Glossar

A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z

  • PageRank

    PageRank

     

    PageRank-Verfahren der Suchmaschine Google

    Im Verlauf der letzten Jahre hat sich Google weltweit zur bedeutendsten Suchmaschine entwickelt. Maßgebend verantwortlich hierfür war neben einer hohen Performance und einer großen Benutzerfreundlichkeit vor allem die den anderen Suchmaschinen teilweise weit überlegene Qualität der Suchergebnisse. Diese Qualität der Suchergebnisse beruht ganz wesentlich auf dem PageRank-Verfahren.

    Das PageRank-Verfahren ist das bekannteste Verfahren zur Bewertung/Gewichtung von Webseiten. Dieses Verfahren, basierend auf einem Algorithmus, wurde Ende der 90er Jahre von Sergey Brin und Lawrence Page (Gründer von Google) an der Stanford Universität entwickelt und publiziert

    Das PageRank-Konzept

    Im Gegensatz zum Konzept der Link-Popularität nutzt das PageRank-Konzept nicht einfach die absolute Anzahl eingehender Links für die Beurteilung der Bedeutung einer Webseite. Die Argumentation der Google-Gründer gegen das Konzept der einfachen Link-Popularität war, dass ein Dokument zwar bedeutsam ist, wenn es von vielen anderen verlinkt wird, nicht jedes verlinkende Dokument ist jedoch gleichwertig. Vielmehr sollte einem Dokument - völlig unabhängig von seinen Inhalten - ein hoher Rang zugewiesen werden, wenn es von anderen bedeutenden Dokumenten verlinkt wird.

    Die Bedeutsamkeit eines Dokuments bestimmt sich im Rahmen des PageRank-Konzepts also aus der Bedeutsamkeit der darauf verlinkenden Dokumente. Deren Rang wiederum bestimmt sich ebenfalls aus dem Rang verlinkender Dokumente. Die Bedeutsamkeit eines Dokuments definiert sich stets rekursiv aus der Bedeutsamkeit anderer Dokumente.

    Der PageRank-Algorithmus

    Der ursprüngliche PageRank-Algorithmus wurde von Lawrence Page und Sergey Brin mehrfach beschrieben und hat folgende Form:

    PR(A) = (1-d) + d (PR(T1)/C(T1) + ... + PR(Tn)/C(Tn))
      


     

     Hierbei ist:

    PR(A)    der PageRank einer Seite A

    PR(Ti)   der PageRank der Seiten Ti, von denen ein Link auf Seite A zeigt
    C(Ti)     die Gesamtanzahl der Links auf Seite Ti

    d           ein Dämpfungsfaktor (Damping Factor), wobei 0 <= d <= 1 ist

     

    Das PageRank-Verfahren bewertet damit grundsätzlich nicht Websites in ihrer Gesamtheit, sondern basiert ausschließlich auf der Beziehung einzelner Webseiten zueinander. Der PageRank einer Seite A bestimmt sich dabei rekursiv aus dem PageRank derjenigen Seiten, von denen ein Link auf die Seite A zeigt.

    Beispiel:

    Betrachten wir ein 3-Seiten-Web aus den Seiten A, B und C, wobei Seite A sowohl auf Seite B als auch auf Seite C verlinkt. Seite B verlinkt lediglich auf Seite C und Seite C wiederum verlinkt auf Seite A. Der Dämpfungsfaktor d wird Angaben von Lawrence Page und Sergey Brin zufolge für tatsächliche Berechnungen üblicherweise auf 0.85 gesetzt. Der Einfachheit halber wird d an dieser Stelle ein Wert von 0.5 zugewiesen, wobei die Höhe von d zwar Auswirkungen auf den PageRank hat, das hier zu erläuternde Prinzip jedoch nicht beeinflusst. Es ergeben sich die folgenden Gleichungen für den PageRank der einzelnen Seiten:

    PR(A) = 0.5 + 0.5 PR(C)
    PR(B) = 0.5 + 0.5 (PR(A) / 2)
    PR(C) = 0.5 + 0.5 (PR(A) / 2 + PR(B))

    Dieses Gleichungssystem lässt sich sehr einfach für den PageRank der einzelnen Seiten lösen. Es ergeben sich die folgenden Werte:

    PR(A) = 14/13 = 1.07692308
    PR(B) = 10/13 = 0.76923077
    PR(C) = 15/13 = 1.15384615

    Es zeigt sich, dass die Summe der PageRanks aller Seiten gleich drei und somit gleich der Anzahl der Seiten ist. Dies ist keine spezifisches Ergebnis für unser Beispiel, da der PageRank-Algorithmus einen Erwartungswert für den Besuch von Seiten bei Anläufen in Höhe der Anzahl der Seiten darstellt.

    ................................................................

    Quellen

    http://pr.efactory.de/d-pagerank-algorithmus.shtml, zugegriffen am 27.11.07

    http://www.google.ch/why_use.html, zugegriffen am 27.11.07

    www.searchnerd.com/pagerank, zugegriffen am 27.11.07

               

    http://de.wikipedia.org/wiki/Java, zugegriffen am 27.11.07

  • Paid Placement

    Paid Placement

    Unter Paid Placement (dt.: “Bezahlte Platzierung) versteht man die Aufnahme in die Ergebnisseiten einer Suchmaschine gegen Bezahlung. Die Platzierung erfolgt auf gezielt gebuchte Keywords und zwar unter anderem preisbezogen. Dabei werden die Positionen meist nach dem Auktionsprinzip „versteigert“. Dadurch hängen die Kosten vom Wettbewerb um eine bestimmte Suchmaschinen-Position ab.

     

    Einordnung

    Paid Placement ist ein Teilbereich des Suchmaschinenmarketings. Suchmaschinenmarketing umfasst alle Aktivitäten, die dazu dienen, eine gute Sichtbarkeit in Suchmaschinen zu erreichen. Neben Techniken wie Paid Placement und Paid Inclusion ist vor allem die Suchmaschinenoptimierung ein wichtiger Teilbereich des Suchmaschinenmarketings. Dabei geht es um die Optimierung von Websites mit der Absicht, in den „natürlichen“, indexbasierten Ergebnissen gute Platzierungen zu erreichen.

     

     

    Abgrenzung zu anderen Begriffen

    Paid Ranking: Unter Paid Ranking, auch als Paid Listing bekannt, versteht man ebenfalls die Aufnahme in die Ergebnisseiten einer Suchmaschine gegen Bezahlung. Der Unterschied zum Paid Placement besteht jedoch darin, dass die bezahlten Anzeigen nicht als solche gekennzeichnet sind und der User sie deshalb nicht als Werbung erkennt.

    Paid Inclusion: Hierunter versteht man die bezahlte Aufnahme in den Index von Suchmaschinen, wobei eine Positionierung in den Suchergebnissen nicht garantiert wird.

     

    Beispiele für Paid Placement

    Google Adwords

    Google Adwords nutzt als Anzeigen-Plattform nicht nur die Google-Seite, sondern beispielsweise auch AOL, T-Online, Focus Online, und Web.de. Bei der Abrechnung findet ein Pay-per-Click Modell Anwendung. Das heißt, jeder Klick auf die Anzeige kostet dem Werbetreibenden einen von ihm vorher selbst festgelegten Betrag. Somit werden die Kosten letztendlich dadurch bestimmt, wie oft die Anzeige angeklickt wird. Als Preis pro Klick kann bei Google ein Wert zwischen 0,01 € und 100€ gewählt werden.
    Ob, und an welcher Position der Anzeigentext erscheint, hängt bei dem Google Adwords Programm von mehreren Faktoren ab:
    1. Wie bei anderen Suchmaschinen auch, werden die Keywords versteigert. Ist ein Werbetreibender also bereit, einen höheren Betrag pro Click zu bezahlen, so beeinflusst das die Positionierung positiv.
    2. Die Klickrate: Je häufiger auf eine Anzeige geklickt wird, desto eher wird eine vordere Platzierung erzielt.
    3. Die Qualität der Landing Page spielt seit Juli 2007 ebenfalls eine Rolle

    Der Aufbau eine Google Adwords Anzeige ist genau festgelegt, und gliedert sich in drei Teile: Titelzeile, Anzeigentext und angezeigte URL

     

     Quelle: http://www.internet-marketing-hilfe.de/google-adwords/adwords-tipps.html

     

    Google Adwords hebt sich von anderen Anbietern von Paid Placement beispielsweise durch die Variante „Pay-per-Action“ ab. Dabei muss der Werbetreibende nicht bereits für den Klick auf die Anzeige zahlen, sondern erst, sobald der User auf der Website des Anbieters eine bestimmte Aktion ausführt. Das kann beispielsweise die Teilnahme an einem Gewinnspiel, einer Umfrage und die Bestellung eines Newsletters sein.

     

    Yahoo Sponsored Search

    Neben Plattformen der Yahoo Gruppe (Yahoo, Overture, Altavista) erscheinen Anzeigen von Yahoo Sponsored Search auch bei MSN, GMX und der RTL-Gruppe. Auch hier erfolgt die Abrechnung über ein Pay-Per-Click Modell. Der Startpreis für einen Anzeigen-Suchbegriff liegt bei 5 Cent pro Klick. Allerdings fällt ein monatlicher Mindestumsatz von 25€ an. Eine volle Kostenkontrolle wird dadurch erreicht, dass ein monatlichen Budget festgelegt werden kann. Genau wie bei Google Adwords spielt auch hier seit Mitte 2007 die Qualität der Landing Page eine Rolle bei der Platzierung. Eine weitere Parallele zu Google Adwords besteht darin, dass es möglich ist, Anzeigen nur für Nutzer in einer bestimmten Region zu schalten. Yahoo nennt diese geographische Beschränkung zur individuellen Kundenansprache „Geo-Targeting“.

     

    QualiGo

    QualiGo ist ein Nischenanbieter, der sich auf den deutschsprachigen Raum und die Niederlande spezialisiert hat. Auch hier wird das Pay-per-Click Prinzip angewendet. Ein Unterschied zu Google und Yahoo besteht darin, dass der Werbetreibende selbst bestimmen kann, wo die Seite in der Trefferliste erscheint. Es spielt also lediglich die Höhe des Gebots für ein Keyword eine Rolle, Kriterien wie z.B. die Qualität der Landing Page beeinflussen die Positionierung nicht. QualiGo wirb damit, dass man dadurch nicht den Ranking Kriterien der Suchmaschinen ausgeliefert ist. Ob dadurch auch die Qualität der Suchergebnisse gesteigert werden kann, ist zumindest fraglich.

     

    Vorteile von Paid Placement

    Volle Kostenkontrolle: Bei allen vorgestellten Anbietern wird das Pay-Per-Click verwendet. Wieviel dem Werbetreibenden ein Besucher auf der eigenen Webseite wert ist, kann er so selbst durch die Höhe des Gebots auf das jeweilige Keyword bestimmen. Budgeteinschränkungen limitieren dabei die Kosten. Der Werbetreibende hat außerdem jederzeit die Möglichkeit, die Werbung auszudehnen oder einzuschränken. Es besteht ebenfalls durch Sperren seitens der Anzeigen-Anbieter ein Schutz davor, dass die Konkurrenz permanent auf eine Anzeige klickt, und so innerhalb kurzer Zeit das Budget eines Werbetreibenden aufbraucht. Die Risiken sind also stark begrenzt.

    Gezielte Ausrichtung: Dadurch, dass Keywords möglichst spezifisch gebucht werden, können genau die Kundengruppen auf die eigene Website geholt werden, die als gewinnbringend angesehen werden. Man holt also genau die Kunden auf die Website, die das suchen, was man selbst anbietet.

    Hohe Transparenz: Diese wird dadurch erzielt, dass man eine genaue Rückmeldung erhält, wie viele Kunden die Werbung angesurft haben.

     

    Zukunft

    Eine neuere und auch zukunftsträchtige Variante des Paid Placements ist das sogenannte Pay-per-Call. Dabei wird dem Benutzer eine Werbeanzeige gezeigt, die neben Informationen zum Unternehmen auch eine kostenlose Hotline Nummer beinhaltet. Diese wird von einem Drittanbieter bereitgestellt (z.B. MIVA), der sich vom Werbetreibenden neben den Telefongebühren auch eine Provision (ca. 1€ - 2€) zahlen lässt. Der Vorteil dieser Pay-per-Call Anzeigen liegt darin, dass der Kunde von einem fachlich kompetenten Mitarbeiter beraten wird.

     

    Quellen

    http://www.seo-consulting.de/info/pay-per-call.php

    http://www.suchmaschine-optimierung.de/ads-keyword-programme.htm

    https://adwords.google.de/select/advantages.html

    http://www.absatzwirtschaft.de/Content/default.aspx?_p=1003198&_t=ft&_b=57958&nc=1

    http://www.lexikon-suchmaschinenoptimierung.de/paid-placement.htm

    http://www.seo-konkret.de/suchmaschinen-glossar/paid-placement-pay-for-placement/

    http://www.joachim-griesbaum.de/seo/tutorial_suchmaschinenoptimierung.html

    http://www.internet-marketing-hilfe.de/google-adwords/adwords-tipps.html

    zugegriffen jeweils am 27.11.2007 und 28.11.2007

    Christian Johann

  • Payment Gateway

    Das Payment Gateway (auch nur Gateway genannt) ist ein Anwendungsdienstleister, welcher Zahlungen für e-businesses, online retailers, bricks and clicks oder traditionelle bricks and mortar zulässt. Es verschlüsselt Informationen, wie Kreditkartennummern, um einen sicheren Datenaustausch zwischen dem Kunden und dem Händler zu gewährleisten. Es enspricht einem physischen POS-Terminal (Point-of-Sale), wie man sie in den meisten Läden findet.

