Glossar

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  • E-Commerce

    E–Commerce (engl., elektronischer Handel) 

    1998 definierte IBM den Bergriff E-Business als einen Geschäftsprozess der sich innerhalb und außerhalb eines Unternehmens erstreckt. E -Commerce  (Synonym für Elektronischer Handel) ist eine Bestandteil von E-Business und befasst sich mit kommerziellen Aktivitäten die sich zwischen den einzelnen Marktteilnehmern abspielen.

    Anders als bei E-Business, ist eine Abgrenzung „innen“ und außen“ bei E-Commerce sehr schwer oder gar nicht möglich da die einzelnen Marktteilnehmer auch innerhalb eines Unternehmens sein können. Bsp.: Die IT Abteilung innerhalb eines Unternehmens ist mehr oder weniger selbstständig und  vermietet Geräte innerhalb des Unternehmens. Das Gesamte Bestellwesen wird über einen Online Shop abgewickelt.

    E-Commerce findet man also immer dann wenn zwischen autonomen Organisationseinheiten, kommerzieller Austausch stattfindet. Dies bringt allerdings technische und organisatorische Probleme mit sich. Aus diesem Grund sollte man im E- Commerce möglichst flexible Mechanismen entwickeln um ein rasches Anpassen der Kundenwünsche, der IT-Infrastruktur des Kooperationspartners oder an selbst auferlegte Regeln und Verfahren möglich ist.

    E–Commerce geht also mit der maximalen Flexibilität, welche die jeweilige Technik leisten kann, einher. Dies kann Bereich eines Online Shops die Auswahl von Werbebannern sein oder bei einem virtuellen Auktionshaus das Auswählen der passenden Auktionsverfahren für unterschiedliche Angebotskategorien. Da die Wirkung des E–Commerce kann nur dann erfolgreich sein wenn man ein gut funktionierendes internes E–Business hat, da man durch den raschen Wandel des Umfeldes des Unternehmens  die internen Prozesse laufend angepasst werden müssen.  

     

    Die vier Dimensionen von E–Commerce

    1.      Ökonomische/technische Ebene

    2.   Transaktionsphase

    3.      Transaktionsvolumen

    4.      Akteure  

    Definition E–Commerce: „Doing business electronically“ 

    Diese Definition bietet einen großen Spielraum für Interpretationen. Grundsätzlich werden unter E–Commerce alle jene Techniken zusammengefasst, welche den

     Þ            business-to-business

    Þ            business.to-consumer

     Bereich (z.B.: Electronical Data Interchange (EDI), online- Bestellsysteme, elektronische Produktkataloge, etc.)  elektronisch unterstützen. 

    Komponenten von E–Commerce

    (Funktional abhängige Bestandteile):

     Þ            Netzwerkbasis (z.B.: Internet, TK-Netze)

    Þ            Darstellungswerkzeuge (z.B.: JAVA, WWW, HTML)

    Þ            Infrastruktur zur Verteilung von Nachrichten und Informationen

            (z.B.: EDI, eMail, Hyper Text)

    Þ            Basisdienste für Geschäftstransaktionen

            (z.B.: Sicherheit, Kataloge, gem. Verzeichnisse)

    Þ            E–Commerce Anwendungen

            (z.B.: Bestellsysteme, Video on demand, EDI)  

     

    Quellen: 

    M. Merz: E-Commerce und E-Business, 2., aktualisierte und erw. Aufl.- Heidelberg 2002

    M. Deutsch: Electronoic Commerce, Braunschweig, 1998

  • E-Gold

    E-Gold

    Was ist E-Gold?

    Der Begriff E-Gold setzt sich aus E, wie Electronic und Gold zusammen und bedeutet im übertragenen Sinne, elektronisch verschiebbares Gold.

    E-Gold ist ein virtuelles Zahlungsmittel, das unter anderem über das Internet, ähnlich wie Geld, zur Bezahlung von Gütern genutzt werden kann. Neben E-Gold gibt es auch noch E-Silber, E-Platin und E-Palladium. E-Gold überwiegt aber mit dem größten Anteil. Bei E-Gold und den anderen E-Metallen handelt es sich um Gold und Edelmetall, das zur Zahlung von Rechnungen zwischen E-Gold-Accounts verschoben (bezahlt) wird.

    Das Besondere bei E-Gold und den anderen E-Metallen ist, dass das Ganze sich im Umlauf befindende E-Metall auch durch real existierendes Metall gedeckt ist. Das Metall bewegt sich jedoch nie aus den Lagern weg, denn im Falle einer Zahlung ändert sich nur der Eigentumsanspruch an dem Metall.

    E-Gold wird nicht in einer bestimmten Währung, sondern in Gramm-, bzw. Unzen-Einheiten verschoben. Der verschobene Wert an E-Gold ist daher unabhängig vom Wechselkurs zwischen den Währungen des Zahlers und Empfängers und wird nur vom aktuellen Goldkurs bestimmt. Daher eignet sich E-Gold vor allem für internationale Geldtransfers.

     

    Welches Unternehmen steht hinter E-Gold?

    Das Unternehmen hinter E-Gold ist die e-gold Ltd., die in Nevis auf den kleine Antillen registriert ist, die eigenen physischen Büros und Server aber in Melbourne, Florida  stehen hat. Die e-gold Ltd. ist eine Tochterfirma der Gold & Silver Reserve Inc..

    Momentan hat das Unternehmen ca. 3,47 Tonnen Gold auf Lager, und führt täglich  etwa 66.000 Transaktionen durch. Von den mehr als 3.000.000 E-Gold-Kunden-Accounts sind rund ein Viertel dauerhaft aktiv.

    Die e-gold Ltd.  ist in den letzten Jahren in Verruf geraten, da Nutzer sich nicht mit gesicherten persönlichen Daten anmelden mussten, und E-Gold für Geldwäsche und anderen kriminellen Aktivitäten mißbraucht wurde. Außerdem ist die Firma in den USA nicht als Zahlungs-Transaktions-Unternehmen registriert, weswegen in 2008 Anklage erhoben wurde.

     

    Wie funktioniert eine Zahlung mit E-Gold?

    Soll eine Transaktion durchgeführt werden, so gibt es mehrere Möglichkeiten diese zu vollziehen. E-Gold kann entweder online, über eine Art Webshop, über einen so genannten E-Gold-Agent telefonisch und seit kurzem auch mit im Internet angemeldeten Handys überwiesen werden.

    Soll eine Zahlung erfolgen, so wird der zu bezahlende Betrag zunächst in eine Menge Gold (basierend auf dem aktuellen Goldkurs) umgerechnet und dann vom Zahler-Konto auf das Konto des Empfänger-Konto transferiert. Hier wird die Menge Gold in die Währung des Empfängers umgerechnet und ist dann auf dessen Konto sichtbar. Auf diese Weise fallen teure Überweisungsgebühren oder Einbußen durch schlechte Wechselkurse weg.

    Wird eine Zahlung angewiesen, so wird diese im Gegensatz zu Kreditkarten-Zahlungen oder Überweisungen augenblicklich ausgeführt und der angewiesene Betrag auf das Empfängerkonto verschoben. 

     

    Wie teuer ist die Benutzung von E-Gold?

    Die Kosten für die Benutzung von E-Gold sind leicht überschaubar. Für die Führung des Kontos wird von der e-gold Ltd. 1% des Kontowertes pro Jahr in Rechnung gestellt. Zusätzlich muss ein Zahlungsempfänger einen bestimmten Prozentsatz (von 0.05% - 5%, je nach Menge an Gold) des überwiesen Betrags als Gebühr zahlen. Um die Kostenberechnung zu erleichtern gibt es Tools mit denen sich die Gebühren leicht berechnen lassen. 

        

    E-Gold Gebührenrechner

    Egold Fee 1.1

     

    Fazit

    E-Gold ist eine innovative Zahlungsmethode, die sich aber vor allem für Internationale Geldtransfers eignet. Gegenüber Kreditkarten und Überweisung bietet  es die  Vorteile des sofortigen Zahlungseingangs, den Wegfall von Kreditkarten- und Überweisungsgebühren, und die Unabhängigkeit von Währungswechselkursen.

     

     Quellen 

    DGC Wiki: http://dgc.wetpaint.com/page/e-gold?t=anon (zuletzt zugeriffen am 18.11.2008, 17.00)

    E-Gold Ltd: http://www.e-gold.com/ (zuletzt zugeriffen am 18.11.2008, 17.00)

    Wikipedia Deutsch: http://de.wikipedia.org/wiki/E-Gold (zuletzt zugeriffen am 18.11.2008, 17.00)

    Wikipedia Englisch: http://en.wikipedia.org/wiki/E-gold (zuletzt zugeriffen am 18.11.2008, 17.00)

    Kai Hackemesser: http://www.hackemesser.de/e-gold.html (zuletzt zugeriffen am 18.11.2008, 17.00)

  • E-Mail (eng.); die elektronische Post (de.)


    E-Mail-Electronic Mail (eng.); die elektronische Post (de.)
    Als E-Mail bezeichnet man eine elektronisch übertragene, briefähnliche Nachricht. Es handelt sich um eine asynchrone Kommunikationsform, da diese zeitlich versetzt statt findet.
    Die E-Mail ist heutzutage der wichtigste und meist genutzte Dienst im Internet.

    Geschichte

    Von diesen Computern verschickte Ray Tomlinson die erste E-Mail

    Foto: Die Computer mit denen Ray Tomlinson die erste E-Mail verschickte


    Als Erfinder der E-Mail gilt der amerikanische Ingenieur Ray Tomlinson. Im Jahre 1971 gelang es ihm die erste E-Mail zwischen zwei PDP-10 Rechnern zu verschicken. Die Rechner waren ausschließlich über das ARPANET miteinander verbunden, zu dem zu der Zeit lediglich 23 Computer zählten. An den Inhalt dieser E-Mail kann er sich jedoch nicht mehr erinnern:


    „Probably the only true statements about that first email are that it was all upper case (shouted) and the content was insignificant and forgettable ( hence the amnesia ).” (Tomlinson 2003)

    E-Mail heute


    Die Zahl der heute weltweit, täglich versendeten E-Mails wird auf ca. 100 Milliarden geschätzt.
    Führ das Jahr 2006 geht man von geschätzten 84 Milliarden E-Mails aus, die versendet wurden,2004 sollen es 22 Milliarden gewesen sein.
    Jedoch muss man bedenken dass sich unter diesen vielen Milliarden Mails auch sehr viele Spam Mails befinden, welche einen Anteil von mindestens 50% ausmachen. Die rasante Steigung macht deutlich, dass sich die E-Mail als Kommunikationsmittel sehr schnell verbreitet.
    Für die meisten Firmen sind E-Mails heut zu Tage fest in den Alltag integriert.

    Aufbau einer E-Mail


    Eine E-Mail besteht aus zwei Teilen, dem Kopf, der sogenannte Header und dem Inhalt. Mögliche Inhalte eines Headers:
    * From: Der Absender
    * To: Der Empfänger
    * Date: Abendedatum und Uhrzeit
    * Reply-To: Antwortadresse
    * Subject: Betreff
    * CC (Carbon Copy): Kohlepapier Durschlag, dieses bedeutet, dass jemand eine Kopie der E-Mail erhält und die anderen Emfänger dieses auch sehen können.
    * BCC (Blind Carbon Copy): Blindkopie, dieses bedeutet, dass jemand eine Kopie der E-Mail erhält, dieses aber für die anderen Emfänger nicht erkennbar ist.

     Der Inhalt der E-Mail wird als Body bezeichnet. Er ist durch eine Leerzeile vom Header getrennt.    
     

    Der Weg einer E-Mail vom Versender zum Empfänger

    Der Weg der E-Mail vom Sender zum Empfänger

    Abbildung: Der Weg einer E-Mail vom Sender zum Empfänger

    Ein MTA (Mail Transfer Agent) wird von einem Client (UA) aufgefordert eine E-Mail zu verschicken. Dieses geschieht über das Protokoll SMTP (Simple Mail Transfer Protokoll). Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder ist der Mailserver selber das Ziel oder nicht.
    Wenn der Mailserver selber das Ziel ist, speichert er die erreichte E-Mail in der Mailbox hab. Ist das Gegenteil der Fall, so wird der MTA die Mail an einen anderen MTA weiterleiten. Den richtigen MTA findet der MTA mit Hilfe eines Domain Name Server (DNS).Wenn die E-Mail bei dem richtigen MTA angekommen ist, wird dieser die Nachricht speichern.
    Über ein Protokoll zum Abholen von E-Mails, beispielsweise
    POP3 oder IMAP können E-Mail Nachrichten aus der Mailbox auf den E-Mail Client des Empfängers herunter geladen werden.

    Vorteile der E-Mail als Kommunikationsmittel


    Selbstverständlich beinhalteten E-Mails viele Vorteile, sonst hätte es sich nicht zu einem führenden Kommunikationsmittel entwickelt.

    • Schnelligkeit
      Ein großer Vorteil ist, dass die Übermittlung sehr schnell erfolgt, normalerweise dauert dieses nur einige Sekunden oder in seltenen Fällen auch wenige Minuten
    • Kostengünstigkeit
      E-Mails sind sehr kostengünstig, die Kosten lassen sich in der Regel nicht einzelnen E-Mails zuordnen, wie dieses bei Briefen der Fall ist. Ein weitere Pluspunkt ist das E-Mails, die ins Ausland geschickt werden keinen höheren Kostenfaktor darstellen als E-Mails innerhalb eines Landes.
    • Erreichbarkeit einer großen Masse
      Mit E-Mails kann man auf schnellem Wege viele Menschen erreichen, da man diese an mehrere Empfänger gleichzeitig schicken kann.
      Auch andere Dokumente und Dateien kann man auf diese Weise leicht an jemanden senden, da man diese in den Anhang einer E-Mail packen kann.
    • Weiterleitung
      Wenn man abwesend ist und E-Mails daher nicht selber beantworten kann, hat man bei den meisten E-Mail Programmen die Möglichkeit, einzustellen, dass die E-Mails direkt an jemanden anders weitergeendet werden.
    • automatische Abwesenheitsnachricht
      Wenn man abwesend ist, und E-Mails daher nicht beantworten kann, kann man in den meisten Mail Programmen einstellen, das jede eingegangene E-Mail eine automatische Abwesenheitsnachricht per Mail bekommt.
    • automatische Speicherung
      Die Speicherung der E-Mail mittels Programmen zum Beispiel Microsoft Outlook oder Mozilla Thunderbird geschieht automatisch nach dem Abruf vom Server.


