Wörter Content und Management zusammen. Um den Begriff des Content Management erläutern zu können, sollen an dieser Stelle zunächst der Begriff Content dargestellt werden.

    Content

    Überträgt man den Begriff des Contents ins Deutsche, so kann man diesen mit Gehalt, In- oder Aussage übersetzen. Content wird häufig in Beziehung zu dem Begriff Informationsmanagment gesetzt. Die Weitergabe von Informationen oder bspw. auch die Nutzung von austauschbaren oder von anderen Personen verwendeten Texten, Bilder, Graphiken, Video- oder Audiosequenzen kann als Content bezeichnet werden; diese liegen i.d.R. als unstrukturiertes Wissen vor. Unter Content wird allerdings in erster Linie textueller Inhalt verstanden (im Sinne von „Aussage“).

    Content Management

    In jedem Unternehmen wird Content erzeugt. Wird der erzeugte Content dann zur systematischen und strukturierten Verwaltung schwacher und unstrukturierter Informationen verwendet, wird dies als Content Management bezeichnet.

    Neben dem Content Management, exisiteren der Begriff des Knowledge Management und der Begriff des Dokumentenmanagement, die oft in Verbindung mit einem Content Management gesetzt werden, aber voneinander abgegrenzt werden müssen.

    Ein Knowledge Management System wird zur Verwaltung von Informationen, zur Archivierung und Wiederverwendung von Wissen eingesetzt. Dagegen stellt das Dokumentenmanagementsystem ein System dar, dass Dokumente in einer Netzumgebung für einen bestimmten Personenkreis oder bestimmte Personen ablegt und zur Verfügung stellt.

    Ein Content Managment nimmt innerhalb eines Content Life Cycle bestimmte Aufgaben wahr. Der Content Life Cycle umfasst dabei den Lebenszyklus von Informationen auf Internetseiten. Die Aufgaben des Content Managment Systemes innerhalb des Content Life Cycles lassen sich in fünf Phasen unterteilen:

    1. Erstellung
    2. Kontrolle
    3. Freigabe
    4. Publikation und
    5. Archivierung

    Content Life Cycle

    Abbildung 1: Content Life Cycle

    Erläuterung des Content Life Cycles

    Erstellung

    Zunächst erstellen die Bearbeiter den Content z.B. in Form von Texten, Graphiken, Bildern etc. in den von ihnen zur Verfügung stehenden Programmen. Diese können dann mit Hilfe integrierter Redaktionsanwendungen (z.B. in Dokumentenmanagmentsystemen oder Content-Management-Systemen) zentral abgespeichert werden.

    Kontrolle

    Ist der Content erstellt, so erfolgt eine Qualitätssicherung der Dokumente. Dies ist notwendig, da oftmals viele Bearbeiter z.B. an einem Dokument arbeiten. Im Optimalfall sind die Dokument in in einem geschützen Bereich, so dass die Nutzer auf das System in der Phase der Kontrolle nicht auf das Dokument zugreifen können.

    Freigabe

    Ist die Kontrolle der einzelnen Bearbeiter abgeschlossen, so folgt nun bei positivem Ergebnis die Freigabe der zuständigen Kontrollstelle. Bei negativem Ergebnis, muss z.B. das Dokument an die entsprechende Stelle zur Änderung übermittelt werden.

    Publikation

    Sobald die zuständige Kontrollstelle das Dokument freigegeben hat, wird das Dokument auf dem entsprechenden Server im Inter-, Intra- oder Extranet veröffentlicht. Die Phase der Publikation kann somit auch als Schnittstelle von der internen Verarbeitung zur externen Veröffentlichung gesehen werden.

    Archivierung

    Damit die Inhalte veralteter Contents nicht verloren gehen und im Bedarfsfall darauf zurückgegriffen (Einsehung oder Wiederherstellung der Dokumente) werden kann, ist es erforderlich diese Inhalte zu archivieren.  

    Um nun die Verwaltung schwach stukturierter Informationen über den gesamten Content Life Cycle zu ermöglichen, sind sogenannte Content Management Systeme entwickelt worden.

    Diese sind Anwendungssysteme, die alle oder wichtige Teilaufgaben informationstechnisch umsetzen. Ein Content Mangement System kann also als ein computergestüztes System zur Organistion, Verwaltung und Durchführung des Content Management angesehen werden. Nicht zu verwechseln ist das Content Management System mit dem Web Content Management System (WCMS) dass Personen ohne Spezialwissen die einfache Erstellung mit professionellen Tools erlaubt.

     

    Quellen:

    Koop, H. J., Jäckel, K., van Offern, A.: Erfolgsfaktor Content Mangament, Braunschweig, Wiesbaden 2001.

    Christ, O.: Content-Management in der Praxis, Heidelberg, New York 2003.

    Stahl, F., Maass, W.: Content Management Handbuch, St. Gallen 2003. Zschau, O.: Der Content Life Cycle, in: http://www.contentmanager.de/magazin/artikel_5_der_content_life_cycle.html, zugegriffen am 29.03.2007.

  • Content Management System - CMS

    Content Management Systeme – CMS

    Content Management System, kurz CMS, bedeutet auf deutsch "Inhalts - Verwaltungs - System". CMS-Systeme werden überwiegend als Redaktionssysteme für Websites eingesetzt. Daher werden ihre Eigenschaften und Funktionalitäten in diesem Beitrag auch im Hinblick auf den Einsatz bei Websites betrachtet.

    Ein Content Management System ermöglicht, einmal richtig eingerichtet, die komplette Bearbeitung, Verwaltung und Veröffentlichung von Internetseiten. Es ist ein Redaktionssystem für Webseiten, das fachfremden Personen ermöglicht, eine Internetseite ohne Kenntnisse von Programmiersprachen mit Inhalt zu füllen. Vor der Einrichtung einer Website sollte man sich genau überlegen, für welche Zwecke man die Seite nutzen möchte.

    Bei einer statischen Seite, die einmalig erstellt und dann nicht mehr geändert wird, ist ein CMS nicht unbedingt erforderlich. Wenn jedoch regelmäßig neue Informationen online gestellt werden sollen, ist ein Content Management System sinnvoll, da es die Einstellung von Texten, Terminen, Fotos, Dateien, usw. enorm erleichtert und vereinfacht.

    Man unterscheidet grundsätzlich zwei Arten von CM-Systemen:

    Bei einem serverseitigem CMS logt sich der User in ein Onlineredaktionssystem ein, dass mit der entsprechenden Datenbank verbunden ist. Ein Vorteil dieser Variante ist die fast uneingeschränkte weltweite Zugriffsmöglichkeit. Man braucht i.d.R. nur einen Browser und kann dann auf die Webseite zugreifen.

    Beim clientseitigen CMS wird dagegen ein Programm auf einen PC installiert, mit dem man neue Inhalte für eine Webseite schaffen kann, um sie dann mit Hilfe eines FTP (File Transfer Protocol) auf einen Server zu laden. Dieser Version ist insbesondere dann zu empfehlen, wenn größere Datenmengen online gestellt werden sollen. Der Nachteil dieses Systems ist die eingeschränkte Zugriffsmöglichkeit. Man kann nur von einem festen PC aus arbeiten.

    Beide Systeme erlauben i.d.R. das Vergeben unterschiedlicher Zugriffsberechtigungen, so dass mehrere Personen mit dem CMS arbeiten können, welche aber nur eine Berechtigung für einzelne, definierte Bereiche der Website haben. Lediglich ein Anwender mit der Berechtigungsstufe „Administrator“ dürfte auf alle Bereiche des CMS zugreifen.

    Funktion

    CMS-Systeme erlauben die Trennung von Inhalt, Struktur und Design einer Webseite. Die Inhalte werden vom Design getrennt gespeichert. Diese trennung ermöglicht Veränderungen am Design vorzunehmen, ohne dass die Inhalte verändert werden. Texte und Bilder werden in sog. Templates (Designvorlagen) eingesetzt. Die Templates sorgen dabei für eine korrekte und ansprechende Darstellung der Website.

    Mit dem CMS wird die Struktur und der Inhalt festlegt. So können Kategorien (News, Wir über uns, Termine, usw.) eingestellt werden. Diese Rubriken können dann mit Inhalten gefüllt werden. Jeder Artikel, jede Terminankündigung o.ä. kann mit Hilfe des CMS leicht erstellt werden. Auf der Benutzeroberfläche werden häufig sog. WYSIWYG-Editoren (What You See Is What You Get) implementiert. Diese ähneln gängigen Schreibprogrammen, wie bspw. MS Word und sind somit auch für ungeübte Anwender intuitiv bedienbar.

    Mit einem CMS kann man z.B. leicht das Einstellungsdatum etc. festlegen. Auch das wieder Ausstellen eines Artikels oder Termins (z.B. nach Ablauf) sollte automatisch erfolgen können. (siehe hierzu Beispielgrafik 2) 

    Bei der Anschaffung eines CMS sind folgende Dinge unbedingt zu beachten:

    • Das System muss auf die Bedürfnisse der Webseite und des Users zugeschnitten sein. An jede Homepage werden andere Ansprüche gestellt. Ein CMS sollte individuell zugeschnitten sein um später einen größtmöglichen Komfort zu bieten.
    • Vor dem Kauf eines CMS sollte das Produkt ausgiebig getestet werden.
    • Wenn mehrere Personen die Homepage pflegen, sollten verschiedene Administrations- und Zugriffsebenen existieren.
    • Das CMS sollte mit allen handelsüblichen Browsern funktionieren, wenn man immer uneingeschränkten Zugang zum Redaktionssystem haben möchte.
    • Die Einstellung und Archivierung von Bildern, PDFs, Videos, usw. muss das CMS auf jeden Fall leisten können. Insbesondere beim Einstellen von Bildern ist ein integriertes Bildbearbeitungsprogramm (z.B. für Bildgröße) zu empfehlen.
    • Das CMS muss um Funktionen erweiterbar sein. So wie die Technik im IT-Bereich sich weiterentwickelt, muss auch das Reaktionssystem sich neuen Wünschen und Anforderungen anpassen können.
    • Bei der Erstellung von Artikeln sollte es grundsätzlich möglich sein, auch auf den HTML-Text zuzugreifen, um ggf. kleinere Mängel oder Extras manuell ausbessern bzw. einfügen zu können.

               

    Dateianhänge: 

    Beispielgrafik 1: CMS von vorlesungen.info
    Beispielgrafik
    2: Erstellung eines Artikels in einem CMS
    Beispielgrafik 3: System mit Funktionen, wie z.B. dem automatischen Versand von Pressemitteilungen

            

    Quellen:

  • Content-Provider

    Content-Provider (engl.) – Inhalte Anbieter (de.)

