Glossar

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  • Tag

    Der englische Begriff Tag steht in der Informatik und Datenverarbeitung für das Auszeichnen eines Datenbestandes mit zusätzlichen Informationen. Diese Informationen können sehr verschieden geartet sein und einen unterschiedlichen Zweck erfüllen.  Alle Verwendungen haben jedoch gemeinsam, dass sie sich sehr eng an der wörtlichen Bedeutung des englischen Begriffs orientieren, also ein Tag immer ein abstraktes Etikett, ein Auszeichner oder eine wie auch immer geartete Markierung bedeutet.

    Aber zunächst einmal möchte ich klären, wie ein Tag überhaupt aussieht.

    Ein Tag bzw. ein Tagpaar besteht aus einem Anfangs- oder auch Starttag und einem dazugehörigen End- bzw. Schlusstag. Ein Anfangstag beginnt immer mit dem Zeichen „<“ (kleiner als). Darauf folgt die eigentliche Bezeichnung des Tags z. B. „h1“ für eine Überschrift und gegebenenfalls eine Liste seiner Attribute. Mit einem „>“ (größer als) hört der Anfangstag wieder auf. Jetzt folgt der Inhalt. Das ist der Datenbestand, der mit den jeweiligen zusätzlichen Informationen durch einen Tag,  ausgezeichnet werden soll. Daran schließt sich dann der Endtag. Er besteht aus den Zeichen „</“, der Bezeichnung des Tags und dem abschließenden „>“. Der Schlusstag kann keine Attribute haben. Die zusammengehörenden Anfangs- und Endtags bilden zusammen mit dem dazwischenliegenden Text ein Element. Elemente lassen sich verschachteln. Mittels Regeln, die in einer  Dokumenttypdefinitionen (DTD) angegeben sind, können Tags auch frei definiert werden und somit an individuelle Kundenbedürfnisse angepasst werden.

     

    Wie bereits erwähnt, verwendet man Tags auf verschiedenen Gebieten. Hier ein paar Beispiele:

     

    Dateiformate

    Bei der Speicherung von Daten in einer Datei bezeichnet man die Zusatzinformationen, die an die Datei angefügt werden, als Tag. Diese Zusatzinformationen können zum Beispiel Ursprungsort oder Verwendungszweck der zu speichernden Daten sein. In Musikdateiein beispielsweise bietet ein ID3-Tag Informationen über Interpret, Komponist, Genre oder anderes.

     

    Informationsarchitektur

    Ein weiteres Anwendungsfeld findet sich im Webdesign. Hier bezeichnet das "Tagging" eine Technik die es den Besuchern einer Site erlaubt, an die besuchten Sites frei wählbare Begriffe zu hängen und sie so in Kategorien einzuteilen. So fügt man verschiedene Sites unter der selben Kategorie zusammen und kann auf diese Weise die vorhandene Hierarchie der Navigationsrubriken so ergänzen oder ersetzen, dass man sich schneller und leichter im Internet oder auf einer Site zurrecht findet. 

     

    Auszeichnungs- oder Seitenbeschreibungssprache

    Beispiele für solche Sprachen sind HTML (Hypertext Markup Language), SGML (Standard Generalised Markup Language ) oder XML (Extensible Markup Language). Hier dienen Tags, auch Steuerbefehl oder Steuersymbol genannt, der Klassifizierung und Strukturierung von Daten und Texten im Quelltext der genannten Sprachen.

     

    Objektorientierte Programmierung

    In diesem Anwendungsfeld gibt es für den Begriff „Tag“ keine genaue Definition. Er wird umgangssprachlich gebraucht und bezeichnet ein Attribut oder Datenfeld. Dieses wird entweder, ähnlich wie bei der Auszeichnungssprache XML, verwendet um Programmobjekte zu klassifizieren oder Metadaten zu speichern oder es wird für andere verschiedene Zwecke bereitgehalten, beispielsweise die Zwischenspeicherung von zusätzlichen Informationen oder die Parameterübergabe mittels sog. Tag-
    Listen, muss aber hier nicht zwingend genutzt werden.

