Formulierung einer E-Mail

Der Betreff

Der Betreff ist das Tor zur Aufmerksamkeit des Lesers und entscheidet darüber, ob die E-Mail geöffnet oder ungelesen gelöscht wird – in jedem Fall löst die Betreffzeile einen Reflex aus. Ihre Formulierungen müssen aus diesem Grund präzise den Nerv der Aufmerksamkeit treffen. Eine gute Überschrift hält das Interesse hoch und weckt die Neugierde der Empfänger, sodass der Leser auf den Inhalt gespannt ist, genauer gesagt auf den nächsten Satz hin fiebert.

Es können unterschiedliche Schwerpunkte in der Betreffzeile gesetzt werden, abhängig von der Zielgruppe und der Aktion, die am Ende vom Leser erwartet wird. Ebenso sollte mit dem Betreff ein kleiner Einblick in den E-Mail-Inhalt verschafft werden, der jedoch nicht zu viel verraten sollte und lediglich neugierig auf den Rest der  Mail macht. Beispiele hierfür sind:

  • Mehr Besucher über Google
  • 39 Cocktail-Rezepte gratis
  • Wettskandal in der Formel1
  • Die ideale Bikinifigur

Setzen Sie keinen Punkt hinter die Headline, allenfalls einige Pünktchen, wenn Sie die Redewendung in der E-Mail selbst weiterführen wollen:

Ihre Steuerrückzahlung...

... maximieren Sie in diesem Jahr, Frau Merkel.

In dem Google Adwords-Kurs wird eine ähnliche Aufgabe gestellt. In den Adwords stehen für Überschriften jeweils 25Zeichen, für den Text 35 Zeichen in zwei Zeilen zu Verfügung. Das schult die Formulierungen knapper Texte im E-Mail-Verkehr. Jede Redewendung, jedes Wort, jeder Buchstabe muss optimiert werden.

Für einen guten, treffenden Mailtext sollte ein sehr großer Aufwand zur Erstellung, des ersten Rohentwurfs bis zur letzten Korrektur, betrieben werden. Dies wird sich schwieriger erweisen, als zuvor erwartet, denn der vollständige Text sollte in der Endfassung leicht und überzeugend klingend.

Die Ansprache

Die Anrede wird auf persönlicher Ebene weitergeführt. Jeder Empfänger bevorzugt es, mit seinem eigenen Namen angesprochen zu werden. Das gilt selbstverständlich auch für den Absender. Somit wird der E-Mail-Text mit Ihrem Namen beendet.

So sollte auch darauf geachtet werden, zu Beginn des Textes auf die Bedürfnisse des Lesers einzugehen, statt von sich zu sprechen. Ein Beispiel dazu:

„Wir haben eine tolle Idee. Wir haben folgendes Angebot vorbereitet. Unser Preis ist sensationell günstig, ....“.

Sätze wie diese interessieren den Empfänger leider nicht.Wörter wie „ich“ oder „wir“ gehören somit nicht an den Anfang einer E-Mail, schließlich dreht sich alles um den Leser, um seine Interessen, seine Bedürfnisse und sein Vorhaben. Ein weniger abschreckendes Beispiel zeigt, wie man es machen sollte:

„Sie suchen eine Geschenkidee? Hier ist für Sie der beste Service. Ihr Weihnachtsgeschenk, usw...“.

Der Empfänger ist an der zweiten Zeile angelangt und ist schon auf Weitere gespannt.

Als Orientierungsbeispiel schauen Sie sich die Weihnachtsmail an.

Der Haupttext

Wie bereits erwähnt, sollte der Text einer E-Mail mehrfach korrigiert und optimiert werden. In einem dieser vielfachen Überarbeitungsschritte lohnt es sich, den Text mit unterhaltenden Zitaten oder anschaulichen Beispielen aufzulockern.

Im Ergebnis soll Ihr Text leicht und spontan beim Leser einschweben. Jede Planung hat vor allem das Ziel, sture, mechanische und vertrocknete Texte zu entschärfen. Der Leser soll durch einen fließenden, schlüssigen und ansprechenden Text bis zum Schluss geführt werden. Eine gute Leitlinie dabei ist, sich konkreter, direkter und zielorientierter Formulierungen zu bedienen.

Irgendwann ist der Empfänger an das Ende der E-Mail oder des Briefes gelangt und ist im besten Fall noch immer aufmerksam. Zumindest sollte seine Spannung jetzt auf dem Höhepunkt sein.

In der ausführlichen Ebook-Version des Marketing-Kurses erhalten Sie eine Fülle von Detailinformationen, Tipps und Hinweise zur Formulierung.