    Nachteile der E-Mail als Kommunikationsmittel

    • unüberschaubare Informationsflut durch Spam-Mails
      Durch E-Mails entsteht häufig eine unüberschaubare Informationsflut, welche auch auf den hohen Anteil der Spam Mails zurückzuführen ist.
      Es gibt zwar Spam Filter, die diese unerwünschten E-Mails aus dem eigenen Posteingang herausfiltern, jedoch können diese das Spam Problem nicht hundertprozentig verhindern. Spam Filter filtern oft nicht alle Spam Mails raus und teilweise sieht der Filter E-Mails als Spam an, die keine sind.
    • Gefahr durch Viren auf dem Computer
      Durch das Durchsehen und Löschen von Spam Mails verliert man nicht nur Zeit, sondern es besteht auch die Gefahr, dass man sich Viren auf dem Computer einfängt, wenn man z.B E-Mail Anhänge öffnet, welche Viren enthalten.
    • mangelnde Sicherheit
      Ein weiteres Problem betrifft den Faktor Sicherheit. Zum einen kann es relativ schnell passieren, dass man durch einen falschen Klick einen falschen Adressaten auswählt und die E-Mail an jemanden gesendet wird, für den die Mail nicht bestimmt war.Außerdem können E-Mails relativ leicht von unbefugten eingesehen werden.Personen mit Zugangsbereichtigung oder System Administratoren sind dazu in der Lage. Des Weiteren gaben 40% der US-Unternehmen mit mindestens 20.000 Mitarbeitern an, die E-Mails ihrer Angestellten mitzulesen.
    • nur schnelle Kommunikation wenn beide Kommunikationspartner ihre E-Mails regelmäßig abrufen
      Außerdem muss man bedenken, dass der Empfänger die E-Mail nur erhält, wenn er diese auch abruft. Daher sollte man immer im Hinterkopf haben, dass nicht jeder täglich in seinen Posteingang schaut.
    • keine Wahrnehmung von Mimik, Gestik, Tonfall
      Im Gegensatz zur persönlichen Kommunikation oder zur telefonischen Kommunikation ist es dem Verfasser nicht möglich den Inhalt seiner E-Mail durch Mimik, Gestik oder den Tonfall zu unterstreichen. Dies kann zu Missverständnissen führen, die bei einempersönlichen Gespräch aufgedeckt würden.


    Bedeutung der E-Mail für den E-Commerce


    Auch im E-Commerce kommt der E-Mail eine enorme Bedeutung zu, da die Kundenkommunikation zu einem großen Teil über den E-Mail Verkehr läuft.
    Bei online Shops gibt man bei der Anmeldung seine E-Mail Adresse an. Dieses ist notwendig, denn so kann der Verkäufer den Kunden auf dem Laufenden halten.
    Bei vielen online Shops wie amazon oder esprit bekommt der Kunde bei einer getätigten Bestellung grundsätzlich zwei automatisierte E-Mails zugeschickt. Nach Erhalt der Bestellung bekommt der Kunde eine Bestellbestätigung. Durch diese Mail bestätigt der Verkäufer den Erhalt der Bestellung und fasst zudem die wichtigsten Informationen der Bestellung wie Auftragsnummer, bestelle Artikel etc. in der E-Mail zusammen. Die zweite E-Mail erfolgt, nachdem der Artikel rausgeschickt wurde, so dass der Kunde weiß, wann er mit der Anlieferung der Waren rechnen kann.
    Einige online Händler schicken auch nach dem Zahlungseingang eine automatisierte E-Mail an den Kunden.
    Weiterhin ist die E-Mail ein sehr wichtiges Kommunikationsmittel im E-Commerce, wenn es während eines Handelsgeschäftes zu Problemen kommt. So kann der Verkäufer den Kunden sofort informieren, wenn die Ware nicht lieferbar ist oder eine Zahlungserinnerung verschicken, wenn der Kunde das Geld zur vereinbarten Frist noch nicht überwiesen hat.
    Der Kunde kann Fragen, Anregungen oder Beschwerden per E-Mail an den Verkäufer schicken.
    Viele online Shop Betreiber nutzten zudem das
    E-Mail Marketing um bestehende Kunden zu binden und zum erneuten Einkauf zu bewegen. Ein typisches Beispiel für die Kundenbindung ist das Versenden von Newslettern per E-Mail. Neue Kunden sollen zum Beispiel durch das Verschicken von Gutscheincodes per Mail gewonnen werden.


    E-Mails spielen sowohl bei der Kaufabwicklung als auch bei der Kundenbindung und Kundenneugewinnung eine sehr große Rolle und sind somit ein wichtiger Bestandteil des E-Commerce .


    Quellen:
    Siegert, P., (2008): Die Geschichte der E-Mail, Erfolg und Krise eines Massenmediums, 1.Auflage, Bielefeld.
    Kruse P., Lux H. (Hrsg.) (2002): E-Mail Management, Professionelle Kundenkommunikation in Unternehmen und Service Centern, 1.Auflage,Wiesbaden.
    Ziegler, A., Dürscheid C. (Hrsg.) (2002): Kommunikationsform E-Mail, 1.Auflage, Tübingen.

    http://www.rhetorik.ch/EKommunikation/EKommunikation.html
    http://www.kubieziel.de/computer/email.html
    http://images.google.de/imgres?imgurl=http://www.teialehrbuch.de/Kostenlose-Kurse/Perl-und-CGI/pics/LE9_Email.jpg&imgrefurl=http://www.teialehrbuch.de/Kostenlose-Kurse/Perl-und-CGI/10950-Die-Internet-Protokolle-SMTP-POP3-und-IMAP.html&usg=__nI7YQ5c91k6QILFJHE_w67xtayg=&h=369&w=425&sz=27&hl=de&start=2&tbnid=STFd7QMy0T7H0M:&tbnh=109&tbnw=126&prev=/images%3Fq%3De-mail%2B%25C3%25BCbertragung%26gbv%3D2%26hl%3Dde%26sa%3DG

  • E-Mail Marketing

    E-Mail Marketing

    Was ist E-Mail Marketing?

    E-Mail Marketing liegt im Bereich des Direktmarketings und verfolgt wie alle Instrumente dieses Bereiches das Ziel, vorhandene Kunden zu binden und potenzielle Kunden anzuziehen.

    Was sind die Aufgaben im E-Mail Marketing?

    Entgegen den weitläufigen Vorstellungen, dass hier nur von Newslettern und Angeboten die Rede ist, möchte ich zunächst die drei wichtigsten Aufgaben erläutern:

    1. Das Alltagsgeschäft ist einer der wichtigsten Punkte. Damit ist vornehmlich die Reaktion auf Kundenanfragen und die dadurch mögliche Lockung eines potenziellen Kunden gemeint. Es ist wichtig, die E-Mails korrekt und höflich zu beantworten, wenn möglich keine Standard-E-Mail schicken, so dass der Kunde sich bedeutend und ernstgenommen fühlt. Man kann eine Kundenanfrage als die größte Herausforderung an das Unternehmensmarketing ansehen und sollte deshalb nicht einfach nur die Anfrage beantworten, sondern die Vertriebschance nutzen, die sich bietet.

    2. Die E-Mail-Werbung ist eine weitere wichtige Aktion, die regelmäßig durchgeführt werden sollte, allerdings in größeren Abständen, z.B. von wenigen Wochen. E-Mail-Werbung beinhaltet lockende Informationen über das Unternehmen, wie Sonderaktionen, Geschenkgutscheine etc.

    3. Der obligatorische Newsletter, den ich vorhin erwähnte, ist natürlich Teil des E-Mail Marketings. Er wird stets regelmäßig verschickt, falls Kunden ihn angefordert haben oder schon mit dem Unternehmen in einer Geschäftsbeziehung stehen. So weiß man, dass der Kunde wirklich interessiert ist.

    Was muss beachtet werden?

    Im Juli 2004 ist das neue Gesetz gegen den Unlauteren Wettbewerb in Kraft gesetzt worden. So lautet es nach § 7 UWG, dass unerwünschte Werbe-E-Mails immer als wettbewerbswidrig gelten. Dies betrifft sowohl die Versendung an private als auch an gewerbliche Empfänger. So muss darauf geachtet werden, dass die Einwilligung des Adressaten vorliegt, dass ein vollständiges Impressum vorhanden sein muss, dass der Adressat also seine Identität nicht verschleiert hat, und, dass es immer eine Austragungsmöglichkeit geben muss.

    Abgesehen von der juristischen Seite sind auch technische Voraussetzungen zu überprüfen. So ist zu beachten, dass die Kundendatei am Anfang des E-Mail Marketings steht. Nur wenn diese vorhanden ist, kann man genug Informationen den Adressdaten hinzufügen, seien es jetzt die Aktualität, Präferenzen oder Ähnliches. So wird ein gutes Kundenbindungsmanagement gewährleistet. Informations-E-Mails sollten klar strukturiert sein, ausserdem sollte der Kunde die wichtigsten Aspekte auch beim Überfliegen erkennen. Deswegen ist auf Knappheit zu achten.

    Besonders wichtig ist, dass die Grammatik, Interpunkion, Orthografie, etc. eingehalten werden, da diese, sollten sie fehlerhaft sein, unprofessionell wirken und ein schlechtes Bild auf das Unternehmen werfen. 

    Was für einen Nutzen birgt E-Mail Marketing?

    Es bestehen geringere Aufwendungen als bei Papieraussendungen und doch wird so schnell Kontakt zu potenziellen Kunden aufgebaut, wie es kein anderes Instrument schafft. Auch die Bindung der aktuellen Kunden wird durch das Angebot von den richtigen Informationen zum richtigen Zeitpunkt intensiviert. Generell wird der Kunde mehr in das Geschehen involviert, da er interagieren kann und persönlich angesprochen wird. Überdies wird das Erforschen von Märkten erleichtert, da durch den Versand von E-Mails in spezifizierte Zielgruppen, deren Reaktion getestet werden kann.

    Quellen:

    http://www.twt.de

    http://www.marke-x.de

     E-Mail Marketingkurs von Dr. Hildebrandt

  • E-Payment

    ePayment 

    Unter dem Begriff ePayment („Electronic Payment“) werden alle Systeme und Verfahren verstanden auf elektronischem Wege (Online), im Internet gekaufte Waren oder Dienstleistungen, zu bezahlen.[1] 

    Die Bedeutung des eShops und die damit verbundenen ePayment Möglichkeiten sind heutzutage nicht mehr wegzudenken und sind ein wichtiger Bestandteil des Handels.  

    Laut eines Markforschungsinstituts, wird dies auch in Zukunft so bleiben, da bis zum Jahr 2009 im Bereich des eCommerce (elektronischer Handel) mit einem Umsatz von bis zu 694 Milliarden Euro gerechnet werden kann. Um auch in Zukunft weiterhin Wettbewerbsfähig zu bleiben heißt es daher sichere Zahlungsabwicklungsprozesse (ePayment Systeme) anzubieten, die vom Kunden akzeptiert werden und somit Kaufabbrüche zu vermeiden.[2] 

    Hierbei kristallisieren sich jedoch nach wie vor die herkömmlichen Zahlungsarten (Lastschriftverfahren, Kreditkarte oder Überweisung) als bevorzugte Systeme heraus. Für den Kunden ist es natürlich am sichersten und einfachsten erst nach Zustellung und Prüfung der Ware zu bezahlen, wohingegen der Händler am liebsten die Vorauszahlung des Kunden wünscht.[3] 

    Um die Gefahr der Risikoübertragung bestmöglich zu kompensieren und um den speziellen Anforderungen des eCommerce gerecht zu werden wurden diverse ePayment Systeme entwickelt, auf die an dieser Stelle aber nicht näher eingegangen wird. (siehe Zahlungssysteme) 

    Um den generellen Ablauf eines ePayment Systems besser beschreiben zu können wird dieser in folgender Abbildung zunächst visualisiert:  

     

    Abb. 1: Genereller Ablauf des ePaymet Verfahrens[4] 

    Ebenen 

    Wie obige Abbildung erkennen lässt, handelt es sich hier um zwei unterschiedliche Ebenen die bei diesen ePayment Systemen betroffen sind. Zum einen die Käufer-Verkäufer-Ebene, auf der das konkrete Geschäft getätigt wurde und indem sich der Käufer nach Abwicklung des Kaufgeschäftes zur Zahlung der erworbenen Produkte/Dienstleistungen verpflichtet.

    Auf der nächsten Ebene, der Banken-Ebene vollzieht sich letztlich der Vorgang der Bezahlung, zwischen der Bank des Käufers und der Bank des Verkäufers. Dieses Verfahren wird zentral über das Bezahlsystem abgewickelt, auf das alle Parteien zugreifen. Das Bezahlsystem bietet dann in Abhängigkeit von dem ausgewählten ePayment Verfahren sämtliche dienste zur Abwicklung des Zahlungsprozesses.

    Zunächst muss der Käufer dem Verkäufer, auf erst genannter Ebene, die Informationen zukommen lassen, wie der Käufer gerne zahlen möchte und muss hier ferner sämtliche Angaben zur ausgewählten Verfahren machen (z.B. bei Bezahlung mit Kreditkarte: Die Nummer, das Gültigkeitsdatum und die Kreditkartenfirma benennen).

    Nach Erhalt dieser Information werden alle angegebenen Daten zum ausgewählten Zahlungssystem geprüft. Nach erfolgreicher Prüfung kann der fällige Betrag vom Käufer Konto abgehoben werden und auf das Konto des Verkäufers transferiert werden. Dies geschieht auf der zweiten Ebene (Banken-Ebene), auf der dieser Prozess durch das Banken-Clearing eingeleitet wird. Abschließend, nach Abschluss der Transaktion, werden Verkäufer und Käufer von dem Bezahlsystem über die erfolgreiche Zahlung in Kenntnis gesetzt.[5]  

    Die Chancen bzw. die Notwendigkeit für neue Zahlungssysteme, die Anforderungen des eCommerce gerecht werden, sind zwar gegeben doch fehlt es derzeit noch an mangelder Akzeptanz der Käufer.  


    Quellen:  
    [1] Vgl.: http://www.www-kurs.de/gloss_e.htm, zugegriffen am 27.03.2007
    [2] Vgl.: http://www.payment-forum.de/studien.html, zugegriffen am 28.03.2007   

    [3] Vgl.: http://www.ecin.de/zahlungssysteme/epayment/, zugegriffen am 28.03.2007

    [4] Vgl.: Dustdar, S., Gall, H., Hauswirth, M.: Software-Architekturen für Verteilte Systeme: Prinzipien, Bausteine, Standardarchitekturen für moderne Software, Wien 2003, Seite 246. 
    [5] Vgl.: Dustdar, S., Gall, H., Hauswirth, M.: Software-Architekturen für Verteilte Systeme: Prinzipien, Bausteine, Standardarchitekturen für moderne Software, Wien 2003, Seite 246.
  • e-Procurement (engl.) - Elektronische Beschaffung (de.)

    e-Procurement (engl.) - Elektronische Beschaffung (de.)