     

    Content Provider ist die juristische Person, die eigene Inhalte im Internet einstellt oder ein Programm zur Verfügung stellt mit dem Dritte ihren Inhalt im Web anderen zur Nutzung bereitstellen können. Der Content kann unterschiedliche Formate haben, z.B. Bild, Text oder Videodaten. Als Content bezeichnet man aufbereitete digitalisierte Daten. Content-Provider, die von externen Contentredaktionen Daten und Dokumente verlinken, benutzen Content-Management-Systeme um die Daten aufzubereiten. Den technischen Zugang zum Internet erhält der Content-Provider über Service-Provider.

     

    Die Dreiecksbeziehung Content-Provider – Werbekunde – Rezipient finanziert die Marketingaktionen. Der Content-Provider bietet durch gute redaktionelle Arbeit exakt gefilterte und sortierte Inhalte an. Durch gutes Marketing versucht er mehr potentielle Besucher auf seine Internetpräsenz aufmerksam zu machen. Dazu gehört auch die Selektierung der Zielgruppe.

                         

    Funktion

     

    Die meisten Content-Provider finanzieren sich dadurch, dass sie Werbung auf ihrer Seite verkaufen. Der Trend der Internetwerbung geht weg von Massenüberschwemmungen in Richtung selektiver Werbesendungen. Beim Content-Provider, hat er die Möglichkeit die Werbung zu schalten und Kriterien zu bestimmen, welcher Kunde welchen Werbebanner erhält. Daher sind ein guter Aufbau der Seite und eine hervorragende Redaktionsarbeit sehr wichtig.

     

    Bei der Internetwerbung ist es jedoch üblich, dass nach Klicks bezahlt wird, wodurch der Rezipient auf der Seite des Content-Providers zum Werbekunden wird. Die erhöhten Marketingkosten werden durch die höhere Anzahl an Klicks finanziert.

     

    Das oben genannte Marketingprinzip nach dem der Werbeempfänger die Werbung ungefragt erhält heißt Pushprinzip, ein aktuellerer Ansatz bei dem der Content-Provider eine wichtige Funktion hat, ist das Pullprinzip, hierbei bekommt der Internetsurfer nur Texte und Werbungen, die er vorher beim Content-Provider angefordert oder eingewilligt hat, diese zu erhalten.

     

    Content-Provider werden 

     

    Die Entscheidung als Content-Provider aufzutreten muss jedoch nicht unbedingt monetäre Beweggründe haben. So sind zum Beispiel Bildungseinrichtungen oder öffentlich rechtliche Rundfunkanstalten daran interessiert, die Bevölkerung zu informieren und nutzen das Internet als Massenmedium um einen erweiterten Personenkreis zu erreichen.

     

    Wer als Content-Provider fungieren  möchte, muss sich gründlich über die rechtlichen Grundlagen informieren, da er für die eigenen Daten, nach dem gültigen Gesetz verantwortlich ist und für fremde Inhalte soweit er diese kennt, und deren Nutzung verhindern könnte. Die wichtigsten Gesetzestexte sind §8 TDG welcher die allgemeinen Grundsätze der Verantwortlichkeit klärt, §823 BGB, der die Schadensersatzpflicht abhandelt sowie das Informations- und Kommunikationsdienste-Gesetz, das die Rahmenbedingungen für Informations- und Kommunikationsdienste regelt.

     

    Eine Veranschaulichung zum Zusammenhang zw. Content-Provider und den Service-Providern finden Sie unter folgendem Link: http://beat.doebe.li/bibliothek/w00907.html 

     

     Literaturhinweise:

    A. Meier, H. Stormer: eBusiness & eCommerce, Berlin 2005 

    M. Merz: E-Commerce und E-Business, 2. Auflage, Heidelberg 2002

     

  • Conversion Rate (engl.) = Konversionsrate (de.)

    Konversionsrate

    Die Conversion Rate (Konversionsrate, Umwandlungsrate) ist ein Maßstab, mit dem die Profitabilität einer Webseite oder einer Online-Marketingkampagne gemessen werden kann. Sie ist eine als eine Effizienzgröße definiert, die anzeigt, wie viele Besuche einer Website zu einem definierten Ziel führen.

    Nicht alle Website Besucher sind auch gleichzeitig Interessenten oder werden gar zu Käufern. Auf jeder Stufe gibt es Umwandlungsverluste in Form von Surfern, die die Seite wieder verlassen ohne die gewünschte Aktion (Bestellung) abzuschließen.

    Berechnung

    Zur Berechnung der Konversionsrate teilt man die Anzahl der auf einer Website schlussendlich tatsächlich getätigten Transaktionen (beispielsweise erfolgreich abgeschlossene Käufe) durch die Anzahl der im gleichen Zeitraum erfassten Visits. Eine Konversionsrate von 5% sagt somit aus, dass von 100 Besuchern auf eine Website genau 5 die gewünschte Aktion (Bestellung) durchgeführt haben. Gleichzeitig wird durch die Konversionsrate angezeigt, wie viele Besuche auf einer Website nötig sind, um eine gewünschte Aktion zu erzielen (bei einer Konversionsrate von 5% sind dementsprechend 20 Page-Visits nötig).

    Überprüfung

    Eine regelmäßige Überprüfung der Conversion Rate ist insbesondere für kommerzielle Webseiten essenziell um Verpuffungen im Marketing zu vermeiden. Jede auch noch so geringe Veränderung in der Konversionsrate wirkt sich direkt spürbar auf den Gewinn eines Online Shops aus. Da die Unterschiede zwischen einzelnen Produktbereichen und Anbietern jedoch derartig groß sind, lässt sich eine allgemeine Aussage über die Höhe einer „guten“ Konversionsrate nicht treffen (www.forrester.com). Dennoch ist davon auszugehen, dass übliche Konversionsraten zwischen 1 und 12% liegen.

    Faktoren

    Faktoren, die die Höhe der Konversinrate wesentlich beeinflussen sind:

    • das Design der Website
    • die Art der Produkte
    • die Usability der Website

    Besonders die Usability ist ein in der Praxis häufig unterschätzter Faktor. Das gewählte Shopsystem beispielsweise hat einen großen Einfluss auf die Quote der Bestellabbrechungen. Viele Kunden brechen im Bezahlprozess (Checkout) ab, weil sie vor lauter Verwirrung den falschen Button anklicken oder mit der Länge des Bestellprozesses nicht einverstanden sind. Hier gilt es für den Shopbetreiber anzusetzen um Verbesserungen vorzunehmen (Verkürzung der Ladezeiten, Vermeidung von Fachausdrücken, Verkürzung des Bestellprozesses auf die essenziell notwendigen Schritte, Schaffung einer klaren Struktur,…).

    Messung

    Die Messung der Konversionsrate, das sogenannte Conversion Tracking spielt besonders dann eine Rolle, wenn Aufwendungen (wie Schaltung von Werbebannern) stattgefunden haben, um die Anzahl der Website Besucher zu erhöhen. Die Funktionsweise eines Programms zur Messung der Konversionsrate ist im nachfolgenden Schaubild erläutert:

    Schaubild zur Messung der Konversionsrate (Conversion Tracking)

    Beim Click auf das Werbemittel (Werbebanner) wird ein Cookie gesetzt. Dann gelangt der User auf die Website (Shop) und führt - hoffentlich - die beworbene Aktion (Bestellung) aus. Die Seite, die nach der Aktion angezeigt wird ist die sogenannte Conversion Page. Hier wird das Cookie ausgelesen. In der Folge kann der Click auf das Werbemittel mit der Aktion in Beziehung gebracht werden.(www.ebizoptimizer.com/)

    Quellen & weiterführende Links:

    http://www.order-rate.de/ROI/Werbeerfolg/Definition_Konversionsrate/definition_konversionsrate.html

    http://www.ecin.de/shops/bestellabbruch/

    http://www.worldsites-schweiz.ch/statistik-konvertierung-besuchte-seiten.htm

    Autor: Julia Becker, IM 04 A

  • Cookies

    Cookies 

    Was ist ein Cookie?

    Der Name Cookie stammt aus dem Englischen und bedeutet „Keks“. Ein anderer Begriff für einen Cookie ist die Profildatei. Durch die Cookie-Technik kann ein Web-Server auf dem PC des Anwenders Informationen hinterlegen.

    Diese Informationen sind wie elektronische Krümel, die ein Cookie (Keks) hinterlässt. Ein Cookie ist ein kurzer Eintrag in einer meist kleinen Datenbank bzw. in einem speziellen Dateiverzeichnis auf einem Computer. Webbrowser stellen eine Cookie-Datenbank zur Verfügung. Diese nennt man Cookie Cache. Dort kann der Webserver einer besuchten Website Informationen in Form von http-Cookies hinterlegen, welche bei einem Wiederbesuch der Seite ausgelesen werden können.

    Cookies sind also Informationen, die eine Website auf der Festplatte hinterlässt, um den User wieder zu identifizieren, wenn er die Website beim nächsten Mal besucht. Amazon hat durch Cookies zum Beispiel die Möglichkeit die Kunden namentlich zu begrüßen und speziell für sie ausgewählt Produkte auf der Website anzuzeigen, die anhand der bereits bestellten bzw. angesehen Artikel ausgewählt werden.

    Wie Kekse haben auch Cookies eine bestimmte Lebensdauer. Manche Cookies sind nur so lange aktiv, wie der Browser geöffnet ist. Andere haben wiederum eine Lebensdauer von mehreren Tagen oder sogar Wochen. Wenn man den Browser beendet, werden die Cookies dann als Datei im Cookie Cache gespeichert. Wenn das Verfallsdatum erreicht ist, werden die Cookies automatisch gelöscht. Wenn der Browser zu viele Cookies gespeichert hat bevor diese ihr Verfallsdatum erreicht haben – passen also keine neuen Cookies mehr in die Keksdose – dann löscht er die ältesten.´

    Wie sieht ein Cookie aus?