    Somit ist ein Tag durch seine vielseitige Einsetzbarkeit eine ideale Form zur Einfügung von Metadaten.

     

    Quellen:

    - www.pc-magazin.de/praxis/cm/glossar/index.phpI=T&r=8 

    - http://design-n.de/suchmaschinen_t.htm- www.akbs.de 

    - http://htmlbasis.de

    - www.lisocon.de

    - www.buzzmachine.com/2005/10/01/web-20-tagging/

    - www.Wikipedia.de

    (auf alle genannten Quellen wurde am 30.11.2007 zugegriffen)

  • TCP

    TCP

    Im Jahr 1973 begannen Robert E. Kahn und Vinton G. Cerf das Transmission Control Protocol (TCP) zu entwickeln. Allerdings wurde für die Entwicklung einige Zeit benötigt, so das es erst 1981 erstmals zum Einsatz kam.

    Im bekannten ISO-OSI Modell befindet sich TCP auf Schicht 4, der sogenannten Transportschicht (Network Layer). Das OSI Referenzmodell, welches die Problembereiche der Netzwerkkommunikation in sieben aufeinander aufbauenden Schichten darstellt, wurde kontinuierlich entwickelt und standardisiert.

    Damit ein zuverlässiger Datentransport gewährleistet wird, verwenden Anwendung TCP. Das Protokoll gewährleistet, dass die Daten korrekt und in richtiger Reihenfolge über das Netzwerk transportiert werden. TCP ist ein zuverlässiges, verbindungsorientiertes und Bytestream-Protokoll.

    Die Zuverlässigkeit wird durch den „Positive Acknowledgement with Re-transmission (abk.:PAR; Übersetzung: positive Bestätigung mit Neuübertragung) Mechanismus hergestellt. Das Bedeutet, dass das PAR so lange die Daten neu verschickt, bis es vom Empfänger eine Nachricht erhält, dass die Daten korrekt übersendet wurden.

    Die ausgetauschten Dateneinheiten zwischen den TCP-Modulen werden als Segment bezeichnet. Jedes Segment erhält eine sogenannte Prüfsumme, die der Empfänger anwendet, um zu überprüfen, ob die Daten einwandfrei übermittelt wurden. Nach erfolgreichem Abschluss der Übertragung des Datensegments, verschickt der Empfänger wie vorhin schon erwähnt eine positive Bestätigung an den Sender zurück. Ist das Datensegment beschädigt, wird es vom Empfänger aussortiert und ignoriert. Nach einer gewissen Wartezeit, welche Timeout-Period genannt wird, werden vom TCP-Modul alle Datensegmente noch einmal verschickt, bis ein PAR an den Empfänger verschickt wurde.

    TCP ist verbindungsorientiert und baut eine logische Rechner-zu-Rechner Verbindung (Host to Host connection) zwischen den beiden kommunizierenden Hosts (Rechner) auf. Bevor die Datenübertragung ausgeführt wird und der Dialog zwischen den beiden Rechnern beginnt, wird eine so genannte Handshake-Methode verwendet um Kontrollinformationen zwischen Sender und Empfänger zu übertragen. Die von TCP verwendete Art des Handshakes wird als 3-Way-Handshake (3-Wege-Handschlag) bezeichnet, weil bei der Übertragung der Kontrollinformationen insgesamt 3 Segmente versendet werden.

    In der Abbildung ist die einfachste Form des Handshakes dargestellt.

    Host B

    SYN

    SYN, ACK

    ACK, DATEN

     

    Host A

     
       

    Über Host A beginnt der Verbindungsaufbau, indem Host B ein Segment geschickt wird, bei dem ein SYN-Bit (Synchronize sequence numbers) gesetzt wird. Dieses Segment teilt Host B mit, dass A eine Verbindung mit B aufnehmen möchte und welche Sequenznummer als Startnummer bei Host A verwendet wird. Mit der Sequenznummer wird garantiert, dass die Daten in der richtigen Reihenfolge übertragen werden. Host B antwortet darauf Host A mit einem Segment namens ACK (Acknoledgement à Bestätigung) und setzt ebenfalls ein SYN-Bit. Host B bestätigt dadurch Host A den Verbindungsaufbau und informiert zu dem Host A mit welcher Sequenznummer Host B beginnt. Nach dem Verbindungsaufbau bestätigt wurde, beginnt der Datentransfer.