    Hinter dem englischen Begriff des e-Procurements (Electronic Procurement) bzw. des e-Purchasings (Electronic Purchasing) verbirgt sich die elektronische Beschaffung von Gütern und Dienstleistungen über Informations- und Kommunikationstechnologien (meist über das Internet). Sie findet vor allem im B2B-Bereich Anwendung und ist in den vergangenen Jahren ein sehr wichtiger Teil des e-Business' geworden.

    Hierbei muss allerdings nicht zwangsläufig nur der eigentliche Prozess des Einkaufens gemeint sein. Er kann ausgeweitet werden auf elektronische Verhandlungen und Vertragsabschlüsse.

    In der Vergangenheit wurden vor allem Verbrauchsmaterialien über e-Procurement-Systeme bezogen. Der Trend geht allerdings dahin, auch wichtigere, kostenintensivere Materialien darüber zu bestellen. Bereits 2001 stellten die National Association of Purchasing Management (NAPM) und Forrester Research in der in den USA durchgeführten Studie "Report On eBusiness" fest, dass 73% der größeren Unternehmen die von ihnen benötigten indirekten Güter über das Internet bestellen. 54% bestellten auch damals schon produktionsrelevante Güter darüber.

    Nach dem Grad der Integration werden drei Arten von e-Procurement-Systemen unterschieden: offene, halboffene und geschlossene Systeme.

    Offene Systeme zeichnen sich dadurch aus, dass sie weder in das Firmennetz des Lieferanten noch in das Firmennetz des einkaufenden Unternehmens integriert sind. Eine Verbindung geschieht i. d. R. über das Internet.

    Halboffene Systeme sind meist lediglich in das interne Netz des Lieferanten integriert. Der Kunde kann in diesem Fall über einen Browser unter Verwendung einer Standardschnittstelle auf die Prozesse beim Lieferanten eingreifen (z. B. eine Bestellung erstellen, Lieferungen verfolgen etc.).

    Bei einem geschlossenen System erfolgt eine Verbindung des Firmennetzes des Lieferanten mit dem des Kunden. Dies geschieht über Schnittstellen, die - arbeiten nicht beide mit der gleichen Software - oft erst mit einem erheblichen Aufwand aufeinander abgestimmt werden müssen.

    Frühere Probleme durch das Nicht-Vorhandensein eines Katalogstandards wurden durch die Einführung des BMEcat-Standards gelöst. Dieser ermöglicht einen vereinfachten Austausch von Produktkatalogen zwischen dem Lieferanten und seinem Kunden. Aufwendige Abstimmungen der Daten-bestände entfallen damit.

    Für die Übertragung der Daten gibt es verschiedene Formate. Das am häufigsten verwendete ist das plattformneutrale XML-Format.

    Vorteile des e-Procurements:
    Durch die Verbindung des Firmennetzes des Lieferanten mit dem des Kunden werden Prozesskosteneinsparungen erzielt.

    Da i. d. R. langfristige Verträge zwischen beiden Parteien geschlossen werden, gibt es für die Beschaffungsseite den Vorteil, eine starke Verhand-lungsposition für das Aushandeln von Rabatten inne zu haben. Für den Verkäufer hingegen bietet sich die Garantie, der alleinige Lieferant bestimmter Materialien für das einkaufende Unternehmen zu sein.

    Häufig wird den Mitarbeitern des beschaffenden Unternehmens die Möglichkeit gegeben, in einem elektronischen Katalog eigenständig die gewünschten Materialien auszusuchen und zu bestellen. Hierzu ist eine hohe Automatisierung des Bestellprozesses erforderlich. Wo früher also beispielsweise erst eine Bestellanforderung (Banf) erstellt wurde, diese vom Einkäufer geprüft und anschließend freigegeben wurde, um in eine Bestellung umgewandelt zu werden, wird durch die Materialienauswahl des Bedarfsträgers im elektronischen Katalog automatisch eine Bestellung erstellt.

    Häufig gibt es Wertgrenzen, bei denen durch einen Vorgesetzten eine Genehmigung eingeholt werden muss. Durch die Automatisierung wird die Durchlaufzeit von Banf zu Bestellung erheblich gesenkt und der Aufwand zur Erstellung einer Bestellung auf den Bedarfsträger verlagert. Dadurch kann oft im Beschaffungsbereich Personalkapazität eingespart werden.

    Durch die Einführung eines e-Procurement-Systems wird der Einkauf auf operativer Ebene entlastet und kann den Fokus mehr auf die strategische richten (wie z. B. die Pflege der Beziehung zum Lieferanten).

    Nachteile des e-Procurements:
    Da e-Procurement-Systeme in der Anschaffung einen erheblichen Aufwand und hohe Kosten verursachen, rentieren sie sich i. d. R. nur in der langfristigen Betrachtung und auch nur dann, wenn große Mengen umgesetzt werden.

    Durch die Einführung eines e-Procurement-Systems begibt sich die Beschaffungsseite in eine relativ große Abhängigkeit zu ihrem Lieferanten. Durch den Abschluss von häufig langfristigen Verträgen (z. B. über eine Dauer von zwei bis drei Jahren) "versteift" sich das einkaufende Unternehmen auf einen Lieferanten und kann - treten beispielsweise günstigere Anbieter auf den Markt - nicht kurzfristig zu diesen wechseln.

    Nicht nur die Lieferantenabhängigkeit, auch die Systemabhängigkeit könnte zu Problemen führen. Würde das System einmal ausfallen, so wäre die Beschaffung in vielen Fällen nicht oder nur sehr schwer möglich.

    Im Abschluss der langfristigen Verträge, wo häufig auch Preisgarantien über große Zeiträume zugesichert werden, bergen sich Risiken sowohl für die Beschaffungs- als auch für die Lieferantenseite. Steigen die Preise, ist es günstig für den Kunden, sinken die Preise, erzielt der Lieferant Vorteile.

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    Quellen: Wikipedia 2007: Elektronische Beschaffung.
                  
    http://de.wikipedia.org/wiki/E-Procurement (16.02.2007).

                  Ecin 2000: eProcurement - Beschaffung im Internet.
                  
    http://www.ecin.de/strategie/eprocurement/ (16.02.2007).

                  Ecin 2001: eProcurement gewinnt an Bedeutung.              
                 
    http://www.ecin.de/news/2001/07/17/02444/ (16.02.2007).

                  Maxxdefense 2007: IT-Glossar - E.
                  http://www.maxxdefense.com/de/it-glossar/E/ (16.02.2007).

                  Poet X-Solutions 2007: Glossar.
                 
    http://www.x-solutions.poet.com/de/newsevents/glossar/#E-
                  Procurement
     (16.02.2007).

  • eBay

    eBay 

    eBay (mit vollem Namen eBay Inc.) ist ein 1995 in Kalifornien gegründetes auf dem Internet beziehungsweise dem World Wide Web basierendes Auktionshaus.

    Ursprünglich als reiner C-to-C Marktplatz gegründet entwickelte es sich jedoch zu einer Plattform, die heute sowohl den C-to-C als auch den B-to-C Bereich abdeckt und somit auch von einer großen Anzahl gewerblicher Anbieter genutzt wird.

    Geschäftsidee

    Die Geschäftsidee, welche hinter eBay steht, ist die, daß eBay lediglich eine Verkaufsplattform zur verfügung stellt und Käufer und Verkäufer zusammenführt. Das heißt eBay selber, bietet weder Waren an, noch werden diese Verkauft. Die Nutzung ist des Services ist für den Käufer kostenlos, nur er Verkäufer muß eine Gebühr entrichten. Natürlich müssen beide mit Username etc. bei eBay angemeldet sein. Auf diese Art und Weise Finanziert sich eBay.

    Grundsätzlich bietet eBay drei verschiedene Verkaufsmodelle an:

    Versteigerung an den Höchstbietenden, Verkauf zum Festpreis und Permanentes Angebot.

    Bei der Variante: Versteigerung an den Höchstbietenden erhält der Bieter den Zuschlag, der bei Ablauf der Auktionsfrist das höchste Gebot abgegeben hat.

    Bei der Variante: Verkauf zum Festpreis werden die Waren, bis zu einen vorher festgelegten Termin zu einem festgelegten Preis angeboten. Der Käufer hat die Möglichkeit, die Ware sofort zu erstehen indem er auf den Button "Sofort Kaufen" klickt.

    Bei der Variante: Permanentes Angebot kann ein Verkäufer seine Waren permanent auf einer Webseite von eBay anbieten, die ausschließlich seine Angebote enthält. Auf dieser Seite, dem so genannten "Shop" kann er seine Waren ohne Verfalsdatum anbieten. Des weiteren werden auf dieser Seite auch die Waren aufgelistet, die der Verkäufer nach den beiden anderen arianten verkauft.

    Des weiteren bietet eBay seinen Nutzern auch Möglichkeiten zur Zahlungsabwicklung wie PayPal. Ein Nachteil bei eBay ist natürlich, daß der Kunde nicht weiss welchem Verkäufer er vertrauen kann und umgekehrt. Deswegen hat eBay ein Bewertungssystem eingeführt bei welchem der Käufer den Käufer nach dem erfolgreich abgewicklten Verkauf bewerten kann. Problem hierbei ist das bei eBay schon Verkäuferringe entdeckt wurden die sich gegenseitig gute Bewertungen ausstellten und somit ein gutes Ranking erlangten.

    Seit 2007 ist das Bewertungssystem differenzierter und der Käufer hat die Möglichkeit einzelne Aspekte des Geschäfts zu bewerten wie zum Beispiel: Kommunikation, Versandzeit etc.

    Ein weiteres Angebot ist eBay express. Hier gibt es nicht die Möglichkeit Auktionen zu tätigen sondern die Waren werden von ausschließlich gewerblichen Anbietern zu Festpreisen verkauft. Es ist also Ausschließlich eine Plattform für das B-to-C Geschäft. Der Käufer kann hier, wie bei anderen Internetshops auch, Waren von verschieden Anbietern in den Warenkorb legen und anschließend alles zusammen bezahlen über Kreditkarte, Lastschrift etc.

    Fazit

    Grundsätzlich bleibt zu sagen, daß eBay eine Interessante Geschäftsplatt form ist, die vor allem kleineren Anbietern, die Möglichkeit bietet einen weitaus größeren Kundenkreis anzusprechen (über 212 Millionen User), als auf dem herkömmlichen weg. Auch Anbieter von Nieschenprodukten, die in relativ Bevölkerungsschwachen Regionen ansässig sind können mit der Hilfe von eBay ihr Überleben leichter sichern, da sie einen globalen Kundenkreis ansprechen können.

    Quellen jeweils zugegriffen am 20.12.2007:

    http://pages.ebay.de/aboutebay.html?_trksid=m40 http://de.wikipedia.org/wiki/Ebay http://pages.express.ebay.de/service/about/about.html?_trksid=m40 http://de.wikipedia.org/wiki/Paypal

  • eBay

     

    Was ist eBay und wie finanziert es sich?      eBay Logo

    eBay ist das weltweit größte Internetauktionshaus. Es wurde im September 1995 von Pierre Omidyar in San Jose (Kalifornien) unter dem Namen „auctionweb“ gegründet. eBay hat sich von einem Consumer-to-Consumer-Marktplatz zu einer Business-to-Consumer-Plattform entwickelt. Diese Plattform kann von Privatkunden, sowie von anderen gewerblichen Anbietern genutzt werden.

    eBay finanziert sich in Deutschland über eine Angebotsgebühr, die  zwischen 0,05€ und 4,80€ liegt. Unteranderem muss der Verkäufer eine Provision in Höhe von 5 bis 12 Prozent bei einem erfolgreichen Verkauf bezahlen. Der Focus der Finanzierung von eBay, liegt jedoch bei den so genannten eBay-Partnern, die einen erheblichen Anteil des Konsumumsatzes generieren.

    Wie arbeitet das Geschäftsmodell von eBay?

    Das Geschäftsmodell von eBay besteht darin, eine Internet-Plattform zu erstellen, die für den Verkauf von Waren zur Verfügung steht. Das Unternehmen eBay ist in diesem Fall nur der Vermittler eines Kaufvertrags zwischen dem Anbieter und dem Käufer. Dem Verkäufer kostet die Nutzung dieser Plattform eine geringe Gebühr. Für den Verkauf von Waren  werden drei Konzepte von eBay angeboten:

    Versteigerung an  den Höchstbietenden

    Dieses Konzept ist das Verkaufsverfahren, welches eBay zu diesem Erfolg getragen hat. In diesem Konzept bietet der Verkäufer eine Ware an und gibt ebenfalls einen Startpreis sowie einen Endtermin der Versteigerung an. Die Käufer haben  dann die Möglichkeit, ihren gewünschten Betrag für dieses Produkt zu bieten. Zu dem kann jeder Käufer von einem andern Käufer überboten werden, was jederzeit einsehbar ist. Der Käufer, der zum Endzeitpunkt den höchsten Betrag geboten hat und nicht überboten  wurde, hat den gewünschten Artikel ersteigert.

    Verkauf zum Festpreis

    In dem zweitem Konzept bietet der Verkäufer eine Ware zu einer bestimmten Frist zu einem festen Preis an. Der Käufer, der den angegebenen Betrag bezahlt, erhält sofort den Zuschlag und hat den Artikel gekauft. Diese Variante wird als „Sofort Kaufen“ bezeichnet.

    Permanentes Angebot

    Bei dem dritten und letzten Konzept ist es dem Verkäufer möglich seine Ware permanent über eine von eBay angebotene Website  anzubieten. Auf diesen Seiten, die „eBay Shop“ genannt werden, können die Produkte ohne Verfallstermin permanent angeboten werden.

    Was passiert in dem Bewertungssystem von eBay?

    In dem Bewertungssystem von eBay, können die Käufer sowie Verkäufer ihre Meinung über die anderen mitwirkenden Personen, die in einen Verkauf oder Kauf verwickelt sind, abgeben. Seit Mai 2007 gibt es zusätzlich differenziertere Verkäuferbewertungen welche folgende Kriterien beinhalten:

    Wie wird der Artikel beschrieben?

    Wie funktioniert die Kommunikation zwischen Käufer und Verkäufer?

    Wie sind die Versand- und Verpackungsgebühren zu berechnen?  

     

    Quellen (jeweils zugegriffen am 28.06.2007)

    http://pages.ebay.de/aboutebay.html?ssPageName=f:f:DE&_trksid=m40

    http://de.wikipedia.org/wiki/Ebay

    http://onlinemarktplatz.de/tipp103.html

     

  • eBay

    ebay 

    "3... 2... 1... meins!"  Mit diesem Werbeslogan verbindet mittlerweile jeder das Internetauktionshaus "eBay", das seit seiner Gründung im Jahr 1995 auf vier Kontinenten und 33 Märkten vertreten ist. Rund 212 Millionen registrierte User kaufen und verkaufen in insgesamt 50.000 verschiedenen Kategorien.

