Forderungen

Aus jeder Lieferung und jeder Rechnung resultieren Forderungen, das ist im Internet nicht anders. Bei der Zahlung vor der Leistung (Vorkasse), verbleibt kein offener Posten. Bei jeder anderen Zahlvariante ist ein Forderungsmanagement notwendig.

Ausserhalb des Internet Handels gibt es eine Reihe von Varianten zum Management der Forderungen. Man kann sie beleihen, verkaufen oder an einen Dienstleister zum Einzug übergeben. Diese Möglichkeiten sind beim Internet Verkauf praktisch nicht gegeben, das es sich in der Regel um ein Gemisch aus Forderungen an Private und Gewerbliche handelt. Die Forderungen gegen Private sind aber nicht werthaltig.

Selbst bei der Zahlung per Lastschrifteinzug bleiben Forderungen offen, wenn ein falsches Konto angesprochen wurde, wenn das Konto keine Deckung hat oder die Lastschrift wegen Widerspruchs zurück gegeben wurde. Die Rückgabe ist mit einer unterschriebenen Zusage noch innerhalb von 6 Wochen nach dem letzten Kontenabschluss der Korrespondenzbank möglich. Ohne einen unterschriebenen Beleg kann der Schuldner beliebig lange widersprechen.

Nun ist der Schuldner ja nicht von der Zahlung befreit, wenn er eine Lastschrift zurück gibt; er muss die Forderung inklusive der vereinbarten Rücklastgebühren dann auf anderem Wege ausgleichen. Für den Verkäufer empfiehlt sich die Vereinbarung von Rücklastgebühren bereits in den AGB oder bei der Lastschriftzusage. Sicherer als ein nochmaliger Einzug ist die Überweisung des Schuldners zum Ausgleich der offenen Posten.

Bei den meisten Kaufabwicklungen, die heute im Internet anzutreffen sind, wird das Medium ja verlassen. Nur wenige Prozesse schließen die Zahlung der Forderung komplett im Internet ab. Wir treffen das bei virtuellen Gütern häufiger an, als bei dem Versand physischer Produkte. Das Forderungsmanagement wird dem Internet Verkäufer noch lange erhalten bleiben.