Kooperation

Das allgemeine Schema für das Web-Business ist Kooperation bei der Erschließung von Zielgruppen. Aufgrund der natürlichen Informationsverbreitung, der Schnelligkeit und der direkten Interaktion kommt der Kooperation und der Zusammenarbeit im Internet ein höherer Einfluss auf den Erfolg zu, als im Offline Bereich – „vom Kampf zur Partnerschaft“ lautet der Leitfaden der erfolgreichen Internet-Akteure. Die Spielarten der digitalen Kooperation sind so facettenreich wie das Netz selbst und die in ihm tätigen Akteure. Kooperation ist sowohl zwischen Anbieter und Interessent notwendig, als auch zwischen verschiedenen Anbietern, die synergetisch harmonieren. Die erfolgreichsten Ergebnisse stellen sich ein, wenn beide Unternehmen dieselbe Zielgruppe mit unterschiedlichen oder ergänzenden Angeboten bewerben. Je mehr die jeweiligen Produkte im Wettbewerb zueinander stehen, desto fragiler ist eine Zusammenarbeit. Die gegenseitige Unterstützung kann auch auf einem konkreten Projekt beruhen, was diese Problematik etwas abschwächt.

Jeder Partner hat für sich die durchaus zutreffende Einschätzung eines großen, anonymen und kaum zu beeinflussenden Interessentenpools. Da das Internet als Nachfragemarkt mit vollständiger Information und hoher Flexibilität erlebt wird, ist die Kooperationsbereitschaft zwischen den Anbietern groß. Entsprechenden Angeboten stehen sie somit offen gegenüber. Die Bereitschaft zu kooperativen Aktionen ist bei gleich großen Partnern am meisten ausgeprägt.

In der praktischen Arbeit wird Marketing in Symbiosen entwickelt. Ergänzende Leistungen für die gleiche Zielgruppe werden in gemeinsamen Auftritten zusammengeführt. Dabei schließen die Partner nicht nur ihre Ideen zusammen, sondern auch ihre Kundengruppen. Eine gemeinsame Information über synergetische Leistungen wird an die Kunden adressiert. Jedem Partner wachsen damit neue Interessenten zu, die die Akquisitionsbasis erhöhen. Dieses Potenzial schickt er durch den Konversionsprozess und hat am Ende mehr Kunden und mehr Mitglieder für die nächste Partnerschaft. So arbeitet sich der geübte Marketingstratege jeweils in neuen, immer größeren Marketingkooperationen nach oben.

Online-Kooperationen erweisen sich bei langfristiger Tätigkeit als sehr erfolgreiche Strategie, solange sie für den Kunden zugänglich und kontrollierbar sind. Dazu bedarf es einer Voraussetzung: Vereinbarung aller beteiligten Partner, Zielsetzung realistisch gestalten, sowie Geduld und Ausdauer und ein bedeutendes Volumen. Diese Art von Marketing finanziert sich durch die Kooperation miteinander, durch ein Geben und Nehmen der Beteiligten. Ein fundamentaler Bestandteil jeder Partnerschaft ist die Bereitschaft, zu geben. Dabei handelt es sich um Informationen, Hinweise, Ratschläge oder Marketingkontakte. Dementsprechend wachsen die Kooperationschancen, die Empfehlungen, die vermittelten Mitglieder und damit letztlich auch die Zahl der Kunden, der Umsätze und der Gewinne.

Man kann konkret im Bereich der Weiterleitung von Besuchern über Hyperlinks miteinander kooperieren. Häufig wird über Affiliate Marketing kooperiert. Weitere Partner können z.B. Suchmaschinen, Verzeichnisse, Portale, und Communities sein. Sie offerieren ihr Marketingpotenzial bzw. die Besucherzahl und deren Aktivität (Traffic) werden von diesen Anbietern zu Ertrag transformiert. Somit werden die bei den Partnern bekannten Surfer mit dem eigenen Angebot in Kontakt gebracht. Der Traffic entsteht und wächst mit dem Netzwerk der Webpräsenzen. Beispielsweise stellt jeder Teilnehmer Produkte ein, die in konzentrierten Marketingaktionen beworben und bekannt gemacht werden. Das gesammelte Budget wird für die Werbung gezielt und effizient auf großen Internet Portalen eingesetzt. Die gemeinsame Zielgruppe der Internet Käufer wird interessiert und auf die Verkaufsplattform gelockt. In dieser Synergie kommt der Shopbetreiber auf die großen Portale, die ihm meist verschlossen sind. Jeder Teilnehmer bzw. Shop kann somit profitieren.