    Das Gateway bildet die Schnittstelle zwischen dem Händler und den Kreditkartenorganisationen. Es verbindet also den Karteninhaber, über den Händler, mit dem Zahlungssystem des Kreditkartenunternehmens, und stellt den Konnex zwischen Händler, Bank und der Kartenorganisation her.

     

    Anbieter:

    Gateways werden unter Anderem von Globeset, IBM und Trintech angeboten. Betrieben werden diese Gateways von Acquirern (z.B. PayPal, Authorize.Net, ipayment, paynova, usw.). Diese sind jene Banken oder Organisationen, die für die Händlerseite der Kreditkartenabwicklung zuständig sind. Sie versuchen sich wie in jeder Branche durch besondere Merkmale wie Added Value Services, Kostenführerschaft, Einfachheit und Flexibilität noch zu differenzieren, um die meisten Kunden erwerben zu können. Mögliche Angebote, die einem Kunden gemacht werden, sind:

    - freie Wahl des Zahlungsanbieters

    - höchstmögliche Sicherheit (PCI-Zertifizierung, SSL-Verschlüsselung)

    - flexible Anbindung (Anbindung an Shopsysteme wie 1&1 E-Shop, oxid eShop)

    - Übersichtlichkeit (Auflistung aller Transaktionsvorgänge)

     

    Prozess:

    Im Rahmen seiner Installation erhält ein Payment Gateway ein Zertifikat von einer CA (Certificate Authority). Jedes zertifizierte Payment Gateway entspricht dem SET-Protokoll (Secure Electronic Transaction), und ist mit allen SET-konformen Produkten aller Hersteller kompatibel. Es unterstützt somit den kompletten Prozess der Zahlungsautorisierung, sowie der Zahlungsabwicklung.

    Das Payment Gateway bearbeitet die eingehenden Autorisierungsfragen und leitet diese an einen Autorisierungshost weiter. Von dort wird das Ergebnis direkt an das Vertragsunternehmen gesendet. Die Wahl eines Gateways ist nicht frei. Es wird vom Acquirer zur Verfügung gestellt. Wenn ein Kunde nun ein Produkt bestellt, führt das Payment Gateway eine Reihe verschiedener Aufgaben durch, um die Transaktion zu vollenden. Diese bleiben jedoch für den Kunden vollständig unsichtbar. Die folgende Darstellung zeigt den kompletten Verlauf einer Transaktion und wie das Payment Gateway darin eingebettet ist:

    Fazit:

    Durch Payment Gateway ist einem nicht nur eine einfache und schnelle Zahlung von Konsumgütern möglich. Auch die Sicherheit, dass die Transaktion fehlerfrei vor allem ungefährlich abläuft ist gewährleistet. Dies versichert das Unternehmen, welches das Gateway betreibt. Das einzige was man für diese optimierte Art der Zahlung benötigt, ist eine Kreditkarte. Alles weitere besteht nur aus ein paar Mausklicks und ein wenig Geduld bis die Bestätigung auf dem Bildschirm erscheint.

     

    Quellen:

    jeweils zugegriffen am 20.12.2007:

    http://www.aspheute.com/artikel/20000904.htm

    http://en.wikipedia.org/wiki/Payment_gateway

    http://www.netbuilder.com.my/html/onlinepayment/onlinepayment_graph.gif

    http://www.1und1.info/xml/order/IpaymentHome;jsessionid=

    E97CF003BB147F2B999689C961DF588E.TC32a

     

     

     


  • PayPal

    PayPal englisch für Bezahlkumpel, ist ein börsennotierter Online-Zahlungsdienstleister, mit dem man Geldtransaktionen, die beim Ein- und Verkauf im Online-Handel anfallen, durchführen kann. Im Oktober 2002 wurde das 1998 gegründete Unternehmen von eBay aufgekauft. PayPal ist inzwischen der größte Zahlungsdienstleister dieser Art. Momentan gibt es zirka 123 Millionen Mitgliedskonten in 190 Nationen. Transaktionen können in 16 Währungen durchgeführt werden.

    „[Die] PayPal (Europe) Ltd. ist als E-Geld-Institut von der Financial Services Authority in Großbritannien autorisiert.“ Ab dem 2. Juli wechselt das Unternehmen seine Rechtsform zu PayPal (Europe) S.à r.l. & Cie, S.C.A., da es von einer Luxemburgischen Bank eine Banklizenz erhalten hat. 

    Der Ursprung von PayPal liegt in den Vereinigten Staaten. Bundesstaatenübergreifende Überweisungen waren dort lange verboten. Für den bargeldlosen Zahlungsverkehr werden, damals wie heute, häufig Schecks und Kreditkarten genutzt, die aber für den Online-Zahlungsverkehr wenig geeignet sind. Online-Zahlungsdienstleister konnten dieses Problem lösen.

    EU-Überweisungen sind durch europäische Regulierungen (IBAN bzw. SWIFT) größtenteils frei von Gebühren. Das war auch die Benutzung von PayPal bis zum 15. Februar 2007. Der Erhalt von Geld auf ein PayPal-Konto ist nun kostenpflichtig. Unter der folgenden Adresse ist eine Liste aller Gebühren zu finden: https://www.paypal.com/de/cgi-bin/webscr?cmd=_display-fees-outside.

    Es gibt verschiedene Möglichleiten eine Transaktion über PayPal abzuwickeln. Grundsätzlich lässt sich der Prozess wie folgt darstellen:Transaktionen mit PayPal

    Abbildung 1: Transaktionen mit PayPal, angelehnt an http://shop.heureka.com/upload/paypal_ablauf.gif 

    Der Käufer hat dabei die Wahl zwischen den gängigsten Zahlungsmethoden Lastschrift, Kreditkarte, Giropay und PayPal-Guthaben. Eine genaue Beschreibung kann man auf der Seite https://www.paypal.com/de/cgi-bin/webscr?cmd=xpt/cps/general/DEPaymentMethods-outside einsehen.

    Durch die Einführung von Gebühren für diese Dienstleistung, wäre es in vielen Fällen günstiger die Überweisung über die jeweilige Hausbank abzuwickeln, doch viele Käufer schätzen die anonyme, einfache und schnelle Überweisung mit dem PayPal-Service. Der Empfänger erhält keine Finanzdaten des Senders, was Datenmissbrauch vorbeugen soll.  Ein weiterer großer Vorteil ist, dass „PayPal-Mitglieder Geld an jede beliebige Person in den  unterstützten Ländern senden können, die über eine E-Mail-Adresse verfügt.“

    Es häufen sich im Internet negative Kundenberichte über den von PayPal und eBay "so hoch gelobten" Käufer- beziehungsweise Verkäuferschutz. Viele Kunden gehen wegen dieser Werbung davon aus, dass Sie in einem Betrugsfall ihre Transaktion sofort stornieren können. Das dem nicht so ist, kann man in einigen Internetforen, wie zum Beispiel http://www.beschwerdezentrum.de/paypal.html oder auch  http://www.dooyoo.de/finanzen-sonstige/paypal-com/Testberichte/ nachlesen. Dort trifft man auch auf andere Kritikpunkte.

    Zusammenfassend kann man sagen, dass viele Kunden PayPal wegen der Anonymität und der Schnelligkeit gerne nutzen, die Gebühren jedoch den Zahlungsverkehr deutlich verteuern. Wie gut die Kunden dieses neue Preis-Leistungsverhältnis annehmen, bleibt abzuwarten. 

    Literaturverzeichnis 

    PayPal (Europe) Ltd.: https://www.paypal.com/de/cgi-bin/webscr?cmd=_home, zugegriffen am 29.06.2007.

    Wikimedia Foundation Inc.:PayPal, in: http://de.wikipedia.org/wiki/Paypal, zugegriffen am 29.06.2007.

    Keller-Stoltenhoff, E.: Über Sinn und Unsinn eines Online-Bezahlsystems, in: http://www.commercemanager.de/magazin/artikel_1362_paypal_online_bezahlsystem_nachteile.html, zugegriffen am 29.06.07.

  • Peer-to-Peer (P2P)

    Peer-to-Peer (P2P)

    Definition                                                                                                                               Peer-to-Peer (engl. peer für „Gleichgestellter“ oder „Ebenbürtiger“) bezeichnet eine Kommunikationstechnologie zwischen zwei oder mehreren miteinander verbundenen Computern in einem Computernetzwerk, die eine gleiche Berechtigungsstufe besitzen und sowohl die Rolle des Servers als auch des Clients übernehmen können.

    Als Peer werden grundlegend alle Geräte in einem Kommunikationsnetzwerk bezeichnet, die auf der gleichen Protokollebene arbeiten, dies können auch Mobiltelefone, PDA`s, Notebooks etc. sein.  

    Alle an das Netz angeschlossene Computer (Peers) sind gleichberechtigt. Das heißt in diesem Falle, das kein Computer Daten bevorzugt versenden oder empfangen kann. Der Begriff Server (engl. „servieren“ oder „dienen“) bezeichnet einen Computer, der anderen Computern in einem Netzwerk Ressourcen, also Programme, Dateien oder auch Rechenleistung und Speicherplatz bereitstellt. Der Terminus Client meint hier, einen Computer in einem Netzwerk, der auf angebotene Ressourcen eines Servers zugreift.

                                 Abb.1: Peer-to-Peer-Netzwerk

    Funktionsweise                                                                                                                        In Peer-to-Peer-Netzwerken erfolgt der Informationsfluss direkt und ohne Umwege zwischen den verbundenen Peers. Die Arbeitsweise in solchen Netzwerkarchitekturen funktioniert völlig dezentral und benötigt keine zentralen Kontrollinstrumente wie z.B. Server. Die jeweiligen Nutzer entscheiden welche ihrer Ressourcen dem Netzwerk zur Verfügung gestellt werden sollen und beeinflussen somit die Gesamtheit der im Netzwerk verfügbaren Ressourcen. Da Peer-to-Peer-Netzwerke keine verwaltenden Server besitzen, müssen sie in der Lage sein sich selbst zu organisieren. Diese Selbstorganisation besteht im Wesentlichen aus drei Teilen. Vorerst muss das Netzwerk die Verwaltung der Adressenverzeichnisse aller beteiligten Peers übernehmen, um eine erfolgreiche Kommunikation zwischen allen beteiligten Peers zu ermöglichen. Des Weiteren besteht die Aufgabe darin, die Gesamtheit der im Netz verfügbaren Daten sowie das Wegewahlverfahren zu verwalten, das z.B. für die Suche beim sogenannten File Sharing (dt. Datenaustausch) benötigt wird. Man gliedert Peer-to-Peer-Systeme, abhängig von ihrer Organisationsform, in verschiedene Kategorien. Diese heißen unstrukturierte und strukturierte sowie reine und hybride Peer-to-Peer-Netzwerke.

    Diese Differenzierung bezieht sich auf den Grad der dezentralen Selbstorganisation der verschiedenen Peer-to-Peer-Modelle. Leitendes Ziel bei dieser Technologie, ist die bestmögliche Verwaltung von Peers und Netzwerkressourcen um Suchanfragen innerhalb des Netzwerkes erfolgreich auszuführen.

    In der unstrukturierten Variante, speichern die beteiligten Peers keine Informationen über die Wegewahl zur gesuchten Information. Hier werden Informationen mit Hilfe einer sogenannten Netzflutung gesucht, bei der die Suchanfrage an alle beteiligten Peers gesendet wird. Bei diesem Verfahren ist der Suchaufwand relativ hoch, ebenso wie die Netzbelastung, die mit zunehmender Anzahl teilnehmender Peers steigt. Strukturierte Peer-to-Peer-Netzwerke ermöglichen ihren Peers die Speicherung von Angaben, die zum Erhalt der gesuchten Informationen benötigt werden. Jeder Peer ist für bestimmte Daten zuständig und stellt Informationen bereit, die Auskunft über den Ort der gesuchten Daten preisgeben. Auf diese Weise, kann eine weitaus effizientere Weiterleitung der Suchanfrage zur gesuchten Information erreicht werden.

    Die Unterscheidung von Peer-to-Peer-Systemen basiert grundsätzlich auf ihrem Dezentralisierungsgrad. Zusätzlich differenziert man Netzwerke, die zentral verwaltende Elemente besitzen, von denen die keinerlei zentrale Verwaltung aufweisen. Ein reines Peer-to-Peer-System ist vollkommen dezentral organisiert und verwaltet sowohl Inhalte als auch Wegewahl-Informationen ausschließlich anhand der Ressourcen der beteiligten Peers. Es besitzt also keine zentral verwaltenden Elemente. Anders ist dies hingegen, bei hybriden Peer-to-Peer-Netzwerken, die zentrale Server zur Koordination verwenden. Diese Server sind für die Verwaltung der Adressenverzeichnisse und Dateiinformationen der angeschlossenen Peers verantwortlich. Beim Eintritt eines neuen Peers in das Netzwerk, sendet dieser neue Teilnehmer vorerst seine Adressangaben inklusive aller bereitgestellten Dateiinformationen an den Server. Nun kann der Server auf eine an ihn gerichtete Suchanfrage, mit einer Liste entsprechender Ziel-Adressen antworten. Anschließend erfolgt der Datentransfer wieder direkt von Peer zu Peer. Andere Varianten hybrider Peer-to-Peer-Modelle, verwenden so genannte Supernodes. Diese sind im Grunde genommen, nichts anderes als Peers mit besonders hoher Bandbreite und verbesserter Erreichbarkeit. Supernodes stellen somit eine Art Basis für das gesamte Netzwerk dar. Ihre Aufgabe besteht darin, alle Suchanfragen zu organisieren und diese untereinander weiterzuleiten.