    Dies ist ein Teil einer von Netscape erzeugten Cookie-Datei: 
     # Netscape HTTP Cookie File
    # http://www.netscape.com/newsref/std/cookie_spec.html
    # This is a generated file!  Do not edit.
    .disney.com TRUE / FALSE 946684799 DISNEY 194.42.212.24526008849568741758
    .nrsite.com TRUE / FALSE 946598400 NRid haaTwLty28uoFDrQWOwrlW
    metacrawler.cs.washington.edu:8080 FALSE / FALSE 942189160 nbfp2 1101
    www.info.de FALSE / FALSE 942189160 Apache zimbo12480852509200442
    www.noris.de FALSE / FALSE 942189160 Apache zimbo529785259903010
    .netscape.com TRUE / FALSE 946684799 NETSCAPE_ID 1000e010,106b6f55
    .hotbot.com TRUE / FALSE 937396800 ink IU0F9Zml38F6D790FBBBB207F3FFFDF7527BE146

     

    Jede Zeile ist ein Cookie-Eintrag. Die erste Zeile bedeutet beispielsweise, dass der Rechner www.disney.com besucht wurde. Darauf folgen die Schalterzustände TRUE oder FALSE. Die 946684799 ist ein verschlüsseltes Verfallsdatum, ab dem die Informationen nicht mehr ausgewertet werden. Der Name des Eintrags ist Disney und am Ende steht der Wert des Eintrags. Dies kann eine E-Mail-Adresse, ein Stichwort, ein Rechnername, ein User-Name oder Ähnliches sein.

    Was ist an Cookies gefährlich?

    Die Cookie-Technik ist kein direktes Sicherheitsrisiko. Es können weder Dateien von der lokalen Festplatte auf den Server, noch Viren übertragen werden. Der Web-Server kann auch nicht auf die Festplatte schreiben. Er kann nur den Browser zum Speichern der Cookie-Datei veranlassen. Allerdings ist es durch diese Technik möglich, die Surfgewohnheiten und Interessen eines Users zu identifizieren und ein genaues Nutzerprofil anzulegen.

    Deshalb kommt es vor, dass man persönlich zugeschnittene Werbe-E-Mails erhält. Außerdem benötigt das Übertragen von Cookies eine gewisse Zeit. Wenn ein Web-Server-Betreiber zu viele Cookies übertragt, belastet dies das Netz. Dadurch wird die Kapazität der Festplatte beeinträchtigt. 

    Was kann man gegen Cookies tun?

    Es gibt AntiCookie-Programme, mit denen Cookies ignoriert bzw. verboten werden können. „PGP Cookie Cutter“ und „Cookie Pal“ sind zwei dieser Programme. Außerdem kann man die Cookie-Dateien beim Systemstart automatisch löschen, die Cookie-Datei leeren und mit einem Schreibschutz versehen oder sie mit einem Editor kontrollieren.

    Die Browser Netscape und Microsoft Internet Explorer bieten eine Option an, bei der vor Cookies gewarnt wird. Man kann die Cookies dann akzeptieren oder ablehnen. Die bereits gespeicherten Cookies können mittels des Browsers gelöscht und verwaltet werden. 

                 

    Quellen:

    http://www.bsi-fuer-buerger.de/browser/02_04.htm, zugegriffen am 08.06.2007.

    https://www.datenschutzzentrum.de/selbstdatenschutz/internet/cookies/cookies.htm, zugegriffen am 20.06.2007.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Cookie, zugegriffen am 08.06.2007.

    http://www.www-kurs.de/cookies.htm, zugegriffen am 08.06.2007.

    Wempen, F.: Tune Up Your PC in a Weekend, 2. Aufl., Boston 2002, S. 57. 

  • Corporate Identity

    Corporate Identity (engl.) - Unternehmensidentität (de.)

    Der Begriff Corporate Identity, kurz CI, ist der Oberbegriff für die Identität eines Unternehmens aus interner Sicht und aus externer Sicht.

    Interne Corporate Identity 

    Die interne Sicht bezieht sich auf die Mitarbeiter und ihre Identifikation mit dem Unternehmen. Nur motivierte Mitarbeiter, die gerne in dem Unternehmen arbeiten, erbringen gute Leistungen. Deswegen entwickeln Unternehmen eine eigene "Corporate Culture" (engl) " Unternehmenskultur (de), um die Mitarbeiter in eine Gemeinschaft einzubinden, die gemeinsamen Wertvorstellungen und Verhaltensregeln folgt. Auf diese Weise wird jedem Mitarbeiter vermittelt, wie er sein Denken und seine Handlungsweise genau auf das Unternehmen abstimmen kann.

    Wertvorstellungen sagen aus, was für wünschenswert oder für nicht wünschenswert gehalten wird, zum Beispiel: "Unser Unternehmen soll aktiv zum Umweltschutz beitragen." Für einen Produktentwickler kann das bedeuten, dass er bei einer neuen Entwicklung darauf achtet, dass das neue Produkt ordnungsgerecht entsorgt werden kann oder dass nur Sekundärrohstoffe verwendet werden. So richtet sich jeder Mitarbeiter bewusst und später auch unbewusst nach dem vorgegebenen Leitbild.

    Verhaltensregeln geben eine Richtung für das kollegiale Verhalten untereinander, aber auch für das Verhalten gegenüber Kunden vor. Ein Beispiel dafür könnte sein: "Wir behandeln unser Gegenüber stets mit Respekt und nehmen ihn/ sie ernst." Ein weiteres Beispiel ist das Duzen untereinander, um das Zusammengehörigkeitsgefühl zu stärken.

    Zusammengefasst bedeutet es, dass die CI intern geschaffen wird, um den Zusammenhalt der Mitarbeiter zu stärken und eine Identifikation mit dem Unternehmen zu schaffen. Ganz besonders wichtig ist es für weltweit agierende Unternehmen, um der Anonymität des Einzelnen und dem Auseinanderdriften der einzelnen Länderbereiche entgegenzuwirken.

    Externe Corporate Identity

    Um auch extern die Unternehmensideale zu verkörpern, wird von dem Unternehmen ein "Corporate Design" (engl.) " Unternehmenserscheinungsbild (de) entwickelt. Durch ein festgelegtes Firmenlogo, ein einheitliches Produktdesign oder eine einheitliche Gestaltung der Briefpapiere soll ein Unternehmen einen festen Widererkennungswert haben.

    Besonders für Marketingstrategien ist eine einheitliche Gestaltung wichtig. Die Idee ist, dass der Kunde mit diesem Logo, das sich von allen anderen abhebt, das Unternehmen und die dafür stehende Qualität und Zuverlässigkeit in Verbindung bringen soll. Durch den wachsenden Konkurrenzdruck und den Wettbewerb ist diese Einheitlichkeit unabdingbar.

    Die eigene Corporate Identity wird in der Öffentlichkeit aber nicht nur durch Kennzeichen oder Symbole ausgedrückt: Public Relation (engl) " Öffentlichkeitsarbeit (de) ist ebenso wichtig, um die Werte und Leitbilder zu präsentieren.

    Zusammengefasst bedeutet Coporate Identity:

    • ein einheitliches Bild an die Öffentlichkeit zu vermitteln und
    • ein Leitfaden für das Denken und Handeln der Mitarbeiter zu sein.

     Corporate Identity

  • Corporate Identity (CI)

    Corporate Identity (CI) (engl.) " Unternehmensidentität (de.)

    Coca Cola ist rot, Milka ist lila, die Post ist Gelb, die Deutsche Bahn ist rot-weiß.

    Die Beziehung zwischen Vorstellung und Wirklichkeit, wird durch die Corporate Identity geschaffen, die jedem Unternehmen den gewünschten und gewollten Wiedererkennungswert garantiert. Bedeutsam ist dabei, dass alle nach Außen und Innen gerichteten Aktivitäten zielgerichtet nach den Unternehmensgrundsätzen auf einander abzustimmen sind. Die Basis für die zielgerichtete Abstimmung ist hierbei das Unternehmensleitbild, welches mit Hilfe der CI umgesetzt wird. Zu Zeiten der Globalisierung und des stetig wachsenden Wettbewerbes, ist es unausweichlich, sich von der breiten Maße abzuheben und aus einem riesigen Meer von Kontrahenten für den Konsumenten hervorzustechen. Übersetzt ins Deutsche spricht man bei CI von der Persönlichkeit einer Organisation, die als einheitliches Merkmal wahrgenommen wird und handelt.

    Nach Gerhard Regenthal wird CI wie folgt definiert:

    „CI beinhalte heute mehr als nur die Selbstdarstellung durch ein einheitliches Erscheinungsbild einer Organisation, sondern ist die Summe aller Aktivitäten, mit denen sich das Unternehmen / die Organisation vor Mitarbeitern, den Zielgruppen und der Öffentlichkeit repräsentiert.“ ( REGENTHAL 2003, S. 77) 

    Die Zusammensetzung des Wortes Corporate Identity

    Der Begriff Corporate steht für einen kollektiven und vernetzten Ansatz. Konzeptionell und strategisch ist dieser ausschlaggebend für rationale und effektive Strategien und Konzepte.  

    Der Terminus Identity hingegen, ist basierend für den persönlichen und visionären Ansatz. Hierbei steht die jeweilige Einzigartigkeit bzw. das Profil in erster Linie, die die emotionalen Werte in Verbindung zu dem Unternehmen bilden. Erst zusammen können die Begriffe einen ganzheitlichen Wiedererkennungsprozess schaffen, welche die CI zu einem erfolgreichen Instrument machen.  

                    Abb. 1: Corporate Identity

    Wie in Abbildung 1 erkennbar, stellt die Bedeutung von CI einen integrierten Prozess der beiden Begrifflichkeiten Corporate und Identity dar. Das wechselseitige Verhältnis der Begriffe macht die Zusammenhänge untereinander deutlich und hebt die Abhängigkeit der CI hervor. 

    Die Bedeutung von Corporate Identity für E-Commerce

    CI stellt einen Oberbegriff dar, der mit Hilfe verschiedener Instrumente im E-Commerce umgesetzt und realisiert werden kann.Erst aufgrund

    • des Corporate Behavior (CB),
    • der Corporate Communications (CC) und
    • des Corporate Design (CD),

    ist es möglich eine einheitliche CI zu schaffen. 

    Das CB bezieht sich dabei auf die Kundenbindung und das Verständnis einer Marke beziehungsweise den Wert eines Unternehmens gegenüber dem Konsumenten. Oftmals spricht man diesbezüglich auch von der so genannten Customer Loyality (CL). Oberstes Ziel ist es hierbei, eine starke Kundenbindung und Kundenorientierung zu erlangen, beispielweise durch eine interaktive Internetpräsenz. Hierbei können Bestandskunden und potenzielle Kunden Meinungen, Erfahrungen und Anregungen unter einander austauschen. Somit stellt die CB ein integriertes Instrument des Customer Relationship Managements (CRM) dar. Folglich kann durch individuelle Kundenbetreuung und durch auf eine konkrete Kundengruppe abgestimmte Werbung, das CB erreicht werden.

