Affiliate Marketing

Beim Affiliate Marketing werden Werbeflächen von einem Webseitenbetreiber, dem Affiliate, an Werbetreibende, den Advertiser, zur Verfügung gestellt. Der Advertiser zahlt an den Affiliate eine Provision. Diese Provision hängt von den durchgeführten Aktionen der Internetnutzer ab. Entsprechend gibt es unterschiedliche.

Vergütungsmodelle

Innerhalb des Affiliate Marketings bestehen verschiedene Vergütungsmodelle.

  • Cost(/Pay) per Click (CPC/PPC): Mit dem Cost-per-Click-Verfahren zahlt der Anbieter pro Klick, also pro Seitenaufruf bei Google AdWords oder bei Yahoo! Search Marketing. Insbesondere bei ppc sollte die Werbung in einem passenden Umfeld geschaltet werden, sodass die Kosten für unqualifizierten Traffic, Besucher, die Kosten verursachen aber keinen Umsatz bringen, minimiert werden. Die Werbefläche sollte somit thematisch ausgesucht werden, dass die Internetnutzer, die die Anzeige sehen und die potentielle Masse für die Besucher darstellen, auch vorselektiert sind. Der Richtwert liegt bei 10Cent bis zu mehrere Euro.
  • Cost(/Pay) per Lead (CPL/PPL): Hier wird eine Provision pro Kontaktaufnahme durch den Kunden gezahlt. Der Richtwert liegt bei einigen Euro.
  • Cost(/Pay) per Sale (CPS/PPS): Bei diesem Verfahren trägt der Anbieter der Werbefläche das Verkaufsrisiko. Er stellt einen wertvollen Platz bereit und kann nicht sicher sein, dass der Anbieter auch ein verkaufbares Produkt einstellt. Liegt das Produkt nicht im Trend, ist es zu teuer, oder der Shop schlecht und der Verkaufsprozess umständlich, hat er keine Einnahmen. Der Surfer wird sogar auf die Werbung klicken, aber am Ende nichts kaufen. Damit hat der Anbieter der Fläche praktisch seinen Werbeplatz verschenkt. Hier ist der Richtwert durch einen Festpreis oder durch einen Prozentsatz vom Umsatz festgelegt.

Neben diesen Vergütungsmodellen sind der Kreativität der Vertragsparteien keine Grenzen gesetzt. Es gibt monatliche Festbeträge, Pauschalen für die Präsenz auf einer anderen Seite, Gutscheine, Maximal- und Minimalbeträge und Kombinationen aus allen Varianten.

Allen drei Berechnungsformen ist gemeinsam, dass sie sauber erfasst und abgerechnet werden müssen. Es liegt auf der Hand, dass der Verkäufer von Zugriffen selbstverständlich selbst Zugriffe erzeugen kann. Das ist unseriös, wird aber trotzdem gemacht. Es gibt dafür ausgefeilte Programme in beide Richtungen. Solche, die Zugriffe erzeugen und solche, die "gefakte Zugriffe" wieder herausfiltern. Letztendlich kann der Käufer von Klicks das Ergebnis nur an seiner Konversionsrate überprüfen.

Damit zurückverfolgt werden kann über welchen Affiliate der Besucher oder Kunde auf den eigenen Webauftritt geleitet wurde, werden die einzelnen Links mit Codes gekennzeichnet. Zur Erfolgsmessung werden dann die einzelnen Kosten den Konversionsraten gegenüber gestellt, um die Effizienz einzelner Linkplatzierungen zu ermitteln. Aufgrund der Provisionsbasis wird nur für tatsächlichen Erfolg gezahlt. Es zählt folglich die Qualität der Klicks.

Ein sehr prominentes und erfolgreiches Beispiel für Affiliate Marketing ist Amazon. Amazon hat ein eigenes Partnerprogramm für Affiliates und ist damit auf unzähligen Internet Seiten Advertiser. Es gibt zahlreiche Affiliate-Netzwerke, in denen Advertiser und Affiliate zusammengeführt werden.