     

    Quellen & weiterführende Links:

    Hunt, C.: TCP/IP Netzwerk-Administration, 2. Aufl., Köln 1998

    http://www.rvs.uni-bielefeld.de/~heiko/tcpip/
    Zugegriffen am: 28.03.2007

    http://www.ruhr-uni-bochum.de/~rothamcw/Lokale.Netze/tcpip.html
    Zugegriffen am: 29.03.2007

    Autor: Torben Sunderkötter

  • Teledienstegesetz (TDG)

    Gesetz über die Nutzung von Telediensten

     

    Das Teledienstegesetz (TDG) wurde am 22. Juli 1997 ausgefertigt und trat 1997 in Kraft. Es umfasst insgesamt 12 Paragraphen, welche die Nutzung und Verbreitung von Telediensten im Internet bestimmen. Zweck des Gesetzes ist es, "einheitliche wirtschaftliche Rahmenbedingungen für die verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten der elektronischen Informations- und Kommunikationsdienste zu schaffen". Es handelt sich hierbei um ein Bundesgesetz mit dem Geltungsbereich der Bundesrepublik Deutschland, jedoch unterliegen den Anforderungen des deutschen Gesetzes auch die Anbieter, die ihre Dienste in anderen Staaten anbieten und erbringen.

     

    Das TDG schreibt für nahezu jeden Seitenbetreiber vor, dass er Angaben zu seiner Identität im Internet machen muss. Den Kern dieses Gesetzes bildet § 6 TDG, wonach jeder geschäftsmäßige Betreiber von Telediensten dazu verpflichtet ist, über die gesetzlich geforderten Angaben Auskunft zu geben. Wichtige Daten sind unter Anderem die genaue Anschrift und Identität des Unternehmens oder einer Person, welche sich im Impressum einer Internetpräsenz wieder finden. Üblicherweise sind diese Angaben in HTML verfasst. Jede natürliche oder juristische Person, die eigene oder fremde Teledienste zur Nutzung bereithält oder den Zugang zur Nutzung vermittelt ist ein Diensteanbieter. Folglich kann jedermann mit einer Internetpräsenz Diensteanbieter sein.Der Informationspflicht unterliegt, wer einen „geschäftsmäßigen Betrieb“ von Telediensten betreibt, ausgenommen sind rein private Internetauftritte. Eine Internetpräsenz ist geschäftsmäßig, sobald sie im Lichte eines wirtschaftlichen Interesses steht. Hierunter fallen nicht nur Präsenzen, die Waren Anpreisen bzw. Verkaufen, sondern auch jene die Werbung Schalten. Telediensteanbieter sind somit zum Beispiel Versandkaufhäuser wie OTTO, Quelle und Amazon. Das Verschleiern und Unterschlagen von Absenderadressen bzw. eine ungenaue oder unvollständige Angabe der Identität, verstößt nach § 12 TDG gegen das Gesetz. Solche Ordnungswidrigkeiten werden geahndet mit Geldstrafen von bis zu 50.000,00 €.  

     

    Teledienste sind nach § 2 Absatz 1 TDG alle elektronischen Informations- und Kommunikationsdienste, die für eine individuelle Nutzung von kombinierbaren Daten wie Zeichen, Bilder oder Töne bestimmt sind und denen eine Übermittlung mittels Telekommunikation zugrunde liegt. Die Vorschriften gelten unabhängig davon, ob die Nutzung von Teledienste ganz, oder teilweise unentgeltlich oder gegen Entgelt möglich ist.Teledienste sind zum Beispiel: Angebote im Bereich der Individualkommunikation, Angebote zur Information oder Kommunikation, soweit nicht die redaktionelle Gestaltung zur Meinungsbildung für die Allgemeinheit im Vordergrund steht, Angebote zur Nutzung des Internets oder weiterer Netze, Angebote zur Nutzung von Telespielen sowie Angebote von Waren und Dienstleistungen in elektronisch abrufbaren Datenbanken mit interaktivem Zugriff und unmittelbarer Bestellmöglichkeit. 