    Personalisierung

    Was bedeutet Personalisierung?

    Das Ziel der Personalisierung [Personalization (engl.)] ist die Kundenbindung durch bestmögliche Erfüllung von Kundenpräferenzen. In der Informationstechnik bedeutet das die Abstimmung von Diensten, Programmen oder Informationen an die persönlichen, individuellen Wünsche oder Eignungen eines Benutzers oder Kunden. Für diesen Zweck ist eine Identifizierung, idealer Weise durch Registrierung der User, wesentlich.

    Gibt es verschiedene Varianten der Personalisierung?

    Die Personalisierung kann in formale und inhaltliche Personalisierung unterschieden werden.

    Die formale Personalisierung beschreibt, dass der User die Möglichkeit hat das Aussehen oder die Bedienung des benutzen Dienstes in einem gewissen Rahmen anzupassen. Dies kann zum Beispiel Schriftgröße, Hintergrundfarbe, Sound etc. sein.

    Bei der inhaltlichen Personalisierung wird ein Profil des Users erstellt, in dem von ihm selbst eingegebene (explizite Personalisierung) oder aus Verhaltensbeobachtungen gewonnene Informationen (implizite Personalisierung) gespeichert werden. Es wird erfasst wie seine Internetnutzungsgewohnheiten oder sein Kaufverhalten ist. Mit Hilfe dieses Profils können dem Kunden individuelle Angebote geschickt werden, die seinen Interessen entsprechen.

    Was sind die Vorteile der Personalisierung?

    Der übergeordnete Sinn beider Personalisierungsformen ist es, den Kunden zu binden und zum Kauf oder Gebrauch zu bewegen. Die formale Personalisierung ermöglicht eine bequemere Nutzung und die inhaltliche Personalisierung individuellere und interessantere Angebote für den User.

    Im Internet spielt beides eine wichtige Rolle, da die Kunden durch die Flut von zur Verfügung stehenden Informationen, Angeboten und Entscheidungsmöglichkeiten überfordert, orientierungslos und sprunghaft sind. Durch Personalisierung wird die Anonymität des Internets verringert und der Kunde individueller angesprochen.

    Personalisierung ist im Zuge des Customer Relationship Management (CRM) ein immer wichtiger werdendes Instrument. Eine persönlichere Ansprache des Users wird ermöglicht, der dadurch leichter als neuer Kunde gewonnen werden kann die Umsätze steigen lässt. Zusätzlich entsteht durch die möglichen automatisierten Auswertungen, im Vergleich zur aufwendigen Marktforschung, nur ein geringer Kostenaufwand um die Präferenzen seiner Kunden in Erfahrung zu bringen.

    Folglich birgt die Personalisierung Vorteile für den privaten Nutzer, als auch riesige Chancen für Unternehmen und im E-commerce.

    Was sind die Nachteile der Personalisierung?

    Ein Nachteil der inhaltlichen Personalisierung ist, dass neue User nicht von Beginn an personalisiert angesprochen werden können. Über ihre Präferenzen liegen noch keine Informationen vor und es ist schwer sie zu binden. Hier müssen andere Vorteile, wie beispielsweise das Image oder die Möglichkeit der optimalen formalen Personalisierung, den Kunden im ersten Schritt überzeugen.

    Ein weiteres Problem der inhaltlichen Personalisierung ist, welche Angebote dem User aus der Vielzahl der Möglichkeiten empfohlen werden. Eine Lösung ist das Collaborative Filtering.

    Collaborative Filtering

    Das Collaborative Filtering hilft dem Unternehmen im E-Commerce, unter allen Angebotsmöglichkeiten, die geeignetsten herauszufiltern. Hier findet neben der Profilanalyse des registrierten Users eine Orientierung an Benutzern mit ähnlichem Profil statt. Es wird eine Ähnlichkeitsmatrix zwischen den Käufern eines bestimmten Produktes erstellt. Aus der Matrix werden dann Empfehlungen abgeleitet.

    Es ist auch möglich eine Ähnlichkeitsmatrix zwischen Produkten zu erstellen. Es wird festgehalten, welche Produkte oft von denselben Nutzern zufrieden stellend genutzt wurden. Somit wächst das System und lernt dazu.

    Ein Beispiel der Personalisierung

    Der Onlinehändler Amazon verwirklicht die Personalisierung und passt individuell die Angebote für seine registrierten Kunden, an die gespeicherten inhaltlichen Daten des Benutzerprofils, an. Es werden Profile durch ihr Kaufverhalten bzw. Klickverhalten erstellt. Passend hierzu werden Angebote per Email zugesendet.

    Wie in der Grafik zu erkennen, werden dem Kunden zusätzlich Produkte direkt auf der Website empfohlen unter der Kategorie „Kunden die diesen Artikel gekauft haben, kauften auch:“. Hier wird das Collaborative Filtering angewandt.

    Amazon Ausschnitt

    Quellen:

    Müller, U.: Kundenbindung im E-Commerce, Wiesbaden 2005, unter http://www.amazon.de/gp/reader/382440818X/ref=sib_rdr_zmin?p=S00R&j=1#reader-page 

     

     

    Runte, M.: Personalisierung im Internet, Wiesbaden 2000, unter http://www.amazon.de/gp/reader/3824405504/ref=sib_dp_ptu#reader-page

     

    Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Personalisierung_(Informationstechnik)

  • PHP

    Was ist PHP?

    PHP ist eine Abkürzung für „PHP Hypertext Preprocessor“, ursprünglich „Personal Home Page Tools“. Es ist eine Programmiersprache, welche über ein Variablenkonzept, Kontrollstrukturen und eine Vielzahl von Funktionen verfügt. PHP findet zumeist Verwendung bei der Websiteerstellung. Hierbei wird es in den HTML-Code eingebettet, da es über keine grafischen Ausgaberoutinen verfügt. PHP wird als serverseitige Sprache bezeichnet, weil es, wie die untere Abbildung illustriert, auf einem Webserver läuft bzw. ausgeführt wird. Im Unterschied dazu gibt es clientseitige Sprachen und Technologien wie JavaScript und Flash, die auf dem Webclient laufen.PHP ist 1995 mit der Version 1.0 entstanden (aktuelle Version 5.2.3). Seitdem gab es zahlreiche neue Versionen mit vielen Erweiterungen, die der technologischen Entwicklung Rechnung trugen. Eine grobe Versionsliste mit den jeweiligen Neuerungen findet man unter http://de.wikipedia.org/wiki/PHP.

     

    Was kann PHP?

    Neben Verwendungsmöglichkeiten wie dem Sammeln von Formulardaten oder dem Senden und Empfangen von Cookies, wird PHP besonders für die Erzeugung von dynamischen Internetseiten genutzt, mit denen so genannte Web Applications, wie z.B. E-Commerce-Systeme, Chats oder Foren, erstellt werden. „Im Unterschied zu statischen Internetseiten kann sich der Inhalt als Folge von Aktionen des Betrachters oder aufgrund neuer Basisinformationen wie z.B. aus Datenbanken ändern.“ (THEIS 2006, S.16) Beispielsweise ist die, vor allem den Studenten, bekannte Seite www.studivz.net auf Grundlage von PHP geschrieben. Die unten dargestellte Abbildung zeigt die Vorgänge auf, wenn man als User eine Internet-Domain im Browser aufruft, die auf PHP basiert.

     

     

    PHP

     

     

     

    Was ist so toll an PHP?

    · PHP ist kostenlos

    Es wird kein Kauf von irgendeinem Entwicklungssystem oder Compiler benötigt. Darüber hinaus gibt es keine Lizenzgebühren, keine Supportkosten, keine Update-Kosten oder irgendeine andere Art finanzieller Forderungen.

    · PHP ist OpenSource

    Als OpenSource-Projekt stellt PHP seine Interna zur Verfügung, sodass jeder sie einsehen kann. Geschrieben ist der PHP-Interpreter in der Programmiersprache C (C++ ist die objektorientierte Erweiterung von C).

    · PHP ist plattformübergreifend

    Egal auf welchem Betriebssystem der Webserver läuft, auf dem PHP eingesetzt wird - PHP läuft in der Regel ohne Anpassungen auf allen möglichen Systemen (Windows, Mac OS X, Linux, Solaris, und viele mehr). Das heißt, dass man bei einem Wechsel des Betriebssystems keine Änderungen an den PHP-Programmen vornehmen muss. PHP ist auch mit einer Vielzahl an Datenbanken kompatibel, arbeitet also mit vielen verschiedenen gängigen Datenbanken (MySQL, Oracle, Microsoft SQL Server, Sybase, und viele mehr) ohne Probleme zusammen.

    · PHP ist weit verbreitet

    Von Mitte 2003 (10 Millionen Internet-Domains mit PHP) bis Anfang 2006 hat sich die Zahl der Domains mit PHP nahezu verdoppelt. Diese Domains haben zu dem Zeitpunkt mehr als 40 Prozent des Internets ausgemacht ( http://www.computerwoche.de/heftarchiv/2006/9/1208251/ ).Die Spannweite reicht dabei von kleinen persönlichen Homepages bis zu Giganten wie Yahoo!.Es gibt viele Websites, Zeitschriften und Bücher, die sich den Möglichkeiten von PHP widmen.

     

    Literaturverzeichnis:

    SKLAR, DAVID / SCHULTEN, LARS (2005): Einführung in PHP 5. Köln.

    THEIS, THOMAS (2006): Einstieg in PHP 5 & MySQL 5. Bonn.

    COMPUTERWOCHE (2006-02-23): PHP steht vor einem Generationswechsel. http://www.computerwoche.de/heftarchiv/2006/9/1208251/ (2007-06-28).

     

    Weiterführende Links:

    http://www.selfphp.de

    http://de.php.net

  • Podcast

    Podcast


    Ob Bundeskanzlerin, Papst, Nachrichtenagenturen, Musiksender oder viele andere Personen, Unternehmen, Organisationen und Institutionen bieten sie mittlerweile an: Podcasts


    Der Begriff der sich aus dem englischen „broadcast“ für Rundfunk und dem bekannten MP3-Player „iPod“ der Firma Apple zusammensetzt, wurde 2005 vom New Oxford American Dictionary zum Wort des Jahres gekürt und erfreut sich zunehmender Beliebtheit.[1]
    Doch was ist eigentlich ein Podcast?


    Begriffserklärung:

    Unter einem Podcast ist zum einen eine Datei (ein RSS-Feed) zu verstehen, die sich mit Hilfe von Software mittels eines Abonnements automatisiert aus dem Internet herunterladen lässt. Zum anderen werden damit die Mediendateien (v.a. Audio, Video) bezeichnet, die im
    RSS-Feed verlinkt sind.[2]

    Podcasts können beispielsweise sein:

    • Videos (Videopodcasts oder Vodcast)
    • Musikdateien (Podcasts)
    • Vorgelesene Zeitungsartikel
    • Interviews
    • Mitschnitte von Radio- oder Fernsehsendungen

    Was versteht man unter einem RSS-Feed:

    RSS steht für Really Simple Syndication und stellt eine textbasierte Datei dar, die aus verschiedenen Einträgen besteht. Ein RSS-Feed beinhaltet beispielsweise das Dateiformat, die Länge, das Datum, den Titel, die Zusammenfassung und den Link zu der URL auf der die komplette Nachricht/Audiodatei steht. Somit dienen RSS-Feeds der Zusammenfassung und Verbreitung von Inhalten im Internet.[3]


    Anbieten und Abrufen von Podcasts:

    Ein Anbieter von Podcasts nennt sich Podcaster. Wie dieser ein Podcast erstellt und dem Benutzer zur Verfügung stellt zeigt beispielhaft nachfolgende Abbildung:

    Podcast

    Abb. 1: Schematische Darstellung eines Audio-Podcasts[4]


    Obige Darstellung zeigt vereinfacht, wie ein Podcast-Anbieter („Podcaster“) ein Audio-Podcast anbietet. Zunächst erstellt er eine MP3-Datei und lädt diese auf einen Webserver („Podspace“). Gleichzeitig verbindet er diese mit einem RSS-Feed, das auf die MP3-Datei verweist. Der Benutzer („Podder“) bzw. Podcast-Interessent ruft diesen RSS-Feed mit Hilfe eines Feedreader oder Podcatcher (Podcast-Client) ab. Eines der bekanntesten
    Podcatcher-Programme ist beispielsweise iTunes von Apple. Nach Abruf des RSS-Feed wird die damit verlinkte MP3-Datei entweder auf einen MP3-Player oder einen Computer heruntergeladen.

    Zusammenfassung:

    Die Nutzung und Erstellung von Podcasts nimmt erheblich zu und gewinnt täglich an Beliebtheit. Die hiermit verbundenen Möglichkeiten (z.B. Lernunterstützungen,...) sollten jedem Internetnutzer bekannt sein, da sie großes Potential beinhalten.

    Autor:

    Florian Weins

    [1] Vgl. http://guerillamarketingbuch.com/category/16-podcasts/, zugegriffen am 30.3.2007.

    [2] Vgl. http://www.podcast.de/faq/#q4, zugegriffen am 30.3.2007.

    [3] Vgl. http://www.itwissen.info/definition/lexikon
    //_rssrss_rssrdf%20site%20summary%20rss_rssrss-feed.html, zugegriffen am 30.3.2007.

    [4] Eigene Abbildung in Anlehnung an http://www.itwissen.info/
    definitionlexikon//__podcasting
    _podcasting.html, zugegriffen am 30.3.2007.