    Die Idee

    Die Idee von eBay ist einfach: Es wird eine Internet-Plattform zur Verfügung gestellt, die von Usern zum Kauf und Verkauf von Waren genutzt werden kann. Für den Verkäufer fällt eine Gebühr an, die sich nach der Höhe des Verkaufpreises richtet, die Nutzung für Käufer ist kostenlos.

    Die erste und immer noch am meisten genutzte Möglichkeit seine Ware zu verkaufen ist die Online-Auktion. Das Prinzip läuft genau so, wie schon seit jeher gehandelt wird:

    Wer den höchsten Preis bietet, bekommt auch die Ware. Vom Verkäufer wird ein Startpreis vorgegeben und er Zeitpunkt, wie lang die Versteigerung dauern soll. Das können Stunden, Tage oder auch Monate sein. Nun kann jeder Interessent sein Angebot abgeben. Das aktuelle Gebot ist für alle sichtbar. Derjenige Interessent, der bei Abschluss das höchste Gebot abgegeben hat, erhält die Ware. Der Preis muss nicht seinem Maximalgebot entsprechen, das Gebot des zweithöchsten Bieters wird in so genannten " Erhöhungsschritten" überboten. Je nach Preisklasse variieren diese Erhöhungsschritte zwischen 0,50 € und 50,00 €.

    Eine weitere Möglichkeit eigene Ware zu verkaufen ist der Handel zum Festpreis oder auch "Sofort Kaufen" genannt. Bei dieser Variante wird nicht geboten, sondern die Ware geht an denjenigen Interessenten, der als erstes bereit ist, diesen Preis zu zahlen.

    Eine dritte Möglichkeit, besonders interessant für Unternehmen, sind die "eBay Shops". Dort kann ein eigenes virtuelles Geschäft eröffnet werden, das auch selbst gestaltet wird. Dort werden nur die eigenen Waren angeboten.

    Was eBay bietet:

    eBay ist aber nicht nur eine Plattform, um Waren zu kaufen oder zu verkaufen. Registrierte Mitglieder haben die Möglichkeit in die eBay Gemeinschaft einzutreten. Es werden Foren gebildet, wo die User einen Interessenaustausch starten können, ob als Privatperson oder auch als Unternehmen.

    Ursprünglich war eBay eine "C2C" (Consumer to Consumer) Plattform, auf der Privatpersonen ihre Ware austauschen konnten. Mit steigender Popularität von eBay, hat sich die Richtung in "B2C" (Business to Consumer) oder auch "B2B" (Business to Business) verstärkt. Unternehmen nutzen diese Plattform für ihre eigenen Marketingstrategien, weil sich die Zielgruppe um ein vielfaches vergrößert. 

    Trotz allem ist eBay  auch immer noch umstritten, was den Kundenschutz angeht, sowohl auf Käufer als auch auf Verkäuferseite, ebenso wie die Sicherheit der angegebenen Daten. 

    Dennoch bleibt eBay weiterhin das führende Online- Auktionshaus. 

    eBay in Deutschland:

    www.ebay.de

  • Economies of Scale (engl.) " Skaleneffekte (de.)

    Economies of Scale

     

    Economies of scale (engl.) " Skaleneffekte (de.)

     

    Vorstellung und Begriffsdefinition

    Die "Economies of scale" oder Skaleneffekte beschreiben die Mengenänderung des Outputs in Relation zu einer Änderung der Faktoreinsatzmengen. Grundlage zur Erläuterung bildet in der Betriebswirtschaftslehre die Produktionsfunktion die wie folgt definiert ist:

    Produktionsfunktion: Y = F (K, L)

    Die Produktionsfunktion gibt an, welche Produktionsmenge (welchen Output  "Y") man maximal erstellen kann, wenn die Faktoreinsatzmengen (Input "F") vorgegeben sind. (Baßler, Heinrich, Utecht 2006, S. 135)

    Anders ausgedrückt heißt das, dass der Output "Y" abhängig von den Faktoreinsatzmengen Kapital "K" und Arbeit "L" ist. Werden die Faktorein-satzmengen "K" und "L" verändert, entstehen Skalenerträge, die in Form von konstanten, abnehmenden und zunehmenden Skalenerträgen auftreten können.

    Arten der Skalenerträge

    Konstante Skalenerträge:

    Konstante Skalenerträge entstehen bei der Erhöhung aller Faktoreinsatz-mengen um einen bestimmten Prozentsatz und eine daraus resultierende gleiche Erhöhung des Outputs. Sie entstehen beispielsweise, wenn die Anzahl an Fabriken einer Unternehmung einfach vermehrt wird.
    (Baßler, Heinrich, Utecht 2006, S. 142)

    Abnehmende Skalenerträge:

    Abnehmende Skalenerträge entstehen bei der nicht proportionalen Erhöhung der Faktoreinsatzmengen. Hierbei verhindert die Existenz von fixen Faktoren eine vollständige Skalenvariation. Sie entstehen beispielsweise bei einer umfangreichen Betriebsexpansion, wobei die Vergrößerung des Managements keine Berücksichtigung findet.
    (Baßler, Heinrich, Utecht 2006, S. 143)

    Zunehmende Skalenerträge:

    Zunehmende Skalenerträge entstehen bei einer im Vergleich zur Faktoreinsatzmenge überproportionalen Erhöhung des Outputs.

    Eine Vervielfachung der Faktoreinsatzmenge k > 1 führt zu einer Erhöhung des Outputs um mehr als das k-fache. (Baßler, Heinrich, Utecht 2006, S. 143)

    Beispielsweise sind zunehmende Skalenerträge beim Flugzeugbau realisierbar, da sich der Output ohne eine Vervielfachung der Faktoreinsatzmenge erhöht indem von Lerneffekten in der Produktion profitiert wird. 
    (Baßler, Heinrich, Utecht 2006, S. 143)

    Die folgende Abbildung veranschaulicht konstante, abnehmende und zunehmende Skalenerträge:


    Abbildung 1: Economies of Scale

     

    Praxisbezug und Auswirkungen

    Von größter Bedeutung sind in der Betriebswirtschaft und der Praxis die zunehmenden Skaleneffekte, die eine Steigerung des Outputs bei einer geringeren Steigerung der Faktoreinsatzmenge ermöglicht. Hierbei werden sinkende Grenzkosten und  steigende Grenzerträge realisiert.
    Ein weiterer Effekt der zunehmenden Skalenerträge besteht in der Auswirkung auf die Fixkosten. Durch die im Vergleich zu der Faktor-einsatzmenge überproportionalen Steigerung des Outputs, entsteht eine Fixkostendegression, wobei der Anteil der fixen Kosten einer Einheit mit jeder Steigerung des Outputs sinkt.


    Bedeutung der Skaleneffekte bezogen auf E-Commerce

    Das Internet hat in den letzten 20 Jahren in zunehmendem Maße an Bedeutung gewonnen. Es ist heute für Unternehmen ein notwendiges Werkzeug für Vertrieb, Kommunikation und Dienstleistung. Darüber hinaus entstanden durch das Internet neue Branchen, die sich mit komplett neuen Geschäftsfeldern auseinander gesetzt haben. Ein Beispiel dafür liefert für Suchmaschinen die Firma Google oder für Communities das studi-VZ Netzwerk.
    Der Aufbau einer Internetpräsenz ist mit hohen Investitionen verbunden. Die vorgestellte Thematik der Skaleneffekte ist somit auch für E-Commerce von großer Bedeutung. Insbesondere lässt sich auch hier die Bedeutung der zunehmenden Skaleneffekte herausstellen.
     
     

    Wie kann man zunehmende Skaleneffekte im E-Commerce generieren?

    Um die Skaleneffekte im E-Commerce erfolgreich anwenden zu können, sind zum einem Netz- und zum anderem Lerneffekte wünschenswert.

    Von Netzeffekten spricht man, wenn der Nutzen für einen Konsumenten von der Anzahl der anderen Konsumenten abhängt, die das gleiche oder ein kompatibles Gut erwerben. (Morasch 1998, S.1)

    Auf das E-Commerce bezogen, entstehen Netzeffekte insbesondere dann, wenn mehrere Nutzer miteinander interagieren und das Netzwerk selbst-ständig wächst. Erreicht wird das beispielsweise durch Informationen, die sowohl vom Nutzer als auch vom Betreiber stammen und im Netzwerk ausgetauscht werden. Ein Beispiel für die Generierung von Netzeffekten bilden Communities.
     
    Die Nutzer einer neuen Technologie müssen erst durch Learning-by-doing herausfinden wie sich diese Technologie einsetzten lässt und welchen Wert sie gegenüber bereits existierenden Technologien besitzen.
    (Thum 1995, S. 112)
     
    Im E-Commerce sind Lerneffekte geprägt durch die Anzahl der Nutzer sowie die Bekanntheit einer Technologie oder einer Anwendung. Somit besitzt eine weit verbreitete Technologie beispielsweise eine hohe Attraktivität für neue Nutzer, da diese leichter zugänglich ist und vergleichsweise weniger Kosten verursacht. Ein Beispiel liefert dafür die Internettechnologie, die Anfangs nur von wenigen genutzt wurde und heutzutage wesentlicher Bestandteil der verbalen und nonverbalen Kommunikation und darüber hinaus, als Marktplatz, Informationsquelle, Unterhaltungs- und Dienstleistungsplattform dient.

    Zusammenfassend ist festzuhalten, dass zunehmende Skalenerträge in Bezug auf das E-Commerce insbesonders dann realisierbar sind, wenn sowohl Netz- als auch Lerneffekte generiert werden können.
     
     
     
     
     

    Literaturverzeichnis:

    Baßler, Ulrich / Heinrich, Jürgen / Utecht, Buckhardt (2006): Grundlagen und Probleme der Volkswirtschaft, 18. Auflage, Stuttgart, S. 135-148.

    Kerbel, Andreas (2004): Das Wesen der Netzeffekte. Entstehung der Netzeffekte und ihre Eigenschaften. - In: Institut für Mathematische Wirtschaftstheorie und Operations-Research, Seminar Firmenstrategien in Netzwerken, Karlsruhe, S. 4-7.

    Mankiw, Gregory (2000): Makroökonomik, 4. Auflage, Stuttgart, S. 53-55.

    Mankiw, Gregory (2001): Grundzüge der Volkswirtschaftslehre, 2. Auflage, Stuttgart, S. 299-308.

    Morasch, Karl (1998): Konkurrenz und Kooperation in Märkten mit Netzwerk- und Lernkurveneffekten, Volkswirtschaftliche Diskussionsreihe, Universität Augsburg, Beitrag Nr.180.

    Thum, Marcel (1995): Netzeffekte, Standardisierung und staatlicher Regulierungsbedarf, Teil 1, Tübingen, Mohr. S.110-115.



  • Economies of scale (engl.) / Skaleneffekt (de.)

    Economies of scale (engl.) / Skaleneffekt (de.)

     

    Economies of scale werden in der Produktionstheorie als Abhängigkeit zwischen Faktoreinsatzmenge und Produktionsmenge definiert.<!--[if !supportFootnotes]-->[1]

     

    Eine Steigerung der Faktoreinsatzmenge führt zu einer Steigerung der Produktionsmenge.

    3 Szenarien sind möglich.

    • der Output steigt im Verhältnis zum Input (constant returns to scale / Konstante Skalenerträge).
    • der Output steigt in geringerem Maße zum Input (diseconomies of scale / abnehmende Skalenerträge).
    • der Output steigt in stärkerem Maße zum Input (economies of scale / zunehmende Skalenerträge).

    Mathematisch wird dies in einer Produktionsfunktion F(x1, x2, …) und dem Skalenfaktor a ausgedrückt.

    Für Unternehmen sind vor allem zunehmende Skalenerträge (a > 1) interessant. Danach gilt:

    a * F (x1, x2, …) < F (a * x1, a * x2, …)

    Die Faktoreinsatzmenge gesteigert um a führt zu einer Steigerung der Produktionsmenge um größer als a. Je zusätzlich produziertes Stück sinken demnach die Stückkosten (?Gesetz der Massenproduktion).

    Sinkende Stückkosten bei steigender Ausbringungsmenge

    Abbildung 1: Sinkende Stückkosten bei steigender Ausbringungsmenge

     

    Gründe für economies of scale können sein:

    · Arbeitsteilung ? Spezialisierung

    · Fixkosten werden auf mehr Stück verteilt ? sinkende Durchschnittskosten

    · Lernkurveneffekte setzen ein (bessere Organisation, bessere Geschicklichkeit der Mitarbeiter, optimale Anpassung der Werkzeuge)

    · Unteilbare Maschinenkapazitäten werden durch optimale Losgrößen besser genutzt

    · Nutzung der 2/3 Regel:

    o     Der Materialaufwand für zylindrische Produktionskapazitäten (Öfen, Pipelines, etc.) nimmt mit der 2 Potenz zu. Das Volumen hingegen in der dritten Potenz.

    · Rationalisierung durch Substituierung von menschlicher Arbeitskraft durch Maschinen

     

    Ziel einer jeden Unternehmung ist es zunehmende Skaleneffekte zu nutzen. Economies of scale können durch größere Unternehmen jedoch besser genutzt werden als durch kleinere. Ein Unternehmen mit 10 Mio. Kapitaleinsatz kann mehr produzieren als zwei Unternehmen mit jeweils 5 Mio. Kapitaleinsatz.

    Wie aus der Abbildung ersichtlich gibt es zunächst steigende und ab einem Punkt fallende Grenzstückkosten. Dies resultiert aus Koordinationsschwierigkeiten. die mit wachsender Produktionsmenge bzw. Unternehmensgröße steigen. Der Informationsaustausch, die Entscheidungsfindung und die Produktionsplanung gestalten sich schwieriger. Daher sinken die Durchschnittskosten nur bis zu einem bestimmten Grad und können dann bei wachsender Produktionsmenge bzw. Unternehmensgröße wieder steigen.

    Um dies zu verdeutlichen soll zum Abschluß folgendes Beispiel dienen:

    "Ein Frisörsalon mit 200 Angestellten bedient keine Kunden mehr, da die Angestellten damit beschäftigt sind sich gegenseitig zu rasieren.“<!--[if !supportFootnotes]-->[2]

    <!--[if !supportFootnotes]-->[1] Vgl. o.V. Skaleneffekt, Internet, Zugriff am 29.06.07

    <!--[if !supportFootnotes]-->[2] Baßeler, Ulrich: Grundlagen und Probleme der Volkswirtschaft, 2002

    Quellen:

    Mankiw, Nicholas Gregory: Grundzüge der Volkswirtschaftslehre, 3. Auflage, Stuttgart, 2004

    Baßeler, Ulrich: Grundlagen und Probleme der Volkswirtschaft, 16. Auflage, Stuttgart, 2002

    Demmler, Horst: Einführung in die Volkswirtschaftslehre, 7. Auflage, Oldenbourg, 2001

    o.V.: Skaleneffekt, http://de.wikipedia.org/wiki/Skaleneffekt, Zugriff am 29.06.07

  • EDI - Electronic Data Interchange

    EDI : electronic data interchange (engl.) - Elektronischer Datenaustausch (de.)