     

    Der Hauptunterschied zu Mediendiensten liegt darin, dass diese an die Allgemeinheit gerichtet sind. Die Bestimmungen über Mediendienste unterliegen in Deutschland dem Verantwortungsbereich der Länder und werden im Staatsvertrag über Mediendienste (MDStV) geregelt. 

     

    Das Teledienstegesetz sollte im Jahr 2005 um nachfolgende Regelung erweitert werden, um einen besseren Schutz für Verbraucher zu gewährleisten: „Werden kommerzielle Kommunikationen per elektronischer Post (E-Mail) versandt, darf in der Kopf- und Betreffzeile weder der Absender, noch der kommerzielle Charakter der Nachricht verschleiert oder verheimlicht werden". Die Regelung hätte die Irreführung über Absender und Inhalt von zum Beispiel Werbemails verboten. Allerdings ging der Entwurf des Anti-Spam-Gesetzes mit der Auflösung des 15. Deutschen Bundestages unter. Das Teledienstegesetz wurde am 1. März 2007 durch das neue Telemediengesetz ersetzt, welches umfangreiche Neuerungen besitzt und einen besseren Verbraucherschutz bietet. 

    Quellen: 

    Internet:http://medien-internet-und-recht.de/volltext.php?mir_dok_id=254 (17.12.07) 

    http://de.wikipedia.org/wiki/Teledienstegesetz (18.12.07)

     

    http://www.datenschutzberlin.de/recht/de/rv/tk_med/tdg_de.htm (18.12.07)

    Lexis Nexis Artikel:

    Bülow, A. (2003): Unkenntnis bringt vielen eine Abmahnung ein, in: Die Welt

    Kleinz, T. (2004): Bußgeld für unerwünschte Reklamemails, in: Frankfurter Rundschau

    Ohne Verfasser (2005): Telekommunikations- und Multimediarecht, in: bfai Rechtsdatenbank

  • TELNET

    TELNET

    Die Entwicklung von TELNET begann zusammen mit dem Entwicklungsprojekt APRANET im Jahre 1969. Zu diesem Zeitpunkt gab es keine Personal Computer bzw. Notebooks, wie sie heutzutage vertreten sind. Es war noch die Zeit der Großrechner, womit ein effektives zusammenarbeiten sehr schwierig war. Um auf einen dieser Großrechner arbeiten zu können, wurde auf dem Host ein zugeschnittenes Terminal erstellt. Zu dem war der Zugriff nur Vorort möglich. Außerdem war diese Methode auch sehr kostspielig, weil ein Terminal für jeden Computer extra angepasst werden musste. Daraus resultierte, dass z.B. für 10 Computer auch 10 Terminals aufgestellt werden mussten.

    Um Kosten in diesem Punkt einsparen zu können, musste ein Mechanismus entwickelt werden, der es ermöglicht, Informationen zwischen Computern auszutauschen. Außerdem war ein Protokoll notwendig, was einem User ermöglicht, eine Verbindung zu einem beliebigen Computer aufbauen zu können. Dies führte zu Telnet, welches sich oberhalb der Schicht von TCP/IP befindet.

    Mittlerweile wird Telnet hauptsächlich als Remote Login verwendet, damit ein Benutzer mit seiner Client Software direkt auf den Telnet Server zugreifen kann, um auf diesen Server arbeiten zu können.

    Außer TCP/IP, arbeiten auch Protokolle wie FTP oder SMTP auf der Basis von Telnet.

    Zum Beispiel kann mit Telnet die Verbindung zu einem SMTP Server überprüft werden, um die Funktionstüchtigkeit zu garantieren. Dieses erfolgt in Form von speziellen Kommandos. Alternativ werden solche Abfragen von grafischen Interfaces durchgeführt. Allerdings ist bei Telnet eine geringere Belastung des Systems vorhanden.

    Die Funktionsweise von Telnet ist der Grafik noch einmal zu entnehmen.