  • Point of Sale (PoS) (engl.) - Verkaufsort (de.)

     

    Point of Sale (PoS) (engl.) - Verkaufsort (de.) 

    Der Point of Sale (PoS) bezeichnet den Ort innerhalb eines Geschäftes,an dem ein Gut in den physischen Besitz eines Konsumenten übergeht.

    Aus  Konsumentensicht ist der PoS die Stelle, an dem er ein Produkt erwerben kann, aus der Sicht des Händlers entspricht der PoS dem Ort des Verkaufs.

    Nicht zu verwechseln ist der PoS mit dem Point of Purchase (PoP). Der Point of Purchase bezeichnet die Einkaufstätte oder sogar den gesamten Einkaufsbereich wie z.B. ein Einkaufszentrum, in dem ein Produkt erworben wurde. (Katalog E, S. 108.)

    Der PoS ist demnach der Ort des Warenangebots, an dem der Kunde unmittelbaren Kontakt mit der Ware hat. Deshalb wird am PoS auch gezielt versucht, die Kunden mittels Verkaufsförderungsmaßnahmen anzusprechen und dadurch zu Impulskäufen zu verleiten.

     

    Marketing am PoS

    Das Marketing am Point of Sale umfasst alle Marketingaktivitäten die zum Zeitpunkt des Zusammentreffens des Kunden mit dem Produkt wirksam werden. Beispiele hierfür sind Fußbodenwerbung (Floor-Graphics), Displays, Deckenanhänger, Ladenradio etc. Diese Maßnahmen sind Bestandteil des klassischen Marketing-Mix aus Produkt-, Preis-, Kommunikations- und Distributionspolitik. Die Gesamtheit aller werblichen Maßnahmen am oder im Point of Sale wird als PoS-Werbung bezeichnet. (Katalog E, S. 84.) Ziel einer Marketing-Strategie am PoS ist es beim Verbraucher Emotionen auszulösen, die in einem Kaufreiz und letztendlich in einer Kaufentscheidung münden. 

     

    Weitere Begriffsdefinitionen

    Verkaufsterminals (Verkaufsautomaten) wie z.B. Fahrkarten-, Ticket- und Briefmarkenautomaten sowie Fototerminals können ebenfalls als Point of Sale bezeichnet werden.

    Die interaktiven Terminals führen den Benutzer über Menüs, mit Hilfe von Touchscreens oder Tastaturen durch das Angebot. Gegen Bezahlung gibt die Maschine dann die Ware an den Konsumenten heraus.

     

    Der Point of Sale kann im Handel und im Bankwesen allerdings auch den Zahlungsort bezeichnen, an dem PoS-Systeme eingesetzt werden, bzw. PoS-Banking durchgeführt wird. Darunter versteht man das bargeldlose Zahlungsverfahren mittels ec-, Kredit- oder Kundenkarte. Grundlage hierfür ist ein PoS-Terminal (Kassenterminal) im Kassenbereich über das der beleg- und bargeldlose, kartengesteuerte Zahlungsvorgang abgewickelt wird. Das Terminal ist hierbei für die Weitergabe der Zahlungsdaten verantwortlich. Es gibt verschiedene PoS-Systeme die hier eingesetzt werden können, zum einen das Electronic-Cash-System, das elektronische Lastschriftverfahren sowie das PoZ-Verfahren. Diese Verfahren unterscheiden sich über ihre Echtheits-, Sperr- und Zahlungsprüfung. (weitere Information)

     

    Bedeutung für E-Commerce

    Durch die ansteigende Verbreitung des E-Business verlagert sich der Point of Sale. Die Bereitschaft im Versandhandel und über Internetshops einzukaufen wächst stetig an und somit liegt der POS nicht mehr nur im stationären Handel, sondern verlagert sich immer häufiger nach Hause oder an den Arbeitsplatz. Wo aber ist der Point of Sale im Internet? Das Internet ist auch ein Verkaufsraum, indem Verkäufe stattfinden, also ein Point of Sale. Es entsteht ein virtueller Point of Sale, bei dem weder das Produkt, noch der Konsument physikalisch anwesend sind.

    Durch diese Verlagerung des PoS muss sich auch das PoS-Marketing dem virtuellen Markt und dem E-Business anpassen. Besonderes Augenmerk ist dabei auf die Homepage und Sites eines Internetshops zu richten. Denn ob der PoS sich nun in einem realen Raum im Handel oder am eigenen PC Zuhause befindet, hier wird der Kampf um den Kunden ausgetragen und somit muss hier der Kunde angesprochen werden.

     

     

    Quellen:

    http://lexikon.meyers.de/wissen/POS-Systeme+(Sachartikel), zugegriffen am 08.11.2008

    Ausschuss für Definitionen zu Handel und Distribution (Hrsg.): Katalog E, Definitionen zu Handel und Distribution – Elektronische Fassung, 5. Ausgabe, Köln 2006.

    Gabler-Verlage (Hrsg.):Gabler Wirtschaftslexikon, 15. Aufl., Wiesbaden 2000.

     

  • POP 3

     

    Allgemeines:

    POP3 ist die Abkürzung für das Post Office Protocol 3. Die „3“ bedeutet dabei die dritte Version dieses Protokolls. Vereinfacht erklärt, wird POP3 benutzt, um E-Mails, die auf einem Server gespeichert sind, herunterzuladen. Dabei ist zu beachten, dass dieses Protokoll ausschließlich zum herunterladen der E-Mails geeignet ist. Zum hochladen, also versenden von E-Mails, wird SMTP (Simple Mail Transfer Protocol) genutzt, was früher auch zum Empfangen von E-Mails genutzt wurde.

    Das Problem bei SMTP ist allerdings, dass eine dauerhafte Verbindung, des Empfängers (Client), zum Mailserver vorhanden sein muss, um die E-Mail zu empfangen. Die E-Mail konnte somit nur empfangen werden, wenn der Empfänger auch in das Internet eingewählt war und eine Verbindung zum Mailserver bestand. Außerdem musste der Empfang jeder E-Mail bestätigt werden, da der Versender nicht sicher sein konnte, ob die Nachricht auch empfangen wurde. Somit war es keinesfalls einfach eine Nachricht an eine andere Person zu versenden.

    Um die Möglichkeiten der E-Mail effizienter zu nutzen, wurde das POP3 geschrieben. Dieses erlaubt dem Client Nachrichten auf dem Mailserver zwischen zu speichern und dann bei Bedarf abzurufen. Der Client braucht damit keine dauerhafte Verbindung zum Mailserver, sondern kann sich mit seinem Benutzernamen und Passwort am Server anmelden, die Nachrichten abrufen und im Anschluss  löschen.

    Damit diese Funktion möglich ist und die Clients ihre Nachrichten mittels POP3 abrufen können, muss auf dem Mailserver eine POP3-Server Software installiert werden. Ansonsten kann der Server die Anfrage des Clients nicht beantworten. Einige Programme sind: courier-pop, Dovecot und Citadel.

    Allerdings ist das POP3 als Übertragungsprotokoll sehr einfach gehalten. Es bietet kaum Organisationsfunktionen wie zum Beispiel das vorsortieren von E-Mails. Der User muss damit diese Sortierung mit Hilfe einer Software, zum Beispiel Outlook, am eigenen Rechner vornehmen und kann diese nicht gleich auf dem Mailserver vornehmen lassen. Für diese Funktionen gibt es ein weiteres Protokoll, das IMAP4 (Internet Message Access Protocol 4). Allerdings ist hierfür eine wesentlich größere Rechenleistung des Servers nötig.

    Wie funktioniert POP3?

    Eine Sitzung mit einem Mailserver über POP3 beinhaltet drei Phasen. Die erste Phase ist die Anmeldephase auch „Authorization State“ genannt. Dabei wird dem Server eine Kombination aus Benutzernamen und Passwort zugesandt und dieser akzeptiert diese oder verweigert den Zugriff. Wird der Zugriff verweigert, kann entweder der Anmeldeversuch wiederholt werden oder der Server akzeptiert keinen weiteren Anmeldeversuch. Zusätzlich ist es möglich das Passwort und den Benutzernamen verschlüsselt zu übertragen. Dazu wird dem Passwort ein Zeitstempel aufgedrückt und dieses daraufhin verschlüsselt. Am Server wird mittels des Zeitstempels und eines Algorithmus die Verschlüsselung dekodiert. Diese Methode bringt wesentlich mehr Sicherheit im Umgang mit Passwörtern mit sich.

    War die Anmeldung erfolgreich, gelangt man automatisch in die zweite Phase, die Übertragungsphase oder „Transaction State“.  In dieser Phase werden die E-Mails vom Mailserver heruntergeladen und eventuell zum löschen freigegeben. Dabei ist wichtig, dass die Mails am Server nicht sofort gelöscht werden, sondern erst nachdem man die Sitzung mit dem Server beendet hat. Gleichzeitig gibt es unterschiedliche Befehle, mit denen man zum Beispiel die Nachrichten listen kann oder die angeben wie viel Speicherplatz eine E-Mail am Server verbraucht. Für den Client, der seine Nachrichten mit einer Software abruft, sind diese Vorgänge unsichtbar, da dies passiert, während die E-Mails am Server abgerufen werden. Nachdem der User die Sitzung ordentlich beendet hat, gelangt er automatisch in die dritte und letzte Phase.

    Die Aktualisierungsphase oder auch „Update State“ läuft nur am Server ab. Auf dem Rechner des Clients findet keine Aktion mehr statt, da die Nachrichten bereits auf seinem Computer gespeichert worden sind. In dieser Phase werden die in der „Transaction State“ markierten Nachrichten gelöscht. Das nicht unmittelbare Löschen der E-Mails ist erforderlich, da eine Sitzung auch durch, beispielsweise eine schlechte Internetverbindung, unterbrochen werden kann. Würde der Löschvorgang sofort durchgeführt werden, könnten dabei Daten verloren gehen. Wird aber erst gelöscht, nachdem der Client die Sitzung beendet hat, ist gewährleistet, dass keine Daten während des Vorgangs verloren gehen.

    Ökonomische Bedeutung:
    Wie bereits oben erwähnt, ist es durch POP3 erst möglich E-Mails auf einem Server zwischen zu speichern und bei Bedarf abzurufen. Damit macht es für Unternehmen auch erst Sinn E-Mails auch als Kommunikationsmittel zu nutzen. Diese sind durch POP3 wesentlich schneller als der konventionelle Briefverkehr. Die Zeitersparnis ist enorm und bringt den Unternehmen unglaubliche Vorteile, da man ohne Probleme mit Menschen auf allen Erdteilen kommunizieren kann. Aus Unternehmenssicht ergeben sich auch unendliche Möglichkeiten, den Kunden oder potentiellen Kunden kostengünstig über beispielsweise einen Newsletter zu erreichen. Außerdem kann das Unternehmen in Sekunden eine Nachricht an den Lieferanten in Asien schicken. Durch die Zeitverschiebung ist eventuell das Empfangen der E-Mail dort nicht sofort möglich. Durch POP3 kann der Empfänger in Asien die Nachricht abrufen, wenn er wieder an seinem Arbeitsplatz ist.
    Damit trägt auch das Post Office Protocol 3 seinen Teil zur Globalisierung bei. Eine Welt ohne schnellen und unkomplizierten E-Mail-Verkehr ist heute undenkbar. Es gehört zu unserem Alltag, seine Nachrichten abzurufen, wenn man im Internet surft. Für viele Menschen, ist es ein Ritual, das sich täglich wiederholt. Somit ist es auch von kultureller Bedeutung.
     

    Was bedeutet dies für mich als User?

    Mittlerweile gibt es einige Software für User, mit der E-Mails von Servern heruntergeladen und verwaltet werden können. Beispielsweise gibt es von Microsoft Outlook und Windows Live Mail (früher Outlook Express) oder Thunderbird von Mozilla. Diese Programme erlauben es dem User seine Nachrichten zu sortieren und organisieren und damit Schwächen, die POP3 gegenüber IMAP4 hat, auszugleichen.

     

    Sources:

    http://www.soft-ware.net/internet/email/index.asp

    http://www.netplanet.org/email/pop3.shtml

    http://www.webopedia.com/TERM/S/SMTP.html

    http://www.uni-koeln.de/rrzk/mail/server.html

  • Pop Under

    Pop Under

    Was ist ein Pop Under?

    Unter einem Pop Under versteht man Internetwerbung in Form eines Browser-Fensters, das sich unter das Fenster des Benutzers legt, ohne dass dieser es verhindern kann. Gleichzeitig öffnet es sich in der Fußleiste, so dass es bei Bemerken geschlossen werden kann. Es ist eine Abwandlung des Pop Ups und in seiner Darstellungsgröße variabel.

    Welche Vorteile hat ein Pop Under?

    Im Vergleich zu einem Pop Up, das im Vordergrund der aktuellen Webseite auftaucht, ist ein Pop Under weniger aggressiv, da es den User nicht bei seiner Suche oder sonstigen Tätigkeit unterbricht. Er bekommt stattdessen das Pop Under erst zu Gesicht, wenn er sein Ziel erreicht hat und die Webseite, mit der er sich beschäftigt hat, schließt. Somit ist der potentielle Kunde, so die Theorie, wieder offen für neue Informationen und Anreize. Damit wächst die Wahrscheinlichkeit, dass jemand sich mit der unerwarteten Botschaft beschäftigt statt sie ungelesen zu schließen.