     

    "Unter EDI [...] versteht man den elektronischen Datenaustausch über Geschäftstransaktionen (Bestellungen, Rechnungen, Überweisungen, Warenerklärungen usw.) zwischen Betrieben." (HANSEN, NEUMANN 2005, S. 720)

    "EDI is the electronic transmission of information or documents such as invoices, bills of lading, or purchase orders between computer systems in different organizations based on a standard, structure, machine retrievable format.”(MARTÌNEZ SÁNCHEZ, PÉREZ PÉREZ 2005, S.83 f.)

     

    Grundsatz des EDI ist also das Versenden von geschäftsinternen Informationen und Daten zwischen den Computersystemen zweier Organisationen. Dabei bezeichnet es als Sammelbegriff alle elektronischen Verfahren zu elektronischen Datenversendung zwischen zwei Institutionen, da es keinen einheitlichen Standard gibt. Die Organisationen können dabei in einem Verkäufer/Käufer Verhältnis stehen oder zur selben Gesellschaft gehören.

    Die Übertragung der Daten erfolgt gemäß organisationsintern vereinbarten Standards, um zu erreichen dass die Daten durch den Empfänger direkt in sein Anwendungsprogramm integriert und weiterverarbeitet werden können.

    Ziel 

    Ziel des elektronischen Datenaustausches ist es, einen schnellen, verlässlichen und sicheren Informationsfluss zu erreichen. Dies sorgt in der Folge für verkürzte Bearbeitungszeiten, da eine manuelle Neueingabe der Daten entfällt. Eine höhere Verlässlichkeit ist dadurch gewährleistet, dass bei einer manuellen Eingabe von Daten leicht Fehler passieren können. Da bei der Verwendung von EDI hingegen Daten nur einmalig erfasst werden, führt dies zu einer Reduzierung der Fehlerwahrscheinlichkeit. Durch den Einsatz von EDI können also letztendlich Transaktionskosten gesenkt werden.

    "Dem traditionellen Geschäftsdaten-Austausch auf Papier ist EDI in Bezug auf Geschwindigkeit, Kosten und Fehleranfälligkeit deutlich überlegen." (MANHAR 2000)

    Letztendliches Ziel des EDI ist also die Ausnutzung der Geschwindigkeitsvorteile des elektronischen Datenaustausches sowie die Vermeidung menschlicher Fehler. In der Praxis wirkt sich die Nutzung von EDI so aus, dass beispielsweise bei der Erteilung eines Einkaufsauftrages der Auftrag unmittelbar nach elektronischer Versendung der Bestellung im System des Lieferanten als Auftrag gespeichert ist. Wartezeiten durch Postzustellung oder manuelle Dateneingabe entfallen völlig, was zu großen Geschwindigkeits- und auch Verlässlichkeitsvorteilen führt.

     

    Nach Hansen, Neumann steht der Begriff EDI nicht für ein spezielles Verfahren, sondern eine Vielzahl von Standards und Abläufen zum Austausch elektronischer Dokumente. (HANSEN, NEUMANN 2005, S. 722) Der Einsatz von EDI führt in der Organisation eines Betriebes meist zu starken Veränderungen sowie hohen Implementierungskosten.

    Auch aus diesem Grunde ist EDI heutzutage noch nicht in allen Branchen und allen Unternehmensgrößen verbreitet. Gerade wenn nur mit einem, wenn auch großen, Kunden oder Lieferanten ein elektronischer Datenaustausch betrieben werden soll, lassen sich die Anschaffungs- und Implementierungskosten kaum amortisieren, was gerade für kleine Betriebe abschreckend wirken dürfte. Das Problem hierbei liegt in vielen verschiedenen Branchenspezifika begründet, die sich seit Einführung des elektronischen Datenaustausches ausgebildet haben.

    Es besteht die Möglichkeit, eine direkte Verbindung beider Partner zu nutzen oder einen Dienstleister in Anspruch zu nehmen, der diesen Service bietet.

     

    Nach Martínez Sánchez, Pérez Pérez  begann die Nutzung von EDI in den siebziger Jahren, zunächst in der Transportindustrie. Von dort aus weitete sie sich weiter aus, als die Nutzung von Computeranwendungen und Kommunikationstechnologien geringer wurden. In den achtziger Jahren wurde EDI bereits in einer großen Reihe von Industriezweigen genutzt, zum Beispiel in der Automobilindustrie, dem Handel oder dem Regierungssektor. 
    (MARTÌNEZ SÁNCHEZ, PÉREZ PÉREZ 2005, S.84)

    Alternative 

    Als Alternative zum Datenaustausch von Informationssystem zu Informationssystem bietet sich auch die Möglichkeit, WebEDI zu nutzen, bei dem die Daten durch beide Unternehmen im Internet zum Abruf bereit gestellt werden. Der Vorteil hierbei liegt darin, dass die Erreichbarkeit der Daten lediglich der Installation eines Browsers bedarf. Auch hier bietet sich, ähnlich des EDI, die Möglichkeit, Daten direkt seinem Partner zur Verfügung zu stellen, wie zum Beispiel durch Zugriffsrechte auf einen Webserver, oder aber einen externen Dienstleister zu wählen, der eine Präsenz mit entsprechendem Speicherplatz bereit stellt.

      

     

    Weiterführende Informationen:

    Hansen, Neumann: Wirtschaftsinformatik 1 - Grundlagen und Anwendungen, 9. Auflage

    Manhar, Klaus: EDI, in: http://www.lv1.ifkomhessen.de/edi.htm#S1, zugegriffen am 15. Januar 2007

    Martínez Sánchez, A. ; Pérez Pérez, M. :  EDI and the Moderator Effect of Interorganizational Cooperation in the Supply Chain, in: Journal of Organizational Computing and Electronic Commerce, Ausgabe 15/2005, S. 84 - 104

     

  • Einzelhandel

    EINZELHANDEL


    Was ist Einzelhandel?

    Sucht man nach einer passenden Definition für Einzelhandel, so stößt man auf eine Vielzahl von unterschiedlichen Definitionen. Der Grund hierfür sind die verschiedenen Sichtweisen, aus der sich der Einzelhandel betrachten lässt. Im Folgenden finden sich drei Definitionen für Einzelhandel:

    Allgemeine Definition:
    Der Einzelhandel umfasst alle Unternehmen, die Ware beschaffen und sie unverändert oder nach üblicher Be- bzw. Verarbeitung in offenen Verkaufsstellen jedermann zum Verkauf anbieten. Er zählt zu den indirekten Absatzwegen (laut Olfert, H.).

    Definition im funktionellen Sinne:
    Einzelhandel im funktionelle Sinne liegt vor, wenn Marktteilnehmer Güter, die sie in der Regel nicht selber be- oder verarbeitet haben, von anderen Marktteilnehmern beschaffen und an private Haushalte absetzten (laut Katalog E).

    Definition im institutionellen Sinne:
    Einzelhandel im institutionellen Sinne, auch als Einzelhandelsunternehmung, Einzelhandelsbetrieb oder Einzelhandlung bezeichnet, umfasst jene Institutionen, deren wirtschaftliche Tätigkeit ausschließlich oder überwiegend dem Einzelhandel im funktionellen Sinne zuzurechnen ist. In der amtlichen Statistik wird ein Unternehmen oder ein Betrieb dann dem Einzelhandel zugeordnet, wenn aus der Einzelhandelstätigkeit eine größere Wertschöpfung resultiert als aus einer zweiten oder aus mehreren sonstigen Tätigkeiten (laut Katalog E).


    Wo ist der Einzelhandel in der Absatzkette einzuordnen?


     Absatzwege

    Direkter Vertrieb:
    Ohne das Einbeziehen eines Einzelhandels in der Vertriebskette spricht man von direktem Absatz. Hierbei werden Produkte direkt vom Hersteller an den Endverbraucher/ Konsumenten abgegeben.

    Indirekter Vertrieb:
    Sobald der Einzelhandel in der Vertriebskette mitwirkt, sprich man von indirektem Absatz.

    • Einstufiger Absatzweg:
      Hierbei bezieht der Einzelhandel seine Ware direkt vom Hersteller und verkauft sie mit Gewinn an den Endverbraucher/ Konsumenten weiter.
    • Mehrstufige Absatzwege:
      Hierbei bezieht der Einzelhandel seine Ware von einem Großhändler, welcher wiederum die Ware von einem Hersteller bezogen hat. Auf der Absatzseite verkauft der Einzelhandel die Ware mit Gewinn an den Endverbraucher/ Konsumenten weiter.

    Welche Betriebsformen des Einzelhandels gibt es?

    Es gibt viele unterschiedliche Erscheinungsformen des Einzelhandels. Zu den häufigsten/bekanntesten Betriebstypen im Einzelhandel gehören:

    Boutique:
    Ein eher kleinerer Einzelhandelsbetrieb, der ein modisches, begrenztes und auf seine Zielgruppe abgestimmtes Sortiment anbietet. Boutiquen finden sich meist in den Bereichen: Bekleidung, Schmuck und Einrichtungsgegenständen.

    Convenience-Store:
    Ein eher kleinflächiges Einzelhandelsgeschäft mit begrenztem Sortiment des täglichen Bedarf bis hin zur Gastronomie. Durch seine spezielle Lage kann sich ein Convenience-Store meist ein erhöhtes Preisniveau erlauben. Beispiele für diese Betriebsform sind: Tankstellenshops, Bahnhofsmärkte.

    Discounter:
    Diese Betriebsform lässt sich durch ihr enges, preisgünstiges und auf schnellen Umschlag abzielendes Sortiment charakterisieren. Beispiele für Discounter sind Aldi, Lidl, Plus und Penny.

    Fachgeschäft:
    Diese Betriebsform bietet ein überwiegend branchenspezifisches Sortiment an, welches im Hinblick auf Preis und Qualität eine große Auswahl aufweist. Oft werden auch zusätzliche Dienstleistungen angeboten (z.B. Kundenservice).

    Kaufhaus:
    Eine eher größere Betriebsform des Einzelhandels, die überwiegend im Wege der Bedienung Waren aus mindestens einer Warengruppe anbietet. Kaufhäuser finden sich oft in der Textilbranche, z.B. H&M und C&A.
     
    Selbstbedienungs-(SB)warenhaus:
    Eine eher größere Erscheinungsform des Einzelhandels, welche ein umfassendes Sortiment mit Schwerpunkt im Lebensmittelbereich hat. Ein weiteres Merkmal ist die Selbstbedienung. Nur in seltenen Fällen kommt es zu einer Bedienung, die dann jedoch nicht kostenintensiv ist. (Beispiele: Hit, Globus, Verkaufsfläche min. 3000 qm)

    Supermarkt:
    Ein Betriebstyp mit mindestens 400 qm Verkaufsfläche, der Nahrungs- und Genussmittel sowie Waren des täglichen und kurzfristigen Bedarfs anbietet. Beispiele für diesen Betriebstyp sind EDEKA-Märkte.


    In welchen Merkmalen unterscheiden sich die einzelnen Einzelhandels-Betriebstypen?

    Die einzelnen Betriebstypen des Einzelhandels lassen sich am einfachsten durch folgende Merkmale/ Kriterien unterscheiden:

    • ihren Einsatz der absatzpolitischen Instrumente (Werbung/ Kundenservice...)
    • die Branchen (Lebensmittel/ Non-Food/ Textil...)
    • den Sortimentsumfang (Vollsortimenter/Fachgeschäft...)
    • das Preisniveau, (Boutique/ Discounter...)
    • die Bedienungsform (SB-Warenhaus/ Fachgeschäft...)
    • die Fläche (Automatenvertrieb/ Einkaufscenter...)
    • den Standort (stationär/ ambulant/ Versandhandel...)


    Was versteht man unter E-Commerce im Bezug auf Einzelhandel?

    Hinter dem Begriff E-Commerce (= Electronic Commerce/ Elektronischer Handel) verbergen sich alle Transaktionen auf dem Markt, bei denen der Austausch von wirtschaftlichen Gütern gegen Entgelt (z.B. Kauf, Miete, Pacht) stattfindet und bei denen nicht nur das Angebot elektronisch offeriert wird, sondern auch die Bestellung bzw. die Inanspruchnahme elektronisch unter Verwendung eines computergestützten Netzwerks (insbesondere de Internets) erfolgt. Im Bezug auf E-Commerce lassen sich die Marktteilnehmer in drei Arten von Akteuren unterteilen:
     

    • Konsumenten (Consumer)
    • Unternehmen (Business)
    • Öffentliche Institutionen (Administration)

    Anbieter und Nachfrager im E-Commerce


    Im Bezug auf den Einzelhandel wird im folgenden nur auf die B2C-Beziehung eingegangen.


    Wie nutzt der Einzelhandel den E-Commerce?

    Die stark wachsende Informations- und Kommunikationstechnologie, wie z.B. die Tatsache, dass heute fast jeder Haushalt in Deutschland über einen Internetanschluss verfügt, sowie die steigende Flexibilität der Verbraucher, zwingen den Einzelhandel, immer neue Strategien zu entwickeln, um ihre Produkt an den Endverbraucher zu verkaufen.
    Im Folgenden soll gezeigt werden, wie der Einzelhandel die einzelnen Teilphasen der Kundenbeziehung unter Einbeziehung des E-Commerce unterstützen kann.

    Anregungsphase:

    • Werbung/ Public Relation: E-Commerce-Angebote auf Seiten anderer Anbieter (Werbebanner auf Seiten von Suchmaschinen) oder Partnerschaften mit anderen E-Commerce-Anbietern, die Links zur Website bereitstellen.
    • Verkaufsförderung: Online-Preisausschreiben
    • Zusatzleistungen: Bereitstellung von "Give Aways" (Spiele, Bildschirmschoner) zum kostenlosen Download.

    Beratung und Angebotserstellung:

    • Bedürfnisanalyse/ Beratung: Angebotserstellung auf der Basis von Informationen über das bisherige Kaufverhalten des Kunden
    • Preis und Produktinformation: Angebot eines elektronischen Produktkataloges
    • Konfiguration/ Offertenerstellung: Serviceprogramme, mit denen der Kunde Produktvarianten oder Systemlösungen selbst durchrechnen kann.