    Um mit Telnet arbeiten zu können, ist immer ein Telnet Client und ein Telnet Server notwenig. Beim Telnet Client gibt es ein Interface das den Output von dem Telnet Server darstellt und zu dem die Eingaben und Befehle vom User verarbeitet. Der Telnet Server wird auf dem Rechner installiert, auf den der User zugreifen möchte.

    Der Server nimmt die Verbindung, die vom Telnet Client geschickt wird an, verarbeitet die Anforderungen vom User und schickt danach den entsprechenden Output an den Telnet Client zurück.

    Um eine zuverlässige Verbindung zu garantieren wird die 3-Way-Handshake Methode verwendet. Eine Verbindung kann bis zu Stunden oder Tagen aufgebaut sein.

     

    Quelle & weiterführenden Link:

    http://www.netplanet.org/dienste/telnet.shtml
    Zugegriffen am: 28.03.2007

    Hunt, C.: TCP/IP Netzwerk-Administration, 2. Aufl., Köln 1998

     

    Autor: Torben Sunderkötter 

  • Tracking

    Tracking (engl. für “nachverfolgen“)

    Was ist tracking?

    Der Begriff tracking im Deutschen und die sich dahinter verbergenden Funktionen sind noch recht jung. Es ist ein Wort, das sich insbesondere im Laufe der Internetgeneration verstärkt verbreitet hat, jedoch ursprünglich mehrere Bedeutungen besitzt.Vielen kommt vielleicht als erstes das Nachverfolgen einer Paketsendung in den Kopf, wenn es um den Begriff „tracking“ geht und auch in der Fotovoltaik wird dieser Begriff verwendet.Im folgenden Beitrag soll jedoch hauptsächlich auf das e-tracking eingegangen werden.Tracking ist ein Tool des Internetmarketings und hat den „gläsernen Surfer“ zu einem Schlagwort gemacht. E-tracking wird häufig auch als link-tracking, Benutzer-tracking oder user-tracking bezeichnet. Die tracking-Methode wird angewandt, um das User-Verhalten anhand erfolgsrelevanter Kenngrößen zu analysieren. Die Öffnungsrate, Klickrate, Klickpfade und Konversionsrate geben Auskunft darüber, welche Links der User angeklickt hat, von welcher Seite der User kam, welchen Weg er auf der Website gegangen ist und über welchen Inbound-Link er auf die Website gekommen ist.Da auf diese Weise die Reaktion der Nutzer gemessen und ausgewertet werden kann, ist das tracking ein wertvolles Controlling-Tool des Online-Marketings. Es werden Schwächen und Stärken identifiziert, die Ansatzpunkte zur Website-Optimierung geben.                                                                                    

    Wie funktioniert tracking?

    Um wirklich wertvolle und umfassende Informationen über das Benutzer-Verhalten auf der eigenen Website zu erhalten, empfiehlt es sich eine der vielen anerkannten tracking-Softwares zu benutzen. Je umfangreicher die Analyse und der Service, desto teurer sind diese leider auch. Jedoch macht sich diese Investition zu meist ausgezahlt, denn die detaillierten Auswertungsfunktionen der Anbieter bringen wesentlich mehr Informationen als kostenlose Versionen. Die Software selbst liegt meistens auf den Servern des Anbieters. Diese arbeiten mit verschiedenen tracking-Methoden in Form von Javascript, Cookies und Zählpixeln. Zu Beginn der Analyse wird ein Zählpixel auf den zu überwachenden Seiten implementiert, das alle relevanten Daten erfasst. Über Cookies kann sich der Administrator selbst beim Beuschen der Website von der Zählung ausschließen. Die Auswertungsoberfläche ist über den Webbrowser für den Kunden zugänglich. Die tracking-Daten werden anhand eines grafischen Reportings aufbereitet und dargestellt. Alle Daten, welche meist durch pie charts oder Trendlinien visualisiert werden, können direkt als PDF oder Grafik exportiert werden. Die tracking-Software bietet nicht nur Standardauswertungen über die Anzahl der Page Impressions und Visits, sondern auch Aufschluss über Klickpfade, Höhe der Konversionsrate oder Auflistungen der performancestärksten Keywords. Durch die Erkennung der IP-Adresse und der Referrer-Seite können auch einzelne Besucher getrackt werden. Google Analytics bietet mit einem Landkarten-Overlay sogar die Möglichkeit des visuellen Geo-Targetings. Durch flash-basierte Landkarten können die User direkt „geortet“ werden. Die Funktion ermöglicht so eine geographische Darstellung der Zielgruppenverteilung. Besonderes Highlight einiger tracking-Anbieter ist das Live-tracking oder tracking in Echtzeit. Während viele Analyse-Tools in der Auswertung zeitlich etwas hinter hängen, bietet beispielsweise Etracker eine Darstellung der Abläufe in Echtzeit. Dies kann besonders von Vorteil sein, wenn durch Werbeaktionen oder Events die Besucherzahlen stark ansteigen und direkt auf das Verhalten des Users reagiert werden soll.  

