Glossar

A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z

  • XML

    XML(Extensible Markup Language)

    Definition

    XML (eXtensible Markup Language, eng. für „erweiterbare Auszeichnungssprache“) ist ein ISO-Standard zur Erstellung sogenannter Auszeichnungssprachen und zur Erstellung strukturierter Dokumente. Mit Hilfe solchen „Markup Languages“ werden in Dokumenten Metainformationen über die Struktur der Dokumente bzw. semantische Informationen eingefügt. XML definiert also eine Metasprache, mit deren Hilfe eigene Auszeichnungssprachen definiert werden können. Wichtige Anwendungsfälle für diese Sprachen sind die Definition von Dokumentformaten für den Datenaustausch zwischen Programmen und die Dokumentenverwaltung.

    Beispiele für solche Sprachen sind:

    • XHTML = Diese Dokumente sind die Grundlage des World Wide Web und werden von einem Webbrowser dargestellt.
    • DocBook = Diese Dokumente eignen sich besonders zur Erstellung von Büchern, Artikeln und Dokumentationen im technischen Umfeld (Bsp.: Open-Source-Projekte).
    • ebXML = (Electronic Business using XML; d.h.: XML für elektronische Geschäftsprozesse) Ziel der Initiative ist die Entwicklung eines technischen Rahmens zur Nutzung von XML für elektronische Geschäftsprozesse sowie eine Senkung der Eintrittsbarrieren für mittelständige Unternehmen und Entwicklungsländer.

     

    Entstehung von XML

    Die Standard Generalized Markup Language (SGML) ist eine komplexe Auszeichnungssprache, die als Vorgänger von XML angesehen wird. Sie entstand durch ein IBM-Forschungsprojekt und wurde von Charles Goldfarb in den 80er Jahren standardisiert. Das Ziel war, ein allgemeines Kodierungsschema zu schaffen, mit dem Texte logisch und semantisch strukturiert werden können. Durch den ISO-Standard fand SGML eine weite Verbreitung. Da aber die Komplexität und Flexibilität der Programme zu ihrer Verarbeitung sehr komplex, teuer und schwer zu handhaben waren, wurde sie nur von größeren Organisationen und Konzernen verwendet. 1989 entwickelte Tim Berners-Lee auf Basis von SGML eine einfache Sprache zur Strukturierung von Dokumenten des CERN (Europäische Organisation für Kernforschung). Das war die Auszeichnungssprachen HTML. Im Interesse einer einfachen Verwendung von HTML wurden einige Vorteile von SGML geopfert. Das war eine pragmatische Entscheidung, die dazu führte, dass sich HTML sehr schnell verbreitete. Der geringe Sprachumfang der frühen HTML-Versionen führte jedoch dazu, dass nicht allgemein anerkannten Auszeichner eingeführt wurden und so ein Versionschaos entstand. Deshalb wurde HTML vom W3C (World Wide Web Consortium; ist ein Gremium zur Sicherung von betreffenden Techniken im WWW) standardisiert. Die Bemühungen, zu den Idealen der Dokumentenverarbeitung zurückzukehren, führte parallel dazu zur Entwicklung von XML. XML ist also im Prinzip eine vereinfachte Version der SGML, welche einfacher zu handhaben ist. Diese Einfachheit erleichtert die Handhabung so sehr, dass das altbekannte HTML nun auf Basis von XML, anstatt SGML neu definiert wurde. Das Ergebnis heißt XHTML.

     

    Die Verwendung von XML im E-Business

    XML ist insbesondere für den Austausch von Daten zwischen Computern geeignet. Viele Anwendungen von XML finden sich deshalb im E-Business, z.B. für den Austausch von digitalen Geschäftsdokumenten zwischen verschiedenen E-Business-Systemen. Die Technologien in diesem Anwendungsfeld sind bereits weitgehend standardisiert und werden zunehmend als Ergänzung oder Ersatz bewährter E-Business-Standards, wie EDI (Electronic Data Interchange), eingesetzt.

    So benutzt man XML in der Kommunikation, denn es ist eine ideale Protokollsprache. Gründe dafür sind zum einen die Formulierung der XML-Dokumente in systemunabhängigen Unicodes und die Tatsache das XML-Schnittstellen jede gängige Programmiersprache besitzen.

    Desweiteren benutzt man XML in Präsentationen, da es nur die Struktur der Daten aber nicht deren Darstellung beschreibt.

    Weiterhin kann man mit XML Anwendungsprogramme konfigurieren. Die Erstellung von Konfigurationsdateien ermöglicht das Setzen von Parametern zur Beeinflussung von Applikationen. Es bildet somit einheitliche Syntax zum Interpretieren und Lesen von allen Dateien.

    Und abschließend hilft XML bei der Datenverwaltung. Gründe dafür sind zum einen die gute Wiedergabe von Datenstrukturen, die Unabhängigkeit zu systemspezifischen Softwaresystemen und die allgemeine Handlichkeit bei Im- und Exporten von Datensätzen.

     

    Quellen:

    Dück, E.: Proseminar Datenmodellierung 16.01.2001, in: http://wwwbayer.in.tum.de/lehre/WS2000/PS00-Ausarbeitungen/dueck-xmlproseminar.html#1.%20Einleitung

    Partl, H.: XML - Extensible Markup Language, in: http://www.boku.ac.at/htmleinf/xmlkurz.html

    World Wide Web Consortium: Verwendung von XML, in: http://www.w3c.de/Misc/XML-in-10-points.html