    Aus der Sicht des Werbenden ist es außerdem von Vorteil, dass das Browser-Fenster des Pop Unders ausreichend Zeit hat, sich aufzubauen. Das führt dazu, dass der User normalerweise bereits das komplette Pop Under sieht und es nicht schon während des Ladevorgangs schließt.

    Ein weiterer Vorzug des Pop Unders ist die Tatsache, dass es sich um eine Werbeform handelt, die Interaktion mit den Anwender ermöglicht. Dieser kann beispielsweise auf die eigene Homepage gelockt werden oder man bringt ihn unter Umständen sogar dazu, in eingebauten Formularfeldern persönliche Angaben über sich zu machen (siehe Abbildung). Die so gesammelten Informationen können dem Werbenden die Grundlage für eine wertvolle Datenbank liefern, aus der man die Empfängerliste für die nächste Mailing-Aktion oder andere Werbemaßnahmen generiert.

    Pop-under mit Formularfeldern

    Welche Nachteile hat ein Pop Under?

    Pop Unders sollten nur sehr sparsam eingesetzt werden. Da es sich bei dieser Werbeform um ungebetene Informationen handelt, werden sie von den Besuchern sehr schnell als störend und aufdringlich empfunden. Bei übermäßiger Verwendung besteht somit die Gefahr, dass das Ansehen des werbenden Unternehmens oder das der beworbenen Marke nachhaltig sinkt.

    Was ist beim Einsatz von Pop Unders zu beachten?

    Um Pop Unders effektiv einzusetzen, sollte man einige Regeln beherzigen. Zum einen ist es empfehlenswert, nie mehr als ein Pop Under pro Seite zu verwenden. Sonst ist das zu erwartende Ergebnis keine eindeutige Werbeaussage als vielmehr die Verwirrung des Users.

    Zweitens sollte man nach Möglichkeit „intelligente“ Pop Unders verwenden, die nur einmal pro Browser-Sitzung erscheinen. Andernfalls ist die Gereiztheit des Users bereits vorprogrammiert und das anfänglich eventuell bestehendes Interesse schnell verflogen.

    Eine weitere Maßnahme zur Benutzerfreundlichkeit ist das zusätzliche Anbieten einfacher Möglichkeiten, das Browser-Fenster zu schließen.

     

    Quellen

    http://www.web-source.net/popunder.htm

    http://www.voregger.de/artikel_zwei.htm

    http://www.adpepper.com/de/

    http://pickup.tomorrow-ag.de/_adtech/techspecs/2006/de_popunder.html

    http://www.web.de

  • Pop up (engl.) “plötzlich auftauchen“ (de.)

    Pop up (engl.) “plötzlich auftauchen“ (de.)

     

    Definition

    Das ins deutsche übersetzte Verb „to pop up“ = „plötzlich auftauchen“ impliziert die Auftrittsweise eines Pop-ups recht treffend. Diese spezielle Art der Internetwerbung erscheint automatisch in einem neuen Browser-Fenster, welches in den Vordergrund tritt.

    Die wichtigsten Arten von Pop-ups sind:

    • Pop-up-Werbefenster, die sofort ohne Handlung des Surfers aufklappen.
    • Fenster, die geöffnet werden, nachdem eine Seite geladen wurde.
    • Fenster, die geöffnet werden, wenn man eine Seite verlässt oder den Browser schließt.
    • Fenster, welche durch Links geöffnet werden, die per Mausklick aktiviert wurden.
    Abgrenzung

    Zum einen muss man Pop-ups von „Pop-unders“ und „Layer-ads“ unterscheiden, da sie, wie oben erwähnt, kein neues Fenster simulieren, sondern es tatsächlich verwenden. Zum anderen sind sie nicht zu verwechseln mit Werbebannern, da die Banner eine feste Position auf der Ursprungsseite haben. Außerdem sind Pop-ups gegenüber Newslettern oder Kunden-Emails nicht an bestimmte Personen gewandt, sondern allgemeinan jeden Besucher einer URL.

    Anwendung

    Pop-ups werden häufig von Anbietern im Internet für ihre oder die Werbung eines anderen Anbieters im Webbrowser verwendet. Pop-up-Werbung ist ein Aspekt des Internet-Marketings, der ausschließlich auf die Quantität und nicht die Qualität seiner Verbreitung wert legt. Das Schalten von Pop-ups hat das Ziel, den Anbieter beim Interessenten bekannt zu machen und durch Pop-up Tausch die eigene Besucherzahl zu erhöhen (Affiliate).

    Die Ursprungsseite bei Pop-up Einblendungen wandert zumeist eine Ebene hinter das Pop-up. Die beiden Hauptsteuerelemente „Point & Click“ (Anklicken zum Ausführen eines Hyperlinks) und „Zurück-Funktion“ werden vorübergehend deaktiviert.

    Vor- und Nachteile

    Aus ökonomischer Sicht haben Pop-ups folgende Vorteile:

    • Sie sind sehr kostengünstig und erfordern kaum Koordinationsaufwand.
    • Sie sind in ihrer Funktionsweise sehr direkt und springen buchstäblich „ins Auge“.
    • Der Bekanntheitsgrad des Markennamens steigt durch Verbreitung der Pop-ups.
    Die wichtigsten Nachteile sind:

    • Da Pop-ups nicht segmentiert verbreitet werden, ist ein zielgerechtes und effizientes Marketing nicht möglich.
    • Die Findability der Seite nimmt ab, da der Quellcode „verschmutzt“ wird und die Seite gegebenenfalls auf unseriöse Partner verlinkt.
    • Die Usabiltiy nimmt mit zunehmender Pop-up-Anzahl ab, da der potenzielle Kunde durch zusätzliche Fenster verwirrt wird und schnell Übersicht als auch Motivation verliert.
    • Die Pop-up Fenster sind in ihrer Größe fix und können somit nicht flexibel auf die Browsereinstellungen des Benutzers eingehen.

    Vorbeugung

    Viele Internet-User empfinden Pop-ups als störend. Aus diesem Grund wurden in aktuellen Browsern (Mozilla Firefox 2.0.0.4, Microsoft Internet Explorer 7) so genannte Pop-up-Blocker integriert. Diese verhindern zumeist das auftauchen der Pop-ups. Ihre Funktionsweise: Durch Analyse des JavaScript-Codes wird die Funktion „window.open()“ deaktiviert, so dass das Pop-up keinen Ausführungsbefehl mehr erhält. Jedoch sind die nächste n Generationen der Pop-ups, unter anderem die Hover-Ads, aktuell gegen Pop-up-Blocker immun, da sie lediglich ein Browser-Fenster simulieren und so Pop-up-Blocker überlisten.

    Dennoch lassen sich auf diversen URLs wie http://www.meine-erste-homepage.com/popup-generator.php mittlerweile ganz einfach individuelle Pop-up-Scripts erstellen, die dann als HTML-Code im Quelltext einer Homepage eingefügt werden können.

    Resümee

    Abschließend kann gesagt werden, dass Pop-ups als Marketinginstrument für seriöse Unternehmen weniger geeignet sind, da zum einen vom wesentlichen Angebot abgelenkt wird und zum anderen die Effizienz gegenüber Newslettern oder Werbebannern durch eine nachgewiesen hohe Wegklickrate minimal ist. Durch die immer fortschrittlichere Technik (siehe Pop-up-Blocker) sollte stattdessen in eine zukunftssichere Marketingmethode investiert werden (beispielsweise Artikel-Marketing).

     

    Quellen (zugegriffen am 24.06.07)

    http://de.wikipedia.org/wiki/Pop-Up

    http://www.webopedia.com/TERM/P/pop_up_window.html

    http://www.crossmedia-zentrum.de/de/cross-media-glossar/definition.php?id=217

    http://www.itwissen.info/definition/lexikon//__pop%20up%20window_pop-up-fenster.html


    Weiterführende Literatur:

    Lammenett, E.: Praxiswissen Online-Marketing, Gabler Verlag, 1. Auflage, 2006.

    Dannenberg, M. und Wildschütz, F.: Online-Werbung. Werbekampagnen planen, umsetzen, auswerten, BusinessVillage Verlag, 1. Auflage, 2004.

  • POS - Point of Sale

    Point of Sale (POS) 

    Point of Sale, zu deutsch: „Ort des Verkaufs“ 

    Definition

    Abkürzung POS, Begriff des Marketings; bezeichnet den Ort des Einkaufs oder den des Verkaufs (aus Sicht des Händlers). Gemeint ist sowohl der Laden als Ort des Warenangebots wie auch der Standort der Ware (Regale, Verkaufsgondeln, Displays), an dem die Kunden in Selbstbedienungsgeschäften unmittelbaren Kontakt zur Ware haben und durch verkaufsfördernde Maßnahmen gezielt angesprochen werden können.1

    „Ein Terminal für Geschäftsaktivitäten mit interaktiven multimedialen Präsentationen. Ein Point of Sale (POS) vereint die multimedialen Techniken und führt den Benutzer über ausgefeilte Menüs mit Hilfe von berührungsempfindlichen Touchscreens durch das Angebot. Der Kunde informiert sich über das Angebot, das Produkt, oder die Dienstleistung und kann seinen Auftrag an diesem Geschäftsterminal durchführen. „2 

    Erklärung

    Unter dem Point of Sale wird unter anderem der reine Verkaufsort verstanden. Die POS-Maßnahmen bezeichnen hingegen die Maßnahmen der Marken.- und Produktkommunikation. Diese haben das Ziel, dem Konsumenten die Kaufentscheidung zu erleichtern und diesen direkt am Verkaufsort  zu beeinflussen. Dies kann durch verschiedene Möglichkeiten wie zum Beispiel Handzettel, Displays, Regalhänger und Gewinnspiele erfolgen.3 

    Traditionell ist der POS der Verkaufsort, an welchem der Kunde sowie die Ware physikalisch anwesend sind. Durch die Entwicklung und Expansion des eCommerce und Online-Handel, hat sich der traditionelle POS verlagert. Der POS bezeichnet jetzt den Ort der Warenübergabe.  Dieser muss nicht real sein. 

    Durch diese Entwicklung ist eine eindeutige Zuordnung des POS – nach traditioneller Auffassung – oftmals nicht mehr möglich.4 

    Exkurs

    Neben der Marken.- und/oder Produktkommunikation befasst sich der POS auch mit dem Zahlungsverkehr und den Kundeninformationssystemen am Verkaufsort. 

    Shop Studien haben gezeigt, dass 80 % aller Kaufentscheidungen am Point of Sale getroffen werden. Hierauf haben sich Unternehmen spezialisiert, welche ihre Kunden dabei unterstützen, ihren POS optimal zu gestalten. Hiefür wird das Einkaufsverhalten sowie die Aufmerksamkeit der Kunden analysiert und in einer 3D Umgebung dargestellt. Ein Beispiel hierfür ist die Fa. eye square GmbH.5 

    Quellenverzeichnis

    1http://www.wissen.de

    2http://www.itwissen.info

    3http://www.viralmarketing.de

    4http://www.crmmanager.de

    5http://www.eye-square.com

  • PPS - Pay per Sale

    Pay per Sale (PPS) 

    Pay per Sale, zu deutsch: „Bezahlung pro Verkauf“ 

    Definition

    „Bei diesem Verfahren wird ein i.d.R. prozentualer Betrag des Kaufpreises als Provision gezahlt, wenn durch eine werbliche Maßnahme (zum Beispiel durch Einblendung eines Links oder einer Werbefläche) ein Verkauf zustande kommt“1 

    Erklärung

    Das Pay per Sale- Programm ist Bestandteil des Affiliate Marketing. Beim Affiliate Marketing wird eine strategische Werbepartnerschaft zwischen einem so genannten Affiliate und dem Online-Anbieter aufgebaut. Der Affiliate stellt dem Online-Anbieter eine Werbefläche, zum Beispiel in Form einer Website, für seine Produkte oder Dienstleitungen zur Verfügung. Im Regelfall sind die Inhalte dieser Websites mit den passenden Produkten des Anbieters verbunden. Dieses Marketing bietet eine zielgruppengerechte eCommerce-Plattform. 

    Das Pay per Sale regelt die entsprechende Bezahlung des Services der Bereitstellung der Werbefläche. „Bei diesem Verfahren wird normalerweise ein prozentualer Betrag des Kaufpreises oder ein Fixbetrag als Provision gezahlt“2. 

    Exkurs

    Es gibt mehrere Programme und Dienstanbieter, welche die Erstellung sowie die Abwicklung solcher strategischen Werbepartnerschaften unterstützen und verwalten. Solche Anbieter sind z. B. LinkShare und OneandOnlyNetWork. 

    Neben dem PPS Programm gibt es noch folgende weitere Affiliate-Programme:

    • Pay per Click (PPC Programme)
    • Pay per Lead (PPL Programme)
    • Click out Programme
    • Pay per Signup
    • KOMBI Programme

     Quellenverzeichnis

    1http://www.at-mix.de/pps.htm

    2http://www.seo-konkret.de/emarketing-affiliates/

  • Preisvergleich

    Internet- Preisvergleiche werden auf Internetseiten angeboten, auf denen Verbraucher die Preise von verschiedenen Produkten und Dienstleistungen mehrerer Onlineshops selbst vergleichen können.

    Preisvergleichs-Seiten im Internet recherchieren die Preise für ein gesuchtes Produkt oder eine gewünschte Dienstleistung und veranschaulichen dann die günstigsten Preise inklusive der dazugehörigen Onlineshops als Ergebnis. Der Verbraucher hat im folgenden die Möglichkeit seinen Präferenz-Onlineshop selbst zu wählen und/oder die Leistungen der Onlineshops mit den angebotenen Preisen zu vergleichen und anschließend abzuwägen wo er nun sein gewünschtes Produkt kauft.