    Für wen ist Tracking geeignet?

    Generell ist tracking für jeden zu empfehlen, der seine Website optimal gestalten möchte. Als ein Bestandteil des Online-Marketings bietet das tracking die Möglichkeit Schwächen und Stärken, so wie Vor- und Nachteile der Website zu analysieren.Es gibt Aufschluss über die Findability und die Usability der Site.Die vielen Anbieter von tracking-Software haben ein umfangreiches Angebot, was auf die individuellen Bedürfnisse und Anforderungen der Kunden ausgerichtet ist. So liegen die Mietkosten einer tracking-Software je nach Funktionsumfang zwischen 1,30€ und 600€ pro Monat. Es wird also für jedes Budget etwas geboten.  

    Quellen:

    http://www.testticker.de/ipro/praxis/netzwerke/article20070322033.aspx

    www.scnetworks.de/evalanche.cms/de/0/information_database/glossar_info.html

    http://fiatlux.zeitform.info/en/tech_info/user_tracking.html

    www.etracker.dewww.google.com/analytics/

  • Transaktion

    Eine Gegenseitige Übertragung von Verfügungsrechten an Gütern oder Dienstleistungen wird in der Volkswirtschaftslehre als Transaktion bezeichnet. Für diese Verfügungsrechte fallen üblicherweise auch Transaktionskosten an.

     

    Eine Transaktion sollte bzw. kommt nur dann zu Stande, wenn beide Transaktionspartner sich von dieser ein Vorteil erhoffen.

     

    Eine Transaktion lässt sich in mehrere teile oder Arten unterteilen. Der Realtausch ist einer der üblichsten Transaktionen. Hierbei wird Hut gegen Gut getauscht. Dieser Tausch wird aber auch Naturaltausch genannt. Gut gegen Forderung werden ebenfalls als Transaktion gesehen. Hierbei werden der Kauf und der Verkauf von Gütern wahrgenommen. Die Kredittilgung zum Beispiel kommt bei der Transaktion Forderung gegen Forderung vor. Auch Umschuldungen werden bei dieser Transaktion vorgenommen. Forderungen gegen Transfer werden bei Steuerzahlungen, Kindergeld und Renten zum Einsatz kommen. Die letzte Art einer Transaktion ist das Gut gegen Transfer, wo ein Realtransfer und die Realschenkung vorliegen

     

    Transaktionskosten sind Kosten, die nicht bei der Gütererstellung, sondern bei der Übertragung von Gütern von einem Wirtschaftssubjekt zum anderen entstehen. Bei der Suche nach Transaktionspartnern entsteht zunächst bei der Übertragung Informationskosten, der Anbahnung von Transaktionen, wie z. B. Vertragsabschlußkosten und Versicherungsprämien und der Transaktion selbst, wie die Transportkosten. Bei zunehmendem Wettbewerb und abnehmender Markttransparenz ist die Betrachtung der Transaktionskosten von besonderer Bedeutung. Der Transaktionskostenansatz basiert auf den Überlegungen des Nobelpreisträgers Ronald Coase, welcher die Effizienz unterschiedlicher Transaktionsformen vergleicht, indem die innerorganisatorischen Transaktionskosten mit den Transaktionskosten auf dem Markt verglichen werden. Seine Studien lagen bereits 1937 vor. Den Nobelpreis hierfür erhielt er 1992. Viele Transaktionen sind nach Coase ausschließlich innerhalb der Unternehmung aufgrund des Marktversagens möglich. Eine Integration dieser Aktionen in das Unternehmen ist dann sinnvoll und wird als Internalisierung bezeichnet. Die Internalisierung einzelner Funktionen im Gegensatz zur Marktbeschaffung widerspricht der aktuellen Tendenz des Auslagerns von Unternehmensfunktionen.