    Kaufvorgang:

    • Bestell- und Kaufabwicklung: Führung eines Warenkorbs; Gewährleistung von sicheren Transaktionen beim Bestellvorgang
    • Verfahren der Preisermittlung: Durchführung von Auktionen, Unterstützung der Bildung von Einkaufsgemeinschaften
    • Zahlungsverkehr: Möglichkeit der Bezahlung mit elektronischem Geld
    • Lieferung/ Leistungserbringung: z.B. Möglichkeit, das Produkt herunter zu laden

    After Sales:

    • Installation/ Schulungen: Bedienungsanleitungen und Handbücher zum Herunterladen
    • Kundendienst/ Wartung: Beratung von Kundenanfragen per E-mail, Online-Registrierung nach dem Kauf, Angebot von Online-Updates
    • Kundenbindung/-pflege: Regelmäßiger Versand eines Newsletters an Kunden per E-mail


    Wie wird sich der E-Commerce im Bereich des Einzelhandels in Zukunft entwickeln?

    Umsatzprognose des HDE im B2C-E-Commerce in Deutschland für das Jahr 2008:

    Prognose Absatz E-Commerce 2008 in Deutschland

    Der HDE (Handelsverband des Deutschen Einzelhandels) rechnet mittelfristig mit einem weiteren, nennenswerten Umsatzwachstum im Online-Handel. Für das Jahr 2008 prognostiziert der HDE einen Umsatz im B2C-E-Commerce in Deutschland in Höhe von 20 Mrd. Euro. Der HDE weist jedoch auch darauf hin, dass insbesondere im Bereich  der klassischen Handelswaren die Wachstumsdynamik (Geschwindigkeit des Wachstums) abnehmen wird. Einzelhandelsunternehmen mit großer Reichweite und Akzeptanz beim Kunden werden jedoch als sogenannte Wachstumstreiber agieren und weiterhin für einen wachsenden Umsatz in diesem Bereich sorgen. Auch weist der HDE darauf hin, dass Unternehmen, die eine Mehrkanalvertriebsstrategie verfolgen, im Hinblick auf die Umsatz- und Gewinnentwicklung ihrer Gesamtaktivitäten gegenüber dem stationären Handel ein überdurchschnittliches Ergebnis erzielen. Unter Mehrkanalvertriebsstrategien versteht man im allgemeinen das Nutzen unterschiedlicher Vertriebswege (z.B. Online-Handel, Versandhandel, stationärerer Handel).

    Quellen:

    Güttler, W.: Die Adaption des Elektronic Commerce im deutschen Einzelhandel, 2001.

    Institut für Handelsforschung an der Universität Köln: Katalog E - Definition zu Handel und Distribution, 2006.

    Olfert, K.: Lexikon der Betriebswirtschaftslehre, 1996.

    Wunderlich, B.: Auswirkungen des E-Commerce auf Betriebsformen des Einzelhandels, 2007.

    http://www.ecc-handel.de/e-commerce-umsatz_2008_hde_prognostiziert_20.php (zugegriffen am 16.11.2008).


     

  • Electronic Data Interchange (EDI)

    Electronic Data Interchange (engl.) " Elektronischer Datenaustausch (de.)

    Electronic Data Interchange (EDI) ist eine Form des Datenaustausches, die von den Vereinten Nationen zum vereinfachten Datenaustausch zwischen rechtlich selbständigen Unternehmen entwickelt wurde. Durch EDI lassen sich hohe Datenvolumina zwischen Anwendungssystemen oder Unternehmenssoftware austauschen. „Dieser Informationsaustausch bezieht sich primär auf die Anbahnung und Durchführung von vertraglich vereinbarten Lieferungs- und Leistungsbeziehungen mit unterschiedlichen Partnern wie Lieferanten, Kunden, Transportunternehmen, Banken, Versicherungen oder staatlichen Behörden.“ (NEUBURGER 1994, S. 4) Bei dieser Form der Datenübertragung unterscheidet man im grundlegenden zwischen asynchronem und synchronem Datenaustausch.

    Asynchroner Datenaustausch

    Bei dem asynchronen Datenaustausch, auch Store & Forward genannt, werden Datenpakete bei der Übertragung mehrmals zwischengespeichert und in verschiedenen Schritten verschickt. Bei dieser Form wird keine Antwort auf den Inhalt des Austausches gesendet. Die bekannteste Form des asynchronen Datenaustausches ist die E-Mail.

    Synchroner Datenaustausch

    Im Gegensatz zum asynchronen Datenaustausch wird bei einem synchronen Datenaustausch eine Antwort bezogen auf den Inhalt des Datenpaketes verschickt. Ein Beispiel für diese Form der Informationsübertragung ist die Abfrage des Lagerbestandes, die auf der Grundlage des Pull-Prinzips erfolgt.

    In der folgenden Abbildung wird der Vorgang des EDI und die Umwandlung der auszutauschenden Daten in das EDIFACT-Format (Electronic Data Interchange for Administration, Commerce and Transport) erklärt.    

    Abb. 1: Electronic Data Interchange (EDI)

    Die Daten aus der Unternehmensapplikation, zum Beispiel Data Warehouse, werden durch das sogenannte Translation Tool in das EDIFACT-Format umgewandelt. Dies ist ein Standartformat zur Übertragung ähnlich wie das jpg-Format bei Bildern. Dies ermöglicht die Übertragung der relevanten Daten auch in verschiedene Anwendungssysteme. Das Communication Tool ermöglicht dann den Austausch der EDI-Daten zwischen unterschiedlichen Unternehmen (Trading Partner). Sind die Daten im entsprechenden Unternehmen angelangt werden diese wieder durch das Translation Tool umgewandelt und in der Unternehmensapplikation des Trading Partners implementiert (Input File).

    Ziele

    Primäres Ziel des EDI ist es durch den Informationsaustausch Zeit zu sparen und Fehler zu vermeiden. So werden bei einem schriftlichen Informationsverkehr die Daten in das Anwendungssystem des eigenen Unternehmens eingegeben, verarbeitet, ausgedruckt und verschickt. Im Partnerunternehmen werden diese dann wieder eingegeben und verarbeitet. Dieser Ablauf ist aufgrund seiner Komplexität fehleranfällig und ineffizient. EDI knüpft hier mit dem Grundgedanken, strukturierte Daten zwischen Unternehmen schnell zu verschicken und die Papierdokumente zu ersetzen („paperless trade“) an. Durch EDI ist eine schnelle Verarbeitung garantiert, denn die Daten von externen Instituten können direkt im eigenen Anwendungssystem integriert werden. So können auch ERP-Systeme miteinander verbunden werden und die Effizienz von Geschäftsprozessen gesteuert werden.Eine Herausforderung besteht jedoch im Austausch von beispielsweise japanischen und deutschen Instituten, denn aufgrund von unterschiedlichen EDI-Techniken, kann dies schnell zu Problemen bei der Implementierung und zu Budgetüberschreitungen führen.

    Bedeutung für E-Commerce

    Die Technik des EDI bietet dem Internetnutzer ebenfalls Vorteile. So kann beispielsweise eine Anfrage eines Kunden, über das Internet, schneller bearbeitet werden. Kauft ein User ein Produkt dessen Herstellung aus Güteaspekten erst nach der Bestellung vollendet werden kann, so ermöglicht EDI, dass die benötigten Einzelteile schnell bestellt werden können. Durch diese Technik sind Lieferanten direkt aneinander angeschlossen und die Bestellung kann unkompliziert durchgeführt werden. Darüber hinaus wird durch die EDI-Technik eine hohe Kundenzufriedenheit und im Folgenden eine stärkere Kundenbindung erreicht.

    Quellen

    DGVW.de: Was ist EDI?, in: http://www.dvgw.de/gas/netze-und-anlagen/netzsteuerungdispatching/allgemeine-einleitung/was-ist-edi/, zugegriffen am 17.11.2008.

    Neuburger, G.: Electronic Data Interchange, Einsatzmöglichkeiten und ökonomische Auswirkungen, Wiesbaden 1994.

    Wikipedia.de: Elektronischer Datenaustausch, in: http://de.wikipedia.org/wiki/Elektronischer_Datenaustausch, zugegriffen am 16.11.2008.

  • Elektronische Beschaffung

    Elektronische Beschaffung  

    Definition: 

    In der Literatur gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Definitionen für den Begriff „Elektronische Beschaffung „. Die einfachste und oft genannte Definition lautet wie folgt:  

    „Unter elektronischer Beschaffung, auch E-Procurement genannt, versteht man die Beschaffung von Gütern oder Dienstleistungen über das Internet.“ [1] 

    Bevor auf den Begriff „Elektronische Beschaffung“ näher eingegangen wird, ist es erforderlich, zu nächst den oben genanten Begriff vom „E-Business“ und „E-Commerce“ abzugrenzen.  

    Das Unternehmen zwischen e-Procurement und e-Commerce

    Abbildung 1: Das Unternehmen zwischen e-Procurement und e-Commerce[2] 

    Mit E-Business meint man die elektronische Unterstützung aller Geschäftsprozesse eines Unternehmens, die über Kommunikationsmedien abgewickelt werden.[3] E-Business ist also als Oberbegriff für den elektronischen Einkauf und Absatz zu verstehen. Anders gesagt: E-Business umfasst alle geschäftlichen Transaktionen im Internet. Siehe Abbildung 1  

    E-Commerce ist ein Teilbereich des E-Business und wird allgemein als ein elektronischer Distributionsweg verstanden[4]. E-Commerce findet hauptsächlich auf der Verkaufsseite (sell-side) statt. Wie aus der Grafik zu entnehmen ist, sind Vereinbarungen und Transaktionsgeschäfte wichtige Schwerpunkte des Teilbereiches. 

    Wie am Anfang des Textes bereits erwähnt wurde, handelt es sich bei der Elektronischen Beschaffung (E-Procurement) um Geschäftsbeziehungen zwischen Unternehmen und Lieferanten über das Internet. Dies findet auf der Einkaufsseite (buy-side) statt. Elektronische Beschaffung (E-Procurement) ist ebenfalls ein Teilbereich des E-Business. 

     Möglichkeiten der Elektronischen Beschaffung 

    Bei der Elektronischen Beschaffung unterscheidet man zwischen geschlossenen und offenen Systemen. Das heißt die Beschaffung kann entweder über geschlossene Computernetze zwischen einem Unternehmen und seinem Lieferant (Extranet) oder über offene Computernetze (Internet) stattfinden.[5] Transaktionsgeschäfte über offene Computernetze sind eher für den Bereich E-Commerce typisch. Siehe Abbildung 1   

    Auf der „Sell-side-Ebene“ hat der Lieferant die Möglichkeit ein so genanntes Anbieter-Portal zu errichten, das einen Überblick über das gesamte Angebot des Lieferanten verschafft.  Der Käufer übernimmt hier die aktive Rolle, indem er beim Angebotsvergleich alle der für ihn infrage kommenden Lieferantenwebseiten besucht, um Preise, die Qualität und Einkaufsbedingungen zu vergleichen. 

    Das Gegenstück zum Anbieter-Portal ist das Nachfrage-Portal (buy-side). Hier hat der Kunde die Möglichkeit seinen Bedarf ins Netz zu stellen. Dieses Mal übernimmt der Lieferant die aktive Rolle indem er sich über Details informiert und entsprechend Angebote abgibt. [6]   

    Nutzenpotenziale der elektronischen Beschaffung 

    Unternehmen, die sich für die elektronische Beschaffung entscheiden, verfolgen meistens ökonomische Ziele, wie Kosten- und Zeitersparnisse aber auch die Verbesserung der Beschaffungsqualität.[7]  Hierzu einige Beispiele:

    ·        Beschleunigte Bestellabwicklung

    ·        Senkung der Papier- und Portkosten

    ·        Senkung der Personalkosten

    ·        Senkung der Lagerkosten

    ·        Senkung der Zahlungsabwicklungskosten

    ·        Erhöhung der Termingenauigkeit

    ·        Reduzierung von Erfassungsfehlern

    ·        Verbessertes Beschaffungsmarketing 

    Ausblick

    Bei Großunternehmen ist es heute selbstverständlich, dass „e-Werkzeuge“ wie E-Procurement und E-Commerce zum Einsatz kommen.  Der Nachholbedarf bei kleinen und mittelgroßen Unternehmen hingegen ist groß. Das Wachstumspotenzial hinsichtlich der elektronischen Beschaffung ist somit bei den oben genanten Unternehmensgrößen enorm, wodurch auch das Interesse der Anbieter für E-Procurement-Lösungen an mittelgroßen Unternehmen stetig steigt.      ^


  • Elektronische Beschaffung

    Elektronische Beschaffung (Electronic Procurement)

    Mit elektronischer Beschaffung (Electronic Procurement; E-Procurement; synonym: Electronic Purchasing) wird die Durchführung von Beschaffungsprozessen im Business-to-Business-Bereich über das Internet (Business-to-Business Electronic Commerce bezeichnet.

    Elektronische Beschaffung kann insbesondere zu einer Beschleunigung der Beschaffungsprozesse, zu einer Reduktion der Beschaffungskosten (sowohl im Sinne von Prozesskosten als auch im Sinne der gezahlten Preise) und zu einer Erhöhung der Beschaffungsqualität (im Sinne einer besseren Erfüllung der Anforderungen an die Beschaffungsobjekte) führen.

    Diese Ziele können insb. über die Automatisierung der Prozesse, die engere Anbindung an Lieferanten, die Erhöhung der Produktauswahl und die Koordinierung der Beschaffung erreicht werden. Wenn elektronische Beschaffung ein Beschaffungskanal unter mehreren ist, kommt der Koordinierung und Synchronisierung der Beschaffungs­kanäle ("Multi-Channel-Sourcing") eine besondere Bedeutung zu.

  • Elektronischer Marktplatz

    Elektronischer Marktplatz 

    Der Elektronische Marktplatz (auch Internetverkauf, Elektronischer Handel, Virtueller Marktplatz) ist eine elektronische Einkaufsplattform im Internet. Ziel dieser Einkaufsplattform ist das Zusammenkommen von Anbietern und Nachfragern mit der Absicht Geschäfte über das Internet abzuschließen.

    In Abhängigkeit von den jeweiligen Anbietern bzw. Nachfragern spricht man von B2B, B2C, C2B oder auch C2C Marktplätzen.

    Nicht alle Marktplätze sind für jedermann in gleicher Art und Weise zugänglich, insofern werden die elektronischen Marktplätze nach deren Zugangsformen unterteilt.

     

    Unterschieden wird nach offenen und geschlossenen Marktplätzen:

    Bei offenen Marktplätzen kann sich jeder Anbieter bzw. Nachfrager registrieren und problemlos tätig werden. Ebenso problemlos können sich die Anbieter bzw. Nachfrager aus dem Marktplatz zurückziehen. Geltende Zugangsbeschränkungen bei offenen Marktplätzen können Zahlungen einer Zugangsgebühr, sowie die Akzeptanz der geltenden AGB’s sein.

    Das beste und wohl auch bekannteste Beispiel eines offenen elektronischen Marktplatzes ist EBAY, was wohl jedem Internetuser ein Begriff sein sollte.