    Die Dienste einer Solchen Preisvergleichsseite sind meistens kostenlos und erfordern keine Gegenleistung wie zum Beispiel die Preisagenturen.

    Oft werden Preisvergleiche und Preisagenturen miteinander verwechselt. Jedoch trennt diese beiden Varianten ein ausschlaggebender Aspekt. Preisvergleichsseiten bieten ihre Dienste meistens kostenfrei an, wobei die Preisagenturen vom Auftraggeber, welcher meistens auch der Verbraucher ist, für ihre recherchedienste entlohnt werden. Ihre Finanzierung beruht hauptsächlich auf eben diesem Wege. Der Verbraucher beauftragt die Preisagentur mit der Suche nach einem günstigeren Preis als den, den er bereits als Angebot von einem Anbieter für ein gewünschtes Produkt bekommen hat. Die Preisagentur recherchiert dann im Internet nach günstigeren Preisen für genau dieses Produkt. Entscheidet sich der Auftraggeber zum Kauf des Produktes für den recherchierten günstigeren Preis, so entlohnt er die Preisagentur mit einem vorher vereinbarten Satz von etwa 10-30% des Differenzbetrages.

    Bsp.:

    Der Kunde beauftragt die Preisagentur einen Preis für den Fernseher TV3000 im Internet zu finden, der günstiger ist als sein bisheriges Angebot vom Geizmarkt für 10.000 Euro. Kunde und Preisagentur vereinbaren eine Vergütung in Höhe von 20% des Differenzbetrages. Nach einschlägiger Suche findet die Preisagentur einen Anbieter, der den TV3000 für 7000 Euro anstatt 10.000 Euro anbietet. Der Kunde erklärt sich bereit dafür, das Angebot von 7000 Euro anzunehmen. Die Preisagentur stellt ihm eine Vergütung von 600 Euro (weil-> 10.000 – 7.000 = 3.000 Euro ; 3.000 / 100 * 20 = 600 Euro) in Rechnung.

    Preisvergleichsportale hingegen bieten den Verbrauchern einen kostenlosen Service an. Sie greifen auf große Datenbanken zurück, in denen ihre Anbieter die aktuellsten Angebote bereit halten. Ist das Zielprodukt gefunden, so wird man durch einen Link auf die Seite des eigentlichen Anbieters geleitet. Der Erwerbsprozess spielt sich lediglich zwischen dem Auftraggeber und dem Anbieter ab. Der Betreiber des Portals hat keinen Einfluss auf den Kauf und Profitiert auch nicht direkt in Form von Provisionen durch die Kaufentscheidung.

    Die Finanzierung eines Solchen Preisvergleichsportals erfolgt ausschließlich durch Werbung bzw. Gebühren, die zum Einen von den Anbietern, welche von der Preisvergleichsmaschine berücksichtigt werden wollen, geleistet werden und zum Anderen durch Firmen die primär oder auch nur sekundär eine Rolle auf dem Markt des gesuchten Objektes spielen, wie zum Beispiel Anbieter von Zubehör oder Accessoires.

    Einen Value Added Service leisten Preisvergleichsportale die zusätzlich eine Produktbewertung, Top-Listen oder etwa eine Suchfunktion anbieten.

    Viele dieser Portale spezialisieren sich auf ein bestimmtes Marktsegment oder Branche, es gibt aber immer mehr Vergleichsportale, die (meistens alphabetisch sortiert) die verschiedensten Produkte der unterschiedlichsten Anbieter und Branchen vergleichen und dazu aktuelle Informationen bereitstellen.

     

     

    Quellen:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Internet-Preisvergleich

    http://www.artikel-base.de/shopping/preisvergleiche.aspx

  • Preisvergleich

    Kompendium zu "Preisvergleich"

    Erstellt von Daniel Zamzow, IM05

     

     

    Die Website Preisvergleich.de ist ein so genannter Internet-Preisvergleich. Diese Präsenzen sind große kostenlose Plattformen, auf denen Onlineshops ihre Angebote einstellen können, die dann von einer großen Community bewertet werden.

    So hat der Benutzer den Vorteil, nicht nur die gesuchten Produkte von Erfahrungsberichten bewertet zu bekommen, sondern gleichzeitig noch die Möglichkeit, den günstigsten Onlineshop für das jeweilige Produkt zu finden.

    Für den Online Nutzer ist dieser Service meist kostenlos. Die Websites finanzieren sich in der Regel selbst durch Werbebanner sowie Sonderfelder der Onlineshops auf der Website (zum Beispiel „Top Angebote“-Slogans über den eigentlichen Angeboten der Seite. Die Community bei Preisvergleich.de hat zudem die Möglichkeit, für abgegebene Bewertungen ein kleines Entgelt zu erhalten.

    Diese Art der Online-Nutzer werden Smart Shopper genannt. Ein Smart Shopper unterscheidet sich klar vom Schnäppchenjäger, indem er bequem im Internet sowohl nach günstigen Preisen als auch nach Qualität sucht. Dem Smart Shopper sind hochwertige, namhafte Marken sehr wichtig. Somit wird definitiv nicht nach Nachahmungen der Produkte gesucht, sondern nach den Originalmarken. Damit ist auch der Preis recht hoch, der Smart Shopper nutzt demnach solche Plattformen, um von allen Shops das günstigste Angebot für sein Wunschprodukt zu finden (Der Schnäppchenjäger dagegen sucht zunächst nach günstigen Preisen. Meist kommen dadurch häufig Marken in Frage, die große bekannte Marken und Produkte kopieren.)

    Die Navigation auf der Website ist sehr benutzerfreundlich. Allein störend sind die Pop-Ups auf der Seite, die nicht von Pop-Up-Blockern gestoppt werden.

    Auf der Startseite hat man zunächst die Möglichkeit, in der Mitte des Fensters direkt in die gesuchte Kategorie einzusteigen. Im oberen Bereich als Reiter angeordnet kann man zudem diverse Oberthemen auszuwählen, links sich in der Community anzumelden, sowie rechts ausgewählte Angebote zu betrachten.

    Einen Klick weiter kann der User Sponsorenlinks direkt anwählen und zu bekannten Anbietern auf die Website wechseln oder in der Mitte des Fensters die Suche nach dem gewünschten Produkt weiter spezialisieren. Am unteren Ende der Seite findet der Nutzer die neuesten Bewertungen für verschiedene Produkte. Durch die unvorteilhafte Anordnung – man muss zu weit nach unten scrollen – werden diese Produkte vermutlich nicht häufig angeklickt.

    Ist die verfeinerte Suche abgeschlossen, findet man nun die gewünschten Produkte mit Bild, Kurzbeschreibung, bestem Preis und Bewertungen aufgelistet. Durch Anwahl von mehr als einem Produkt kann man auf Vergleich klicken und die Produkte direkt vergleichen. Unter der Spalte „Bester Preis“ kann man auf Preisvergleich klicken und findet dann alle Onlineshops nach Preislagen aufgelistet, die genau dieses Produkt anbieten.

    Preisvergleich.de ist eine sehr große Plattform unter den Preisvergleich-Präsenzen, auf der man fast alles finden und bewerten lassen kann. Sowohl Mode für Sie und Ihn, Multimedia und Technik, Wohnen und Möbel, sowie Versicherungen und Reisen kann man hier vergleichen lassen. Sicherlich eine interessante Seite, die auf Grund der großen Community dauerhaft gepflegt und immer aktuell ist und dem User einen echten Nutzen bringt.

    Verwendete Literatur:

    Weiterführende Literatur:

    • A. Verweyen: Keine Angst vor dem Smart Shopper, Frankfurt am Main, Campus-Verlag, 1998
    • M. Pusch: Der Smart Shopper, Mögliche Auswirkungen auf die Markenartikelindustrie, Diplomarbeit, Siegen, 1997
    • allensbacher berichte, Institut für Demoskopie Allensbach: WENIGER MARKENBEWUSSTSEIN, Ein Ergebnis der Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse, 2003
    • B. Esser: Smart Shopping - Eine theoretische und empirische Analyse des preis-leistungsorientierten Einkaufsverhaltens von Konsumenten, Lohmar-Köln, 2002

    Daniel Zamzow

    Bonn, den 29.06.2007

     

  • Prüfsiegel

    Prüfsiegel


    Allgemeingültig versteht man unter dem Begriff „Prüf- oder Gütesiegel“ die Überwachung und Gewährleistung bestimmter Eigenschaften durch unabhängige Kontrollinstitutionen.


    Sie sind Indikator für die Vertrauenswürdigkeit ausgewählter Händler oder Produkte (wie zum Beispiel: Label des Fresenius-Instituts, TÜV-Plakette am KFZ) und sollen somit den Kunden zum Kauf animieren.


    Die sprachliche Unterscheidung ist nicht klar festgelegt. Eine Abgrenzungsmöglichkeit ergibt sich daraus, dass Gütesiegel eine besondere Gebrauchsqualität nachweisen sollen, während Prüfsiegel sich eher mit sicherheitsrelevanten und technischen Eigenschaften beschäftigen.


    Welche Bedeutung haben Prüfsiegel im Bereich E-Commerce?


    Bezüglich des Bereiches E-Commerce, haben Prüfsiegel die Funktion, die Verbraucher zu schützen und zu Informieren, sodass einem sorglosen Einkauf im Internet nichts im Wege steht.


    Je mehr  Online-Shops ihre Waren im Netz anbieten, umso untransparenter ist es für den Verbraucher, tatsächlich vertrauenswürdige, sichere Anbieter von den Unseriösen zu unterscheiden.  Zwar wird das Einkaufen im Internet immer beliebter, aber denn noch sprechen viele, vor allem unbedarfte User, von einem mangelnden Vertrauen in die Sicherheit im Netz.


    Um diesen negativen Eindruck bei potentiellen Kunden zu minimieren, gehen immer mehr Shop-Betreiber dazu über,  eine Überprüfung bei dritten Zertifizierungsorganisationen in Auftrag zu geben. Besonders unbekannte, kleine und mittelständische Unternehmen, können hierdurch ihr Vertrauens-Image gewährleisten.


    Gegenüber den zusätzlichen Kosten, welche die Überprüfung mit sich bringt, erhoffen sich die Anbieter einen Wettbewerbsvorteil. Andererseits können Prüfsiegel dazu beitragen, zweifelhaften Anbietern das Handwerk zu legen, da erst nach dem bestandenen Seriösitäts- und Qualitätscheck offiziell ein Siegel geführt werden darf.


    Ist die Überprüfung erfolgreich für den Betreiber verlaufen,  kann dieser ein grafisches Gütesiegel-Symbol in seine Website integrieren. Für den Nutzer ist dies dann in Form des Siegel-Labels ersichtlich. In der Regel sind die Grafiken weiterführend verlinkt und geben detailierte Auskünfte über die Seite und deren Prüfergebnisse im jeweiligen Institut.


    Die Kunden können sich so auf einfachste Weise über die Eigenschaften des jeweiligen Netzauftrittes informieren, ohne dabei das „Kleingedruckte“ lesen zu müssen. Zudem haben sie die Sicherheit, dass keine Fallen oder versteckte Kosten nach Bestellabschluss auf sie zukommen.


    Wer legt die verbraucherschutzrechtlichen Kriterien fest?


    Die Vielzahl der durch verschiedene Institutionen angebotenen Siegel trägt allerdings nicht zur Klarheit unter Usern und Shop-Betreibern bei.


    Einheitliche Standards für die Vergabe von Zertifikaten, wie sie in vielen europäischen Nachbarländern verankert sind, sucht man in Deutschland noch vergebens.


    Allerdings hat es sich ein „Monitoring Board“ zur Aufgabe gemacht, einen Katalog aus einheitlichen und objektiv vergleichbaren Kriterien für Internet-Prüfsiegel zu erstellen. Hierzu gehören neben der Initiative D21 e.V. der Bundesregierung, eine Kooperation aus Politik und Wirtschaft, auch Vertreter des Bundesdatenschtzbeauftragten (BfD) sowie des Verbraucherzentrale Bundesverbandes e.V. (vzbv).


    Die von dieser neutralen Kooperation empfohlenen Gütesiegelanbieter haben sich dazu bereit erklärt, die D21- Qualitäts-Kriterien einzuhalten.


    Welche Qualitäts-Kriterien müssen laut D21 erfüllt werden?


    Die Voraussetzungen zum Erwerb eines Prüf- oder Gütesiegels lassen sich in die folgenden Benutzerfreundlichkeitskriterien (A-F) und Systemsicherheitskriterien (G-I) einteilen.

    A) Anbieter-Kennzeichnung

    Die Anbieter-Kennzeichnung sollte nicht irgendwo versteckt, sondern an einer gut sichtbaren Stelle, im besten Fall mittels eines explizit hervorgehobenen Impressum bekannt gemacht werden. Hierzu gehören die folgenden Informationen:

      • Voller Name des Unternehmens
      • Identität des Anbieters
      • Firmensitz & Handelsregister-Nummer
      • Für Kontaktaufnahme sowohl Email-Adresse als auch Telefonnummer

    B) AGB & Gerichtsstand


    Auf die angewandten Geschäftsbedingungen muss an der entsprechenden Stelle der Bestellung hingewiesen werden. Außerdem muss der Kunde die Möglichkeit haben, diese zu speichern und auszudrucken. Binnen der Vertragsbedingungen sollte geregelt sein, welches Recht gilt und vor welchem Gericht ein eventueller Streitfall einzuklagen ist.