  • Transaktionskosten

    Transaktionskosten

    Transaktionskosten sind diejenigen Kosten, welches durch die Benutzung des Marktes entstehen, weil reale Austauschprozesse bei unvollkommener Information und auf unvollkommenen Märkten stattfinden. Unter Transaktionskosten fällt nicht der Preis des Gutes, soweit die reinen Produktionskosten betroffen sind.

    Transaktionskosten wurden erstmals von Ronald Coase 1937 beschrieben und in die Theorie eingeführt, er erhielt dafür 1991 den Nobelpreis für Wirtschaft.

    Man unterscheidet zwischen zwei Arten von Transaktionskosten. Auf der einen Seite gibt es die Kosten „ex-ante“, also Kosten, die vor dem Zustande kommen eines Vertrages anfallen. Auf der anderen Seite gibt es die „ex-post“-Kosten. Dies sind Kosten die anfallen, nachdem ein Vertrag geschlossen wurde.

    Ex-ante-Kosten:

    Kosten der Informationsbeschaffung
    - Kosten Informationssuche über potenzielle Transaktionspartner

    Vertragsanbahnungskosten
    - Kosten der Kontaktaufnahme (Telefon, Porto, etc.)

    Vereinbarungskosten
    - Verhandlungen, Vertragsformulierung, Einigung

    Ex-post-Kosten:

    Abwicklungskosten
    - Maklercourtage, Transportkosten

    Kontrollkosten
    - Einhaltung von Termin-, Qualitäts-, Mengen-, Preis- und

    Geheimhaltungsabsprachen, Abnahme der Lieferung

    Änderungskosten/Anpassungskosten
    - Termin-, Qualitäts-, Mengen- und Preisänderungen

    Kosten bei Insolvenz des Vertragspartners

    Kosten der Durchsetzung von Leistungsverpflichtungen
    - Gerichts-/Anwaltkosten, Mahnkosten

     

    Die Höhe dieser Kosten kann das Zustandekommen von Transaktionen verhindern, wenn zum Beispiel die anfänglichen Informationskosten für einen potenziellen Käufer so hoch geraten, dass die Transaktion verteuert wird.

    Neue Informationsformen können diese Transaktionskosten senken (eBay, Wikipedia, etc.). Für jeden Nutzer dieser Medien ist die Suche im Internet heutzutage erschwinglich. Suchmaschinen wie zum Beispiel www.google.de erleichtern durch die Suche durch ihre vielfältigen Eingrenzungsmöglichkeiten nach den gewünschten Informationen. Zudem werden die Suchergebnisse schnell gefunden und aufgelistet.

    Mit der Verringerung der Transaktionskosten durch Standardisierung und das Internet verringert sich auch der Vorteil interner Produktion. Dies ist einer der Gründe für die Entstehung und Verbreitung neuer Produktionsformen, u.a. der virtuellen Organisation, und verstärktem Outsourcing.

    Des Weitern können eine hohe Transparenz sowie niedrige Transaktionskosten im Internet sehr geringe Preisunterschiede für identische Produkte im Internet zur Folge haben.

     

    Literatur

    Williamson, O. E.: Die ökonomischen Institutionen des Kapitalismus, Mohr, Tübingen, 1990

    North, D. C.: Institutionen, institutioneller Wandel und Wirtschaftsleistung, Mohr, Tübingen, 1992

    Coase, R.H. (1937): The Nature of the Firm in: Economica, N.S., Vol. 4