    Die Bezeichnung CC bezieht sich auf den abgestimmten Einsatz widerspruchsfreier Kommunikation nach Innen und Außen. Beispiele hierfür sind visuelle Werbung auf Webseiten, Öffentlichkeitsarbeit und Sponsoring beispielweise durch den Einsatz von Bannern.

    Der dritte Teilbereich, das CD, bezeichnet das gesamte Erscheinungsbild eines Unternehmens oder Organisation, was sich auch im einheitlichen Auftritt der Internetpräsenz wiederspiegelt. Dazu zählen Wiedererkennungsmerkmale wie beispielweise in der Architektur, der Unternehmenskleidung oder den Prospekten. 

    Abschließend ist festzuhalten, dass die CI versucht, nachhaltig zum Unternehmenserfolg beizutragen und diesen weiterhin auszubauen. 

     Quellen:

    Crijns, R., Thalheim, J.: Kooperation und Effizienz in der Unternehmenskommunikation: Inner- und außerbetriebliche Kommunikationsaspekte von Corporate Identity und Interkulturalität, Wiesbaden 2006. 

    Regenthal, G.: Ganzheitliche Corporate Identity: Form, Verhalten und Kommunikation erfolgreich gestalten, Wiesbaden 2003. 

    Schiele, V.: in: http://www.veit-schiele.de/profil/artikel/corporate-identity/corporate-communication, zugegriffen am 15.11.2008.

    Wikipedia: in: http://de.wikipedia.org/wiki/Corporate_Identity, zugegriffen am 15.11.2008.

    Wikipedia: in: http://de.wikipedia.org/wiki/Corporate_Design, zugegriffen am 15.11.2008.

  • Corporate Language

    Corporate Language

     

    Definition:

    "So wie eine Brand durch Corporate Design ein einheitliches grafisches Gesicht bekommt, so verleiht ihr Corporate Language eine charakteristische, unverwechselbare Sprache. Mündlich wie schriftlich konsequent um- und eingesetzt, wird eine Marke durch Corporate Language zu einer wieder erkennbaren Persönlichkeit."(REINS 2006, S.9)

    War eine ausführliche Beratung im Handel vor einigen Jahren noch als selbstverständlich anzusehen, ist das Ausmaß an Beratung zu heutiger Zeit auf Grund von Stellenabbau und schlechter Ausbildung deutlich zurückgegangen. Werte, Kompetenz, Qualität und das Produkt lassen sich dennoch durch Sprache am effektivsten transportieren.  Aus diesem Grund muss die Sprache in Anzeigen, Katalogen, Flyern und Mailings als "Verkäufer, Verkaufsgespräch und Beratung" verstanden werden. Das was früher mündlich geschehen ist,  muss heute schriftlich an den Verbraucher herangeführt werden.

     

    Was ist die Aufgabe der Corporate Language?

     Die Hauptaufgabe ist es, das relevanteste Unterscheidungsmerkmal für den Verbraucher, nämlich das Firmen- und Marketingimage, glaubhaft, klar erkennbar, und durchgängig erlebbar zu machen. Die Marke soll beim Verbraucher mit all Ihren Facetten innerhalb von wenigen Sekunden präsent sein. Das zu erreichen ist schwierig und stellt die Unternehmen, auch auf Grund des immer höheren Werbeaufkommens sowie ?drucks, vor größer werdende Herausforderungen. Dennoch gibt es immer wieder Beispiele für eine erfolgreiche Corparate Language:


    "An welche Marke denken Sie, wenn das Wort Pflege fällt?  (Nivea)
    Welche Fastfoodkette wirbt mit Liebe
    (Mc Donald's)
    Welche Versicherung ist der Fels in der Brandung?
    " (Württembergische Versicherung) (REINS 2006, S.8)

    Heutige Werbeetats geben Millionen für Bilder, Typografie, Logos und Farben aus. Jedoch bildet die Sprache, sicherlich auch im Zusammenspiel mit den genannten Begriffen, den wichtigsten Teil eines unverwechselbaren Wiedererkennungswert einer Werbung im Wettbewerb. Zudem hat die Sprache die Aufgabe Gefühle zu erwecken, Bilder zu schaffen, Klänge zu erzeugen und Fantasien anzureizen. Die Sprache soll das Unternehmen unverwechselbar machen.(REINS 2006, S. 122)

     

    Vorteile der Corporate Language

    Die Corporate Language ist innerhalb der Corporate Identity das Ebenbild zum Corporate Design auf sprachlicher Ebene. Die Sprache eines Unternehmens spiegelt zum einem die Kultur und zum anderen den Unternehmenskern wieder. Sie bietet zahlreiche Vorteile, da die Sprache intern und extern facettenreich eingesetzt werden kann.
    Die Vorzüge des Corporate Language sind:
    • der Wiedererkennungseffekt für den Kunden, denn dieser nimmt das Unternehmen als Ganzheit wahr und baut eine emotionale Bindung auf
    • das Wir- Gefühl für die Mitarbeiter eines Unternehmens, da ein Zusammengehörigkeitsgefühl entsteht
    • die Individualität, denn jedes Unternehmen spricht eine andere Sprache und hebt sich damit von der Konkurrenz ab
    • die Vereinfachung, denn klare Vorgaben werden gegeben
    • die Professionalität, denn ein einheitliche Erscheinungsbild stärkt das Image des Unternehmens (REINS 2006, S. 222)
    Diese Faktoren sind nicht nur als ein Aushängeschild für das Unternehmen gedacht sondern sie vereinfachen auch den internen Prozessablauf im Unternehmen selbst. Standardisierte Textbausteine sparen Zeit und Kosten ein.  

     

    Praxisbeispiel

    Um eine erfolgreiche Umsetzung einer Corporate Language zu zeigen, möchte ich IKEA als Beipiel aufgreifen. IKEA nimmt mit seiner entwickelten Sprache eine Vorreiterrolle ein. Die markante IKEA-Sprache enthält kurze, prägnante, humorvolle, polarisierende, provozierende und bildhafte Worte. Beispielweise: "Träum dein Schlafzimmer ein!"Zudem hebt sich IKEA auch durch das Phänomen des Duzens von seiner Konkurrenz ab. Seit einigen Jahren duzen sich nicht nur die Mitarbeiter in allen Hierarchie Stufen untereinander sondern IKEA spricht seine Kunden auch mit DU an. Der wohl bekannteste Werbeslogan ist: "Wohnst du noch oder lebst du schon?" IKEA baut sich mit dieser Strategie der Corporate Language eine besondere Beziehungen zu ihren Kunden auf denn sie wird in allen Bereichen, also auch im Kern des Unternehmens, angewendet. Das ruft Emotionen hervor, die nur mit IKEA in Verbindung gebracht werden. Die folgende Abbildung zeigt einige Beispiele erfolgreicher Corporate Languages.

    Corporate Language     Abbildung 1: Corporate Language

    Corporate Language bezogen auf den E-Commerce

    Was verbindet man mit Corporate Language und E-Commerce?
    Die Entwicklung des Internets in den letzten Jahren bietet für Unternehmen eine neu Marketingmöglichkeit. Infolgedessen verfügt heutzutage fast jedes Unternehmen über einen Internetauftritt, durch dessen Hilfe der Charakter des Unternehmens ausgedrückt werden kann.

    Die Corporate Language spielt nicht nur bei der Homepage eine wichtige Rolle, sondern auch bei Werbemaßnahmen. Aber nicht nur bei der Homepage spielt Corporate Language eine wichtige Rolle sondern auch bei den Werbemaßnahmen der Unternehmen, wie z.B. bei einer Bannerwerbung. Der Banner bietet die Möglichkeit auf anderen Websites auf sich aufmerksam zu machen. Doch um viele Klicks zu garantieren, muss die Sprache den Nerv der Kunden innerhalb weniger Sekunden treffen. Das ist die Kunst der Corporate Language. Nicht umsonst sagt man auch, dass "die Sprache ein Fingerabdruck des Unternehmens ist". Die CL muss hierbei in der Lage sein, dass beim Menschen abgespeicherte Bild des Unternehmens innerhalb von wenigen Millisekunden hervorzurufen.


    Fazit

    Die Corporate Language entwickelt sich aus den Werten der jeweiligen Marke und zieht sich im besten Fall durch alle Aktivitäten und Abteilungen des Unternehmens hindurch. Sie ist im Wettbewerb ein entscheidender Erfolgfaktor. Jedes Unternehmen versucht im Rahmen seiner Gegebenheiten eine unverwechselbare Corporate Language zu schaffen. Diesen Erfolgsfaktor gilt es für Unternehmen in der optimalen Art und Weise umzusetzen.

     

     

    Quellen

    Reins, A.: Corporate Language, wie Sprache über Erfolg oder Misserfolg von Marken und Unternehmen entscheidet, Mainz 2006.

    IKEA: in http//www.ikea.com/ms/de_DE/about_ikea_new/press_room/student_information/index.html, zugegriffen am 15.11.2008

  • Corporate-Identity

    Corporate Identity

    Corporate Identity (CI) ist das einheitliche Auftreten einer Institution (z. B. einer Behörde, eines Unternehmens, eines Wirtschaftsverbandes, einer humanitären Einrichtung) im Sinne eines harmonischen Einklangs sowohl der Verhaltensmerkmale der Mitglieder (Personen) der Institution (Corporate Behavior) als auch des Erscheinungsbildes der Gegenstandsmerkmale der Institution (Corporate Design).

    Dabei sollen nicht nur die Verhaltensmerkmale sowie die Gegenstandsmerkmale jeweils untereinander in Einklang stehen, sondern auch die Verhaltensmerkmale und die Gegenstandsmerkmale miteinander.  

    Erstrebt wird die positive Einheit der Institution im Sinne der CI aus zwei Gründen:

    Einmal soll eine günstige Wirkung auf das Selbstverständnis der Mitglieder der Institution erreicht werden (z. B. im Sinne einer stärkeren Identifikation der Mitglieder mit der Institution und eines stärkeren Zusammenge-hörigkeitsgefühls der Mitglieder untereinander).

    Ferner soll in der Außenwelt der Institution (z. B. bei den potentiellen und faktischen Abnehmern eines Unternehmens) ein profilierendes, absatz-förderndes Image erreicht werden. Corporate Communications beinhaltet die Gesamtheit der Kommunikationsziele und -prozesse einer Institution, die auf eine bestimmte CI ausgerichtet ist.

    Public Relations und Werbung lassen sich als Instrumente in den Dienst von Corporate Communications stellen, indem sie auf ein CI-Ziel hin angelegt werden.Die Corporate Identity-Strategie ist die langfristig angelegte Planung der CI als Zielvorstellung sowie die Planung der Instrumente zu ihrer Realisierung.

