Outbound Marketing

Das Prinzip

Das Outbound Marketing definiert sich durch das aktive Herantreten an die Zielgruppe des jeweiligen Unternehmens mithilfe verschiedener Kanäle. Dabei werden dem potenziellen Kunden über die gängigen Medien wie Printwerbung, Radio, TV, Internet oder das Telefon Werbebotschaften vermittelt, die ihn auf Produkte und das Unternehmen aufmerksam machen sollen. Das endgültige Ziel des Outbound Marketings ist es, Produkte, Artikel, Dienstleistungen oder Sonstiges an den Kunden zu bringen und zu verkaufen.

Mithilfe regelmäßiger Nachrichten soll der Vertrieb oder der Shop dem Interessenten kontinuierlich ins Gedächtnis gerückt werden. Informationen werden an den Kaufinteressenten auch ungefragt weitergegeben. Werbebotschaften werden an eine große Anzahl an Konsumenten ausgesandt. Während er ein ganz anderes Ziel verfolgt oder nach spezifischen Informationen sucht, wird ihm die Werbung in seine Wahrnehmung gedrückt. Damit bestehen Verbindungen vom Outbound Marketing zum Push Marketing. Die Kommunikation läuft „one-to-many“ und geht einseitig, allein vom Unternehmen aus.

Maßnahmen wie E-Mails, Anzeigen, Werbespots, Ausstellungen oder Telefonanrufe gehören zur Strategie des Outbound Marketings. Allerdings wirft diese Vorgehensweise einige Nachteile auf: Zum einen ist sie mit hohen Kosten verbunden, aufgrund der Beschäftigungskosten derer, die solche Maßnahmen anfertigen und aussenden müssen. Outbound Marketing erweist sich als 61% teurer als das Inbound Marketing.

Zum anderen besteht kein Zweifel daran, dass die Werbewirkung von Outbound Marketing stetig abnimmt. Das Verhalten der Konsumenten hat sich in den letzten Jahren sehr verändert. Während man früher den Service der Werbung genossen hat und den Inhalt der Werbeanzeigen geglaubt hat, sind die Menschen und die Zielgrupppe heute misstrauisch und möchten selber darüber entscheiden, was sie wo wann anklicken. Der Kunde ist selbstständig und möchte eigenverantwortlich bestimmen, ohne bevormundet zu werden. Dies gilt auch für Werbeanzeigen. Die Kunden selektieren die Informationen, die sie auch aufnehmen wollen. Sie suchen sich bevorzugt gezielt die Informationen, die sie interessieren. Damit gewinnt auch das Inbound Marketing an Bedeutung.

Dies ist der Grund, warum die Wirkung des Outbound Marketings oftmals verfehlt wird und ins Gegenteil umschlägt. Aufgrund des großen Misstrauens gegenüber dem Übermaß an Werbung, entwickelt sich eine Abwehrhaltung von Seiten des Nutzers. Zur Kundengewinnung entwickelt sich ein kontraproduktives Verhalten.