    C) Verbindliche Preisangaben


    Die Produktpreise müssen eindeutig und vollständig ausgewiesen sein. Desweiteren sollte der Betreiber über Nebenkosten, wie Mehrwertsteuer, Versandkosten oder sonstige Gebühren informieren.


    D) Verbindliche Lieferaussagen


    Der Verkäufer ist angehalten, verbindliche Aussagen über den Zeitpunkt der Warenlieferung zu machen, auf die sich ein Kunde nach dem Verstreichen der Frist beziehen kann. Er muss außerdem über Einschränkungen auf ein bestimmtes Liefergebiet, oder bestimmter Kundengruppen (Bsp. Einzelhandel/Großhandel) hinweisen.


    E) Eindeutiger Bestellvorgang


    Der Kunde muss eine eindeutige und bewusste Handlung ausführen, da nur so rechtlich eine verbindliche Bestellung ausgelöst werden kann. Es ist hierzu erforderlich, dass er gewünschte Waren mittels eines Warenkorbes sammeln, überprüfen, korrigieren oder gar vollständig löschen kann. Bevor der „verbindliche Klick“ wissentlich vom Kunden getätigt wird, sollte ihm ein Überblick über alle von ihm zu zahlenden Kosten und der Zugang zu den allgemeinen Geschäftsbedingungen dargeboten werden. Im Anschluss steht der Betreiber in der Pflicht, den Abschluss des Kaufvertrages in angemessener Zeit zu bestätigen.


    F) Rückgaberecht


    Die Rückgabe der Waren sollte für den Kunden möglichst einfach gestaltet sein. Explizite Angaben über den Zeitpunkt, bis zu dem eine Rückgabe möglich ist und welche Kosten in diesem Falle auf den Kunden zukommen sind zu erläutern.


    G) Datenschutz


    Soll ein sicheres Übermitteln oder Verschlüsseln von Bestell- und Personendaten gewährleisten, beispielsweise über eine SSL-Verschlüsselung.

    H) Zahlungsverkehr


    Die in der Praxis am kundenfreundlichsten Zahlungsmethoden der Zahlung per Nachnahme oder Kreditkarte sollten gewährleistet werden.


    I) Datenverwendung


    Die Verwendung der bei dem Bestellvorgang gewonnenen Daten müssen dem Teledienstdatenschutzgesetz und dem Bundesdatenschutzgesetz entsprechen.

    Darüberhinaus haben die unterschiedlichen Anbieter verschiedene, zielgruppenbezogene Geschäftsmodelle entwickelt, welche ein breites Spektrum an zusätzlichen Dienstleistungen offerieren.


    Beispiele für vertrauenswürdige Siegel im E-Commerce


    Die folgenden Siegel gehören zu den empfohlenen Anbietern basierend auf der Grundlage der erläuterten Qualitätskriterien, wobei jedes Unternehmen eigene Schwerpunkte setzt.

    Visualisierung der Prüfsiegel
    Abbildung 1: Visuelle Darstellung der Prüfsiegel


    Außerdem unterscheiden sie sich in ihren Prüfverfahren und Kontrollabständen, sowie den zu zahlenden Gebühren der Shop-Betreiber.


    Weiterführende Informationen sind unter den unten aufgeführten Websites der Betreiber zu finden.

    Quellen & weiterführende Links

    © Christiane Bluhm 2008

  • Pull Marketing

    Pull Marketing

    Generell lässt sich bezüglich der Marketing-Kommunikations-Strategien zwischen der „push - Strategie“ und der „pull - Strategie“ unterscheiden, wobei sich die folgenden Ausführungen auf die „pull - Strategie“ fokussieren.

    Eine „pull – Strategie“ bedeutet, dass das Produkt von den Nachfragern durch die Vertriebskanäle „gezogen“ wird. Bei einer „pull – Strategie“ richtet der Anbieter demnach den überwiegenden Teil seiner Marketingaktivitäten auf die Nachfrager bzw. Kaufinteressenten, einer speziellen Zielgruppe aus. Im Gegensatz hierzu werden bei einer „push – Strategie“ die Marketingaktivitäten größtenteils auf die Vertriebswege ausgerichtet. Eine „pull – Strategie spricht also gezielt Endverbraucher an und soll sie dazu bewegen genau von diesem einen Anbieter zu kaufen und von keinem anderen. Diese Endverbraucher können dabei entweder private Käufer sein, aber auch Einkäufer von Vorleistungen (b2b).

    Eine „pull – Strategie“ soll die Aufmerksamkeit der potentiellen und relevanten Zielgruppe auf die Marke ziehen, begleitet von einer entsprechenden und angemessenen Öffentlichkeits – Arbeit (public relations).

    Ein wichtiger Schritt im Zuge einer „pull – Strategie“ ist es, eine spezielle Assoziierung im Hinblick auf die Marke zu schaffen und somit die Marke fest und langfristig in den Köpfen der Zielgruppe zu verankern. Dabei sollte versucht werden die potentiellen Nachfrager durch bestimmte Anreize dazu zu bewegen beziehungsweise zu motivieren, das Produkt auszuprobieren. Im Idealfall einer „pull – Strategie“ gehen die Kaufinteressenten in den Einzelhandel beziehungsweise in den Zwischenhandel und verlangen nach dem Produkt beziehungsweise bestehen auf das Produkt oder wenden sich per mail oder über das Internet direkt an den Hersteller.

    Um eine „pull – Strategie“ optimal zu unterstützen beziehungsweise anzuwenden bedienen sich Unternehmen im Hinblick auf die Marketingaktivitäten zumeist an den Massenmedien, wie Fernsehen oder Radio um eine möglichst breite Masse ansprechen zu können und sie durch gezielten Einsatz von Werbung in den Massenmedien in ihrem Kaufverhalten beeinflussen zu können.

    Eine weitere viel versprechende Option bietet hierbei zudem das Internet. Durch das Internet ist den Unternehmen möglich geworden, eine noch größere Anzahl potentieller Abnehmer anzusprechen und diese vor allem in vielen neuen Wegen anzusprechen. Basierend auf dieser Erhöhung der Präsenz auf dem Markt, bieten sich den Unternehmen noch mehr Chancen das Kaufverhalten der Nachfrager zu beeinflussen beziehungsweise die Marke als solches in die Köpfe der Leute zu bringen.

    Bezüglich einer „pull – Strategie“ ist darauf zu achten, dass diese in jedem Fall durch eine Kernaussage unterstützt werden muss, welche die Intention besitzt die Käufer auf eine ganz bestimmte und ausgewählte Weise zu informieren, zu überzeugen und in Ihrem Kaufverhalten gezielt zu beeinflussen.

    Zu entscheiden ob eine „pull – Strategie“ oder eine „push – Strategie“ angewandt werden soll ist meistens sehr schwierig. So kommt es nicht selten vor, dass eine Strategie zur Kommunikation eines bestimmten Produkts sowohl Merkmale einer „pull – Strategie“ als auch einer „push – Strategie“ aufweist, sprich diese beiden Strategien miteinander verknüpft beziehungsweise kombiniert werden. Dies ist sinnvoll und empfehlenswert um einen größtmöglichen Nutzen zu erreichen.

    In Bezug auf große Markenhersteller sind die Grenzen zwischen „pull – Strategie“ und „push – Strategie“ eher verschwommen. So versuchen Markenhersteller meist eine Mix aus beiden Strategien. Sie betreiben einen erhöhten Aufwand für Werbung in den Medien, um somit die Nachfrage nach Ihren Gütern zu erhöhen („pull – Strategie“ ) und betreiben des weiteren andere Verkaufsfördernde Maßnahmen wie zum Beispiel die Errichtung eines Aussendienstes oder die Durchführung von Sonderaktionen um die Nachfrage weiter zu forcieren.

    Generell lässt sich im Bereich der Konsumgüterindustrie (Lebensmittel, Alkohol, Zigaretten, …) eine Tendenz zu einer „pull – Strategie“ verzeichnen, wobei diese Tendenz resultierend aus der im Laufe der Zeit immer teurer werdende Werbung in den Massenmedien und dem generellen Trend der Kosteneinsparungen und den damit verbundenen Kürzungen der Marketingaufwendungen immer weiter abgeschwächt wird.

    Quellen:

    Vgl. http://www.marketing-marktplatz.de/Grundlagen/Push-Pull.htm

    Vgl. Fill, C.: Marketing Communications, 3. Auflage, Harlow 2002.

    Autor: Dennis Kampmann

  • Pull-Marketing

    Pull-Marketing

     

    Definition
    Das Pull-Marketing wir in der Literatur auch als Nachfragesog bezeichnet und ist eine Marketingstrategie, die vom Hersteller ausgeführt wird und sich direkt an den Endverbraucher richtet.
    Das Ziel des Pull-Marketings besteht darin, die Produkte des Herstellers im Sortiment des Handels fest zu integrieren.

    Was bewirkt Pull-Marketing?
    Durch das intensive Bewerben von Produkten im Fernsehen, Radio oder in den Printmedien, wird das Kaufinteresse des Endverbrauchers geweckt und er geht davon aus, dass er das angebotene Produkt im Handel kaufen kann.
    Durch die daraus ansteigende Nachfrage ist der Handel gezwungen, das Produkt in sein Sortiment mit aufzunehmen und es damit dem Endverbraucher zur Verfügung zu stellen.

    Abb. 1: Wirkungsweise der Pull-Strategie; eigene Abbildung in Anlehnung an: Kotler, P., Armstrong, G., Saunders, J., Wong, V.: Grundlagen des Marketing, 4. Auflage, München 2003
     

    Welche Vorteile hat Pull-Marketing?
    Für den Hersteller:
    Da er die Nachfrage beim Endverbraucher selbst hervor ruft und den Handel damit zwingt, seine Produkte in das Sortiment mit aufzunehmen, verliert der Hersteller einen Teil seiner Abhängigkeit gegenüber dem Handel.
    Für den Handel:
    Meistens werden vom Hersteller Produkte beworben, mit denen nur geringe Handelsspannen erzielt werden können. Allerdings gewährleisten diese Produkte eine hohe Umschlagshäufigkeit, welche vor allem mit der starken Nachfrage durch den Endverbraucher zu erklären ist.
    Darüber hinaus muss der Handel kaum Eigenwerbung betreiben, wodurch immense Kosten eingespart werden können.
    Auch die Kundenfrequenz erhöht sich durch die steigende Nachfrage für ein Produkt.

    Welche Nachteile birgt Pull-Marketing?
    Für den Hersteller:
    Die intensive Werbung für ein Produkt kann enorme Kosten verursachen.
    Ob das Pull-Marketing erfolgreich sein wird, das heißt, dass die Nachfrage beim Endverbraucher stark genug geweckt wird, um Druck auf den Handel auszuüben, ist nicht vorher zu bestimmen. Es besteht daher ein hohes Risiko für Fehlinvestitionen.
    Für den Handel:
    Bei einem erfolgreichen Pull-Marketing kann der Handel nicht mehr autonom entscheiden, welche Produkte er in sein Sortiment mit aufnimmt und wo sie in den Regalen platziert werden. Seine Funktion als Gate-Keeper wird reduziert.

    Ein Beispiel
    Ein Hersteller, bei dem das Pull-Marketing gut funktioniert hat ist Ferrero. Mittlerweile findet man Produkte dieses Herstellers sogar bei Aldi, obwohl der Discounter nahezu keine Markenprodukte führt. Durch die ernorme Werbung für diese Produkte und die gestiegene Nachfrage seitens der Endverbraucher, sah sich Aldi gezwungen, Ferrero-Produkte mit in sein Sortiment aufzunehmen.

    Pull-Marketing im E-Commerce
    Das world wide web bietet dem Hersteller neben dem Fernsehen, Radio und den Printmedien eine weitere Möglichkeit, seine Werbung direkt an den Endverbraucher zu richten. Da über das Internet eine große Zahl an potentiellen Interessenten für ein Produkt erreicht werden kann, ist es ein ideales Mittel, um die Nachfrage beim Konsumenten zu steigern und den Druck auf den Handel zu erhöhen.
    Zum einen kann ein Hersteller Werbung auf der eigenen Internetseite schalten. Es gibt aber auch eine Vielzahl von Werbemöglichkeiten auf anderen Internetseiten, z. B. als Werbeanzeige bei google oder in Form von Bannern auf Internetseiten, die mit dem Produkt zu tun haben.

    Quellen
    Benkenstein, M.: Entscheidungsorientiertes Marketing: Eine Einführung, 2001
    Kotler, P., Armstrong, G., Saunders, J., Wong, V.: Grundlagen des Marketing, 4. Auflage, München 2003
    http://de.wikipedia.org/wiki/Pull-Marketing

  • Push Marketing

    Push Marketing (to push – engl., durchdrücken , schieben)  

    Was ist Marketing? Marketing ist, mehr als alle anderen Funktionsbereiche innerhalb eines Unternehmens für die Beziehung zum Kunden zuständig. Es schafft eine Beziehung zwischen dem Kunden und dem jeweiligen Produkt. Durch das Marketing versucht man zum einen neue Kunden zu gewinnen indem man dem Kunden einen unglaublichem Mehrwert garantiert und zum anderen versucht man neue Kunden durch Faszination für das Produkt zu akquirieren.

     

    Das Marketing von heute hat nichts mehr mit der „telling and selling“ Philosophie vergangener Jahre zu tun, sondern muss zielgerichtet auf eine bestimmte Gruppe angepasst sein. Produkte lassen sich dann einfach verkaufen wenn es effektiv beworben wird, wenn es ein gutes Preis – Leistungsverhältnis aufweist und wenn der Wert für den Kunden so hoch ist dass er nur dieses eine Produkt haben möchte.