  • Couponing

    Couponing

    „Couponing bezeichnet eine durch den Handel oder den Hersteller geplante und durchgeführte Gutscheinaktion. Dabei handelt es sich um den zielgerichteten Einsatz von Coupons im Rahmen von Promotions-Aktivitäten eines Unternehmens zu Marketing- und Vertriebszwecken:“ (TARO ZACHARIAS 2007, S.4).

    Ein Coupon stellt ein Verkaufsinstrument in Form eines Gutscheins bzw. eines Bezugsscheins dar, das dem Käufer das Recht einräumt, ein Leistungsangebot mit einem garantierten Preisnachlass auf bestimmte Produkte bzw. auf den Einkaufswert oder auch kostenlos zu erwerben. Der in Anspruch genommene Vorteil wird nur durch das Einlösen des Coupons gewährt und kann an bestimmte Einlösebedingungen geknüpft sein, wie beispielsweise an bestimmte Akzeptanzstellen oder an einen definierten Zeitraum. 

      

    Beispiel eines Rabattcoupons über ein Printmedium          

    Gutscheine werden persönlich durch Mitarbeiter, unpersönlich an Regalen, über Printmedien (Anzeigen, Beilagepost) und in Verpackungen von Produkten verteilt. Eine erweiterte Verteilungsmöglichkeit stellt das E-Couponing dar, wodurch Coupons dem Kunden per Direct Mail, auf Websites und per Mobile Couponing (als SMS) angeboten werden.Es wird zwischen  Pre-Sales-Coupons und  After-Sales-Coupons unterschieden. Erstere werden vor dem Kaufzeitpunkt angesetzt und sind somit nicht an einen vorangegangenen Kauf geknüpft. After-Sales-Coupons werden nach einem Kauf ausgehändigt und können erst in Zukunft eingelöst werden.

    Des Weiteren lassen sich Coupons in drei wesentliche Typen/Formen unterscheiden.Rabattcoupons, die häufigste Form, bieten prozentuale Rabatte (einen Nachlass von x Prozent) oder nennen konkrete Preisnachlässe (z.B. als 5-Euro-Wertgutschein).Zugabecoupons verknüpfen ein Produkt durch ein Bundle mit einem anderen Produkt, sodass der Kunde einen Mehrwert beim Kauf eines Produktes erhält.Treuecoupons können mit Bonuspunkten verglichen werden, die vom Kunden gesammelt werden müssen und in Produktprämien eingetauscht oder in Form von Rabatten ausgezahlt werden können.

    Einordnung des Couponings in den Marketing-Mix

    Als eine Form der Verkaufsförderung lässt sich Couponing den Instrumenten der Kommunikationspolitik, genauer der Below-The-Line-Kommunikation zuordnen. Solche Gutscheinaktionen sind zudem in allen Bereichen des Marketing-Mix (Produkt, Preis, Platzierung, Promotion) wiederzufinden, wobei der Einsatz im Bereich Promotion überwiegt. 

    Ziele

    Durch Cross-Selling bzw. Up-Selling sollen Konsumenten angeregt werden, auch andere Produkte zu kaufen und somit den Umsatz zu steigern. Hierbei kommen beispielsweise produktgebundene Cash-Coupons zum Einsatz, die einen Rabatt auf Produkt B gewähren, wenn der Verbraucher Produkt A kauft.Des Weiteren bieten Coupons die Möglichkeit, die Frequenz am Point of Sale (POS) zu steigern. Durch den Erhalt eines Coupons beispielsweise in Form eines Rabattcoupons oder eines Einkaufsgutscheines wird beim Kunden ein Anreiz ausgelöst, seinen nächsten Einkauf wieder beim selben Händler zu tätigen.Zu den Zielen zählt außerdem die Gewinnung von Neukunden. Verbraucher werden z.B. durch einen in Tageszeitungen bzw. Zeitschriften abgedruckten Rabattcoupon animiert, ein bestimmtes (neues oder bereits etabliertes) Produkt oder eine bestimmte Einkaufsstätte zu testen, da durch den (einmaligen) Preisvorteil Zugangsbarrieren abgebaut werden.Mit Couponing wird zudem das Ziel verfolgt, Kunden langfristig zu binden. So bieten Treuecoupons neben dem Anreiz zum Wiederkauf  - durch ihre Belohnfunktion – emotionale Bindungswirkungen, was sich positiv auf die Zufriedenheit der Kunden auswirkt. 

    Wegfall des Rabattgesetztes

    Seit dem 29.Juni 2001 hat der Bundestag das Rabattgesetz und die Zugabeverordnung aufgehoben. Dadurch verbesserten sich die wettbewerbsrechtlichen Rahmenbedingungen für deutsche Unternehmen gegenüber ausländischen Konkurrenten, da sie seither gleichen Wettbewerbsbeschränkungen unterliegen. Die allgemeinen Regeln des Wettbewerbsrechts (Grundsätze der Preiswahrheit und Preisklarheit) wirken Irreführungen und sonstigem Missbrauch bei der Rabattgewährung entgegen. Unternehmen, die ihre Kundenbindungssysteme nach Art von Verdrängungspraktiken missbräuchlich ausgestalten, können nach bereits heute geltendem deutschen Kartellrecht abgemahnt werden.   

    Quellen

    Absatzwirtschaft.de: Couponing im Marketing-Mix, in: http://www.absatzwirtschaft.de/content/default.aspx?_p=228&_t=ft&_b=31192, zugegriffen am 17.11.2008 

    Hartmann, M.: Preismanagement im EH, Wiesbaden 2006 

    Innovations- Report.de: Bundestag beschließt Abschaffung von Rabattgesetz und Zugabeverordnung, in: www.innovations-report.de/html/berichte/wirtschaft_finanzen/bericht-3882.html, zugegriffen am 15.11.2008 

    Taro Zacharias, Ch.: Kundenbindung durch Couponing, Saarbrücken 2007     

  • Couponing

    Couponing 

    Couponing ist ein innovatives Marketinginstrument. Es nutzt den Grundgedanken der in den 50er und 60er Jahren häufig verwendeten Rabattmarken, also die Kaufbereitschaft der Kunden mit Gewährung von Rabatten zu erhöhen. Hierzulande gewinnt diese Strategie zum Kampf um den Kunden immer mehr an Bedeutung, da die Mehrheit der Verbraucher Gutschein-Aktionen immer offener gegenüber steht. In den USA, Großbritannien und anderen Ländern etabliert sich das Couponing durchgängig seit vielen Jahren und erfreut sich großer Beliebtheit im Rausch nach Rabatten.

    Gutschein-Aktivitäten, wie das Couponing, sind relativ leicht abzuwickeln und steigern kurzfristig den Umsatz eines Produktes. Sie reduzieren aber die Kundenprofitabilität, erhöhen die Preissensitivität und die Wechselbereitschaft beim Kunden, eine langfristige Bindung der Kunden ist also kaum möglich. Entscheidend für den Erfolg einer Couponing-Aktion ist eine klare Zieldefinition sowie die Sicherstellung der Wirtschaftlichkeit.

    Funktion

    Beim Couponing gewährt der Verkäufer dem Kunden gegen Vorlage eines Coupons einen Rabatt, eine Zugabe oder ähnliches. Dem Händler wird der Couponwert zuzüglich einer Kostenpauschale vom Hersteller zurückerstattet. Ein so genanntes Clearinghaus erledigt die Abrechnung zwischen den verschiedenen Händlern und Herstellern. Das Clearinghaus ist eine dritte, meist unabhängige Instanz die das Coupon-Clearing vornimmt, da eine jeweils direkte Abrechnung sehr Kosten- und Zeitaufwendig und selten objektiv wäre.

    Couponing ist eine Strategie, die den Herstellern hilft, den Abverkauf ihrer Produkte selbst zu steuern und anzukurbeln. Ein Beispiel für Couponing ist das Cross-Selling, bei dem auf Haarsprayverpackungen Coupons für entsprechende Haargels abgedruckt werden.

    Durch die Abschaffung des Rabattgesetzes und der Zugabeverordnung, seit 1. August 2001, wurde Couponing nach über 70 Jahren in Deutschland wieder prinzipiell möglich.

    Seitdem regeln folgende Gesetze und Vorschriften das Couponing in Deutschland:

    • Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG)
    • Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB)
    • Preisangabenverordnung (PangV)
    • Handelsgesetzbuch / Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung (HGB/GOB)
    • Bundesdatenschutzgesetz (BDSG)
    • Teledienstedatenschutzgesetz (TDDSG)

    Es bestehen weitere spezifische Vorschriften, die auf jeweils einzelne Branchen zugeschnitten sind, zum Beispiel das Rabattverbot bei Zeitungen, Büchern und Tabakwaren; Werbebeschränkungen bei Pharmazeutika etc.

    Ziel 

    Ziel von Internet-Couponing ist es, den privaten Verbraucher aus der virtuellen Welt mittels attraktiver Zusatzangebote wieder in die stationären Einzelhandelsgeschäfte, Filialbetriebe und Dienstleistungsbetriebe zu leiten.

    Das Internet, welches immer mehr zum Kommunikationsmittel zwischen dem Handel und dem Kunden wird, bietet eine weitreichende Plattform für das Couponing. Es entstehen Webseiten, die Gutscheine und Coupons verschiedener Händler neben dem eigentlichen Internetauftritt anbieten. Besucherstarke Seiten werden somit für den Kunden, der von verschiedenen Rabatten profitieren kann, als auch für die vertretenen Online-Händler, die davon profitieren, dass auch ziellose Besucher auf besondere Angebote aufmerksam gemacht werden, immer interessanter. Gutscheine oder Coupons können sofort, mit Hilfe von Verlinkungen und zugehörigen Coupon-Codes, meist beim Kauf eines Artikels auf der Webseite des Händlers, eingelöst werden oder die Gutscheine oder Coupons können ausgedruckt und direkt im Handelsgeschäft eingelöst werden.

      

    Quellen:

    Andrea Steverding (2003): Couponing - erfolgversprechendes Marketinginstrument der Zukunft, http://www.innovations-report.de/html/berichte/studien/bericht-20336.html (18.03.2007)

  • Couponing

    Couponing

    Unter Couponing wird der Einsatz von Gutscheinen (Coupons) in der Verkaufsförderung verstanden.

    Ein Gutschein stellt ein Bezugsrecht dar, das den Käufer oder Konsument zum Erhalt eines Preisnachlasses oder einer Produktzugabe berechtigt. Dabei ist es üblich, dass die Einlösung des Gutscheins an bestimmte Bedingungen geknüpft ist (bspw. die Dauer der Gültigkeit).