    Bezogen auf die geschlossenen Marktplätze lässt sich sagen, dass diese im Gegensatz zu den offenen strenge Beschränkungen aufweisen, was den Markteintritt  bzw. –austritt angeht.

    Die angesprochenen Beschränkungen können unter anderem regional-, personen- oder institutionenbezogen sein und werden mit Hilfe von Zugangscodes oder technischen Beschränkungen umgesetzt.

    Generell gilt jedoch sowohl für die offenen als auch für die geschlossenen Marktplätze eine Ortsungebundenheit, dass heißt, das jeder Nutzer auf dem Markt aktiv sein kann, egal wo er ist Hauptsache ein Zugang zum World Wide Web ist garantiert.

     

    Horizontale und vertikale Marktplätze

    Elektronische Marktplätze werden nicht nur nach deren Zugangsformen unterschieden sondern auch nach dem angebotenen Sortiment. Sie können unterteilt werden in horizontale und vertikale Marktplätze.

    Auf horizontalen Marktplätzen ist das angebotene Warensortiment Branchenübergreifend, die dort auftretenden Nachfrager kommen aus unterschiedlichen Branchen und greifen auf das angebotene Sortiment einer Lieferantengruppe zu. Dies ist z.B. der Fall beim Beschaffungsprozess wo mehrere Nachfrager aus verschiedenen Branchen bei ein und demselben Anbieter Ihre Waren kaufen.

    Im Gegensatz dazu werden auf vertikalen Marktplätzen mehrere Geschäftsprozesse einer einzigen Branche abgebildet und somit auch ein Branchenspezifisches Angebotssortiment angeboten. Hierbei handelt es sich nicht nur um den Prozess der Beschaffung, sondern um mehrere das Unternehmen betreffende Prozesse.

     Umfassend gesehen beinhaltet der Elektronische Marktplatz jede Art von geschäftsmäßiger Transaktion, bei der die Transaktionspartner im Rahmen von Leistungsanbahnung, -vereinbarung oder -erbringung elektronische Kommunikationstechniken einsetzen. Diese Art von geschäftlichen Transaktionen wird seit den 90er Jahren mit dem Begriff Electronic Business (E-Business) beschrieben.

     

    Einige Beispiele für Marktplätze:

    B2B:    mercateo - Offener, horizontaler Marktplatz für Unternehmen,      Gewerbetreibende und Freiberufler

    B2C:     Expedia.de Thema Reisen

    C2C:     Ebay.de

    Quellen:

    Ruff, A.: Vertriebsrecht im Internet: der Vertrieb und Fernabsatz von Waren und Dienstleistungen, 2003, S.17

  • Elektronischer Marktplatz_neu

    Elektronischer Marktplatz

    Definition

    Ein elektronischer Marktplatz ist eine elektronische Einkaufsplattform im Internet bzw. ein interorganisatorisches Informationssystem. An diesem ökonomischen Ort treffen aggregierte Nachfrage und aggregiertes Angebot zusammen, um Dienstleistungen oder Produkte zu handeln (Gütertransaktionen vorzunehmen) und Informationen auszutauschen und um sich Wissen anzueignen. "Elektronische Märkte werden somit als Transaktions- und Kommunikationsmedien aufgefasst." (AHLERT, 2001, S.142 ). Die Verhandlungen resultieren in einen elektronischen Kontrakt. Die Interaktionen erfolgen durch digitale Prozesse.
    Es gibt erhebliche Unterschiede im Funktionsumfang: Die einfachste Form eines e-Marktes ist eine Art von einzelnen Angeboten auf einer Seite (ähnlich schwarzes Brett) und die Kontaktaufnahme erfolgt traditionell. In einem weiteren Schritt werden Produktkataloge und Zusatzleistungen, wie Brancheninformationen angeboten.

    Es gibt verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten bei elektronischen Marktplätzen; man unterscheidet zwischen: Art der Organisation, räumliche Lage der Anbieter (regional- alle Anbieter Sitz in einer Region, national- alle Anbieter mit Sitz in einem Land, international- Anbieter mit Sitz in verschiedenen Ländern), Möglichkeiten des Martkzuganges, Art der Preisbildung/ Online Pricing (entweder herkömmliche Preisabbildungsverfahren, wie vorgegebene Festpreise oder Preise auf Verhandlungsbasis oder diverse Auktionsverfahren)  und angebotenen Produkte, Dienstleitungen und weiteren Frunktionen.

    Elektronische Märkte basieren auf Informationssystemen, die die einzelnen Phasen der Markttransaktion unterstützen, integrieren und automatisieren.

    Es gibt branchenspezifische Marktplätze, welche ein vertikales Sortiment anbieten und branchenübergreifende Marktplätze, welche ein horizontales Warenangebot anbieten. Des Weiteren gibt es 3 Arten von e-Marktplätzen: C2C- Consumer to Consumer- (z.b. Ebay), B2C - Business to Consumer- (visuelle Malls, Amazon) und B2B -Business to Business- (oft geschlossene oder halboffene -Extranets- Marktplätze).

    Der Hauptgedanke von diesen Märkten ist die Bedarfsbündelung.Wie auf dem folgenden Bild dargestellt, wird der elektronische Marktplatz von einem Betreiber zur Verfügung gestellt, welcher die Vorauswahl der Marktteilnehmer übernimmt und die Transaktionen zwischen Anbieter und Nachfrager unterstützt. Der Betreiber ist entweder ein unabhängiger Vermittler (Intermediär) oder eine Gruppe von Marktplatzteilnehmern (Konsortium).

    Elektronischer Marktplatz
     

    Es gibt offene (alle Interessenten haben Zugang) und geschlossene (nur ein bestimmter Kreis an Usern hat Zugang) Marktplätze.Im deutschsprachigen Raum bestehen zur Zeit ca. 90 Markplätze.

    Vorteile

    Es herrscht eine sehr große Markttransparenz, sodass sich Ausschreibungen und Auktionen schnell realisieren lassen. Die Nachfrager können sich an dem Markt direkt über eine Vielzahl von Produkten, Lieferanten und Anbietern informieren und die Möglichkeit wahrnehmen einen Preisvergleich direkt durchzuführen. Dies schafft die Möglichkeit preiswerter einzukaufen. Neben der Erhöhung der Markttransparenz, dem schnellen Zugriff auf relevante Lieferanten, Produkte und Preise wie auch die Schaffung von neuen Kundenkontakten, ist ein weiterer Vorteil die effiziente Abwicklung des Bestellprozesses sowie die Möglichkeit, den Beschaffungsbedarf auszuschreiben. Weiterhin besteht die Möglichkeit für Anbieter Märkte zu erschließen. Prozesse lassen sich beschleunigen. Dem Marktteilnehmer wird ermöglicht, unabhängig vom realen Standort in den virtuellen Marktplatz einzutreten. Es lassen sich Kosten einsparen für die Logistik, Kundenbetreuung und Ladenmieten.

    Die neuen Marktplätze sind Nischen für innovative Produkte, vor allem im e-Commerce Bereich, wie z.B. im Bereich des Infotainment.

    Risiken

    Durch elektronische Märkte wird der Wettbewerbsdruck erhöht. Dies bietet die Gefahr von Kapazitätsengpässen, wenn vor allem kleinere und mittelständische Unternehmen als Anbieter auftreten und nicht mehr liefern können. Weitere Probleme ist die fehlende Anzahl der Marktteilnehmer bei machen e-Marktplätzen und technische Probleme.

    Da die zentrale Aufgabe des E-Marktes das „Matchmaking“ ist, muss man für dieses Informationsgewissheit bringen und Vertrauen erzeugen. Unabdingbar ist hierbei, die Systeme auf Risiko und Bonität zu überprüfen.

    Es müssen zuerst hohe Kosten veranschlagt werden, damit der Markt die kritische Masse überspringen kann und die Transaktionsliquidität erreicht wird.

    Es muss sichergestellt werden, dass bei allen Teilnehmer des e-Marktes die Anwendungssysteme implementiert sind, da sonst der Workflow nicht gewährleistet wird.

    Es ich außerdem wichtig, dass ein dynamisch Abruf von Daten und Prozessen in Echtzeit erfolgen kann, da so die direkte Kommunikationsfähigkeit, Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit garantiert wird.

    Implementierung - Vorraussetzungen für den Anschluss und die Nutzung

    Primäre Vorraussetzung ist, dass in dem jeweiligen Bereich ein elektronischer Markt existiert. Weiterhin müssen die Nachfrager und Anbieter registriert werden. Hierbei kommen das Bereichswissen und die Branchenbeziehungen zum Tragen.

    Sekundär sollten die Verkaufs- und Beschaffungsstrategien, Produktpräsentationsmöglichkeiten, Gebühren und Produktkataloge feststehen; es sollten Marktprozesse benannt werden und in die Systeme der Marktteilnehmer eingebettet werden (insbesondere Enterprise- Ressource- Planning – Systeme –ERP). In einem weiteren Schritt muss die Architektur des e-Marktes formuliert werden und die Mechanismen integriert werden; danach müssen technische Prozesse für die Integration von dynamischen Echtzeitinhalten, Prozessen und Anwendungen entworfen werden.

    Des Weiteren müssen interne organisatorische Abläufe an den e-Markt angepasst werden und es ist sicherzustellen, dass interne Mechanismen existieren, sodass sämtliche Informationen (wie Ausschreibungen und Anfragen) automatisch weitergeleitet werden, damit eine schnelle Reaktion möglich ist und Medienbrüche vermieden werden.

    Technologie

    Es handelt sich um einen oder mehrere Server, auf denen eine Software bereitgestellt wird. Über elektronische Netzwerke verbinden sich die Marktteilnehmer mit den Servern. Die Marktplätze bestehen aus einem System von Hard- und Software, sowie einer Menge definierter technischer und organisatorischer Regeln.

    Meistens besteht ein elektronischer Markt aus einem „vierstufigen Client/ Server- Architektur, die auf Web- Anwendungsserver besteht "(Radjou, 2000, S.2.). Die Kernfunktionen sind die Plattformebenen, wie auf der folgenden Abbildung dargestellt:

    Elektronischer Marktplatz

    Die Architektur ist meistens so konzipiert, dass die Konfigurierbarkeit ein gutes Maß an Skalierbarkeit, Stabilität, Verfügbarkeit und Flexibilität vorweist.  

    Transaktionen

    Der elektronische Markt ist eine universelle, ortlose Transaktionsmaschine.

    Die Markttransaktion lässt sich in logische Abläufe in vier Phasen darstellen. Die erste Phase ist die Wissensphase, die durch Erlangung von Informationen gebildet wird (Produktspezifikation, Preise, Konditionen, Angaben über Lieferung und Bezahlung, rechtliche Fragen).In der Absichtsphase wird ein Ziel definiert.In der Vereinbarungsphase wird verhandelt (Herzstück der generischen Marktdienste- Herstellung eines sicheren elektronischen Vertrages) und in der Abwicklungsphase die Transaktion ausgeführt.

    Für den Erfolg eines elektronischen Marktes ist es wichtig, dass die Darstellung der Angebote bzw. Anbieter und der Nachfrager möglichst generisch erfolgt. 

    Alle Phasen bei den Transaktionen verursachen Kosten. Die Transaktionskosten aller Phasen sind eine Funktion der verwendeten Kommunikationsmittel, sowie der implementierten organisatorischen Strukturen. Diese Trankaktionskosten werden jedoch erheblich gesenkt. Ein Effekt ist die zunehmende Liquidität, Globalität und die Skaleneffekte durch die Schnittstellen zu den lokalen Instanzen. Die Liquidität ist auch abhängig von der Größe des Marktes.

    Elektronische Märkte haben das Potenzial, die Wertschöpfungsketten fundamental zu verändern. Dies ist vor allem durch die so genannten „Netzwerkeffekte“ möglich. Der Nutzen an dem elektronischen Marktplatz wächst, wenn dessen Nutzerzahl größer wird. Durch diesen erhöhten Nutzen wird das Netzwerk für noch mehr Personen interessant, die Nutzerzahl wächst weiter an, und somit wiederum der Nutzen für alle. 

    Quellen: 

    Dr. Ahlert, D., Dr. Becker, J., Kenning, P., Dr. Schütte, R. (Hrsg.), Internet & Co. Im Handel, Strategien, Geschäftsmodelle, Erfahrungen, 2. Auflage, Berlin/ Heidelberg, 2001. 

    Schmid, B., Weiber, R. (Hrsg.), Handbuch Electronic Business- Informationstechnologien- Electronic Commerce- Geschäftsprozesse, Wiesbaden, 2000. 

    Teichmann, R., Nonnenmacher, N., Henkel, J. (Hrsg.), E- Commerce und E- Payment, Rahmenbedingungen, Infrastruktur, Perspektiven, Wiesbaden, 2001.

    http://www.itwissen.info/definition/lexikon/Elektronischer-Marktplatz-EM-electronic-marketplace-EM.html 

    http://www.teialehrbuch.de/Kostenlose-Kurse/eBusiness/12220-Elektronischer-Marktplatz.html 

    http://www.oldenbourg.de:8080/wienzyklopaedie/lexikon/
    informationssysteme/Electronic-Business/Electronic-Commerce/Elektronischer-Marktplatz


  • ePayment (engl.) " Elektronische Bezahlung (de.)

    Der ursprüngliche Begriff des elektronischen Zahlungsverkehrs stand für die digitale Abwicklung von Finanztransaktionen im Bankenbereich. Mit der steigenden Bedeutung des E-Commerce änderte sich auch das Verständnis des elektronischen Bezahlens (dt.) " e-Payment (electronic Payment)(engl.).

    Was ist e-Payment?
    Unter e-Payment werden heute allgemein alle elektronischen Zahlungsverfahren und der elektronische Zahlungsverkehr zwischen Geschäftspartnern und/oder Privatpersonen verstanden. Es ist ein Verfahren für verschiedene Zahlungsmedien, die den Handel über das Internt mit der Funktion des zeitgleichen, gesicherten Bezahlens versieht (TEICHMANN/NONNENMACHER/HENKEL 2001,S.338).  Existierende Bezahlungsverfahren werden in der Literatur nach verschieden Arten systematisiert:
     
    • Zahlungszeitpunkt (z.B. prepaid, pay now, postpaid)
    • Höhe der Zahlung (z.B. Micro- und Macropayment) bzw. des Einsatzgebietes (Art des e-Shops)
    • Häufigkeit der Zahlung (einmalig oder mehrmalig)
    • Transaktionsweg (des Geldes und der Informationen)
    • eingesetzte Soft- und Hardwarekomponenten

    (DANNBERG/ULRICH 2004, S.3ff)

    Vorab ist zu klären, dass als reelle Aktion des Geldtransfers nur die Überweisung(aktiv) und das Lastschriftverfahren(passiv) existieren. Alle hier angesprochenen Systeme, Verfahren bzw. Drittanbieter verwenden letztlich zum Transfer des Geldes eine der genannten Varianten. Unterschiedlich ist nur das Verfahren der Indentifikation / Autorisierung, um den Geldtransfer zu veranlassen. Auf diese Verfahren bezieht sich e-Payment und sollen im Folgenden näher erläutert werden.