     Um zu wissen was der Kunde will oder wie das Produkt sein muss damit es der Kunde kauft, muss man in ständigem Kontakt zu ihm stehen – also  Kommunizieren.Um Marketingstrategien zu unterstützen bedient man sich dem Prozess der Integrierten Marketingkommunikation. Ein Konzept dieses Prozesses ist unter anderem der       Promotion - Mix. Das Unternehmen muss eine Vielzahl von Faktoren bei der Erstellung des Promotion Mixes berücksichtigen.  

     

    Man unterscheidet grundsätzlich 2 Promotion - Mix Strategien:

    Þ            Push – Strategie (Push Marketing)

    Þ            Pull – Strategie (Pull Marketing) 

    Die Auswahl der jeweiligen Strategie hängt grundsätzlich vom Markt ab – ist es ein „business to consumer“ (b2c) oder ein „business to customer“ (b2b).Die Push – Strategie kommt üblicherweise bei b2b Märkten zum Einsatz. Hierbei wird das Produkt so zu sagen durch die Vertriebskanäle des Unternehmens durchgedrückt.

    Dies bedeutet dass der Hersteller seine Absatzförderungsmaßnahmen an den Großhandel richtet. Der Großhandel w richtet dessen Absatzförderungsmaßnahmen wiederum an den Verbraucher.

     

     Þ            Marketingaktivitäten des Herstellers: Außendienst, Messen

    Þ            Marketingaktivitäten des Handels:  

             Werbung,Verkaufsgespräche   

     

    Der Hersteller des Produkts bemüht sich, mit einem aktiven Sondermaßnahmen den Großhandel von dem Produkt zu überzeugen. Die Konditionen für den Großhandel sind so vorteilhaft, dass der Weiterverkauf des Produkts an den Einzelhandel beim Großhandel erste Priorität hat. Für den Handel bestehen wiederum erstklassige Konditionen und Rahmenbedingungen, so dass dieser dem Produkt einen bevorzugten Rang einräumet.

    Das Push – Marketing wird üblicherweise dort angewandt wo kleine Hersteller ein hoch spezialisiertes Industriegut erzeugen.

     

    Quellen:  

    http://www.marketing-marktplatz.de/Grundlagen/Push-Pull.htm

    zugegriffen am 12.03.2007

     

     

     

    G.Armstrong/P. Kottler: Marketing: An Introduction, 8. Aufl.,

                                        New Jersey 2007

  • Push-Marketing

    Push-Marketing


    Das Wort „push“ kann aus dem Englischen mit drücken" und schieben" übersetzt werden.

    Das Push-Marketing ist eine Gestaltungsform der Absatzförderung. Die Absatzförderung ist Teil der Kommunikationspolitik im Marketing und hat Einfluss auf die anderen Marketinginstrumente. Dabei bildet das Push-Marketing das Gegensatzpaar zum Pull-Marketing.

    Die Wahl der Absatzförderung wirft aus Unternehmenssicht die Frage auf: Wie soll ich meine Produkte in den „Einkaufswagen“ des Kunden bringen?

    Beim Push-Marketing wird das Produkt gewissermaßen durch das Distributionssystem „gedrückt“. Der „Druck“ wird immer auf die direkt nachgelagerte Stufe des Herstellers, wie zum Beispiel den Großhändler, ausgeübt. Somit konzentrieren sich die verkaufsfördernden Maßnahmen vom Hersteller auf den Großhändler und nicht auf den Konsumenten.

    Push-Marketing

    Es bildet sich eine Kette:

    1. Der Hersteller führt eine großhandelsgerichtete Absatzförderung durch.

    2. Der Großhandel betreibt eine einzelhandelsgerichtete Absatzförderung.

    3. Der Einzelhandel richtet seine Absatzförderung schließlich an den                  Konsumenten (Endverbraucher).

    Die Gestaltungsformen der Absatzförderung (beziehungsweise der Marketingaktivitäten) geben viel Spielraum:

    • Für den Hersteller, unter anderem: Messen, Rabattpolitik oder Außendienst
    • Für den Händler, unter anderem: Verkaufsgespräche, Flyer oder Produktplatzierung.

     

    Was beeinflusst die Wahl zum Push Marketing?

    Bei „Business-to-consumer“ (B2C) Märkten ist das Pull-Marketing weit verbreitet. Hingegen wird bei „Business-to-Business“ (B2B) Märkten eher Push-Marketing praktiziert. Push-Marketing ist vor allem bei Herstellern spezialisierter Industriegüter verbreitet. Der Endkonsument wird dabei nicht direkt angesprochen. Das Unternehmen steht dabei nahezu am Anfang der Wertschöpfungskette.

    Bei neuen Produkten, die am Anfang des Produktlebenszyklus stehen, wird in vielen Fällen Pull-Marketing betrieben. Der Konsument kennt das Produkt nicht und das Interesse wird auf diese Weise geweckt. Bei nur geringfügigen Produktveränderungen wird tendenziell eher auf das Push-Marketing zurückgegriffen.

    Es besteht in der Regel eine hohe Konkurrenzdichte. Für die Hersteller ist es zunehmend schwerer ihre Produkte gegenüber Konkurrenzprodukten hervorzuheben. Oft findet eine Differenzierung über den Preis statt. Dies begünstigt eine Push-Strategie. Die Nachfrage entsteht dann bei annähernd gleichwertigen Konkurrenzprodukten über den Preis.

    Bei geringer Kapitalstärke des Herstellers liegt die Wahl zum Push-Marketing nahe. Wenn sich ein Hersteller für Pull-Marketing entscheidet, sind die Absatzförderungen mit höheren Marketingaufwendungen verbunden. Daher greifen kleinere Hersteller oft auf eine Push Strategie zurück (siehe folgendes Beispiel).

    Praxisbeispiel:

    1. Henkel führt die Marken Persil und Weißer Riese besonders mit einer Pull-Strategie. Seine Marken Dixan und Schwanweiß werden eher mit einer Push-Strategie durch die Vertriebskänale gedrückt.
    2. Procter & Gamble verfolgt mit der Marke Valensia vorwiegend eine Pull-Strategie. Kleinere Hersteller greifen meist auf eine Push-Strategie zurück.

     

    Push oder Pull Marketing?

    Das „entweder oder“ ist der Praxis meist fern. In vielen Fällen wird Push- und Pull-Marketing kombiniert. So versucht man die Vorteile beider Vorgehen zu nutzen.

    Der Hersteller richtet Marketingaktivitäten an den Konsumenten. Damit versucht er die Nachfrage beim Händler zu erhöhen („Pull-Strategie“). Gleichzeitig werden oft Sonderaktionen gefahren und der Handelspartner intensiv betreut, zum Beispiel durch den Außendienst („Push-Strategie“). Dieses Vorgehen ist vor allem bei Markenherstellern sehr verbreitet.

    Die Entwicklung des Internets als Interaktionsmedium stärkt die Verbreitung des Pull-Marketings. Zukünftig wird das ungenutzte Potenzial des Netzes weiter ausgeschöpft. Doch auch große Handelsketten gewinnen an Bedeutung. Ein Platz in ihrem Sortiment kann das Überleben des Herstellers sichern, sofern er nicht den direkten Absatzweg wählt.

    Die Wahl der Marketingstrategie ist im Individualfall zu treffen und berücksichtigt nicht nur Produkt- und Markteigenschaften, sondern auch die strategische Ausrichtung der Unternehmung.

     

    Quellen:

    Armstrong, G., Kotler, P. (2007): Marketing – An Introduction, 8. Auflage, New Jersey.

    Bliemel, F., Kotler, P. (1999): Marketing Management, 9. Auflage, Stuttgart.

    http://www.wirtschaftslexikon24.net/d/push-marketing/push-marketing.htm

    http://www.marketing-marktplatz.de/Grundlagen/Push-Pull.htm

     



  • Push-Marketing im E-Commerce

    Push-Marketing

    1. Definition
    Als Push-Marketing (engl. drücken, schieben) bezeichnet man, eine von zwei verschiedenen Möglichkeiten im Handelsmarketing, Konsumgüter durch einen Absatzkanal abzusetzen.

    Viele Unternehmen operieren nach der Push-Strategie: diese zielt durch intensive Verkaufsförderungs- und Präsentationsmaßnahmen der Hersteller auf den Handel ab. Dieser soll durch Verkaufswettbewerbe oder Rabattregelungen dazu gebracht werden, ein bestimmtes Produkt des Herstellers gegenüber anderen Produkten besonders hervorzuheben bzw. in sein Sortiment aufzunehmen. Der Druck auf den Markt geht somit vom Handelsunternehmen aus, das an entsprechenden Umsätzen interessiert ist und somit für eine entsprechende Nachfragesituation sorgen wird.

    Auf der anderen Seite sorgen aufwändige Werbeaktivitäten über Massenmedien dafür, dass Konsumenten bestimmte Artikel von sich aus beim Handel nachfragen (Pull-Marketing). Diese können allerdings oftmals nur größere Unternehmen für sich nutzen, da sie erhebliche Beträge in Werbung und Verkaufsförderung investieren, um die Nachfrage für sich zu gewinnen.


    2. Push-Marketing im E-Commerce


    2.1. Allgemeines
    Auch Medien können einen Push- oder Pull-Charakter aufweisen. Rundfunk und Fernsehen sind Push-Medien, da der Kommunikationsfluss primär in eine Richtung verläuft: vom Sender zum Empfänger.

    Das Internet, besonders das WWW, hingegen ist ein Pull-Medium, da der Nutzer frei wählt, bzw. etwas aus freiem Willen anfordert. Der Anbieter erfährt hier eventuell mehr über seinen Kunden als in jeder anderen Verkaufsform. Er bekommt keine Botschaft, wie etwa im TV-Spot. Je mehr die Print- und TV-Werbung von der reinen Emotion leben, desto strenger wird das Internet auf seinen reinen Nutzwert als zentrales Überzeugungsmittel verwiesen. Doch auch hier gibt es Push-Medien: Werbebanner oder gesponserte Links.
    Allerdings entwickelten sich ich in diesem Rahmen seit 1997 verschiedene Push-Verfahren: regelmäßige und automatisierte Zustellung von unbestellter und aufbereiteter Werbung durch den Inhaltsanbieter. Diese ist personalisiert und wird durch eine einmalige Aktion eines Interessenten (z.B. eine E-Mail Anfrage, Besuch einer Seite, Eintrag in Gästebücher, Mitgestaltung von Foren, etc.) regelmäßig zugestellt, wie z.B. eine Announcement- oder Newsletter-Mail (UCE oder E-Mail-Marketing).
    Das sog. „One-to-One-Marketing“ setzt eine gut gepflegte Kundendatenbank voraus. Neben Kundenstammdaten (Alter, Wohnort, Beruf, etc.), die man unter anderem durch Autorisierungen, Bestellformulare, Abfragen, Gewinnspiele einholt, besteht die Möglichkeit, Informationen über das Kaufverhalten aus den sog. Online-Kaufsessions abzuleiten. Beide Datenansätze werden zwecks einer Personalisierung miteinander kombiniert, um diese letzten Endes für Direkt-Marketingmaßnahmen nutzen zu können.

    Es werden Produkte vorselektiert und jedes Mal proaktiv empfohlen, wenn der Käufer das Online-Angebot abruft (Push-Technologie). An seinem Geburtstag erhält er einen Sonderrabatt auf ausgewählte Produkte. Es wird auf Sonderaktionen hingewiesen, die in geografischer Nähe des Kunden stattfinden. Auch Online-Werbung kann auf das erstellte Kundenprofil ausgerichtet werden. Die Möglichkeiten der persönlichen Ansprache sind unbegrenzt und verbessern sich mit jeder neuen Information des Käufers. Das One-to-One-Marketing hat nicht das primäre Ziel Neukunden zu gewinnen, sondern möglichst viele „Anteile“ an den Käufen eines Kunden.



    2.2. Push-Marketing der Zukunft
    Push-Marketing wandelt sich in vielen Bereichen zum Pull-Marketing, indem Unternehmen nicht mehr nur in Richtung Nachfrager kommunizieren, sondern vielmehr Nachfrager entsprechend ihren Interessen Unternehmen im Internet ansprechen. Aus diesem Grund ist ein Internet-Marktauftritt mit eigener Homepage – unabhängig von positiven Image-Wirkungen – sinnvoll und notwendig. Diese ist nämlich Werbeträger und Werbemittel zugleich.

    Intelligente Agenten sind die zukünftige Version des personalisierten Push-Marketings. Auf Basis der gespeicherten Daten und ähnlichen Nutzerprofilen beraten diese Kunden bei ihren Einkäufen.
    Am weitesten in den Bereich geht „Firefly“, eine für den Musikbereich konzipierte Suchmaschinen.



    2.3. Probleme des Push-Marketings

    Seit Sommer 1998 gilt Push als Anti-Trend. Prognosen des Magazins „Wired“ behaupteten, dass Push-Dienste in kürzester Zeit Web-Browser verdrängen würden. Diese erwiesen sich jedoch als falsch.

    Im Push-Bereich aktive Unternehmen, wie Marimba, Backweb oder Pointcast, reagierten dementsprechend und suchten sich Firmenkunden als neues Klientel. Diese sollten Push-Software in ihren Intranets als Alternative zu herkömmlichen E-Mail-Systemen einsetzen (sog. Push-Server).

    Quellen:
    Theis, H.-J.: Handelsmarketing, Frankfurt a. M. 1999
    www.forum.absatzwirtschaft.de
    www.e-publishing.de
    www.marketing-lexikon-online.de