    Couponing zählt zu den Prämiensystemen, die von Industrie und Handel eingesetzt werden, sowohl um treue Kunden zu binden und zu belohnen, als auch um neue Kunden zu gewinnen. Häufig werden prozentuale oder absolute Preisnachlässe gewährt, die auf den Preis eines bestimmten Produktes oder auf den gesamten Bonwert (Einkaufsgutschein) angerechnet werden.

    Hingegen werden Warengutscheine ausgegeben, um den freien Bezug von Produkten zu gewähren. Hierbei handelt es sich häufig um Naturalrabatte (Buy one get one free) oder um Waren­proben für neu eingeführte oder Zusatzprodukte.Die Verteilung der Gutscheine kann auf verschiedenen Wegen erfolgen.

    Neben der direkten Ausgabe werden Coupons im Direct-Mailing verschickt, in unterschiedlichen Printmedien aufgedruckt (Anzeigen, Wurfzettel usw.) oder als Packungs-Coupon dem Produkt bzw. der Umverpackung beigefügt. Eine Sonderform, das sogenannte E-Couponing stellt darauf ab, dass die Verteilung der entsprechenden Gutscheine über elektronische Medien erfolgt.

  • CPC - Cost per Click

    CPC - Cost per Click 

    CPC (Cost per Click, engl.) – Kosten pro Klick (de.) ist ein Abrechnungsmodell, dass im Online-Marketing verwendet wird.

    Als Synonym wird auch der Begriff Pay per Click (PPC) verwendet. Die Abrechnung erfolgt hierbei pro Klick auf einen Werbeplatz. Dies bedeutet, dass der Anbieter des Werbeplatzes an den Publisher des Werbeplatzes nur dann eine entsprechende Gebühr ausrichtet, wenn ein User auf den Werbeplatz klickt und somit auf die Webseite des Anbieters gelangt. Dies ist auch der Vorteil von dem CPC-Abrechnungsmodell gegenüber anderen Werbearten im world wide web.

    Modelle

    Alternative Abrechnungsmodelle im Bereich Online-Marketing sind etwa das CPO-Modell (Cost per Order), bei dem der Preis für die erbrachte Werbeleistung abhängig vom Verkauf eines Produktes oder einer Dienstleistung ist. Diese Werbekosten können entweder absolut (ein Betrag x pro Kauf) sein oder aber relativ (x % vom Umsatz des Kaufes), oder aber das TKP-Modell (Tausend-Kontakt-Preis), welches den Preis angibt, den ein Anbieter bezahlen muss, um 1.000 Personen einer Zielgruppe zu erreichen.

    Nachteile

    Die Nachteile dieser beiden Abrechnungsmodelle gegenüber dem Cost per Click-Modell sind, dass der Anbieter auch Werbekosten hat, wenn der User weder auf die Webseite des Anbieters geht, noch überhaupt etwas erwirbt (TKP-Abrechnungsmodell) bzw. höhere Werbekosten hat, da die Werbekosten sich nach dem Umsatz der Verkaufs richten bzw. nach der Anzahl der Verkäufe richten, jedoch mit deutlich höheren Kosten pro Verkauf. 

    CPC-Werbeplätze werden häufig auf Webseiten und adverting networks, aber vor allem bei Suchmaschinen verwendet. Als Beispiel wären hier zum Beispiel Google AdWords oder Yahoo! Search Marketing zu nennen.  

    Ein CPC-Werbeplatz in Form eines AdWords kann bei Google folgendermaßen aussehen: Der Kunde schaltet eine Anzeige und versieht diese mit entsprechenden Keywords, die das Produkt oder die Dienstleistung beschreiben. Wenn ein User nach einem, der angegebenen, Keywords sucht, wird die Werbeanzeige entweder seitlich oder über den Suchergebnissen angezeigt. Wenn der User nun diese Werbeanzeige anklickt und so auf die Webseite des Anbieters gelangt, dann muss der Anbieter an den Publisher, in diesem Fall Google, einen bestimmten Betrag zahlen.

    Dieser Betrag ist abhängig von der Häufigkeit, wie oft ein Begriff gesucht wird. Des Weiteren sind die Kosten pro Klick abhängig von einem Tagesbudget oder der maximalen Ausgabe für einen Klick, welche von dem Anbieter bestimmt werden. Je höher  die Kosten pro Klick sind, umso besser wird der Werbeplatz platziert. 

    Die Nachteile des CPC-Abrechnungsmodell liegen im so genannten Klickbetrug, der dieses Abrechnungsmodell entweder durch richtige oder simulierte Klicks  manipuliert. Es gibt zwei verschiedene Arten von Klickbetrug.

    Zum einen gibt es die Erschleichung von Leistungen durch den Publisher, bei dem dieser durch das Klicken auf PPC-Werbeplätze eines bestimmten Themas die Preise für die PPC-Werbeplätze in die Höhe treibt  bzw. durch das Klicken auf PPC-Werbeplätze  mehr Geld in die eigene Kasse spült.

    Zum anderen gibt es den Klickbetrug durch Mitbewerber des Hosts oder des Anbieters.Durch Mitbewerber des Anbieters kann das Tagesbudget des Anbieters ausgereizt werden, was zur Deaktivierung dessen Werbeplatzes führt und die Werbekosten in die Höhe getrieben werden.Andere Publishers können durch diesen Klickbetrug den Publisher in schlechtes Licht rücken und so gegebenenfalls zur Auflösung seines Angebots bringen. 

     

     

    Quellen: 

    [1] vgl. http://en.wikipedia.org/wiki/Pay_per_click

    [2] vgl. https://adwords.google.de/select/Login?sourceid=AWO&subid=emea-de-ha-aw&medium=ha&term=cost-per-click 

    [3] vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Klickbetrug 

    [4] vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Pay_per_Sale

    [5] vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Tausend-Kontakt-Preis

    Jeweils zugegriffen am 25.06.2007 

    Google AdWords; AdWords; Online-Marketing; Pay per Click;

  • CRM (engl.) - Kundenbeziehungsmanagement (de.)

    CRM (engl.) - Kundenbeziehungsmanagement (de.)

    Die Abkürzung CRM steht für das Customer Relationship Management, das Kundenbeziehungsmanagement. Es muss abgegrenzt werden vom SRM, dem Stakeholder-Relationship-Management. Letzteres bezieht sich auf alle Interessengruppen eines Unternehmens (z. B. Geschäftspartner) während das CRM vor allem auf den Kunden abzielt.

    Was ist CRM?

    Beim CRM handelt es sich um ein integriertes, ganzheitliches Marketinginstrument. Das bedeutet, es wird auf allen Unternehmensebenen (horizontal und vertikal) angewendet, um eine starke Kundenorientierung und -bindung zu erzielen. Diese werden erreicht durch eine individuelle Kundenbetreuung und speziell auf einen konkreten Kunden bzw. eine konkrete Kundengruppe abgestimmte Werbung. Voraussetzung ist hierbei, dass es eine einheitliche Kundendatenbank gibt, auf die alle Unternehmensbereiche zugreifen können.

    Das CRM erlangt eine immer stärkere Bedeutung, da die Märkte durch z. B. das Internet immer transparenter werden und dadurch beispielsweise Preisvergleiche innerhalb von wenigen Sekunden möglich sind. Des Weiteren sind die einzelnen Produkte zunehmend substituierbar und das Angebot übersteigt i. d. R. bei weitem die Nachfrage. Dies fördert die Konkurrenz und hemmt die Treue der Kunden zu den Produkten eines bestimmten Anbieters. Aus diesen Gründen müssen Unternehmen neue Strategien entwickeln, um enge B2C- oder aber auch B2B-Beziehungen aufzubauen. Nur so können langfristig Wiederholungskäufe sichergestellt und Vorteile durch beispielsweise Cross-Selling ausgeschöpft werden.

    Der Aufwand, alle Kunden besonders zu betreuen, wäre sehr zeit- und kostenintensiv. Deshalb ist es nötig, die wichtigsten und gewinn-bringendsten Kunden herauszufiltern und sich auf diese zu konzentrieren. Hierdurch ist es z. B. möglich, die Streuung und damit die Kosten der Marketingmittel zu reduzieren. Des Weiteren hat es sich in vielen Studien gezeigt, dass es häufig kostengünstiger ist, Maßnahmen zu ergreifen, um bestehende Kunden an das eigene Unternehmen zu binden, als neue Kunden zu gewinnen. Die Profitabilität kommt oft erst durch zahlreiche Wiederholungskäufe im Laufe der Jahre. Sind die Kunden erst einmal einem Unternehmen gegenüber loyal, so reagieren sie nicht so sensibel auf Preisveränderungen und fördern durch Weiterempfehlungen das Umsatzwachstum. Der Lifetime Value des einzelnen Kunden wird also folglich in den Mittelpunkt der Betrachtung gezogen.

    Die Entwicklung einer CRM-Strategie erfordert die Berücksichtigung der folgenden vier Perspektiven:

    Unter Identifikation wird verstanden, dass eine Feststellung der profitabelsten Kunden erfolgt. Dies geschieht üblicherweise über eine Auswertung der Kundendatenbank (nach z. B. dem Umsatz pro Kunde). Daran schließt sich die Differenzierung der Kunden an. Sie werden beispielsweise mit Hilfe einer ABC-Analyse in Gruppen eingeteilt, die in ihren Bedürfnissen und Werten konform sind. Danach muss eine Interaktion stattfinden. Das bedeutet, die Produkte eines Unternehmens müssen mit den geeigneten Marketingmitteln präsentiert werden. Durch Direktmarketing kann gezielt auf spezielle Kundengruppen eingegangen werden. Letztendlich soll dann eine Modifikation ermöglicht werden. Hierbei wird das Kundenfeedback gesammelt und ausgewertet, um zukünftige Werbeaktionen zu optimieren.

    Kernelement des CRMs ist es, das Vertrauen des Kunden zu gewinnen und beispielsweise durch einen hohen Servicegrad eine große Zufriedenheit des Kunden zu erzielen.

    Um das CRM erfolgreich gestalten zu können, gibt es zahlreiche IT-Systeme (sogenannte CRM-Systeme), welche die Prozesse unterstützen. Sie machen es möglich, die erfassten Kundendaten zu analysieren und Kundencluster zu bilden. Dadurch kann optimal auf die jeweiligen Kundengruppen eingegangen und das Produktportfolio kann den Kundenwünschen angepasst werden. Anforderungen an diese Systeme sind es, Unternehmensbereiche, die engen Kundenkontakt haben, aufeinander abzustimmen und operativ zu unterstützen. Des Weiteren müssen alle Kundeninformationen so zusam-mengeführt und ausgewertet werden können, dass eine einheitliche Kommunikation zum Kunden sichergestellt wird.