    Im weiteren Sinne umfasst das Verständnis von e-Payment alle Möglichkeiten des Bezahlens im Internet. Alle Schritte, die dazu nötig sind, können im Internet veranlasst werden. Hierzu zählen alle Zahlungen, die unmittelbar über elektronische Medien durch die eindeutige Identifizierung freigegeben werden können, wie z.B. Kreditkarten. In principle, e-Payment, may be defined as all payments that are initated, processed an received electronically. One can distinguish between E-Commerce retail payments(business-to-consumer or B2C payments) and e-Payments amongst consumers(Private-to-Private or P2P payments), as well as electronic adoptions of "traditional" banking services (electronical transactions between a bank and its customers,e.g. for initiating credit transfer or authorising direct debits).(LAMMER 2006, S.7f)

    Im engeren Sinne umfasst das Verständnis von e-Payment, alle Dienstleister (Drittanbieter) von elektronischen Bezahlungsverfahren bzw. Zahlungssystemen. Diese gewährleisten gegen Entgelt den Transfer von Geld und Informationen zwischen Verkäufer und Käufer.

    Welche Vorteile bietet e-Payment?
    • E-Payment ermöglicht das Bezahlen im Internet, d.h. beim online Bestellen kann auch die Zahlung im Internet veranlasst  und durchgeführt werden. 
    • Zusätzliche Bezahlschritte außerhalb des Internets sind nicht mehr erforderlich.
    • Der Geldtransfer wird vom Kunden zum Verkäufer erleichtert und beschleunigt und in Abhängigkeit vom benutzen   System  kann eine relative Sicherheit gewährleistet werden. Unter Sicherheit ist hier die Sicherheit vor Betrug   wie auch  Datenklau-Angriffen etc. gemeint.
    • Elektronische Zahlungsverfahren setzten die Hemmschwelleder der Käufer zum Kaufentschluss herab, da sie den    Aktionsaufwand beim Bezahlen verringern.
    • In Abhängigkeit des Anbieters besteht eine gewisse Gewährleistung des Zahlung.
    • Als neutraler Vermittler, schafft er Vetrauen auf Seiten des Käufers und Verkäufers. Dieses Vetrauen ist Voraussetzung für den Kauf bzw. Verkauf von Ware.
    • Ünterstützt das Risikomanagement des Händlers
    • Absicherung gegen Zahlungsausfall (je nach e-Payment Anbieter)
    • Einfachheit des Kaufens dient als zusätzlicher Kaufanreiz
    • Elektronische Bezahlsysteme vereinfachen das Bezahlen im Internet und besitzen deshalb das Potential, die Kundenzufriedenheit und damit die Kundenbindung zu verbessern und dadurch wiederum den Umsatz zu steigern.
    Welche Anforderungen werden an e-Payment-Verfahren im E- Commerce gestellt?

    im Allgemeinen:

    •  ACID= Atomicity (komplette oder keine Abwicklung des Auftrages)/ Consistency(Gleiche Informationen, keine  Veränderung  möglich) / Independence (Zahlungen untereinander dürfen sich nicht beeinflussen) / Durability   (Widerherstellbarkeit des  letzten gültigen Systemzustandes)
    • Reputation und Verlässlichkeit (Sicherheit)
    • Internationalität
    • breite Akzeptanz 
    • Fälschungssicherheit 
    • Konvertierbarkeit
    • Datenintegrität
    • Umlauffähigkeit
    • Absicherung im Schadensfall
    • Authentizität
    • Abhörsicherheit 
    • flexible Einsatzfähigkeit z.B. crossborderpayments oder p2p Payment etc.)

    vom Kunden: 

    • Sicherheit ggü. Händler
    • Sicherheit ggü Dritten
    • bequeme, einfache Handhabung (Benutzerfreundlichkeit)
    • Breite Akzeptanz
    • Niedrige Kosten
    • Blastungszeitpunkt
    • Nachvollziehbarkeit
    • Anonymität
    • Portabilität
    • Zusatzleistungen
    • Zeitaufwand
    vom Händler:
     
    • Zahlungssicherheit
    • technische Akzeptanz
    • enge Kundenbeziehung (CRM)
    • Hohe Verbreitung
    • prepaid/postpaid
    • Kosten
    • geringe Transaktionskosten
    Wie funktioniert e-Payment?
    Um eine Bestellung im Internet zu bezahlen muss sich der Kunde zunächst beim Händler bzw. im e-Shop eindeutig identifiziert, das heißt durch eine Anmeldung (login und Passwort) autorisieren.
    Durch die Übermittlung der Daten, wie Kreditkarteninformationen oder Kontodaten (Lastschriftverfahren) an den Händler, kann die Zahlung veranlasst werden. An dieser Stelle können aber auch neue e-Payment  Verfahren eingesetzt werden.
    Die Zuhilfenahme eines  solchen Bezahlverfahren setzt voraus, dass
     
    • der e-Commerce Händler mit einem e-Payment Anbieter kooperiert und
    • der Besteller bereits als Kunde des e-Payment Anbieter angemeldet ist und alle nötigen Daten angegeben hat.

    Je nach Anbieter variiert die Handhabung des Geld- und Informationstransfers. In der Regel gibt der Kunde den Anbieter als Zahlungsmethode an.
    Dieser übernimmt dann als Dienstleister die Übermittlung der Versanddaten und die Überweisung des Zahlungsbetrages an den Händler. Je nach Anbieter wird gleichzeitig, vorab oder im Nachhinein die Summe von einem vorher aufgeladenen Konto oder vom Bankkonto des Endkunden eingezogen. Erreicht die digitale oder physische Ware den Konsumenten ist der Kaufvertrag(Verplichtungs- und Erfüllungsgeschäft) abgeschlossen.

    Wovon hängt ab, welcher e-Payment Anbieter genutzt werden kann und welche e-Payment Anbieter gibt es?

    Es gibt eine Vielzahl von e-Payment Anbietern. Der Markt ist hart umkämpft und es hat sich noch kein Anbieter national oder international durchgesetzt. In Abhängigkeit von

    • Zielgruppe
    • Art des Shops
    • Zahlungsbeträgen
    • Bekanntheitsgrad
    • Einsatzmöglichkeiten des Systems
    • Userakzeptanz
    • Kooperationspartnern
    • Zahlungsart
    • Kosten für Verkäufer und Käufer

    entscheidet sich, welcher Händler mit welchem Dienstleister zusammenarbeitet. Grundsätzlich kann sich jeder User bei einem gewünschten e-Payment Anbieter anmelden.

    Zu den bekanntesten Anbietern Deutschlands gehören:

Wie sicher ist e-Payment vor Missbrauch und Betrug?

Beim elektronischen Transfer von Geld besteht die Gefahr, dass das Geld umgeleitet wird oder der Zahlungsbetrag nachträglich manipuliert wird. Durch Phising oder ähnlich Hacker-Angriffe können vertrauliche Daten zudem ausspioniert werden.
Grundsätzlich hängt die Sicherheit des e-Payments von den Vorkehrungen des Users, dem jeweiligen Zahlungsverfahren und der Seriosität des Händlers ab. Passwörter, Codes, Zugangsdaten und andere Identifikationsmerkmale sollten dabei sehr vorsichtig gehandhabt werden. Beim online Bezahlen sollte immer auf eine verschlüsselte Verbindung geachtet werden(z.B. SSL-Verschlüsselung).

Was kostet e-Payment von Drittanbietern?

Das Entgelt variiert je nach Anbieter. Es werden prozentuale Gebühren oder eine Pauschale pro Transaktion vom Käufer und/oder Verkäufer berechnet.

Quellenverzeichnis

Dannenberg, M., Ulrich, A.(2004): E-Payment und E-Billing, Elektronische Bezahlsysteme für Mobilfunk und Internet, Wiesbaden.

Lammer, T.(2006): Handbuch E-Money, E-Payment, M-Payment, Wiesbaden.

Teichmann, R., Nonnenmacher, M., Henkel J.(Hrsg.)(2001): E-Commerce und E-Payment, Rahmenbedingungen, Infrastruktur, Perspektiven, Wiesbaden.

http://www.ecin.de/zahlungssysteme zugegriffen am 13.11.2008.

http://www.meine-erste-homepage.com/epayment.php zugegriffen am 13.11.2008.

http://www.chip.de/artikel/Online-Bezahlsystem-im-ueberblick_29511469.html zugegriffen am 13.11.2008.

http://www.webmasterpro.de/management/article/geld-verdienen-e-paymant-online-bezahlsysteme.html zugegriffen am 13.11.2008.

http://www.vorlesungen.info/node/285 zugegriffen am 18.11.2008

  • E_Commerce

    E-Commerce (engl.) „Elektronischer Handel (de.)“

    Begriff  

    E-Commerce als Teil des E-Business beinhaltet im näheren Sinne die  digitale Anbahnung, Aushandlung und/oder Abwicklung von Transaktionen zwischen Wirtschaftssubjekten“. Es ist sozusagen eine neue Form der Geschäftsbeziehung, bei der über das neue Kommunikations- und Distributionskanal „Internet“ eine Handels-/Dienstleisterbeziehung zwischen Anbieter und Abnehmer abgewickelt wird. Im weiteren Sinne ist jede Art von geschäftlicher Transaktion gemeint, bei der die Akteure im Rahmen von Leistungsanbahnung, -vereinbarung oder -erbringung elektronische Kommunikationstechniken verwenden.Eine einheitliche Definition liegt jedoch aufgrund der vielen Einsatzgebiete des E-Commerce nicht vor.  

    Einsatzmöglichkeiten E-Commerce

     Der elektronische Handel lässt sich nach Art der Akteure differenzieren:

    Einsatzmöglichkeiten E-Commerce

    C2C: Es bezeichnet den direkten Handel zwischen Privatpersonen, deren Kontakt durch Makler oder durch Auktionsseiten wie www.ebay.de entstehen. B2C: Damit ist der Bestell-/Verkaufprozess von Güter und Dienstleistungen eines Anbieters (Produzent, Händler) gegenüber einer großen, wechselnden Zahl von Kunden gemeint. Beispiele wären Online- Shops.

    A2C: Dabei haben die Kunden bzw. Bürger über die Internetverbindung Zugang zur öffentlichen Verwaltung. Beispiele hierfür wäre die elektronische Steuererklärung, die Vermittlung von Arbeitssuchenden oder die Durchführung von elektronischen Wahlen.

    C2B: Beispiele wären Jobbörsen mit Anzeigen von Arbeitssuchenden wie in www.monster.de. 

    B2B: Bezeichnet den Handel zwischen Unternehmen. Beispielhaft: Bestellung eines Unternehmens bei einem Zulieferer per EDI.

    A2B:Das A2B umfasst die Beschaffungsprozesse öffentlicher Institutionen im Internet.

    C2A: Das C2A Business liegt vor, wenn z.B. eine Steuerabwicklung von Privatpersonen erfolgt (Einkommenssteuer).

    B2A: Es ist geprägt durch Interaktionen zwischen Institutionen und Unternehmen. Dies ist der Fall bei Steuerabwicklung von Unternehmen (Umsatzsteuer, Körperschaftssteuer...) oder bei öffentlichen Ausschreibungen.

    A2A: Das A2A Business beinhaltet zum Beispiel Transaktionen zwischen öffentlichen Institutionen im In- und Ausland, jedoch ist es unüblich.

    Gründe für das Wachstum des E-Commerce

    Es gibt viele Studien wie die Forrester- Studie, die eine enorme Wachstumssteigerung des E-Commerce vorhersagen.Denn E-Commerce bietet viele Vorteile, die es zu einem attraktiven Medium machen.Beispiele: 

    • Flexibilität des neuen Vertriebskanals gegenüber den traditionellen Vertriebskanälen (Anbieterseite)
    • Senkung der Transaktionskosten
    • Neue Kommunikation mit den Kunden
    • Umsatzerhöhung
    • Vereinfachung der Geschäftsprozesse
    • Verzicht auf Intermediäre 

    Erfolgfaktoren eines guten E-Commerce- Auftritts

    Viele Unternehmen möchten aufgrund der guten Prognosen einen Online- Shop errichten, um neues Kundenpotenzial zu erschließen. Nur wer sich durch anerkannten Mehrwert von der Konkurrenz unterscheidet, hat eine Chance. Folgende Faktoren sind wichtig:

     

    ·         Professionelle Gestaltung (Corporate Identity, einfache Navigation, Usability)

    ·         Aktualität

    ·         Interaktion( Nutzung zur kontinuierlichen Marktforschung, um Geschäft optimal auf die Kundenwünsche anzupassen)

    ·         Online- Marketing (Vom Push zu Pull- Marketing)

    ·         Kundenbindung ( After- Sales Betreuung durch Shop-Betreiber durch Support Foren oder Newsletter)

    ·         Preisstabilität/-transparenz

    ·         Datensicherheit

     

    Um den Anforderungen zu entsprechen, muss eine eingehende Planung gemacht werden. Hierfür ist ein Marketing-Plan nützlich, der folgendes festlegen sollte:

     

    ·         Corporate Identity

    ·         Zieldefinition

    ·         Zielgruppen

    ·         Marktnische

    ·         Unique Selling Proposition (USP)

    ·         Marketinginstrumente

    ·         Budget

      

    Quellen:

    Altenburg, T.: Chancen und Risiken des E-Commerce für KMU, in: http://www.uni-leipzig.de/sept/downloads/SWP09_Altenburg_download.pdf,  zugegriffen am 22.06.2007. 

    Somm, F.: Elektronischer Handel: Zahlen, Fakten, Trends, in: Klietmann, M. (Hrsg.): Kunden im E-Commerce- Verbraucherprofile, Vertriebstechniken, Vertrauensmanagement, Düsseldorf, 2001. 

    Abers, S.: eCommerce- Einstieg, Strategie und Umsetzung im Unternehmen,3.Auflage, Frankfurt am Main, 2001.  o.A.: Elektronischer Handel, in: http://de.wikipedia.org/wiki/Elektronischer_Handel , zugegriffen am 22.06.2007. 

    Knab, S.: eCommerce, Seminar Internetsicherheit, in: http://www.informatik.uni-hamburg.de/SVS/teaching/ws2004-05/seminar/eCommerce.pdf, zugegriffen am 22.06.2007. 

    o.A.: E-Commerce, in: http://www.aifb.uni-karlsruhe.de/Lehre/Sommer2007/AI_II/unterlagen/Kap.1.Einleitung.4s.pdf,  zugegriffen am 22.06.2007.