    Fazit

    Das CRM dient nicht nur dazu, neue Kunden zu gewinnen, sondern vor allem der Umsatzsteigerung pro bereits vorhandenem Kunden. 

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    Quellen: Wikipedia 2007: CRM.
                  http://de.wikipedia.org/wiki/CRM (16.02.2007).

                  Wikipedia 2007: Kundenbeziehungsmanagement.
                  http://de.wikipedia.org/wiki/Kundenbeziehungsmanagement
                  (16.02.2007).

                  McGrip 2007: CRM - Die Strategie zukunftsorientierter
                  Unternehmen.

                  http://www.mcgrip.de/crm/crm.htm (16.02.2007).

                  Design-n.de 2007: Glossar: Werbunt & Marketing.
                  http://desig-n.de/werbung_c.htm (16.02.2007).

  • Cross Selling (engl.) = Quer-Verkauf (de.)

    Cross Selling

    Cross Selling (dt. „Quer-Verkauf“) bezeichnet im Marketing das Nutzen einer bestehenden Kundenbeziehung, um über sie auch andere Leistungen oder Produkte aus dem Umternehmensangebot zu verkaufen und somit den Umsatz pro Auftrag zu erhöhen. 

     

    Ziele, die ein Unternehmen durch Cross Selling verfolgt, sind :

    • Steigerung des Gesamtumsatz pro Kunde bei gleichbleibenden Fixkosten 
    • Steigerung der  Kundenloyalität durch Cross-Buying (viele Produktbeziehungen zum Unternehmen steigern die Kundenbindung)
    • Verminderung der Fluktuation und längere Kundenbeziehungsdauer
    • Ausnutzung der größeren Bereitschaft der Kunden, bei "Alles-aus-einer-Hand"-Angeboten einen höheren Preis zu zahlen
    • Ausnutzung von Einsparpotentialen (Kosten, die das Unternehmen für die Anwerbung des Kunden einsetzen muss, fallen nur einmal an)
    • Nutzung von Bündelungsmöglichkeiten zur Senkung der Distributionskosten  

    Vertriebsstrategie

    In einem deutlich erweiterten Zusammenhang ist der Begriff des Cross Selling in der Vertriebsstrategie zu sehen: im Rahmen einer ganzheitlichen Verkaufsstrategie soll durch Cross Selling der gesamte Bedarf des Kunden möglicht mit eigenen Leistungen abgedeckt werden. Ist dies nicht möglich, wird durch Kooperationen mit anderen Unternehmen versucht, das Angebotsspektrum um weitere Bereiche zu erweitern.

    Lange Zeit waren diese Kooperationen auf das jeweilige Kerngeschäft begrenzt (beispielsweise boten Fluggesellschaften zusätzliche Reise-versicherungen an). Doch inzwischen werden die bestehenden Kunden-bindungen auch dazu genutzt, weitere Produkte jenseits des Kerngeschäfts zu verkaufen. Dabei können auch Angebote in völlig artfremden Bereichen zur typischen Cross Selling Strategie gehören (Lebensmitteldiscounter bietet PCs an). 

    Erfolgsfaktor

    Der wichtigste Erfolgsfaktor für wirksames Cross Selling ist eine systematische Betreibung desselbigen. Desweiteren ist eine attraktive Produkt- und Dienstleistungspalette von Nöten um Vertrauen bei den Kunden zu wecken. Effektives Management der Kundendaten (CRM) aus allen Ebenen des Unternehmens sowie ein damit verbundenes ausgereiftes Wissen über den Bedarf und das Cross-Selling-Potenzial der Kunden sind weitere ausschlaggebende Kriterien. Eine ausgereifte Cross-Selling-Schulung der für Verkauf und technische Dienste zuständigen Mitarbeiter garantiert, dass auch die Zusatzprodukte kompetent präsentiert und verkauft werden können.  

    Beispiele für Cross Selling lassen sich im Geschäftsleben zahlreich entdecken: so nahmen die Discounter Aldi und Lidl erst vor kurzem Handy-Prepaidkarten in ihr Sortiment auf. Die Modekette C&A hat eine Banklizenz beantragt und bietet Kredite und Versicherungen an. Das wohl bekannteste Beispiel für Cross Selling ist der Internetanbieter amazon, welcher nebst Büchern eine breite Palette von Produkten verkauft und diese über die „Kunden die dieses Produkt kauften, kauften auch XXX“-Funktion versucht, seinen Kunden zu verkaufen.  

     

     

    Quellen und weiterführende Links: 

    HARVARD BUSINESS MANAGER (2000): Cross Selling: Aus der Kundenbeziehung mehr herausholen. In: Harvard Business Manager 6/2000 

    Schäfer, H.: Die Erschließung von Kundenpotentialen durch Cross-Selling, Wiesbaden 2005 

    http://www.4managers.de/themen/cross-selling/

    http://www.vnr.de/vnr/unternehmensaufbausicherung/zukunftstrends/praxistipp_35227.html 

    http://www.askblade.com/webfiles/html/blade_philosophy/cross_selling.html  

    Autor: Julia Becker

  • Customer Loyalty (engl.) - Kundenbindung (de.)

    Customer Loyalty (engl.) - Kundenbindung (de.) 

    Kundenbindung ist das zentrale Marketingziel. Es beinhaltet jegliche Maßnahmen eines Unternehmens, die bewirken sollen, dass ein Kunde gegenüber dem Anbieter oder dessen Leistungen positiv eingestellt ist, um die Beziehung zu diesem Kunden für die Zukunft zu stabilisieren bzw. auszuweiten.  

    Es ist für ein Unternehmen von größter Bedeutung die aktuellen Kunden zu halten und zu versuchen den Umsatz, den man  mit den Kunden macht, noch auszubauen.  Aber warum ist die Kundenbindung so  wichtig? Hierzu werden in der Literatur mehrere Gründe genannt.

    An dieser Stelle sollen die wichtigsten vorgestellt werden:

    1. Erst durch die langfristige Kundenbindung kann das Ertragspotential eines Kunden ausgeschöpft werden.

    2. Die Neukundenakquisition beträgt im Durchschnitt das Fünffache der Kosten, die die Kundenbetreuung eines bestehenden Kunden verursacht.

    3. Durch die stabile Beziehung zu Kunden sichert das Unternehmen Marktanteile und die Einnahmen. 

    In der folgenden Abbildung ist die Wirkungskette der Kundenbindung dargestellt. Hier wird veranschaulicht, welche internen und externen Faktoren es bedarf, damit aus dem Erstkontakt eine stabile Beziehung zum Kunden entsteht.

    Wirkungskette der Kundenbindung

    Wirkungskette der Kundenbindung 

    Um die Kundenbindung zu erreichen, können viele Instrumente angewendet werden. Diese Instrumente teilen sich auf die vier Elemente des Marketing-Mix auf: Produktions-, Preis-, Kommunikations- und die Distributionspolitik. Nachfolgend sollen die wichtigsten Instrumente vorgestellt werden.

    In der Produktpolitik können individuelle Angebote, Zusatzleistungen, besonderes Produktdesign, Value-Added Services und Leistungsgarantien angewendet werden. Zudem sollte das Produkt bestimmten Qualitäts-, Service- und technischem Standard entsprechen.

    Preisgarantien, Rabatt- und Bonussysteme, Preisdifferenzierung, Preisbundling und sonstige finanzielle Anreize können in der Preispolitik angeboten werden.

    Direct Mail, Online-Marketing, proaktive Kundenkontakte, Telefonmarketing, Beschwerdemanagement, persönliche Kommunikation, Mailings, kundenspezifische Kommunikationskanäle, Kundenforen und –clubs hat das Unternehmen in der Kommunikationspolitik zur Auswahl.

    Und bei der Distributionspolitik ist es möglich, Online-Bestellung, Katalogverkauf, Direktlieferung, kundenorientierte Standortwahl und Abonnements anzuwenden.

    In den letzten Jahren wurde die Kundenbindung zunehmend wichtiger, da der  Kunde von heute ein wechselhaftes, multioptionales Kaufverhalten an den Tag legt. Aber es gibt auch neue Möglichkeiten um den Kunden zu binden.

    Seit einigen Jahren bietet vor allem das Internet Potential zur Intensivierung der Kundenansprache. Hier können z. B. schnell und kostengünstig Kundenzeitschrift per E-Mail mit Links auf ausführliche Informationen auf der Unternehmens-Website und Mailings mit Schnäppchenangeboten versendet, Gruppenelemente wie Communities und Foren zum Meinungsaustausch eingerichtet und umfassender Service und Support wie z.B. WWW-basierte Online-Kundenberatung angeboten werden. Weitere Informationen hierzu findest du unter Online- und Internet-Marketing. 

    Nach Möglichkeit sollte ein Unternehmen ein Mix aus verschiedenen Instrumenten einsetzen, um die Kunden aus oben genannten Gründen an das Unternehmen zu binden. Hierbei ist es wichtig, auf die Bedürfnisse der eigenen Zielgruppe und auf die Art des zu vertreibenden Produkts zu achten. Zudem sollten die verfolgten Ziele definiert werden. Dann erst sind dementsprechende Maßnahmen einzuleiten.

    Fazit

    Allgemein lässt sich sagen, dass bei einer erfolgreichen Kundenbindung dem treuen Kunden durch Kompetenz, umfassende Informationen, Bequemlichkeit, Mehrwert-Leistungen, virtuelle Gemeinschaften usw. langfristig Vorteile geboten werden, die sich für ihn in Kostenersparnis oder Informations- und Zeitgewinn niederschlagen.

    Quellen:

    Söllner, A.: Kundenbindung, in: Diller, H. (Hrsg.): Vahlens Großes Marketinglexikon, 2. Auflage, München 2001, S. 846-849.

    Newell, F.: Customer Relationship Management im E-Business, Landsberg/Lech 2000.

    Tiedtke, D.: Bedeutung von Online Marketing für die Kommunikationspolitik, in: Link, J.: Wettbewerbsvorteile durch Online Marketing, Berlin, Heidelberg 1998, S. 76 – 107.

    Stolpmann, M.: Kundenbindung im eBusiness - Maßnahmen und Erfolgskontrolle, http://www.ecin.de/marketing/kundenbindung/, zugegriffen am 27.03.2007.

  • Customer Relationship Management

    Kundenbeziehungsmanagement (Customer Relationship Management [CRM])

    Kundenbeziehungsmanagement (CRM; Customer Relationship Management) umfasst alle Aktivitäten, die ein Unternehmen gezielt einsetzt, um jeden einzelnen seiner Kunden besser kennen zu lernen, zu bewerten, zu beobachten und mit ihm profitabel und über lange Zeit zusammen zu arbeiten, d. h. eine hohe Kundenbindung zu erreichen.

    In einem CRM-System werden die im Unternehmen vorhandenen Kundendaten unter einer einheitlichen Sicht zusammengeführt, um den Mitarbeitern zutreffende, rechtzeitige und geeignete Informationen über den Kunden zur Verfügung zu stellen. Insbesondere wird angestrebt, eine einheitliche Kundendatenbank zu schaffen, auf die alle Unternehmensbereiche zugreifen können.

    Aufgabe des CRM-Systems

    Ein CRM-System soll die Kundenkontaktpunkte des Unternehmens, insbesondere in Marketing-, Vertriebs- und Serviceabteilungen, synchronisieren und operativ unterstützen, alle Kommunikationskanäle zum Kunden einbinden und alle Kundeninformationen zusammenführen und auswerten.

    Entsprechend diesen drei Aufgabenstellungen wird deshalb auch vom operativen, kommunikativen und analytischen CRM gesprochen.

    Im operativen CRM unterstützen Anwendungen zur Marketing-, Sales- und Service-Automation den Dialog zwischen Kunden und Unternehmen sowie die dazu erforderlichen Geschäftsprozesse. Durch die Anbindung des operativen CRM an Back-Office-Lösungen (Enterprise Resource Planning (ERP), Supply Chain Management oder Computer Integrated Manufacturing) können dem Kunden u. a. Aussagen über Verfügbarkeit oder Liefertermine gemacht werden.

    Das kommunikative CRM umfasst die Steuerung und Synchronisation aller Kommunikationskanäle zum Kunden (Persönlicher Kontakt, Telefon, E-Mail, Web, Direktwerbung, Massenmedien).

    Im analytischen CRM werden Kundenkontakte und Kundenreaktionen systematisch aufgezeichnet (Customer Data Ware­house) und zur Optimierung der kundenbezogenen Geschäftsprozesse ausgewertet (On-Line Analytical Processing, Data Mining). Zielsetzung ist ein lernendes System (Closed Loop Architecture), in dem Kunden­reaktionen systematisch genutzt werden, um das Angebotsprogramm und die Kundenkommunikation im Hinblick auf fein differenzierte Kundenbedürfnisse zu verbessern.

    E-CRM

    Wird das Internet als Kommunikationsmedium in das CRM einbezogen, wird auch der Begriff E-CRM verwendet. Beim E-CRM wird der persönliche Kontakt zwischen Unternehmen und Kunde durch elektronische Lösungen unterstützt oder ersetzt (z. B. Produktkonfiguratoren oder Help-Desk-Systeme). Zum anderen finden sich im E-CRM spezifische Werkzeuge, die z. B. durch die Aufzeichnung und Auswertung von Log Files der Webserver spezifische Kundenprofile generieren, die für die Gestaltung individueller Webseiten (z. B. personalisierter Inhalt, personalisierte Produktvorschläge auf der Basis von Collaborative Filtering) nutzbar sind.

    Ziel

    Im Rahmen der Maßnahmen zur Erhöhung der Kundenzufriedenheit kommt dem Management von Kundenbeschwerden eine besondere Bedeutung zu. Das Beschwerdemanagement umfasst die Planung, Durchführung und Kontrolle aller CRM-Maßnahmen in diesem Kontext mit dem Ziel, die aus Sicht des Kunden geschmälerte Kunden­zufriedenheit wiederherzustellen, negative Auswirkungen der Beschwerde zu minimieren und den der Beschwerde zugrundeliegenden innerbetrieblichen Schwächen nachzugehen.

  • Customer Relationship Management 2

    Customer Relationship Management (engl.) Kundenbeziehungsmanagement (de.)

     

    Definition:

    Customer Relationship Management (kurz: CRM) ist ein „ganzheitlicher Ansatz zur Integration und Optimierung sämtlicher kundenbezogener Prozesse innerhalb eines Unternehmens“ (Customer Relationship Management Taschenwörterbuch, S.26). Diese Prozessoptimierung wird durch den systematischen Aufbau und die Pflege einer Kundendatenbank unterstützt, die durch den Einsatz moderner Informations- und Kommunikationstechnologien, wie zum Beispiel ein computergestütztes CRM-System, begleitet werden kann.

     

    Ziel:

    Das wesentliche Ziel des Customer Relationship Management ist „der Aufbau und die Gestaltung von stabilen Kundenbeziehungen“ (Koch 2008, S.10) im Unternehmen. Dies führt zu einer „Differenzierung im Wettbewerb und der Sicherung des ökonomischen Erfolgs“ (Koch 2008, S.10).

     

    Idealtypischer Ablauf:

    Zu Beginn steht die Akquirierung neuer Kunden, die über diverse Wege erfolgen kann. Sobald die Kunden akquiriert sind müssen die „wichtigen von den weniger wichtigen Akteuren “(Koch 2008, S.10) getrennt werden, um die kundenbezogenen Prozesse des Unternehmens bestmöglich auszurichten, so dass die Beziehung zum Kunden und dessen Bindung zum Unternehmen optimiert werden. Daraus folgt, dass die Kunden in Segmente differenziert werden müssen, damit die nicht profitablen Kunden identifiziert und ausgeschlossen werden, um die zur Verfügung stehenden Kosten und Managementressourcen nicht zu übersteigen. Dieses Einteilen der Kunden in Gruppen resultiert aus der Grundidee des CRMs, „dass mit steigender Kundenbindung auch der mit dem Kunden getätigte Umsatz und damit die Profitabilität des Unternehmens steigt“ (Koch 2008, S.12). Jedoch trifft dieser Grundsatz nicht auf alle Kunden zu, da nicht alle Kunden gleich profitabel sind.

    Um diese Segmentierung vornehmen zu können, müssen zunächst unterschiedliche Bewertungsansätze auf die Kunden angewandt werden. Der „Customer Lifetime Value oder Kundenwert“ (Koch 2008, S.12) hat sich als best geeignetes Bewertungsinstrumentarium etabliert, um die „zukünftige Kundenprofitabilität“ (Koch 2008, S.12) zu messen. Der Kundenwert wird ermittelt durch die „zu erwartende Kauffrequenz des Kunden in der Zukunft und die dabei zu erwartende Umsatzhöhe, diskontiert um die zu erwartenden Marketing- und Servicekosten“ (Koch 2008, S.13). Die Errechnung dieses Kundenwertes setzt natürlich eine gut gepflegte Kundendatenbank voraus, aus der Kenngrößen, wie Umsatzhöhe, Kauffrequenz, Durchschnittsbon, Retouren et cetera der einzelnen Kunden hervorgehen, auf die zurückgegriffen werden kann.

    Nach der Segmentierung können die Instrumente zur Kundenbindung, wie zum Beispiel ein Loyalitätsprogramm mit Kundenkarte oder Bonusprogramme zielsicher angewandt werden; dies hat den Vorteil, dass der Grad der Individualisierung zum Beispiel in der Werbung ansteigt und der Kunde sich durch die personalisierte Ansprache besser betreut fühlt. Dies führt zu einem häufigeren Erscheinen und Kaufen des Kunden im Unternehmen, wodurch die Profitabilität des Kunden und des Unternehmens zeitgleich steigen.

    Für den Fall einer möglichen „Abwanderung von Kunden“ (Koch 2008, S.15) wird mittels CRM versucht, die Kunden zurückzugewinnen. Da die Motive für eine Abwanderung aber sehr vielfältig und individuell sein können, muss die Rückgewinnung sehr persönlich gestaltet werden. Dieser Prozess ist aufgrund der hohen Kosten nach den Ergebnissen der Segmentierung nur bei profitablen Kunden durchzuführen.

     

    CRM im Internet:

    Das Internet bietet durch seine schnellen und kostengünstigen Kommunikationswege viele Möglichkeiten, Kundenbeziehungen zu erzeugen und zu betreuen. So können je nach Kunde unterschiedliche Newsletter versendet werden, ausgestattet mit den Produkten, die der jeweilige Kunde bevorzugt. Ferner kann ein Kunde via Internet Zugriff auf sein Konto eines möglichen Bonus- oder Loyalitätsprogramms erhalten, um dort seine Daten und seinen Bonusstand einzusehen. Weiterhin können unter bestehenden Kunden Online - Umfragen geschaltet werden, um Interessen, Kaufverhalten oder Ähnliches zu erfragen; dadurch werden dem Unternehmen kostengünstig wertvolle Kundendaten zur Verfügung gestellt, die eine weitere Individualisierung der Kundenbeziehung zulassen. Folglich kommt dem Internet im heutigen CRM eine zentrale Bedeutung zu, da es aufgrund seiner großen Verbreitung viele Menschen erreicht und zeit-, sowie kosteneffiziente Wege aufzeigt.

     

    Fazit:

    Abschließend ist zu sagen, dass ein Unternehmen, das erfolgreich am Markt bestehen will nicht umhin kommt, ein Customer Relationship Management einzusetzen und anzuwenden. Aufgrund der Masse an Anbietern, die sich durch ihre Produkte nicht differenzieren muss für den Kunden ein Anreiz geschaffen werden, das Unternehmen als Kunde zu besuchen, beziehungsweise treu zu bleiben. Das Kundenbeziehungsmanagement bietet hierfür einen Rahmen, der jedoch durch weitere Marketingmaßnahmen gefüllt werden muss, um Kunden erfolgreich zu gewinnen und auf lange Sicht zu binden. 

     

    Quellen:

    4managers.de (2008): Customer Relationship Management. http://www.4managers.de/themen/customer-relationship-management/ (26.10.2008).

    IDS Scheer AG (2001): Taschenwörterbuch Customer Relationship Management. Saarbrücken.

    Koch, Stefan (2008): Customer & Supplier Relationship Management. Heidelberg.

    Olbrisch, Katharina (2008): Customer Relationship Management: Die Kundendatenbank fürs Unternehmerglück. http://koeln-bonn.business-on.de/customer-relationship-management-die-kundendatenbank-fuers-unternehmerglueck_id12940.html (26.10.2008).

    Wikipedia (2008): Customer Relationship Management. http://de.wikipedia.org/wiki/Customer_Relationship_Management. (26.10.2008).